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TechStage hat fünf externe Festplatten mit USB-Anschluss getestet. Die 3,5-Zoll-Systeme bringen bis zu 10 TByte Speicher und eigenen sich gut für Backups.

Im Test zeigte sich, dass die Unterschiede zwischen den verschiedenen Festplatten kleiner sind, als gedacht. Für diesen Beitrag vergleichen wir folgende Produkte:

Mit Ausnahme der Drivestation Velocity liefen alle externen Festplatten in der 8 TByte-Version durch unseren Test. Da die Festplatten aber innerhalb der einzelnen Serien baugleich sind, lassen sich die Ergebnisse auch auf Platten mit weniger oder mehr Kapazität übertragen.

Kurz gesagt: Alle Platten kommen gerade einmal mit den Nötigsten. Da der Strom vom PC für 3,5-Zoll-Festplatten nicht reicht, verfügen alle Geräte über ein Netzteil. Dazu gibt es ein USB-3.0-Kabel.

Der größte Unterschied ist bei den Anschlüssen: Das Intenso Memory Center und die Buffalo Drivestation Velocity setzen auf den dickeren Typ-B-USB-Anschluss. Der Seagate Backup Plus Hub, das WD MyBook und die Verbatim Store 'n' Save setzen auf den flachen Stecker Micro Typ B. In der Praxis macht das keinen Unterschied, gefühl sitzt der dicke Stecker aber etwas stabiler.

Für die Leistungsmessung schickten wir sämtliche externen Festplatten durch den h2benchw -Benchmark unserer Kollegen der c't. Sie waren alle am gleichen System und der gleichen USB-Buchse angeschlossen. Der Test lief teilweise über Tage, so dass er sehr detailiert über die Festplatten informiert.

Im ersten Test, der Transferrate beim Lesen von Daten können das Intenso Memory Center und der Seagate Backup Plus Hub überzeugen. Im Mittel liegen die Festplatten alle recht nah beieinander, nur die Verbatim Store 'n' Save bricht nach unten weg. Im Minimum bleibt die Seagate-Lösung als einzige im dreistelligen Übertragungsbereich. Dafür kommt beim Maximum keine an die Intenso-Platte heran.

FestplatteMittel (MByte/s)Minimum (MByte/s)Maximum (MByte/s)
Intenso Memory Center146,3685,57199,65
Seagate Backup Plus Hub138,25116,94162,99
WD MyBook 136,5486,24158,84
Verbatim Store 'n' Save108,9883,23112,49
Buffalo Drivestation Velocity 126,9298,14133,65

Ein ähnliches Bild zeigt der Test der Schreibtransferrate. Intenso und Seagate liegen erhalten die Gold- und Silbermediallie, die anderen Lösungen müssen sich mit den weiteren Plätzen geschlagen geben. Es mag daran liegen, dass Intenso eine Seagate-Festplatte verbaut, allerdings merkt man ganz klar, dass Inteso scheinbar noch an anderen Stellen mehr herausholt als Seagate.

FestplatteMittel (MByte/s)Minimum (MByte/s)Maximum (MByte/s)
Intenso Memory Center145,9985,36199,71
Seagate Backup Plus Hub124,86116,28126,36
WD MyBook 134,0986,15152,99
Verbatim Store 'n' Save108,1182,92112,91
Buffalo Drivestation Velocity 132,2496,15143,37

Anders bei der Zugriffszeit Lesen: Hier gewinnt klar die Seagate-Lösung, gerade beim Maximum-Wert lassen sich die anderen Lösung im Vergleich viel Zeit.

FestplatteMittel (ms)Minimum (ms)Maximum (ms)
Intenso Memory Center17,733,9181,12
Seagate Backup Plus Hub15,322,6429,22
WD MyBook 15,522,763,6
Verbatim Store 'n' Save19,854,5564,46
Buffalo Drivestation Velocity 16,292,8779,71

Bei der Messung der Zugriffszeit beim Schreiben gibt es eine Überraschung: Die externen Festplatten von Verbatim und Buffalo punkten, in allen anderen Tests waren sie eher unter ferner liefen. Auch das Memory Center von Intenso ist wieder mit dabei.

FestplatteMittel (ms)Minimum (ms)Maximum (ms)
Intenso Memory Center0,680,2724,06
Seagate Backup Plus Hub8,020,5761,1
WD MyBook 6,150,4774,28
Verbatim Store 'n' Save0,790,1640,16
Buffalo Drivestation Velocity 7,551,9523,34

Im ausführlichen Messen der sequenziellen Datenraten rettet das MyBook von WD seine Ehre. Sonst eher im Mittelfeld, kann es bei der Sequenziellen Schreibrate Cache die Konkurrenz abhängen. Ansonsten liegt erneut die Lösung von Intenso vorne, sie fährt insgesamt die meisten Benchmark-Siege ein.

Intenso Memory CenterSeagate Backup Plus HubWD MyBookVerbatim Store 'n' SaveBuffalo Drivestation Velocity
Sequenzielle Leserate Medium (ungebremst): 186,17139,24156,76109,67129,67
Sequenzielle Leserate Read-Ahead (Verzögerung: 0.54 ms): 262,05194,35232,27135,27176,4
Wiederholtes sequenzielles Lesen ("Coretest"): 155,05122,7145,2104,97130,37
Sequenzielle Schreibrate Medium (ungebremst): 160,57125,15156,22109,84135,01
Sequenzielle Schreibrate Cache (Verzögerung: 0.52 ms): 186,91167,27212,71134,61191,52
Wiederholtes sequenzielles Schreiben: 113,3194,35113,06110,85138,85

Die Lösungen von WD, Buffalo und Verbatim bringen eine Backup-Software mit. WD und Buffalo haben hauseigene Lösungen, Verbatim setzt auf Nero BackItUp. Alle anderen Produkte bieten wenn überhaupt lediglich minimale Programme, etwa installieren sie ein eigenes Icon für die Festplatte.

Unser Tipp daher: Wer eine Backup-Lösung sucht, sollte zu den Kollegen von Heise Download schauen. Diese listen unter dem Schlagwort "Backup " eine ganze Reihe an Lösungen, neben kostenlosen Programmen und Open-Source-Tools sind dort auch kostenpflichtige Lösungen aufgeführt.

Das Intenso Memory Center schneidet in den meisten Benchmarks knapp vor der Konkurenz ab. Obwohl es keinerlei Software mitbringt, ist es dennoch unser Testsieger. Den Preis-Leistungs-Pokal gewinnt der Seagate Backup Plus Hub. Die externe Platte ist in ein paar Disziplinen schneller als die Intenso-Lösung, zudem gibt es zwei praktische zusätzliche USB-Ports.

Das bedeutet aber nicht, dass die anderen Geräte im Test schlecht sind, im Gegenteil. WD gibt auf sein MyBook etwa drei Jahre Garantie, alle anderen Hersteller nur zwei. Im Alltag bemerkt man die Werte kaum, als Backup-Lösung oder externes Datenlager sind alle brauchbar. Wir empfehlen, auf Schnäppchen zu achten und bei einer günstigen Lösung zuzuschlagen.

Dazu schadet es auch nicht, wichtige Daten auf zwei oder mehr externen Platten zu sichern. Fällt eine der großen Festplatten aus, sind alle Informationen verloren. Eine gute Merkregel für Backups ist 3-2-1: Von allen wichtigen Daten sollte es mindestens drei aktuelle Kopien geben, die auf mindestens zwei verschiedenen Medien und mindestens einem anderen Ort gespeichert sind.

*Hinweis: In einer früheren Version des Textes hatten wir unterschlagen, dass Buffalo ebenfalls eine Backup-Lösung beilegt.

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