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Ein Gaming-Notebook der neuesten Generation ist in Sachen Rechen- und Grafikleistung sehr nah dran an einem vollwertigen Desktop-Computer. Mit flotten Multicore-Prozessoren, gestochen scharfen Displays und üppiger Speicherausstattung bringen die kompakten Kraftpakete ungetrübten Spielspaß an fast jeden gewünschten Ort.

Es muss nicht immer ein wuchtiger Desktop-PC sein, um aktuelle Games in hoher Qualität zu zocken: Die neue Generation kompakter Notebooks bringt genug Leistung mit, um auch anspruchsvolle Titel ruckelfrei in hoher Auflösung und realistischem Detailgrad aufs Display zu bringen. Denn in Sachen Prozessor (CPU), Grafikeinheit (GPU), Bildschirmauflösung und Speicherausstattung greifen mobile PCs weitgehend auf Komponenten zurück, die auch in „großen“ Computern ihren Dienst verrichten. Dazu gehören leistungsstarke CPUs wie Intel Core i9 oder AMD Razer 9 und RTX-GPUs aus der 20xx- und 30xx-Reihe von Nvidia.

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Die erlesenen Hardware-Komponenten sorgen in Verbindung mit hochauflösenden Displays und reichhaltiger Speicherausstattung nicht nur für mehr Spaß beim Spielen, sondern machen auch anspruchsvoller Office- und Kreativ-Software ordentlich Dampf, sodass ein Gaming-Notebook als nahezu vollwertiger Ersatz für einen Desktop-PC dienen kann. Mit einer Docking-Station oder einem via HDMI oder DisplayPort angeschlossenen Monitor sowie einer externen Maus und Tastatur macht ein Gaming-Notebook auch auf dem Schreibtisch eine gute Figur und ermöglicht ergonomisches Spielen und Arbeiten.

Die Prozessorausstattung ist maßgeblich für die Gesamtleistung eines Gaming-Laptops. Deshalb gelten als Mindestanforderung für gelegentliches Gaming und Office-Jobs Vier- oder Achtkern-CPUs wie Intel Core i5 oder ein AMD Ryzen 5. Besser wären Core i7 oder Ryzen 7. Für hohe Ansprüche an die Systemperformance sollten es dagegen Top-CPUs wie Intel Core i9 oder AMD Ryzen 9 sein. Mehr über den Unterschied zwischen AMD und Intel erklären wir im Ratgeber Welcher AMD Ryzen ist die beste Wahl?

Im Bereich der mobilen GPUs haben die Modelle von Nvidia die Nase vorn, sodass AMD-Chips eine untergeordnete Rolle spielen. Generell gilt: niemals zu einem System mit einer in die CPU integrierten Grafiklösung („iGPU“) greifen, sondern stets auf dedizierte Grafikchips setzen. Einsteigersysteme kommen mit der Vorgängergeneration GTX 1650 Ti mit 4 GB Videospeicher (VRAM) aus, wobei hier keine Bildwiederholraten jenseits von 50 fps (Frames per Second, Bilder pro Sekunde) zu erwarten sind. Weniger für ernsthaftes Gaming geeignet sind die Nvidia-Chips der MX-Reihe.

Ambitionierte Gamer greifen daher zu den aktuellen Modellen der RTX-Reihe mit 6 bis 12 GB VRAM. In diesem Segment genügen die RTX 2060, 2070 und 2080 mittleren Ansprüchen, während High-End-Systeme mit RTX 3060, 3070 und 3080 auch bei hohen Displayauflösungen und maximalen Details für Frameraten von weit über 50 fps sorgen. Bei der Wahl der GPU sollte man auch auf die TPD-Angabe achten.

Bei mobilen CPUs und GPUs wird oftmals das Kürzel TPD gefolgt von einer Leistungsangabe in Watt genannt. Die „Thermal Design Power“ bezeichnet die maximale Verlustleistung der jeweiligen Komponente und die erforderlichen Kühlsysteme, die ein Überhitzen des Systems verhindern.

Aufgrund der kompakten Bauweise eines Notebooks muss sehr viel Abwärme nach draußen geführt werden, was die Effizienz der Kühlsysteme an ihre Grenzen bringen kann. Deshalb sind mobile Chips meist in ihrer Leistungsaufnahme gedrosselt. Während beispielsweise eine RTX 3080 für den Desktop-Einsatz bis zu 320 Watt aus dem Netzteil saugen kann, sind die mobilen Varianten derselben Grafikeinheit auf 80 bis 150 Watt gedrosselt, was in Form des TPD-Werts angegeben wird. Damit einhergehen entsprechende Leistungseinbußen gegenüber reinen Desktop-Systemen mit viel Platz und aufwendiger Kühlung.

8 GByte Arbeitsspeicher (RAM) sind die Minimalausstattung für ein ordentliches Gaming-Notebook. Besser wären aber mehr RAM. 16 oder 32 GByte verkürzen bereits Nachladezyklen und wirken sich allgemein gut auf die Gesamtperformance aus – auch beim Arbeiten mit dem Notebook, wenn mehrere Apps gleichzeitig geöffnet sind und/oder große Bild- oder Videodateien bearbeitet werden.

Als Massenspeicher kommen in den meisten Gaming-Notebooks schlanke M.2-NVMe-Riegel zum Einsatz, die in der Regel zwischen 512 GByte und 1 TByte Speicherplatz bieten. Hier empfiehlt sich auf jeden Fall die größere Variante zu wählen, da 512 GByte durch das Betriebssystem, eine Handvoll installierter Spiele und auch noch Produktivitäts-Apps schnell aufgebraucht sind. Mehr zu dem Thema erklären wir im Ratgeber NVMe wird günstig: Schnellen Speicher einfach nachrüsten und Windows kostenlos umziehen.

Das Display ist ein entscheidendes Kaufkriterium, da es nicht nur die Darstellungsqualität, sondern auch die Performance und die Abmessungen des mobilen PCs beeinflusst. Full-HD-LCDs mit 1.920 x 1.080 Pixeln stellen die Einsteigerklasse dar, kommen jedoch aufgrund der geringeren Pixelmenge gegenüber hochauflösenden Panels auch mit schwächeren Grafikchips klar.

In der Mittel- und Oberklasse haben sich WQHD-Displays mit 2.560 x 1.440 Pixeln durchgesetzt, die einen guten Kompromiss zwischen der niedrigen Full-HD- und der ressourcenlastigen 4k-Auflösung darstellen. Die maximale Refresh-Rate des Displays sollte zwischen 100 und 160 Hz betragen, um schnelle Bewegungen bei Grafiken verzögerungs- und flimmerfrei darstellen zu können. Top-Modelle schaffen sogar 320 Hz im Full-HD-Modus.

Ein praxistaugliches Gaming-Notebook ist mit mindestens zwei USB-C-Schnittstellen und einem USB-A-Port für Eingabegeräte ausgestattet. Idealerweise sind die USB-C-Schnittstellen kompatibel zum Thunderbolt-Standard, was den Anschluss eines Monitors via DisplayPort oder eines VR-Headsets ermöglicht. Alternativ können externe Monitore oder Beamer über eine HDMI-2.0-Schnittstelle betrieben werden. Intern gehören Bluetooth 4.x oder 5.x sowie Wifi-6 zum Standard für hochwertige Notebooks. Kopfhörer- und Mikrofon-Buchsen erlauben den Anschluss eines Headsets. Worauf es bei einem Kopfhörer zum Zocken ankommt, zeigen wir im Ratgeber Gaming-Headsets von 10 bis 350 Euro.

Die Abmessungen eines Gaming-Notebooks sind stets vom Display abhängig – eine größere Bildschirmdiagonale zieht ein raumgreifenderes Gehäuse nach sich. Die meisten Modelle sind in den Diagonalen 15,6, 16,0 und 17,3 Zoll erhältlich. Ein größeres Display sorgt nicht nur für ein intensiveres Spielerlebnis, sondern stellt auch mehr Platz für Produktivitäts-Software zur Verfügung.

Das Gewicht reicht von 1,5 kg bei Einsteigermodellen bis zu 3,0 kg bei High-End-Notebooks mit aufwendigen Kühlsystemen. Der Akku spielt bei einem Gaming-Notebook eine eher untergeordnete Rolle, da die volle Systemleistung ausschließlich beim Anschluss ans Stromnetz bereitgestellt wird – deshalb sollte beim Spielen oder beim Einsatz anspruchsvoller Software stets das Netzteil eingesteckt sein.

Schon ab rund 750 Euro gibt es Notebooks, die gamingtauglich sind – so wie etwa das HP Pavilion 15. Mit Intel Core i5, Nvidia Geforce GTX 1650 TI, 8 GByte RAM, 512 GByte SSD und Full-HD-Display mit 15,6 Zoll eignet es sich hervorragend für ein schnelles Spielchen zwischendurch in niedriger bis mittlerer Detailstufe.

Im mittleren Preisbereich ab 1.500 Euro gehören RTX-Grafikkarten und schnelle Achtkern-Prozessoren zum guten Ton. Ein typischer Vertreter dieser Klasse ist der ASUS ROG STRIX G713QM-HX211T mit Ryzen-9-CPU, RTX-3060-GPU, 16 GByte RAM und 1 TByte SSD. Damit lassen sich die meisten aktuellen Spiele in hoher Detailstufe genießen.

Die Oberklasse bei Gaming-Notebooks beginnt bei rund 2.500 Euro. High-End-Modelle wie das Alienware x17 übertreffen sogar viele Desktop-PCs der gehobenen Klasse. Das Top-Modell der Reihe für rund 4.000 Euro lässt mit Intel Core i9-CPU, RTX 3080 mit 16 GByte VRAM, 32 GByte RAM, 2 TB SSD und 17-Zoll-Display in 4K-Auflösung kaum Wünsche offen.

Ein Gaming-Notebook kann einen Dektop-PC als Spielmaschine fast gleichwertig ersetzen. Zusätzlich bieten sie mehr Mobilität beim Transport als ein stationäres System. Eine besonders wichtige Rolle spielen dedizierte Grafikchips von Nvidia. Eine in die CPU integrierte Grafiklösung eignet sich für Gamer hingegen nicht. Allerdings ist hier zu beachten, dass die mobilen Ausführungen der Grafikeinheiten aufgrund der schlechteren Möglichkeiten der Kühlung gedrosselt sind im Vergleich zu ihren Pendants im Desktop-PC. Das sorgt für gewisse Leistungseinbußen.

Bei der Wahl des Prozessors reichen für Gelegenheitsspieler bereits Intel Core i5 oder AMD Ryzen 5. Für hohe Ansprüche bedarf es aber einer High-End-Ausführung wie den Intel Core i9 oder AMD Ryzen 9. Empfehlenswert sind zudem mindestens 16 GByte RAM für kürzere Nachladezyklen und eine NVMe-SSD mit 1 TByte Kapazität für ausreichend Platz für Software und Spiele.

Fürs Gaming geeignete Laptops finden Einsteiger bereits ab 750 Euro. Die Mittelklasse der Spielelaptops beginnt ab 1500 Euro mit RTX-Grafikkarten und schnelle Achtkern-Prozessoren. Die Oberklasse liegt jenseits der 2500 Euro und ist nach oben hin nahezu offen.

Wer doch lieber auf ein stationäres Gerät zum Spielen setzt, aber Bastelarbeiten scheut, empfehlen wir den Ratgeber Gaming-PC als Komplettsystem: Auspacken, aufstellen, losspielen! Ist die Hardware des eigenen Laptops zu schwach, bietet sich Cloud-Gaming (Ratgeber) als Alternative an. Mehr zu dem Thema findet sich in unserer Themenwelt Laptop, darunter etwa Leicht aber stark: Kompakte Laptops unter 1000 Euro.

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