Geschenkratgeber PC-Upgrades für Gamer: SSDs, CPUs, Grafikkarten, Mainboards und mehr

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Ein PC-Upgrade soll zu Weihnachten her, aber welche Komponenten lohnen sich überhaupt? TechStage zeigt, was Gamer unter dem Baum begeistern.

Neue Komponenten können einem älteren Mittelklasse-PC neues Leben einhauchen und ihn für neue High-End-Games fit machen. Neben neuen Produkten fielen in diesem Jahr die Preise für Datenspeicher, hauptsächlich NVMe-SSDs. In diesem Jahr sollte man zwar keine neue Grafikkarte kaufen – dazu sind die Preise einfach noch zu hoch – aber es gibt genügend andere Komponenten, die man zu guten Preisen austauschen und aufrüsten kann.

Datenspeicher sind der Bereich, in dem man uneingeschränkt ein Upgrade empfehlen kann. Speicher, vorwiegend NVMe-basierter Datenspeicher, ist in diesem Jahre im Preis gefallen. Mit den PCIe 4x4 SSDs kommt die neue Generation auf den Markt, etwa die Samsung SSD 980 Pro (Testbericht), die noch mal deutlich schneller sind. Gleichzeitig fallen damit die Preise für die PCIe 3x4 NVMe-SSDs – diese sind noch immer flotter als jede SATA-Festplatte oder -SSD.

Die meisten aktuellen Mainboards haben bereits die passenden M.2-Anschlüsse auf dem Board. Selbst wenn nicht, dann kann man immer noch einen günstigen Adapter für PCIe-Express kaufen und die NVMe-SSD dort einbauen. Im Ratgeber NVMe wird günstig: Schnellen Speicher einfach nachrüsten und Windows kostenlos umziehen zeigen wir, dass man damit keine Geschwindigkeit gegenüber einem M.2-Anschluss verliert. Das einzige Problem könnte sein, dass das BIOS des Mainboards nicht von dem Speicher auf dem Adapter starten kann.

SATA-SSDs sind dabei preislich kaum noch interessant. Sie sind größtenteils ebenso teuer wie NVMe-SSDs. Klassische mechanische Festplatten sind dann spannend, wenn man möglichst günstig viel Platz für Daten benötigt. Sie sind zwar langsam, aber es gibt kaum ein besseres Preis-Pro-TByte-Verhältnis. Mehr dazu im Ratgeber HDD, SSD und NVMe im Vergleich: Welchen Speicher kaufen?

Intel liefert mit der zwölften CPU-Generation die neue Konkurrenz für die CPUs von Intel. Und tatsächlich können die neuen Prozessoren überzeugen. Bei den Kollegen von Heise Online (Intel Core i9-12900K im Test: Mit der Brechstange an AMDs Ryzen 9 5950X vorbei) beweisen die Alder-Lake-S-Prozessoren, dass sie zwar mehr Leistung aus dem Netzteil benötigen, aber dann ordentlich an AMD vorbeiziehen. Vorsicht allerdings: Mit der neuen CPU kommt ein neuer Sockel (Sockel 1700) – entsprechend muss man wahrscheinlich auch das Mainboard aktualisieren.

Bei AMD dagegen ist man weiter beim Sockel AM4, der aktuelle Ryzen 5000 passt damit auch in ältere Mainboards. Vor dem Upgrade sollte man aber unbedingt das BIOS aktualisieren, damit die neuen Prozessoren auch erkannt werden.

Beim Arbeitsspeicher steht der nächste große Generationswechsel an, aus DDR4 wird DDR5. Was muss man dazu wissen? Zunächst bringt DDR5 mehr theoretischen Durchsatz, die neue Architektur schafft irgendwann Übertragungsraten von bis zu 67,2 GByte/s. Aktuell sind wir noch weit davon entfernt, die ersten Kits liegen deutlich darunter – sind aber schneller getaktet als viele DDR4-RAM-Bausteine. DDR5 benötigt einen neuen Steckplatz und passt nicht in DDR4-Slots. Zudem wandern Controller-Chips vom RAM auf das Mainboard, entsprechend muss das Mainboard den neuen Standard unterstützen.

Wie bei allen neuen Produkten sind die Preise hoch, zudem ist die Versorgung noch knapp oder Produkte sind noch nicht erhältlich.

Beim DDR4-Arbeitsspeicher sieht das deutlich besser aus. Hier bekommt man Kits ab 16 GByte für weniger als 50 Euro, wer Taktraten ab 4000 MHz möchte, der zahlt knapp unter 90 Euro. Wir würden in jedem Fall für einen Gaming-Rechner 16 GByte als Mindestmenge sehen, mit 32 GByte ist man langfristig auf der sicheren Seite.

Wer weniger als 16 GByte RAM hat, der kann getrost aufrüsten. Die Preise für DDR4-Arbeitsspeicher sind günstig und es schadet nie. DDR5 benötigt ein neues Mainboard und eine neue CPU – damit sind die Gesamtkosten deutlich höher. Mehr dazu im Ratgeber RAM: Takt, Dual-Channel und die beste Größe - wann ein Arbeitsspeicher-Upgrade lohnt. Hier dröseln wir Fachbegriffe wie Dual-Channel, CAS oder DIMM im Detail auf.

Passend mit der neuen CPU-Generation gibt es bei Intel-Mainbaords den neuen Sockel 1700. Der bringt neben einer neuen Bauform auch den Chipsatz Z690 mit, der wiederum hat es in sich. Denn die neuen Mainboards haben PCI Express 5.0 an Bord. Damit verdoppelt sich die Bandbreite erneut, schaffte PCIe 4.0 noch maximal 252 Gbit/s so sind wir bei PCIe 5.0 bei 504 Gbit/s. Der übrigens schon fast verabschiedete PCIe 6.0-Standard kommt dann auf 1024 Gbit/s.

Konkret liefert das hauptsächlich mehr Puffer für High-End-Systeme mit fetten Grafikkarten und mehreren NVMe-basierten Datenspeichern. Tatsächlich sind wir im Mainstream gerade erst bei PCIe 4.0 angekommen. Ein Umstieg ist aber vergleichsweise problemlos, PCI Express 5.0 ist weiter abwärtskompatibel.

Aufpassen muss man beim Arbeitsspeicher. Derzeit unterstützen die Sockel-1700-Mainboards entweder DDR4 oder DDR5, gemischte Umgebungen gibt es nicht. Sprich, man muss sich beim Kauf festlegen.

Ein Upgrade der Grafikkarte liefert einen ordentlichen Leistungsschub, vor allem, wenn man ein oder zwei Generationen überspringt. Dennoch muss man aktuell von einem Upgrade abraten. Der Wirbel um Kryptowährung und die Chip-Knappheit sorgen für völlig überzogene Preis auf dem Markt. Wer um ein Upgrade nicht herumkommt, etwa weil die alte GPU defekt ist, dem empfehlen wir mindestens eine Nvidia RTX 3060 Ti oder eine AMD Radeon RX 6700 XT.

Beide sind deutlich schneller als ihre Vorgänger und dürften für die nächsten Jahre ordentliche Leistungsreserven mitbringen. Unterhalb dieser Grafikkarten gibt es zwar noch zwei Produktreihen, die RTX 3060 und die RX 6600. Gerade die RTX 3060 (Testbericht) konnte im Test aber kaum überzeugen – ohne die Knappheit der Ti-Serie würde es diese Karte wahrscheinlich kaum geben. Schnellere Alternativen zeigen wir in der Top 10 Grafikkarten 2021: AMD Radeon gegen Nvidia Geforce im Vergleich.

Keine Angst vor einem neuen Gehäuse. Ja, es klingt zunächst nach viel Arbeit, alle Komponenten und Kabel neu zu verlegen. Doch es lohnt sich dann, wenn man von einem älteren Gehäuse kommt. Technisch haben diese zwar keine riesigen Schritte gemacht, dafür sind viele Komfortfunktionen aus dem früheren High-End-Bereich in die mittleren und unteren Preisbereiche gewandert. Das gilt vorwiegend für die Front-Anschlüsse.

Neben Audio- und USB-A-Buchsen sollten inzwischen

an der Front auch mindestens ein USB-C-Anschluss sitzen. Wer jetzt aufrüstet, der sollte außerdem das Thema Kabelmanagement im Auge behalten. Das hilft nicht nur der Kühlung, sondern sieht aufgeräumt aus.

Beim Thema Netzwerk sind zwei aktuelle Trends zu erkennen. Bei einem kabelgebundenen Netzwerk gibt es allmählich einen Wechsel hin zu 2,5 Gbit/s. Allerdings ist das nicht schnell genug, damit sich ein Upgrade dafür lohnt. Denn neben dem Desktop müssen alle anderen Komponenten mitspielen, also der Switch/Router und die NAS. Wer ein neues Mainboard mit integriertem 2,5-Gbit-LAN findet, der kann zuschlagen, eine PCIe-Einsteckkarte lohnt meist nicht.

Anders sieht es beim Thema Wifi-6 aus. Neben Smartphones kommen auch immer mehr günstige Router mit der neuen Funktechnik. Sie bringt neben einer höheren Geschwindigkeit auch WPA-3 als neue Verschlüsselungstechnik. Damit wird WLAN auch für Desktop-Rechner interessant. Wenn der Rechner noch kein WLAN besitzt, dann ist ein Upgrade eine vielversprechende Idee. Vor allem, die PCI-Express-Karten neben Wifi-6 größtenteils auch Bluetooth an Bord haben.

PCs sind nicht nur zum Zocken super, sondern auch um daran herumzubasteln. Wären die Preise für Grafikkarten nicht so unglaublich überteuert, würden wir das als klaren Upgrade-Tipp empfehlen. So aber hat man mehr Auswahl. Unser Tipp ist eine große NVMe-SSD mit mindestens 1 TByte Speicher. Diese sind schnell, günstig und einfach einzubauen. Wer etwas mehr aufs Äußere Wert legt, der sollte sich vielleicht ein neues Gehäuse anschaffen. Der Umbau benötigt Zeit, ist aber nicht kompliziert.

Intel-Fans können beim Upgrade aus dem Vollen schöpfen. Eine neue CPU, ein neues Mainboard und wahrscheinlich gleich neuer DDR5-Arbeitsspeicher. Das dürfte den Preis zwar in die Höhe treiben, allerdings ist man damit auch technisch weit vorne. AMD-Nutzer mit AM4-Sockel können die CPU wahrscheinlich problemlos austauschen, sollten vorher aber die BIOS-Informationen checken und ein Update durchführen.

Bei der Peripherie empfehlen wir neue Gaming-Monitore, entweder mit einer höheren Auflösung oder einer hohen Bildrate. Mehr dazu erklären wir in der Kaufberatung Gaming-Monitore: Displays zum Zocken. Mechanische Tastaturen sind im letzten Jahr deutlich gefallen, gerade für Fans von Shootern sind das großartige Eingabegeräte. Worauf man achten sollte, zeigen wir im Beitrag Mechanische Tastaturen für Zocker: Alles, was man wissen muss.

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