Geschenke-Ratgeber Kopfhörer

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Noch ist Zeit bis Weihnachten – wer Lieferengpässe und überforderte Paketzusteller vermeiden will, sollte sich trotzdem zeitnah nach Weihnachtsgeschenken umsehen. TechStage zeigt, welche Kopfhörer sich als Geschenk eignen und was man beim Kauf beachten muss.

Kopfhörer eignen sich nicht nur für unterwegs, sondern auch für Sport, Gaming oder beim Filme schauen. Die Auswahl an Herstellern und Modellen ist allerdings riesig und unübersichtlich. Neben unterschiedlichen Preisklassen und Bauformen unterscheiden sich die Geräte auch in Sachen Akkulaufzeit, Bedienkomfort, Funktionsumfang und Soundqualität.

Dieser Ratgeber gehört zu unserer Themenwelt Kopfhörer. Hier testen wir einzelne Modelle in der Praxis, zeigen welches Zubehör sinnvoll ist und geben Ratschläge, welche Funktionen für welchen Einsatzzweck wichtig sind.

Die klassische Bauform von Kopfhörern sind On-Ear und Over-Ear-Modelle mit Kopfbügel und dick gepolsterten Lautsprechern. Diese funktionieren in der Regel kabellos per Bluetooth oder alternativ per Klinke-Kabel. Die größten Vorteile der Bauform sind der hohe Tragekomfort, die langen Akkulaufzeiten und die Tatsache, dass die Soundqualität nicht vom exakten Sitz des Kopfhörers abhängig ist.

Low-Budget-Kopfhörer von weitgehend unbekannten Herstellern bieten sich immer dann an, wenn die Kopfhörer nur sporadisch zum Einsatz kommen. Wer die Geräte täglich für mehrere Stunden benutzt und etwa eine aktive Geräuschunterdrückung wünscht, sollte etwas tiefer in die Tasche greifen und sich für Produkte etablierter Hersteller entscheiden. Chinesische Audio-Spezialisten wie Anker Soundcore, Aukey, Earfun oder Taotronics bieten in der Regel ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis. Die höchste Soundqualität und die effektivste Geräuschunterdrückung gibt es aber bei Marken wie etwa Apple, Bose, Sennheiser oder Sony. Hier zahlt man allerdings auch für das Image - die Preisunterschiede stehen deshalb meist in keinem Verhältnis zum tatsächlichen Hörerlebnis. Die genialen Apple Airpods Max (Testbericht) sind so ein Modell. Sie haben einen ausgezeichneten Sound und hervorragendes ANC, kosten allerdings mindestens 440 Euro.

Die Tonqualität aller in den letzten zwei Jahren getesteten Modelle ist gut und alltagstauglich. Wer keine besonderen Ansprüche hat, bekommt ordentliche On- & Over-Ear-Kopfhörer ab etwa 30 Euro. Satten Sound und Zusatzfunktionen wie eine aktive Geräuschunterdrückung gibt es ab etwa 60 Euro, wie beim Anker Soundcore Life Q30 (Testbericht) – aktuell kostet das Modell allerdings knapp 80 Euro. Spitzenmodelle namhafter Hersteller mit erstklassiger Soundqualität gibt es zwischen 100 und 600 Euro. Einen guten Kompromiss aus Preis und Leistung bieten hier etwa die Sony WH-XB900N (Testbericht) für rund 130 Euro. Unser Testsieger Sony WH-1000XM4 (Testbericht) klingtzwar noch einen Deut besser, allerdings kostet er mehr als das Doppelte.

Wer beim Musikhören richtig abschalten will, sollte zu Kopfhörern mit ANC-Funktion greifen. Die funktioniert zwar auch bei mittelpreisigen Modellen, allerdings kommen hier noch deutlich mehr Geräusche durch als bei Markengeräten von Bose, Sony & Co.

Für Unterwegs sind In-Ear-Kopfhörer wegen der kompakten Bauform besser geeignet. Ob nun ein Modell mit oder ohne Polsterung besser ist, ist Geschmackssache. Insgesamt bequemer und weniger von der Form des Ohres abhängig ist man aber mit gepolsterten Ohrstöpseln. Grundsätzlich empfehlen wir den Griff zu komplett kabellosen True-Wireless-Kopfhörern. Diese ersparen verknotete Kabel und sind mit Preisen ab etwa 30 Euro nicht teuer.

Waren in dieser Kategorie vor einigen Jahren nur die teuren Modelle alltagstauglich, schneiden mittlerweile auch die günstigen Geräte gut ab. Selbst Einsteiger-Geräte wie die Earfun Free 2 (Testbericht) für 40 Euro bieten guten Klang und ausreichend lange Akkulaufzeit. Mittelklassemodelle zwischen 50 und 100 Euro bieten häufig schon AptX-Codec oder ANC-Funktion. Ein Beispiel hierfür sind etwa die Honor Earbuds 2 Lite mit ANC (Testbericht) und einem Preis von 67 Euro. Individuelle Touch-Bedienung und sonstige Einstellungsmöglichkeiten per App gibt es im Budget-Bereich unter 60 Euro allerdings kaum.

Hier hilft der Griff zu Marken-Kopfhörern wie den Apple Airpods Pro (Testbericht), Skullcandy Indy ANC (Testbericht) oder den frisch in der Redaktion eingetroffenen Sennheiser CX Plus. Den besten und sattesten Klang gibt es ebenfalls bei den In-Ears von bekannten Marken wie Apple, Bose, Sennheiser oder Sony. Die Top-Modelle wie die Sony WF-1000XM4 (Testbericht) haben zudem oft Zusatzfunktionen wie die kabellose Qi-Ladefunktion an Bord. Das letzte Quäntchen an Bedienkomfort und Klangqualität kostet aber ordentlich Aufpreis. Zwar gefallen uns die Sony Kopfhörer für aktuell 240 Euro extrem gut, allerdings stehen Preis und Leistung auch bei den True-Wireless-Kopfhörern in keinem vernünftigen Verhältnis zu günstigen Modellen.

Sport-Kopfhörer müssen nicht nur ordentlich klingen, sie müssen vorrangig bequem und zuverlässig im Ohr sitzen - auch bei schnellen Bewegungen. Das funktioniert am besten mit Earflaps oder sonstigen Ohrbügeln, welche für besseren Halt im Ohr sorgen. Ein weiterer wichtiger Aspekt beim Sport ist die Dichtigkeit der Kopfhörer. Damit Regen, feuchte Umgebungsluft und Schweiß nicht zu technischen Problemen führen, sollten die Kopfhörer mindestens nach IPX-6 zertifiziert sein.

Zwar gibt es speziell für Sportler noch einige In-Ear-Kopfhörer mit Kabel zwischen den Ohrstöpseln, wir raten aber auch hier zum Kauf eines True-Wireless-Modells wie den JBL Reflect Flow für rund 70 Euro. Wer auch beim Sport die höchstmögliche Soundqualität genießen möchte, muss etwa doppelt so viel investieren. In unserem Sportkopfhörer-Vergleichstest haben hier etwa die Bose Sport Earbuds besonders überzeugt.

Sollen die Kopfhörer auch beim Gaming oder zum Fernsehen zum Einsatz kommen, sollte es keine oder eine möglichst geringe Latenz bei der Soundübertragung geben, da Klang und Bild sonst nicht synchron ablaufen. Das funktioniert entweder durch die Nutzung eines Klinke-Kabels, mithilfe eines Funk-Dongles oder durch Nutzung des AptX-Audio-Codecs. Der Anschluss per Kabel ist nur mit On- und Over-Ear-Kopfhörern möglich. Die verzögerungsfreie Übertragung per Funk gibt es sowohl bei Over-Ear-Headsets wie den Sennheiser GSP 370 (Testbericht) als auch bei True-Wireless-Gaming-Kopfhörern wie den Epos GTW 270 Hybrid (Testbericht). Am bequemsten ist allerdings die Nutzung eines Audio-Codecs mit geringer Latenz. Zwar gibt es beim AptX-Codec ebenfalls verschiedene Abstufungen, grundsätzlich sind aber alle AptX-zertifizierten Kopfhörer zum Zocken oder Filme schauen geeignet. Damit die Übertragung tatsächlich ohne Verzögerung funktioniert, muss auch das Abspielgerät den Codec unterstützen.

Geht es hauptsächlich darum Hollywood-Blockbuster mit den Kopfhörern anzusehen, lohnt sich der Blick auf die Dolby-Atmos-Funktion. Diese ermöglicht eine großartige Soundkulisse und kostet nur einen überschaubaren Aufpreis. Die günstigsten Dolby-Atmos-Kopfhörer mit Kabel gibt es ab unter 30 Euro.

Wer die Kopfhörer ausschließlich zum Zocken benutzt, der kann auch zu kabelgebundenen Gaming-Kopfhörern mit Surround-Sound greifen. Zwar handelt es sich hier bei den meisten Modellen lediglich um simulierten Raumklang, der Effekt ist dennoch hörbar. Mehr Informationen zum Thema zeigt unser Ratgeber Gaming-Headsets mit Surround-Sound ab 30 Euro.

Müssen Nutzer von Macbook, Apple-Watch, iPad und iPhone unbedingt Kopfhörer von Apple kaufen? Nein! Letztlich funktionieren auch allen anderen Kopfhörern mit den Endgeräten des Herstellers. Wer Wert auf ordentlichen Sound legt, sollte immer darauf achten, ob die Kopfhörer den Apple-Audio-Codec AAC unterstützen.

Einen unbestrittenen Vorteil haben die Apple-Kopfhörer Airpods (Testbericht), Airpods Pro (Testbericht) und Airpods Max (Testbericht) trotzdem: Der Wechsel zwischen verschiedenen Endgeräten funktioniert mit keinem anderen Kopfhörer derart zuverlässig und einfach. Bei Kopfhörern anderer Hersteller muss die Bluetooth-Verbindung beim Wechsel von etwa Smartphone auf Laptop häufig manuell hergestellt werden.

Wer die Airpods nicht mit einem Apple-Gerät sondern etwa mit Android nutzen will, muss auf einen Teil der Funktionen verzichten.

Kopfhörer eignen sich prima als Geschenk. Letztlich gibt es zwar einige Punkte, die man beim Kauf beachten sollte, dennoch ist die Auswahl an Geräten riesig und so ist hier für jedes Budget etwas Passendes zu finden.

Zwar bieten auch günstige Modelle unter 50 Euro einen ordentlichen Klang, Bedienkomfort und Sonderfunktionen wie ANC oder AptX-Codec treiben die Preise allerdings in die Höhe. Weniger als 20 Euro sollte man nicht investieren – Kopfhörer der untersten Preisklasse sind zwar zur Not ganz in Ordnung, mehr aber nicht. Den besten Sound und die beste Geräuschunterdrückung bieten die namhaften Hersteller wie Apple, Bose, Sennheiser und Sony– der Aufpreis für deren Flagship-Modelle steht allerdings nicht im Verhältnis zur Gesamt-Performance. Wer ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis sucht, ist mit Herstellern wie Soundcore, Taotronics, Earfun oder Skullcandy besser beraten.

Grundsätzlich sollte es kein Problem sein, noch Kopfhörer vor Weihnachten zu bekommen. Bei einigen besonders beliebten Modellen könnte es aber durchaus zu Lieferengpässen kommen. Die Preisentwicklung des Soundcore Life Q30 zeigt außerdem, dass einige Produkte vor dem Fest eher teurer als günstiger werden.

Wer wissen will, welche Modelle in den Einzeltests besonders überzeugt haben, sollte einen Blick in unseren Artikel Testsieger: Diese Kopfhörer sind die Besten ihrer Klasse werfen. Weitere Einzeltests und Ratgeber rund ums Thema gibt es in unserer Themenwelt Kopfhörer.

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