Funk-Rückfahrkamera einfach nachrüsten ab 90 Euro

Garmin BC40 mit Garmin Drive Smart 65

Teile diesen Beitrag

Beliebt auf TechStage

Elektroautos: Günstigste Wallbox gewinnt Vergleichstest

Elektroautos: Günstigste Wallbox gewinnt Vergleichstest

Gaming-PC aufrüsten: Welche Komponenten sich jetzt lohnen

Gaming-PC aufrüsten: CPU, Mainboard & Speicher sind günstig, dank Bitcoin-Crash lohnen sich auch wieder Grafikkarten

Von Hopfenhöhle bis Hochdruck-Wasserpistole: Mit diesen Gadgets seid ihr Könige am Vatertag

Von Hopfenhöhle bis Hochdruck-Wasserpistole: Mit diesen Gadgets seid ihr Könige am Vatertag

Top 10: Wasserdichte Handys bis 400 Euro – Samsung besser als Apple

Top 10: Wasserdichte Handys bis 400 Euro – Samsung besser als Apple

Eine kabellose Rückfahrkamera ist eine einfache Möglichkeit zum Nachrüsten als Einparkhilfe bei älteren Autos. TechStage zeigt Funk-Rückfahrkameras, die entweder mit Strom vom Auto oder komplett autark arbeiten.

Bei den meisten neuer Fahrzeugen gehört die Rückfahrkamera mittlerweile zum Standard. Doch wer auf diese Hilfe beim Einparken bei einem älteren Auto nicht verzichten will, muss teuer nachrüsten. Bei Herstellern wie Audi, BMW oder Mercedes-Benz ist das kostspielig – doch es geht auch günstiger und einfacher.

Bei einer kabellosen Rückfahrkamera mit Funkverbindung ist es nicht nötig, Kabel durch den Innenraum des Fahrzeugs zu verlegen. Bereits ab Preisen von 90 Euro gibt es ein entsprechendes Rückfahrkamera-Set bestehend aus einer Kameralinse für den Kennzeichenhalter sowie einem Monitor für den Innenraum. Die Übertagung des Bildes erfolgt per Funk. Für die Stromversorgung gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder man zapft die Rücklichter des Autos per kurzem Kabel an oder man nutzt gleich eine komplett kabellose Rückfahrkamera mit Akku, Batterie sowie Solarzellen.

Diese Ratgeber aus der Themenwelt Auto zeigt Komplett-Systeme bestehend aus Kamera und Display zum einfachen Nachrüsten. Weiteres praktisches Autozubehör zeigen wir im Ratgeber Dashcam, Rückfahrkamera und mehr.

Die Übermittlung der Bilder von der drahtlosen Rückfahrkamera an den Monitor im Cockpit per Funk hat den Charme, dass keine Kabel vom Kofferraum aufwendig durch den gesamten Passagierraum verlegt werden müssen. Damit eignet sich die Wireless-Rückfahrkamera ideal für Anhänger, ein Wohnmobil oder Kleintransporter, wie etwa den Fiat Ducato, Citroën Jumper oder Peugeot Boxer.

Gerade bei großen Fahrzeugen ist eine ausreichende Funkreichweite wichtig, damit das Funk-Rückfahrkamera-System das Bild ohne Störungen in den Innenraum überträgt. Die Reichweite der hier vorgestellten Modellen liegt etwa zwischen 10 und 13 Meter. Üblich ist eine digitale Übertagungsfrequenz von 2,4 GHz. In jedem Fall sollte die Einparkhilfe über ein ECE-Prüfzeichen verfügen, damit das Auto die Straßenzulassung nach dem Einbau behält.

Kommen wir zur Stromversorgung. Eine Rückfahrkamera mit eingebautem Akku oder einem Fach für Batterien hat einen großen Vorteil: Es ist nicht nötig, diese mit den Rücklichtern des Autos zu verkabeln. Der Nachteil: Man muss den Akku gelegentlich aufladen oder die Batterien austauschen. Es gibt hier zwar Modelle, die mit Solarzellen den Akku aufladen. Das klappt aber nur, wenn das Auto ausreichend lang im Freien steht und genügend Sonnenlicht abbekommt. Das fällt bei einem Tiefgaragenstellplatz eher flach. Die Variante mit Akku empfiehlt sich für jeden, der über keine Kenntnisse zur Verkabelung der Rücklichter verfügt und keine Werkstatt aufsuchen möchte.

Bei einer Rückfahrkamera ohne Akku müssen sich Fahrer keine Sorgen machen, ob der Akku geladen ist. Diese springt in der Regel automatisch an, wenn man den Rückwärtsgang einlegt. Allerdings ist die Montage deutlich komplizierter. Für die Stromversorgung muss man dazu die Rücklichter anzapfen. Je nach Automodell kann das bedeuten, dass ein Loch gebohrt werden muss, um die Kabel in den Kofferraum zu führen. Das sollte man am besten einer Fachwerkstatt überlassen.

Ein wichtiges Kriterium bei einer Rückfahrkamera ist der Aufnahmewinkel. Dieser sollten von 100 bis 170 Grad reichen. Je größer der Winkel, desto mehr deckt das Bild ab. Die Auflösung spielt keine so große Rolle wie bei herkömmlichen Kameras für die Fotografie oder Videoaufnahmen. Auflösungen von 720p oder darunter sind üblich. Full-HD-Auflösung ist hingegen nicht zu finden. Wichtiger sind die Sichtverhältnisse bei Dunkelheit oder die Fähigkeit zur Nachtsicht. Eine LED-Rückfahrkamera bietet eine Beleuchtung nach hinten für eine bessere Nachtsicht. Sehr hilfreich ist auch eine Distanzanzeige mit Hilfslinien. Damit kann der Fahrer besser einschätzen, wie viel Platz wirklich hinter dem Fahrzeug bleibt.

Wie kann man die Rückfahrkamera einbauen? Am gängigsten sind Varianten zur Befestigung am hinteren Nummernschild. Hier ist die Linse auch am wirksamsten als Einparkhilfe. Eine passende Kennzeichenhalterung inklusive Befestigungsmöglichkeit für die Autokamera selbst gehört bei einigen Herstellern zum Lieferumfang. Hilfreich ist es zudem, wenn Käufer den vertikalen Aufnahmewinkel der Kamera justieren können.

Die Wetterfestigkeit ist wichtig, damit die Kamera bei starkem Regen nicht kaputtgeht. Wie gut das Gerät den Kontakt mit Wasser übersteht, zeigt die IP-Zertifizierung (Ingress Protection). Die erste Ziffer steht für den Schutz vor Fremdkörpern, etwa Staub und Schmutz. Die zweite Zahl gibt den Schutz vor eindringendem Wasser an. Eine 6 an der ersten Stelle bedeutet staubdicht. Eine 5 an der zweiten Ziffer steht für Schutz vor Strahlwasser, eine 7 bietet Schutz gegen zeitweises Untertauchen, eine 8 bedeutet Schutz gegen dauerhaftes Untertauchen. Um auf Nummer sicher zu gehen, empfiehlt sich ein Modell mit IP67, besser IP68. Mehr über die einzelnen Schutzarten erklären wir in der Bestenliste Top 10: Wasserdichte Smartphones bis 400 Euro.

Sehr weitverbreitet sind Modelle mit einem eigenen Bildschirm im Lieferumfang. Dieses befestigt man wie ein Navi per Saugnapf am Fenster, die Stromversorgung der Anzeige erfolgt über den Zigarettenanzünder im Auto. Empfehlenswert ist hier ein Monitor mit einer Diagonale von mindestens 4 Zoll. Es gibt mit der Garmin BC40 (Testbericht) eine Lösung, die man mit einem passenden Navi-Gerät von Garmin verbindet. Interessant sind auch Varianten, die das Kamerabild über ein integriertes Display im Rückspiegel anzeigen.

Eine elegante Möglichkeit wäre es, die Rückfahrkamera mit einem sogenannten Moniceiver, einem 2-DIN-Autoradio mit Bildschirm, zu verbinden. Dafür benötigt das Radio einen Videoeingang für den Funkempfänger sowie eine Verbindung mit dem CAN-Bus. Mehr über Moniceiver erklären wir im Ratgeber Autoradio günstig aufrüsten: Android, DAB+ und Bluetooth für ältere Fahrzeuge. Alternativ gibt es auch Apps für das Smartphone, mit denen man das Bild einer Rückfahrkamera sehen kann.

Die einfachste Lösung zum Nachrüsten ist in unseren Augen ein System mit Display und einer Funk-Rückfahrkamera mit Akku oder Batterie. Vor dem ersten Einsatz sollte man hierzu die Kamera vollständig aufladen, was mehrere Stunden in Anspruch nehmen kann. Ist die Kamera erst eingebaut, kann das Aufladen des Akkus zur Herausforderung werden. Hier stellt eine Powerbank eine vielversprechende Möglichkeit dar, wenn die Rückfahrkamera nicht ohne Weiteres abgenommen werden kann. Passende Produkte zeigen wir im Ratgeber Die richtige Powerbank für Smartphones, Notebooks und Co.

Das Angebot an Funk-Rückfahrkameras mit Akku oder Batteriebetrieb ist sehr überschaubar. Die Preise reichen von 110 bis 180 Euro. Am häufigsten finden sich dabei Varianten mit Solarzellen, etwa die Auto-Vox Solar für 155 Euro, Boscam SunGo für 140 Euro, die solarbetriebene Rückfahrkamera AEG RV 4.3 für 115 Euro sowie die Solar-Funk-Rückfahrkamera von Lescars ab 180 Euro. Einen etwas anderen Weg nimmt die Garmin BC40 (Testbericht). Zur Stromversorgung kommen zwei AA-Batterien zum Einsatz. Einen separaten Monitor gibt es nicht – für die Anzeige des Bildes dient ein kompatibles Navigationsgerät von Garmin.

Die Solar-Funk-Rückfahrkamera (Testbericht) von Lescars verfügt über einen eigenen Akku und zusätzlich Solarzellen. Idealerweise lädt man die Kamera vor der Installation auf und aktiviert diese per Knopfdruck. Das ist wichtig, denn nach dem Einbau ist der Schalter nur schwer zugänglich. Die Kamera am Nummernschild verfügt über einen Micro-USB-Anschluss. Gegen Regen ist die Kamera nach IP68 geschützt.

Der mitgelieferte Monitor fürs Cockpit misst 5 Zoll in der Diagonale und nutzt den 12-Volt-Anschluss im Auto als Stromquelle. Die Funkübertragung erfolgt mit 2,4 GHz. Die Einrichtung ist sehr einfach und klappt auf Anhieb. Der Aufnahmewinkel beträgt 110 Grad. Das Display zeigt das Bild der Rückfahrkamera mit einer Auflösung von 480 x 272 Pixeln sowie Hilfslinien an.

Bei Amazon kostet die Solar-Funk-Rückfahrkamera von Lescars derzeit 180 Euro. Es gibt zudem ein etwas älteres Modell, die Lescars kabellose Solar-Funk-Rückfahrkamera mit 4,3 Zoll für 130 Euro.

Die Garmin BC 40 (Testbericht) kann man am hinteren Nummernschild einbauen. Eine entsprechende Halterung dafür gehört zum Lieferumfang. Statt eines Akkus kommen hier zwei AA-Batterien zum Einsatz. Laut Garmin sollen diese bei durchschnittlicher Nutzung drei Monate halten. Das Gehäuse ist nach IPX7 wasserdicht. Der Blickwinkel beträgt 150 Grad, die Auflösung bietet maximal 1280 x 720 Pixeln.

Anders als bei anderen Funk-Rückfahrkameras gibt es hier keinen separaten Monitor. Die Garmin BC 40 funktioniert nur im Zusammenspiel mit einem Navigationsgerät von Garmin. Dazu gehören: DriveSmart 51/55/61/65, DriveAssist 51, DriveLuxe 51, Camper 770/780 und Dezl 580. Das Navigationsgerät dient dann als Monitor für die Rückfahrkamera. Wer bereits eines der oben genannten Navis von Garmin hat oder sich eins zulegen möchte, für den ist die Garmin BC 40 ab 130 Euro eine gute Wahl.

Nach der Befestigung am Nummernschild aktiviert man das Navigationssystem von Garmin. Dieses sollte jetzt automatisch das Gerät finden – über eine Eingabe bestätigt man die Verbindung mit dem Gerät. Das Kamerabild blendet der Nutzer über ein kleines Icon auf dem Touchscreen des Garmin-Navis ein. Die Aktivierung per Spracheingabe ist ebenfalls möglich. Für Wohnmobile gibt es zudem eine spezielle Ausführung der Garmin BC40 mit einer Halterung für den Fahrrad-Gepäckträger.

Das Angebot an Funk-Rückfahrkameras ohne eigene Stromquelle wie Akku oder Batterie ist etwas größer, zudem sind diese Modelle günstiger und ab 90 Euro zu haben. Allerdings ist das Erlebnis dann nicht zu 100 Prozent kabellos – denn eine Verbindung mit den Rücklichtern des Autos muss her. Wer nicht über gute Kfz-Kenntnisse verfügt, sollte die Montage dann der Autowerkstatt überlassen. Immerhin entfällt trotzdem dank Funkverbindung das Verlegen von weiteren Kabeln durch den Innenraum.

Günstige Modelle, wie die Lescars Funk-Rückfahrkamera mit HD inklusive 5-Zoll-Display gibt es bei Amazon ab 90 Euro. Hier ist allerdings keine Halterung für das Kfz-Kennzeichen dabei. Die Kamera montiert man mit einer speziellen kleinen Halterung über dem Nummernschild. Ähnliche Funktionen bietet das Auto-Vox M1W Wireless Backup Kamera-Kit für 94 Euro sowie die Boscam K1 für 90 Euro bei Amazon. Beide Modelle nutzen ein 4,3-Zoll-LCD. Ab 130 Euro bekommt man mit der Boscam K7 sowie Auto-Vox TD2 und Auto-Vox W7 eine Lösung mit 5-Zoll-Bildschirm.

Wer eine in die Kennzeichenhalterung integrierte Kamera sucht, wird bei der Technaxx TX-110 Funk ab 100 Euro sowie der Luis T5-Funk Rückfahrsystem für 130 Euro bei Amazon fündig. Wer ohnehin einen Moniceiver im Auto nutzt, bekommt für 70 Euro die Funk-Rückfahrkamera mit Nummernschildhalter von Lescars, aber ohne separaten Bildschirm. Hier muss ein Funkempfänger mit dem Videoeingang des Radios verbunden werden. Einen etwas anderen Weg geht die Boscam K2 für 110 Euro. Hier dient ein spezieller Rückspiegel als Monitor. Einem ähnlichen Prinzip folgt die Dashcam Auto-Vox DRV-M6 (Testbericht). Allerdings halten wir eine Lösung mit Bildschirm oder über das Autoradio für praktikabler als die Rückspiegel-Variante.

Wer auch mit einem älteren Auto auf die Sicht nach Hinten beim Einparken nicht verzichten möchte, kann bereits zu Preisen ab 70 Euro mit einer Funk-Rückfahrkamera nachrüsten. Diese reichen nicht an die Bildqualität der Werksmodelle heran, dafür kosten sie aber nur einen Bruchteil. Wir empfehlen eine kabellose Rückfahrkamera, die über einen eigenen Akku verfügt. Das erleichtert die Montage enorm. Ab 110 Euro sind solche „wirklich“ kabellosen Rückfahrkameras zu haben.

Standardmäßig bestehen die Sets aus einer Kamera mit Befestigungsmöglichkeit am Nummernschild sowie einem Monitor für den Innenraum, der am 12-Volt-Anschluss zu befestigen ist. Welche Erfahrungen wir im Detail gemacht haben, zeigen wir am Beispiel der Lescars Solar-Funk-Rückfahrkamera (Testbericht). Wer ohnehin ein Navigationsgerät von Garmin nutzt, sollte einen Blick auf die Garmin BC 40 (Testbericht) werfen. Die Kamera mit Batteriebetrieb nutzt das Navi als Monitor. Weitere nützliche Gadgets zeigen wir im Ratgeber Dashcam, Rückfahrkamera und mehr: Praktisches Autozubehör.

Tags:

Affiliate-Information

- Bei den mit gekennzeichneten Links handelt es sich um Provisions-Links (Affiliate-Links). Erfolgt über einen solchen Link eine Bestellung, erhält TechStage eine Provision. Für den Käufer entstehen dadurch keine Mehrkosten.