Schnell, knackig, scharf: Gaming-Monitore für Spiele & Homeoffice

Huawei MateView GT 27

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Eine hohe Bildwiederholfrequenz und schnelle Reaktionszeit erhöhen den Spielspaß. Worauf es bei einem günstigen Gaming-Monitor ankommt, zeigt der Ratgeber.

Wer preiswert einkaufen will, muss auf einen Bildschirm für Spiele nicht verzichten. Damit beim Zocken aber auch wirklich Spaß aufkommt, muss der Monitor bestimmte Mindestanforderungen erfüllen. Allerdings erschwert die unübersichtliche Modellvielfalt die Auswahl. Gut, dass in den meisten Fällen der Spiele-Monitor durch auffällige Design-Elemente auf sich aufmerksam macht. So lässt er sich schon allein optisch von Büro- oder Multimedia-Monitoren unterscheiden.

Raffinierte Standfüße, farbige Gehäuseteile und LEDs auf der Monitorrückseite unterstreichen den Spielecharakter. Vielfach sind auch die Gaming-Schirme rahmenlos konstruiert, damit sich möglichst übergangslos mehrere Displays zu einem Multi-Monitor-Setup nebeneinander gruppieren lassen.

Und auch wenn sich der Spiele-Bildschirm in erster Linie das Gaming auf die Fahnen schreibt, meistert er natürlich auch alle anderen Aufgaben mühelos. Das gilt fürs Arbeiten genauso wie fürs Videoschauen oder kreative Tätigkeiten – etwa das Bearbeiten von Fotos oder Videos. Da jedoch nicht alle günstigen Spiele-Displays automatisch alle Anforderungen ans sorgenfreie Gaming erfüllen, helfen diese Tipps bei der Kaufentscheidung.

Eine Auswahl an starken Bildschirmen zum Zocken zeigt unsere Top 10: Die besten Gaming-Monitore von 24 Zoll bis 49 Zoll. Speziell dem Thema gebogener Displays widmen wir uns im Ratgeber Curved-Gaming-Monitor: Dann lohnen sich gekrümmte Bildschirme.

Der Hauptunterschied zwischen einem Gaming-Monitor und einem Standard-Bildschirm fürs Büro und Homeoffice liegt in bestimmten technischen Fähigkeiten. Während gewöhnliche Monitore eine Bildwiederholrate von 60 bis maximal 75 Hertz aufweisen, schaffen Gaming-Monitore bis zu 360 Hertz. Durch die höhere Frequenz wirken Animationen bei Spielgrafik viel flüssiger und damit lebendiger. Allerdings muss hier die Grafikkarte auch mitspielen. Bildschirme für Zocker bietet zudem schnelle Reaktionszeiten.

Oft sind bereits Gaming-Monitore für Einsteiger mit vielfältigen Ergonomie-Funktionen ausgestattet. Sie dienen zum Anpassen an den Aufstellort und lohnen sich, um eine möglichst optimale Spielposition zu erreichen. Der Monitor sollte sich neigen und in der Höhe verstellen lassen. Mehr Möglichkeiten wie ein drehbarer Standfuß oder das Hochkantstellen (Pivot) des Schirms können zudem nicht schaden.

Den Gaming-Charakter unterstreichen neben hohen Bildraten und dem Einsatz von Synchronisationstechniken auch zusätzliche elektronische Hilfsmittel im Onscreen-Menü. Sie dienen dazu, die Gaming-Performance weiter zu steigern. Verbreitet sind Einstellungen, die dunkle Bildbereiche aufhellen, um Details besser und schneller erkennen zu können.

Zu den spielespezifischen Features gehören etwa Fadenkreuz-Overlays, die in Shootern das schnellere Erfassen von Gegnern ermöglichen, oder Spielemodi für Rennen oder FPS (First-Person Shooter). Eher auf Ausdauer ausgelegt sind Features zum Schonen der Augen oder Blaulichtfilter, wie sie auch von Monitoren für Büro, Multimedia oder Grafik bekannt sind.

Wie bei jedem Monitorkauf setzt der geplante Aufstellort die Grenze, wenn es um die Größe des Gaming-Monitors geht. Dazu kommt das subjektive Empfinden. Für den Einstieg in den Spielgenuss eignen sich zwei Diagonalen: 24 und 27 Zoll. Für beide Größen gilt: Der Spieler kann nah am Bildschirm sitzen, um möglichst tief ins Spielgeschehen einzutauchen. Mit einem 24-Zöller gelingt das noch besser als mit einem 27-Zoll-Schirm. Wer Shooter spielen will, greift eher zu 24 Zoll. Wer zum Alleskönner-Gaming-Monitor tendiert, für den ist ein Gaming-Schirm mit 27-Zoll-Diagonale ideal.

Die gewählte Größe hat direkte Auswirkung auf die Höhe der Auflösung. Bei einem 24-Zoll-Monitor ist Full-HD (1920 x 1080 Bildpunkte) die geeignete Auflösung. Weniger Pixel dürfen es auf keinen Fall sein und finden sich auch kaum mehr. Bei einem 27 Zöller gibt es für den Gaming-Einstieg mit Full-HD und WQHD (2560 x 1440 Bildpunkte) zwei Auflösungsstufen. Spieler, die einen sehr geringen Sitzabstand bevorzugen, können bei Full-HD einzelne Pixel erkennen. Das empfinden viele Gamer als ungemein störend. Insofern sollte es hier die WQHD-Auflösung sein.

Für Fans von Strategiespielen sind Diagonalen ab 31,5 Zoll eine interessante Option. Bildschirme in dieser Größe sind mittlerweile bezahlbar und immer mehr im Kommen. Ab knapp unter 500 Euro findet man zudem Gaming-Monitore mit 4K-Auflösungen. Allerdings frisst die hohe Auflösung Performance. Es braucht dann eine enorm starke Grafikkarte, um Spiele hohen Details flüssig darzustellen. Mit DisplayPort 1.2 und HDMI 2.0 sind bei 4K nur 60 Hertz möglich. Erst ab DisplayPort 1.4 und HDMI 2.1 sind 120 Hertz möglich. WQHD bleibt deshalb als maximale Auflösung derzeit empfehlenswert.

Ein preiswerter Gaming-Monitor mit 24 Zoll kostet derzeit zwischen 150 und 180 Euro. Diese bieten bereits eine hohe Bildwiederholfrequenz von bis zu 144 Hertz und schnelle Reaktionszeit von 1 ms. Dazu gehören der LG UltraGear 24GN600-B, LC-Power LC-M25-FHD-144 oder Acer Predator XB253QGP.

Gaming-Monitore mit 27 Zoll bekommt man ab 180 Euro, etwa den Acer Nitro KG272S. Der KTC H27T22 (Testbericht) kostet etwa 260 Euro, der LG UltraGear 27GN800-B 280 Euro. Günstige 32-Zoll-Monitore für Gamer gibt es schon ab unter 300 Euro. Nach oben hin ist die Preisspanne nahezu offen. Gaming-Monitore mit 32 bis 34 Zoll können bis weit über 2000 Euro kosten.

Für Gaming-Monitore ist eine hohe Bildwiederholrate mit das wichtigste Kriterium. Das gilt auch für den Budget-Spielemonitor. Inzwischen sind 120 Hertz oder besser noch 144 Hertz auch für den Gaming-Einstieg ratsam und zum vertretbaren Preis möglich. Selbst Bildschirme mit 165 Hertz sind mittlerweile bezahlbar. Der Kompromiss mit einem 60- oder 75-Hertz-Display muss daher nicht mehr sein.

Je flüssiger der Monitor das Spiel anzeigen kann, desto besser fällt auch die Spieleleistung aus. Dazu steigt das Spielgefühl, da sich jede Handlung verzögerungsfrei und ohne Bildfehler durchführen lässt. Mit einem Gaming-Monitor ab 120 Hertz Bildwiederholrate lassen sich alle Spielearten realisieren – vom Strategie- oder Abenteuerspiel bis zum Shooter oder Rennspiel.

Auch im Gaming-Einstieg beherrschen die Schirme mindestens eine Synchronisationstechnik wie Adaptive Sync oder Nvidias G-Sync beziehungsweise AMDs Freesync. Hier stimmt sich die Grafikkarte mit dem Display ab, um immer die passende Bildwiederholrate auszuliefern. Damit wird Screen Tearing verhindert – ein unerwünschter Effekt, der auch als Einzelbild-Zerreißen bekannt ist und bei schnellen Bildwechseln auftritt. Welche Sync-Technik relevant ist, hängt von der Grafikkarte des Rechners ab: Freesync setzt eine AMD-Karte voraus, für G-Sync ist eine Grafikeinheit von Nvidia nötig.

Die schnellen Bildwiederholraten benötigen eine entsprechend potente Grafikkarte. In jedem Fall ist eine separate Grafikeinheit (GPU - Graphics Processing Unit) Bedingung für richtigen Spaß. Fürs Gaming in 1080p reicht eine Mittelklasse-Grafikkarte aus. Wer budgetbewusst handelt, wählt anstelle einer Nvidia Geforce RTX 3060 oder AMD Radeon RX 6600 ein Vorgängerexemplar, um die hohe Performance von 144 Bildern pro Sekunde preisbewusst zu realisieren. Mehr dazu erklärt die Top 10 Grafikkarten 2022: AMD Radeon gegen Nvidia Geforce im Vergleich.

Unter der Reaktionszeit ist die Dauer des Farbwechsels eines Pixels zu verstehen. Obwohl er je nach Farbe variiert, verwenden Monitorhersteller oft den schnellsten Grauwechsel von einer Millisekunde, um das Tempo eines Monitors zu unterstreichen.

Bessere Orientierung gibt jedoch der Panel-Typ. Günstige Gaming-Monitore basieren nach wie vor oft auf einem TN-Panel (Twisted Nematic). Es ist vergleichsweise einfach im Aufbau und daher günstig in der Herstellung. Der Vorteil von TN liegt eindeutig in der flotten Reaktionszeit. Zu den Schwächen zählen der empfindliche Blickwinkel und die weniger farbstabile Darstellung.

Genau in puncto Blickwinkel und Farbstabilität kann das IPS-Panel (Inplane-Switching) seine Stärken ausspielen. Mit 178 Grad sind die Winkel sogar optimal weit. Die bisherigen Nachteile der im Vergleich zu TN höheren Panel-Preise und langsameren Reaktionszeiten haben sich inzwischen relativiert. Das verdankt die Panel-Technik Weiterentwicklungen wie Fast-IPS.

Fürs schnelle Gameplay eignen sich VA-Panel im Vergleich zu den Mitbewerbern weniger. Dazu sind die Schaltzeiten mit ungefähr 5 Millisekunden zu träge. Wenn es im Spiel nicht ganz so flott zugeht, profitiert der Gamer von hoher Blickwinkelstabilität, guten Kontrasten und natürlicher Farbdarstellung. Mehr dazu erklärt der Ratgeber Displays: Günstige Monitore unter 180 Euro für Arbeit, Surfen, Gaming.

Gemeinhin wird der Hochkontrast (HDR – High Dynamic Range) mit UHD (Ultra High Definition) oder noch höheren Auflösungen in Verbindung gebracht. Der Zusammenhang stammt aus dem Fernseher-Bereich. Allerdings sagt die Auflösung eines Monitors nichts über die Darstellungsqualität von HDR-Inhalten aus. Es gibt durchaus auch Full-HD- und häufiger noch WQHD-Monitore, die HDR beherrschen.

In erster Linie hängt die HDR-Fähigkeit mit der Helligkeit des Monitors zusammen. Ein Gaming-Schirm muss wie jeder andere Monitor bestimmte Helligkeitsvorgaben erfüllen, für die die VESA (Video Electronics Standards Association) die Richtlinien in der Spezifikation „DisplayHDR“ vorgegeben hat. Erfüllt ein Monitor die Mindeststufe, erreicht er eine Helligkeit von 400 cd/m² auf zehn Prozent des Panels und hält sie über eine Zeitspanne von einer halben Stunde. Gleichzeitig kann er eine Helligkeit von 320 cd/m² auf der gesamten Anzeigefläche wiedergeben.

In weiteren Stufen von 600 cd/m² und 1000 cd/m² geht der Standard inzwischen bis 1400 cd/m² und wird von weiteren Kriterien wie der Abdeckung von Farbräumen wie DCI-P3, der Farbtiefe oder bestimmter Schwarzwert-Vorgaben abgerundet. Erfüllt ein Monitor den Standard, erhält er gemäß seiner Helligkeitsstufe das Logo „DisplayHDR400“ und aufwärts.

Für Einstiegs-Gaming-Monitore mit einer Diagonale von 24 Zoll und Full-HD-Auflösung macht HDR jedoch keinen Sinn. Der Grund: Der Unterschied zu SDR (Standard Dynamic Range) ist schlicht nicht erkennbar. Deshalb finden sich auch HDR-fähige Gaming-Monitore erst ab einer Größe von 27 Zoll – dann aber für beide Auflösungsstufen Full-HD und WQHD. Ein HDR-fähiger Monitor kostet etwas mehr. Allerdings gibt es auch im Einstiegs-Gaming-Bereich bereits preiswerte 27-Zöller mit HDR.

Das Gaming in Full-HD oder WQHD in hohen Bildraten übernimmt der Displayport-Anschluss. In der Regel schafft nur diese Schnittstelle die Kombination aus Synchronisierungstechnik und maximaler Bildwiederholrate. Trotzdem bieten auch Budget-Spielemonitore weitere Schnittstellen – in der Regel HDMI-Ports – oder in seltenen Fällen noch einen VGA-Eingang, der aber inzwischen veraltet ist. HDMI 2.0 ist allerdings beschränkt auf maximal 144 Hertz bei WQHD.

Selbst bei günstigen Gaming-Monitoren finden sich oft USB-Ausgänge am Gehäuse. Sie sind fürs Anschließen von Peripheriegeräten wie Tastaturen oder Mäusen praktisch, lassen sich aber auch gut für externe Festplatten einsetzen. Die aktuelle USB-C-Schnittstelle ist nur in Ausnahmefällen vorhanden. Wer auf sie Wert legt, muss sich im höherpreisigen Segment umsehen.

Gerade bei einem Spiele-Monitor macht ein gekrümmtes Panel zweifelsohne Sinn. Durch die Biegung hat der Spieler die gesamte Fläche besser im Blick und kann auch schneller reagieren, wenn sich etwas in den Ecken oder an den Rändern abspielt. Das gilt insbesondere für Fans von Rennspielen oder Shootern. Viele Spieler bevorzugen die höhere Immersion. Dank der Krümmung steigt das Gefühl, tiefer im Spiel einzutauchen. Allerdings ist ein Curved-Panel kein Muss. Ob es im Einzelfall den kleinen Unterschied macht, ist eine sehr individuelle Empfindung.

Die meisten Gaming-Monitore für den Einstieg nutzen als Seitenverhältnis 16:9. Das gilt auch dann, wenn das Panel gekrümmt ist. Lohnenswert ist ein Curved-Bildschirm erst ab 27 Zoll. Denn bei einem kleineren 24-Zöller lässt sich Spielgeschehen überwiegend noch über die gesamte Bildfläche hinweg genau im Auge behalten. Ultrabreite Monitor mit 21:9-Seitenverhältnis starten bei etwa 30 Zoll. Mehr dazu zeigt der Ratgeber Curved Gaming Monitor: Dann lohnen sich gekrümmte Bildschirme.

Was der beste Gaming-Monitor ist, hängt natürlich von den eigenen Vorlieben und dem Budget ab. Wer gerne 3D-Shooter spielt, dem reichen meistens 24 Zoll, mit 27 Zoll ist man auf der sicheren Seite. Bei den Bildwiederholraten sind 144 Hertz empfehlenswert. Die Reaktionszeit beträgt idealerweise 1 ms.

Als Panel ist IPS eine gute Wahl, da es eine sehr hohe Blickwinkelstabilität, die größte Farbechtheit und mittlerweile trotzdem schnelle Reaktionszeiten zulässt. VA-Panels sind dafür etwas günstiger. Als Auflösung reicht in unseren Augen WQHD. Hardcore-Strategiespieler können auch zu 32 Zoll greifen.

Unter den Gaming-Monitoren mit starkem Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugten uns im Test der Samsung Odyssey G5 (Testbericht) mit 144 Hertz, der AOC Gaming CQ27G3SU (Testbericht) und KTC H27T22 (Testbericht) mit 165 Hertz sowie der Curved Monitor Huawei MateView GT 27 (Testbericht). Wer es gerne breit mag mit 21:9, greift zum Xiaomi Curved Monitor mit 34 Zoll (Testbericht). Unser bisheriger Testsieger ist der AOC AG273QX (Testbericht), der aber mit mehr als 400 Euro zu Buche schlägt.

Wer häufig Spiele zockt, kann sich Gedanken machen, einen Gaming-Monitor zu kaufen. Diese müssen nicht teuer sein, bereits ab 150 Euro bekommt man kompakte Varianten mit 24 Zoll, einen guten Bildschirm für Spiele mit 27 Zoll ist ab 220 Euro erhältlich. Wer nur selten spielt, kann sich den Aufwand allerdings sparen.

Ein Gaming-Monitor ist natürlich nicht nur auf Spiele beschränkt. So eignen sich diese Anzeigen genauso gut zum Arbeiten oder fürs Streaming von Filmen und Serien. Wer im großen Stil Grafiken, Videos oder Bilder bearbeitet, sollte ein dafür geeignetes und entsprechend hochwertiges Display kaufen.

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