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Fünf Bluetooth-Kopfhörer für Sportler im Test

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Wir testen fünf Sportkopfhörer mit Bluetooth von Sennheiser, Bose, Anker, Aftershockz und Oneplus für Jogger, Läufer, Radfahrer und Co im Preisbereich von 65 bis über 150 Euro.

UPDATE : Dieser Vergleich von 2018 ist mittlerweile veraltet. Auch wenn es die Produkte noch gibt (und sie deutlich günstiger geworden sind) wir empfehlen einen Blick in unseren neuen Artikel Sechs Sportkopfhörer im Vergleich: Sound fürs Training.

Kopfhörer für Sportler müssen mehrere Punkte erfüllen: Sie sollten Schweiß und Wasser abweisen, gut sitzen und einen ordentlichen Klang bieten. Bluetooth bietet sich an, da so beim Training keine Kabel herumbaumeln. Zudem sparen immer mehr Smartphone-Anbieter an der Klinkenbuchse und Trainingsgeräte wie Sportuhren (Übersicht) bieten teilweise ausgereifte Musik-Player.

Für diesen Vergleich haben wir die Bluetooth-basierten Sportkopfhörer von fünf Herstellern getestet. Folgende Produkte sind dabei:

Das ist natürlich keine abschließende Übersicht zu allen erhältlichen Produkten. Der Test deckt eine solide Preisspanne ab und zeigt gut die Unterschiede zwischen verschiedenen Herstellern und unterschiedlichen Kostenpunkten.

Beim Design unterscheiden sich die Kopfhörer nur wenig, allerdings mit Ausnahme der Aftershokz Trekz Air. Diese sitzen nicht im Gehörgang, sondern setzen auf Knochenschall. Dazu werden sie seitlich oberhalb der Ohren getragen, der Klang wird über sogenannte Transducer und Vibration ins Innenohr übertragen. Der eigentliche Gehörgang bleibt frei. Die anderen vier Hersteller nutzen klassische Ohrstöpsel, die per Kabel mit dem Akku und miteinander verbunden sind. Mal ist das Kabel länger (Anker, Sennheiser), mal kürzer (Bose), mal geht es in ein Nackenband (Oneplus).

Von den normalen Kopfhörern unterscheiden sich die Sportkopfhörer durch zusätzliche kleine „Flügel”. Diese halten die Kopfhörer selbst bei stärker Aktivität in den Ohren. Jeder Hersteller liefert sowohl die Flügel wie auch die Silikonstöpsel in verschiedenen Größen mit, so dass sie für unterschiedlich große Ohren passen. Im Test hielten alle Kopfhörer bei Aktivitäten wie Radfahren oder Laufen stabil. Bei den Anker-Geräten muss man aber die Aluminiumkörper der Kopfhörer etwas drehen, da sonst eine kleine Plastiknoppe stört.

Die tatsächlich größte Auswirkung auf den Komfort beim Sport haben die Kabel zwischen den beiden eigentlichen Kopfhörern. Lange Kabel erlauben zwar mehr Flexibilität, stören allerdings. Bei den Sennheiser-Kopfhörern sollte man sie daher mit einem der mitgelieferten Clips fixieren. Die Anker-Kopfhörer lassen sich zwar einfach kürzen, allerdings ist die Kabelfernbedienung samt Akku auf einer Seite – das sorgt für ein Ungleichgewicht. Sennheiser löst das besser, hier sind Akkus auf beiden Seiten, was die Kabel ausbalanciert. Unsere Favoriten hier sind aber die Kopfhörer von Bose, die viel Technik in die Ohrstöpsel selbst verlegen, sowie die Kopfhörer von Oneplus, bei denen die Technik in einem breiten Silikonband steckt, welches sich um den Nacken legt.

Die Geräte von Aftershokz dagegen lassen sich bequem auf den Schläfen tragen, hier baumelt nichts herum.

Der Klang eines Headsets ist am schwersten zu vergleichen. Klang ist enorm subjektiv, unsere Kollegen der c’t haben dazu einen ausführlichen Beitrag online . Um die Qualität vergleichbar beurteilen zu können, nutzen wir die gleiche Playlist für alle Kopfhörer. Sie kommt vom Lautsprecher-Hersteller Cambridge Audio, im Blog erklärt das Unternehmen , welche Titel sie warum gewählt haben.

Jeder der Kopfhörer schlägt sich im Test gut. Die Sennheiser CX Sport waren zu Beginn enttäuschend, doch die mitgelieferte App behebt diesen Nachteil eindrucksvoll. Dank des Equalizers sind die Geräte mit denen von Bose, Anker oder Oneplus gleich auf. Bose und Oneplus liefern einen kraftvollen Bass, ohne dass dieser überhandnimmt. Ähnliches gilt für die Kopfhörer von Anker, die einen schönen Sound übers komplette Spektrum liefern.

Die Aftershokz Air Trekz sind eine Ausnahme. Da sie nicht im Ohr, sondern auf den Knochen seitlich sitzen, fehlt der intensive Bass anderer Kopfhörer. Musik kann man auf diesen Geräten überraschend gut hören, sie versagen allerdings bei Podcasts oder Hörbüchern. Wer beim Laufen also lieber Texte statt Musik hört, sollte die Knochenschall-Kopfhörer ignorieren.

ProduktTrekz AirSoundcore Spirit ProSoundsport Wireless Bullets WirelessCX Sport
HerstellerAftershockzAnkerBoseOneplusSennheiser
Tragekomfort**************
Klangqualität**************
Akkulaufzeit6 Stunden9:50 Stunden5:15 Stunden7:05 Stunden5:20 Stunden
SchutzklasseIP55IP68keine genannt, Schutz gegen Schweiß/ Spritzwasserspritzwassergeschützt und wasserabweisend, aber nur unter „optimalen Bedingungen”keine genannt, Schutz gegen Schweiß/ Spritzwasser
aptXneinjaneinjaja
NFCneinneinjaneinnein
Mehrere Verbindungenja, 2neinja, 2neinja, 2
LadeanschlussMicro-USBMicro-USBMicro-USBUSB-CMicro-USB

Bei der Akkulaufzeit spannt sich das Feld zwischen mehr als neun Stunden (Anker Soundcore Spirit Pro) und knapp 5:15 Stunden (Bose Soundsport Wireless). Dazwischen siedeln sich die Sennheiser CX Sport (5:20 Stunden), die Trekz Air (6 Stunden) sowie Oneplus Bullets Wireless (7:05 Stunden an). In der Praxis kann man bei diesen Zeiten noch etwas drauflegen: Wir messen alle Headsets bei voller Lautstärke. Real nutzt man aber etwa 75 bis 80 Prozent des Pegels, so dass hier etwas mehr Laufzeit drin sein sollte. Geladen sind die Headsets in 40 bis 60 Minuten. Die Ausnahme sind die Oneplus Bullets Wireless: Da der Hersteller auf USB-C setzt, ist der Akku innerhalb von knapp 10 Minuten wieder voll.

Nicht nur das, mit einem USB-C-auf-USB-C-Kabel lassen sich die Kopfhörer auch vom Smartphone aus mit Saft versorgen. Ein weiterer Vorteil der Oneplus-Geräte ist der magnetische Schalter. Werden die Kopfhörer nicht gebraucht, lassen sie sich vor dem Körper wie eine Kette zusammenklippen, gleichzeitig schalten sich die Kopfhörer ab. Das sorgt im Alltag für eine deutlich längere Laufzeit.

Die gute Nachricht: Eigentlich kann man beim Kauf wenig falsch machen. Da die Kopfhörer allesamt nicht gerade billig sind, beruhigt das. Geht es nur um den Sound, tendieren wir zu den Bose Soundsport Wireless (Testbericht) und den Sennheiser CX Sport (Testbericht) , auch wenn diese die kürzeste Laufzeit haben. Knapp dahinter kommen die Anker Soundcore Spirit Pro (Testbericht) und die Oneplus Bullets Wireless (Testbericht) , wobei unserer Meinung nach die Oneplus-Kopfhörer aufgrund ihres automatischen Abschaltens und dem schnellen Laden per USB-C leicht die Nase vorne haben. Anker punktet bei der Akkulaufzeit. Die Aftershokz Trekz Air sind eher ein Spezialfall, wer aber beim Sport die Umgebung weiter mitbekommen möchte, für den sind die Geräte in jedem Fall interessant.

UPDATE : Dieser Vergleich von 2018 ist mittlerweile veraltet. Auch wenn es die Produkte noch gibt (und sie deutlich günstiger geworden sind) wir empfehlen einen Blick in unseren neuen Artikel Sechs Sportkopfhörer im Vergleich: Sound fürs Training.

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