Keine Angst vor dem Blackout: Powerstation, Gaskocher, Notlicht & Co. bei Stromausfall

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Heizen, kochen, Strom erzeugen und Fische im Aquarium am Leben halten – wer sich richtig vorbereitet, muss einen Stromausfall nicht fürchten. TechStage zeigt, welche Tools es gibt und was sie kosten.

Stromausfälle sind bei uns selten, trotzdem rechnet das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) dieses Jahr mit Problemen, die über das bisherige Maß hinaus gehen. Konkret geht man von der Möglichkeit regionaler und zeitlich begrenzter Blackouts aus. Der Städte- und Gemeindebund rät schon seit einigen Monaten dazu, vorbereitet sein. TechStage hat sich angesehen, welche Produkte helfen, einem möglichen Blackout entspannt entgegenzusehen.

Schlecht-Wetter-Lagen und Unfälle sind unter normalen Umständen das größte Risiko für unsere Stromversorgung. Derzeit erhöht sich das Risiko aber durch Gasknappheit und Energiewende. Wie konkret offizielle Stellen mit einem möglichen flächendeckenden Stromausfall rechnen, zeigen Berichte des Bayerischen Rundfunks, der Berliner Zeitung oder des Merkur. Im Allgemeinen wird empfohlen, sich an die Vorgaben des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe zu halten. Neben allgemeinen Tipps zum Verhalten bei Stromausfällen geht es hier auch konkret um Themen wie Notapotheke und Notvorräte.

Die durchschnittliche Ausfallzeit in Deutschland lag je angeschlossenem Verbraucher im Jahr 2020 bei gerade einmal 10,73 Minuten (Quelle: Bundesnetzagentur). Das ist der niedrigste Wert seit Erhebung der Zahlen im Jahr 2006, als die durchschnittliche Ausfallzeit noch bei über 21 Minuten lag. Da es sich hier allerdings um Durchschnittswerte handelt, kann es lokal durchaus zu längeren Ausfällen kommen.

Bei einem normalen Stromausfall helfen USVs (Universelle Stromversorgung, englisch UPS für Universal Power Supply oder kurz Notstromversorgung). Die gibt es etwa kompakt und praktisch in der Form einer Steckdosenleiste mit integriertem Notfall-Akku (Top 5: Die besten Steckdosen-USVs) zu Preisen von unter 100 Euro. Wer sich damit ausstattet, verhindert Datenverlust durch Computer-Abstürze und hält wichtige Technik zu Hause – etwa WLAN oder Telefon – auch bei Stromausfall am Leben. Die Puffer reichen je nach Stromaufnahme für einige Minuten und können kleine Verbraucher wie eine Aquariumpumpe auch länger überbrücken.

Wer auf dem Land wohnt, hat mehrstündige Ausfälle sicherlich schon miterlebt. Aber auch in Städten kann es vorkommen, dass der Ausfall länger dauert. Das passierte etwa 2019, als in Berlin rund 31.500 Haushalte und 2000 Gewerbeeinheiten für knapp 31 Stunden ohne Strom waren. Im Januar 2021 kam es zu einer automatischen Auftrennung des europäischen Verbundsystems zur Stromversorgung aufgrund von Abweichungen im Netz, welche aber behoben wurden, bevor es zu einem großflächigen Versorgungszusammenbruch kam (Quelle: Wikipedia). In dem Fall reicht eine einfache USV nicht mehr; wie man gegebenenfalls mehrere Tage ohne Stromversorgung sicher überbrückt, zeigen wir im Folgenden.

Wer sich ins Thema Notfallausstattung einarbeitet, findet zunächst Tipps wie die Bevorratung von Wasser und Nahrungsmitteln. Dies klingt einfach, ist es aber nicht unbedingt. Die angegebenen Mengen sind derart groß, dass es hier in vielen Haushalten schlicht zu Lager- und Budgetproblemen kommen dürfte. Beim Kauf muss immer bedacht werden, wie solche Lebensmittel gelagert und zubereitet werden können – auch ohne Strom. Da Nahrungsmittel ein Verfallsdatum besitzen und nur bei lang anhaltenden und großflächigen Stromausfällen wichtig sind, sollte jeder für sich entscheiden, in welcher Menge Lebensmittel und Wasser bevorratet werden (können). Empfohlen wird eine Menge für etwa 10 Tage. Diese sollte auch für Haustiere bevorratet werden.

Unser Tipp: keine Experimente! Seltsam anmutendes Dosenfleisch oder teure Survival-Nahrung würden wir aktuell nicht kaufen; eine Katastrophe steht nicht unmittelbar bevor – auch wenn es manchmal so wirkt; aktuell etwa mit Moritz Bleibtreu in „Blackout“ auf Sat 1. Es ist sinnvoller, beim nächsten Wocheneinkauf einfach etwas mehr Nudeln, Fertigsaucen, Konserven und Ähnliches zu kaufen – immer mit Blick auf ein möglichst langes Verfallsdatum! Ein paar Liter Mineralwasser, Teebeutel und Instant-Suppen sollte man auch immer im Haushalt haben.

Deutlich sinnvoller erscheinen uns da schon die Empfehlungen zum Kauf von Kerzen und Streichhölzern, da selbst ein kurzer Stromausfall bei Dunkelheit schnell zum Spießrutenlauf werden kann, wenn keine andere Lichtquelle wie Taschenlampe oder Smartphone greifbar ist. Im Jahr 2022 würden wir allerdings eher zur LED-Taschenlampe als zur Kerze greifen. Das ist sicherer und die Lichtausbeute ist deutlich größer. Wichtig ist es, dass die Lampe jederzeit schnell greifbar und einsatzbereit ist. Idealerweise läuft sie mit normalen Batterien, die man jederzeit tauschen kann. Lässt sie sich nur über USB nachladen, braucht man einen Plan, wie man sie wieder voll kriegt.

Eine praktische Alternative sind spezielle Notfalllampen, die dauerhaft geladen werden und bei Bedarf sofort einsatzbereit sind. Akkus entladen sich im Laufe der Zeit – ärgerlich, wenn sie genau dann leer sind, wenn man sie wirklich braucht. Praxis-Tipp: Wir nutzen privat etwa eine Leuchte von Amazon für 27 Euro. Dieses hängt am Kellerabgang und erhellt die Treppe dank Bewegungssensor im Vorbeigehen. Bei Stromausfall aktiviert sich die LED automatisch und kann zusätzlich mobil als Taschenlampe eingesetzt werden. Mehr dazu im Ratgeber Notlicht bei Stromausfall: Immer geladen und griffbereit ab 15 Euro.

Wer sich gleich auf den schlechtesten Fall einrichten will, kann auch zu einer Lampe mit Akku und Solarpaneel oder Kurbelantrieb greifen. Im Ratgeber: Brutal hell und trotzdem günstig zeigen wir, worauf man beim Kauf von Taschenlampen achten sollte.

Trotz des allgegenwärtigen Smartphones sollte man für Notfälle auch immer noch ein Radio im Haushalt haben, um sich beim Ausfall des Mobilfunknetzes über Stromausfall und Ähnliches informieren zu können. Notfallradios mit integriertem Akku, Solarzelle und/oder Kurbelantrieb gibt es schon ab knapp 10 Euro. Unser privates AM/FM-Radio von Duronic für 28 Euro dient zusätzlich als Powerbank und helle Notlampe. Wir haben verschiedene Geräte getestet und zeigen unsere Favoriten in der Bestenliste: Top 5 Notfall-Radios mit Kurbel und Licht.

Wer kein Smartphone nutzt, sollte zudem über die Anschaffung eines günstigen Handys nachdenken. Geeignete Geräte zeigt unser Ratgeber Klein, billig, praktisch: Notfallhandys zwischen 10 und 20 Euro. Wer auch bei großflächigen Ausfällen kommunizieren möchte, sollte einen Blick in den Ratgeber Notfallkommunikation per Funk werfen – allerdings: Nur das Kaufen eines Funkgeräts nützt wenig. Man braucht auch Vereinbarungen mit Nachbarn oder Freunden, die den gleichen Plan folgen und bei Stromausfall auch zuhören, wenn es etwas gibt.

Zwar braucht es dank LED keine Streichhölzer für Licht, trotzdem sollte man für den Notfall immer ein Feuerzeug oder eben Streichhölzer zu Hause parat haben. Passend zur LED-Lampe kann man sich hier für ein futuristisches Lichtbogenfeuerzeug mit Akku und USB-Ladeport entscheiden. Solche E-Feuerzeuge sind ab etwa 10 Euro erhältlich, natürlich tun es aber auch einfache Modelle für ein paar Cent. Solarfeuerstarter, Feuer-Linse und Feuerstahl (Magnesiumstab) mögen beim Survivaltraining dazugehören, bei einem normalen Stromausfall sind solche Gadgets allerdings unnötig.

Dank Smartphone haben wir mittlerweile alle immer Taschenlampe, Telefon und Internet greifbar in der Hosentasche. Umso wichtiger ist es, dass dieses und andere Gadgets im Bedarfsfall geladen und einsatzbereit sind. Wirklich wichtig ist eine Notstromversorgung aber etwa bei der Nutzung von medizinischem Gerät. Dieses ist zwar in der Regel mit kleineren Akkus ausgestattet, wirklich lange halten die aber nicht durch. Um technische Geräte auch während eines längeren Stromausfalles benutzen und laden zu können, gibt es verschiedene Lösungen.

Im Zweifel helfen hier schon günstige Powerbanks bis 20 Euro. Je länger der Stromausfall dauert und je mehr Geräte geladen werden müssen, desto größer muss der Stromspeicher natürlich ausfallen. Für autarkes Nachladen bieten sich Powerbanks mit integriertem Solarpaneel an, doch deren Ladedauer ist in der Regel sehr lang. Besser ist hier die Kombination aus normaler Powerbank und einem Solarpanel mit mindestens 20 Watt Leistung. Für längere Stromunterbrechungen und zur Versorgung von energiehungrigen Verbrauchern bieten sich große Powerbanks mit 230-Volt-Anschluss an. Die Omars Powerbank mit 24.000 mAh und einer Leistung von bis zu 90 Watt lädt per USB und klassischer Steckdose ab 100 Euro.

Mehr Leistung, aber vor allem erheblich mehr Kapazität und Anschlussmöglichkeiten bieten die teureren Powerstations (Themenwelt). Zwar kosten besonders starke Geräte mit hoher Kapazität schnell über 1000 Euro, wer sich bei Leistung oder Kapazität einschränkt, bekommt aber schon für deutlich weniger Geld ordentliche Modelle, wie unsere Top 10 der besten Powerstations bis 500 Euro zeigt. In Verbindung mit einem mobilen Photovoltaik-Modul (Ratgeber) ab mindestens 100 Watt wird aus dem Stromspeicher dann ein Solargenerator, mit dem eine autarke Stromversorgung über längere Zeiträume möglich ist – vorausgesetzt, das Wetter spielt mit. So ist aber zumindest das Nachladen des Stromspeichers ohne Netzversorgung überhaupt möglich.

Für die tägliche Nutzung sollte das Modell möglichst langlebig sein. Hier hilft ein Blick auf die installierten Akkus. Moderne LiFePO4-Akkus halten bis zu sechsmal länger (nach 3000 bis 3500 Laydezyklen noch etwa 80 Prozent Restkapazität), weshalb sich der geringe Aufpreis lohnt. Welche Modelle mit den neuen Akkus arbeiten, zeigt unsere Top 10: Die besten Powerstations mit LiFePO4-Akkus – lange Lebensdauer ab 300 Euro.

Günstige Modelle wie die 166-Wh-Powerstation von Beaudens mit drei USB-Ladeports, zwei 12-V-Anschlüssen und einer 230-V-Steckdose gibt es ab etwa 199 Euro. Wir empfehlen allerdings etwas tiefer in die Tasche zu greifen. Ab etwa 300 Euro gibt es dann schon die gehobene Klasse von namhaften Herstellern mit integriertem Solargenerator und ordentlicher Leistung und Kapazität. Infrage kommen hier etwa Anker Powerhouse 521 (Testbericht), Bluetti EB3A, Ecoflow River 2 oder Jackery Explorer 240. Diese Powerstations lassen sich nicht nur per Netzteil befüllen, sondern können alternativ per Solarpaneel geladen werden. Markengeräte wie unser Testsieger in der Klasse unter 500 Euro, die Ecoflow River (Testbericht) leisten dabei dauerhaft bis über 1000 Watt. Das Nachfolgemodell River 2 (Testbericht) ist zwar teurer, hat aber bereits LiFePO4-Akkus an Bord. Premium-Powerstations leisten gar bis über 2000 Watt und haben Kapazitäten von mehreren kWh. Die Preise hier liegen dann aber bei mehreren tausend Euro, wie der Blick auf unsere Top 10: Die besten Solargeneratoren zeigt.

Was große Premium-Geräte in der Praxis leisten und wie weit man damit in der Praxis kommt, zeigt unser Ratgeber: Immun gegen Stromausfall? Das leisten große Powerstations mit Photovoltaik.

Günstiger, wenn auch nicht mobil, sind sogenannte Solarinseln (Ratgeber), welche aus Solarpaneel, Akku und Laderegler bestehen. Varianten mit schwachem Panel und kleinem Akku gibt es ab 120 Euro. Größere Sets mit 240-Watt-Panels, 50 Ah Akku, Wechselrichter und Solarregler kosten etwa 540 Euro. Zwar sind diese günstigen Kits in der Regel nicht für hohe Leistungen geeignet, die Versorgung von Notebook, Smartphone oder Lampen funktioniert aber problemlos.

Stromgeneratoren mit Verbrennungsmotor sind zwar auf Baustellen unabdingbar, für Privathaushalte sind sie aber nicht die beste Lösung. Die Geräte machen viel Lärm, produzieren Abgase und benötigen Brennstoff. Außerdem brauchen starke Aggregate einiges an Platz und sind so bestenfalls für Hausbesitzer geeignet. Benzingeneratoren mit einer Leistung von 1000 Watt gibt es dafür schon für unter 150 Euro. 3000 Watt an Leistung kosten dann schon knapp 500 Euro und starke Generatoren mit 6000 Watt und mehr belasten das Budget mit mindestens 1000 Euro.

Kleine Benzingeneratoren, sogenannte Inverter, sind zwar noch verhältnismäßig leise (60 dB), sie bieten allerdings nicht mehr Leistung als die lautlosen und abgasfreien Powerstations (Ratgeber). Mehr dazu in unserem Ratgeber Stromgenerator mit Benzin oder Diesel: Autark ab 150 Euro.

Eine Alternative zur Solarstromversorgung sind kleine Windmühlengeneratoren. Diese Mini-Windkraftwerke für den Garten kosten je nach Leistung zwischen 300 und 1000 Euro. Stromspeicher und Wandler müssen hier allerdings noch zugekauft werden. Überdies lohnt sich die Installation nur in windigen Regionen, etwa an der Küste, und am besten deutlich höher als auf Bodenniveau.

Wer sensible Technik wie PC oder Smart-Home-Komponenten im Notfall mit Strom versorgen möchte, um etwa ein sicheres Herunterfahren des Systems zu ermöglichen, der braucht eine Stromversorgung via USV (unterbrechungsfreie Stromversorgung). Welche Möglichkeiten und Unterschiede es hier gibt, zeigt unser Ratgeber Notstromversorgung ab 50 Euro: Sicherheit für Smart Home, Computer und Daten.

Bei anhaltenden Stromausfällen sollte man Kühlschrank und Kühltruhe nur im Bedarfsfall und nur für wenige Sekunden öffnen, da sich die Temperatur so für bis zu mehr als 12 Stunden hält. Falls die Kühlung länger ausfällt, sind dann nicht nur Rinderfilet oder Tiefkühlspinat, sondern auch etwa temperaturempfindliche Medikamente in Gefahr.

Wer hier vorsorgen will, sollte sich eine Kühlbox mit aktiver Kühlung zulegen. Die Boxen ab 35 Euro arbeiten in der Regel mit 230 Volt und 12 Volt und können so auch am Zigarettenanzünder des Autos oder einer Powerstation betrieben werden. Eine teurere Lösung wären spezielle Campingkühlschränke, welche ebenfalls mit 12 Volt oder auch Gas betrieben werden können.

Zwar ist theoretisch auch der Betrieb herkömmlicher Kühlschränke an der Powerstation möglich, die sind allerdings meistens derart stromhungrig, dass selbst große Energiespeicher nach wenigen Stunden leer sind. Anders sieht es mit den besonders sparsamen Kühlschränken mit der neuen Energieeffizienzklasse A aus. Die im Preisvergleich aufgeführten Modelle könnte man mit großen Powerstations wie Bluetti AC200 Max (Testbericht), Ecoflow Delta Pro (Testbericht) oder Jackery Explorer 2000 Pro (Testbericht) theoretisch für 10 bis 14 Tage mit Strom versorgen.

Es muss schon viel passieren, dass bei uns Lebensmittel und Trinkwasser knapp werden. Letztlich ist dieses Szenario weniger für Stromausfälle als etwa die viel zitierte Zombieapokalypse geeignet. Trotzdem wollen wir auch hier einige Möglichkeiten aufzeigen, die auch bei kleineren Notfällen sinnvoll sein können – etwa, um Babynahrung zu erwärmen.

Da wären etwa kleine Gaskocher, wie sie auch beim Campen benutzt werden. Die sind aus unserer Sicht die beste und günstigste Lösung, Lebensmittel zuzubereiten oder Wasser abzukochen. Solche einflammigen Kocher gibt es bereits ab unter 30 Euro. Sets mit Kocher und acht Gaskartuschen kosten etwa 50 Euro. Für etwa 50 bis 70 Euro gibt es doppelflammige Kocher. Wer statt auf Kartuschen lieber auf die große Gasflasche aus Campingwagen oder vom Gasgrill setzten will, der muss auf einen entsprechenden Anschluss achten.

Wer zusammen mit Stromspeicher/Generator klassische Küchengeräte zum Kochen einsetzen will, muss ganz genau auf die technischen Spezifikationen achten. Selbst Benzingeneratoren bieten häufig eine maximale Dauerlast von 1000 Watt, was für Wasserkocher, Kochplatte oder Minibackofen in der Regel zu wenig ist.

Eine weitere theoretische Möglichkeit sind Solarofen und -Kocher. Die kosten in der Regel allerdings gleich mehrere hundert Euro oder sind zu klein und wenig effizient. Im Gegensatz zum Gaskocher ist diese Lösung auch nur bei wirklich viel Sonnenschein nutzbar. Mobile Solarkocher fürs Camping sind hierzulande bestenfalls eine Notlösung.

Das kompakt faltbare Modell Solar Cooker von Solar Brother etwa kostet knapp 90 Euro und kommt zusammen mit einem Rezeptbuch und einer Tasche zum Kunden. Die Temperatur im Kochbereich liegt allerdings bei maximal 150 Grad Celsius. Da für die höchstmögliche Ausbeute aber schon ordentlich viel Sonnenschein benötigt wird, ist dieses Modell wohl eher zum Erwärmen als zum Kochen geeignet. Der fast 500 Euro teure Parabolspiegelkocher sorgt hingegen für Temperaturen zwischen 700 und 1000 Grad. Dies gilt zwar nur für einen winzigen Brennpunkt, aber zum Wasserkochen ist dieses Modell wohl auch bei leichtem Sonnenschein geeignet.

Falls tatsächlich die Trinkwasserversorgung ausfällt oder beeinträchtigt ist, hilft das Abkochen von Wasser, um Keime und Bakterien abzutöten. Das klappt am günstigsten mit dem genannten Gaskocher. Wer fürchtet, dass dazu im Falle einer Zombieapokalypse keine Zeit bleibt, der kann auch auf mobile Wasserfilter setzen. Diese sind eigentlich für Expeditionen und Camping gedacht, können im Notfall aber auch zu Hause hilfreich sein. Abhängig von der maximalen Filtermenge sind solche Reinwasserfilter ab etwa 20 Euro erhältlich. Ein Keramikfilter für bis zu 2000 Liter kostet etwa 44 Euro, die Variante bis 5000 Liter gibt es ab 56 Euro.

Ein längerer Ausfall der Heizungsanlage wäre zumindest außerhalb der Sommermonate unangenehm. Im Normalfall helfen hier Decken und mehrere Kleidungsschichten, um sich selbst warmzuhalten und so einige kalte Stunden oder gar Tage zu überdauern. Auch die Verwendung von Kerzen führt zu einer Erhöhung der Raumtemperatur, geht aber zulasten der Luftqualität. Außerdem müssten dafür eine große Menge Kerzen angezündet werden, was sogar gefährlich werden kann. Der Gasheizpilz für die Terrasse ist für innen völlig ungeeignet und gefährlich.

Wer auch Innenräume unabhängig von Zentralheizung, Schwedenofen oder Kamin heizen will, braucht etwa einen Petroleumofen. Diese kleinen Öfen gibt es ab etwa 180 Euro – allerdings sollte auch diese Notheizung nur in gelüfteten Räumen benutzt werden. Die kompakten Öfen liefern in der Regel eine Heizleistung zwischen 2 und 4 kW bei einem Verbrauch von etwa einem Viertelliter Petroleum pro Stunde. Das ist für Räume von etwa 20 bis 25 qm ausreichend.

Wer solch einen Ofen einsetzt, sollte dies immer nur in Kombination mit einem CO2-Detektor tun, um keine gesundheitlichen Risiken einzugehen. Die kleinen Messgeräte gibt es ab etwa 20 Euro.

Das gilt ganz besonders auch für alle mit Gas befeuerten Heizsysteme. Diese bitte immer nur bei guter Lüftung und zusammen mit Detektor verwenden! Tragbare Gasheizungen mit integrierter Kocherfunktion mit 1300 Watt gibt es ab etwa 60 Euro. Große Keramik-Gasheizungen mit über 4000 Watt gibt es ab etwa 140 Euro. Hier aber nochmals der Hinweis: Solche Systeme sind nur für den absoluten Notfall und bei ausreichender Durchlüftung geeignet!

Stromausfälle sind selten und dauern zudem nicht lange an – zumindest in der Regel. Große Sorgen muss man sich aus unserer Sicht nicht machen. Sollte es tatsächlich zu einem Ausfall des Stromnetzes kommen, braucht man weder Feuerstarter noch Solarkocher, um über die Runden zu kommen. Andere Anschaffungen sind hingegen sinnvoll.

So sollten immer Taschenlampe und Radio mit gefülltem Akku oder frischen Batterien greifbar sein. Bei unübersichtlichen Räumlichkeiten empfehlen wir eine automatische Notlampe (Ratgeber). Worauf man beim Kauf von klassischen Taschenlampen achten sollte, zeigt unsere Kaufberatung: Brutal hell und trotzdem günstig.

Ebenfalls sinnvoll ist eine Notstromversorgung für etwa Smartphone und medizinisches Gerät. Im einfachsten Fall helfen hier schon günstige Powerbanks weiter. Wer neben USB-Gadgets auch stärkere 230-Volt-Verbraucher anschließen will, greift am besten zu einer Powerstation (Ratgeber), welche notfalls auch per Solar geladen werden kann. Die besten Solargeneratoren bis 500 Euro haben wir in einer eigenen Top 10 zusammengefasst. Eine günstigere Alternative, dafür nicht mobil, sind Solarinsellösungen (Ratgeber), wie sie auch auf Campingwagen oder im Schrebergarten zum Einsatz kommen.

Geht es um die Sicherheit vom Smart Home, Computer oder Daten beim Stromausfall, empfehlen wir die Anschaffung einer USV. Mehr dazu im Ratgeber Notstromversorgung ab 50 Euro: Sicherheit für Smart Home, Computer und Daten oder in unserer Bestenliste: Top 5 Steckdosen-USVs.

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