Etikettendrucker ab 7 Euro: günstig, digital & mit App

Etikettendrucker

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Labels auf Kisten, Gegenständen oder Leitungen helfen, den Überblick zu behalten. TechStage zeigt, welche Beschriftungsgeräte es gibt und worauf es beim Kauf des Etikettendruckers ankommt.

Sowohl beim Basteln im Hobbykeller wie auch bei diversen Aufgaben im Haushalt ist eine vernünftige Beschriftung sinnvoll. Zwar funktionieren hier einfache Klebezettel mit handschriftlicher Notiz, ordentlicher und schicker sind aber Etiketten aus dem Drucker. Wer sich nicht mit sündhaft teuren Aufklebern für Tintenstrahl- oder Laserdrucker herumärgern will, setzt am besten auf einen Etikettendrucker.

TechStage hat sich die verschiedenen Lösungen angesehen und erklärt, worauf man beim Kauf eines Beschriftungsgerätes achten muss. Dieser Ratgeber gehört zu unseren Themenwelten Werkstatt und DIY.

Grundsätzlich unterscheiden sich Beschriftungssysteme in altbekannten Prägegeräte und die Etikettendrucker. Erstere stanzen Buchstaben oder Zahlen in ein dünnes selbstklebendes Metallband. Dieses System ist zwar alt, aber noch immer erhältlich. Die günstigste Variante dieser Stanz-Drucker ist der Dymo Junior für gerade einmal 9 Euro. Deutlich mehr Darstellungsmöglichkeiten bieten die digitalen Beschriftungsgeräte, die mit dem von Kassensystemen bekannten Thermotransferdruckverfahren arbeiten. Hier sind neben verschiedenen Schriftgrößen auch Schrifttypen, Sonderzeichen bis hin zu Grafiken verfügbar.

Bei den digitalen Beschriftungsgeräten gibt es unterschiedliche Ansätze. Während einige Modelle als Handheld-Drucker mit eigener Tastatur ausgestattet sind und im Stand-Alone-Betrieb funktionieren, arbeiten andere Modelle nur zusammen mit Smartphone oder Computer. Zwar sind diese Drucker ebenfalls häufig mit Akku oder Batterie zur mobilen Nutzung ausgestattet, allerdings sind zur Etikettenerstellung immer PC oder Handy notwendig. Im Vergleich zu Handheld-Druckern bieten App oder Software deutlich mehr Möglichkeiten als nur die Auswahl von Text und Schriftgröße. Für fortlaufende Nummerierungen, automatischen Datumsabgleich, etc. sind solche PC- und Handy-Drucker besser geeignet. Für die Ausgabe von Logos und Grafiken kommen nur solche Drucker infrage.

Handheld-Geräte mit Tastatur gibt es sowohl im Hoch- und im Querformat. Deutlich wichtiger als die Bauweise ist aber die Aufteilung der Tastatur. So gibt es die Beschriftungsgeräte mit der vom PC bekannten QWERTZ- oder QWERY-Tastatur oder mit Tasten in Reihenfolge des Alphabets. Hier würden wir klar zum bekannten Keyboard-Layout raten, da das Arbeiten damit deutlich schneller von der Hand geht.

Wer mehr als einzelne Wörter oder Nummern auf die Etiketten drucken will, muss die Finger von den Prägesystemen lassen. Hier sind nur Thermotransferdrucker geeignet.

Die mobilen Drucker mit integrierter Tastatur beherrschen in der Regel nur einige verschiedene Textarten, Schriftgrößen und eine Handvoll Symbole. Drucker, welche mit App oder Software arbeiten, verarbeiten zusätzlich Grafiken. Selbst einfache Sonderzeichen wie der Punkt oder Groß- und Kleinbuchstaben sind bei Prägeetikettiergeräten und einigen günstigen Handheld-Druckern nicht oder nur eingeschränkt verfügbar. Hierauf sollte man achten, da die Nutzung sonst stark eingeschränkt ist.

Ein weiterer Faktor für die kreativen Möglichkeiten sind Größe und Beschaffenheit der verfügbaren Etiketten. Günstige Drucker arbeiten in der Regel mit fortlaufenden Papier- oder/und Klebeetiketten auf Rolle. Diese werden bei günstigen Geräten per Hand abgeschnitten oder abgerissen. Automatische Schneidevorrichtungen sucht man in der niedrigen Preisklasse vergebens. Die Schriftbänder der mobilen Handgeräte sind in der Regel in der Höhe von 3,5 bis 12 mm und in verschiedenen Farben erhältlich. Mehrzeilige Texte sind hier zumindest mit einigen Druckern möglich. Die Drucker für Smartphone und PC bieten zum Teil eine größere Arbeitsfläche. Hier sind Rollenbreiten von 55 mm und mehr erhältlich. Alternativ arbeiten einige dieser Drucker mit Einzeletiketten auf Rolle. Diese bieten bis zu 50 x 80 mm (und mehr) mehr Platz und werden nach dem Druckvorgang ganz bequem von der Rolle abgezogen. Das sieht deutlich schicker aus als eine gezackter oder schiefe Abrisskante, ist insgesamt aber etwas teurer.

Neben klassischen Papier- und Folienmedien gibt es Sonderformen wie etwa spezielle Textiletiketten oder transparente Etiketten. Wer solche durchsichtigen Aufkleber spiegelverkehrt bedrucken will, muss allerdings aufpassen. Diese Funktion ist nur bei einigen Druckern verfügbar.

Wer einen Blick auf die beliebtesten Etikettendrucker und Beschriftungsgeräte im Preisvergleich wirft, findet dort ausschließlich Markenhersteller. Führend ist hier der Hersteller Brother, dessen Portfolio vom günstigen Einsteigergerät P-Touch H100 für 25 Euro bis hin zur über tausend Euro teuren Profilösung reicht. Einziger anderer Hersteller in der Liste der beliebtesten Modelle ist Dymo. Dessen Prägesystem ist seit vielen Jahren bekannt und gehört mit einem Preis ab 9 Euro zur günstigsten, wenn auch einfachsten, Lösung.

Allerdings gibt es deutlich mehr Auswahl, allerdings nicht immer über den Fachhandel. Die Hersteller der günstigen Thermotransfer-Etikettendrucker sind hierzu allerdings nahezu unbekannt und deshalb hauptsächlich bei chinesischen Anbietern und bei Verkaufsplattformen wie Amazon oder Ebay erhältlich. Die Auswahl reicht vom verspielten Kinderdrucker für gerade einmal 35 Euro bis hin zu ernst zu nehmenden Mittelklassegeräten für etwa 60 bis 100 Euro.

Nach dem billigen Peripage A6 (Testbericht) haben wir uns für diesen Ratgeber noch ein paar Geräte näher angesehen getestet. Die Modelle Jooheli Mini Pocket Printer mit zig Etiketten- und Papierrollen für 39 Euro und der Phomemo Label Printer M120 für 74 Euro sind beide bei Amazon mit Lieferung aus Deutschland erhältlich.

Das Positive vorweg: Die beiden akkubetriebenen Drucker arbeiten auf Anhieb und sind dabei intuitiv per App steuerbar. Die Verbindung mit verschiedenen Android-Smartphones funktioniert ohne Probleme. Dann fallen aber schnell Unterschiede bei der Druckqualität auf. Hier enttäuscht insbesondere der billige Mini-Drucker mit einem grauen statt schwarzem Druckbild. Da hilft selbst das Gegensteuern in den Einstellungen nichts – die Drucke sehen zwar grundsätzlich ordentlich aus, sind wegen fehlendem Kontrast aber leider kaum zu erkennen. In diesem Punkt liefert der Phomemo M120 mit seinem guten Schwarzwert deutlich besser lesbare Ergebnisse ab.

Das gilt ebenso für die App, bei denen die Phomemo-App Print Master insgesamt deutlich mehr punktet als das Pendant iPrint. Nicht nur, dass mehr Einstellungs- und Importmöglichkeiten bestehen, auch Erscheinungsbild und Übersetzung sind besser. Besser heißt allerdings nicht fehlerfrei. Beim Print Master fehlen uns einige Optionen und Möglichkeiten. So kann die Schriftart zwar eigentlich geändert werden – das gilt aber nicht bei der Nutzung fertiger Vorlagen. Ein Hilfsmittel zum Ausrichten mehrerer Elemente oder ein Tool für fortlaufende Nummerierungen geht ebenfalls ab. Letztlich können aber beide Drucker auch JPEGs darstellen und so kann ein Etikett im Zweifel vorher am PC entworfen werden. Das schnelle Erstellen einer einfachen Druckvorlage funktioniert mit beiden Apps – für komplexe und automatisierte Etiketten sind aber beide Programme nicht ausreichend ausgestattet.

Und genau hier liegt der größte Unterschied zu teuren Etikettendruckern von Brother, Dymo & Co. Deren Software für den PC ist nicht nur vernünftig übersetzt, sondern außerdem für komplexere Aufgaben geeignet. Für Privatanwender spielt das allerdings nur selten eine Rolle. Hier kommen in der Regel einfache Etiketten für die Beschriftung zum Einsatz. Barcodes, fortlaufende Nummern, automatisierte Datumsvergabe etc. sind im Privatbereich selten notwendig. So gut die komplexeren Programme der Markenhersteller sind, perfekt sind selbst diese nicht. Stellenweise ist der Aufbau und die Bedienung nur mäßig anwenderfreundlich. Gleiches gilt für die Handheld-Geräte der beiden Hersteller. Diese sind zwar grundsätzlich einfach zu bedienen, stellenweise ist das System aber zumindest altbacken – und damit meinen wir nicht nur die eingeschränkten Möglichkeiten der Präge-Systeme, sondern auch die der digitalen Modelle. Bei unserem Dymo Labelpoint 150 steht der Punkt etwa erst nach dem Durchsuchen der Sonderzeichen zur Verfügung. Selbst Kleinbuchstaben sucht man auf dem Markengerät vergeblich.

Der zweite große Unterschied ist die Materialauswahl. Hier bieten die Markenhersteller die größere Auswahl mit Sonderlösungen, wie etwa Textiletiketten. Zudem ist die Qualität der zugegebenermaßen teuren Etiketten hochwertig und gleichbleibend – dies gilt insbesondere für die Klebefläche. Bei den China-Druckern gibt es zwar verschiedene Größen und neben selbstklebenden Etiketten etwa Endlospapier auf der Rolle, allerdings ist die Farbauswahl und die Qualität niedriger. Hauptvorteil der günstigen Drucker sind die deutlich günstigeren Kosten für das Verbrauchsmaterial, das außerdem noch zueinander kompatibel ist. Die selbstklebenden Endlosetiketten des Jooheli-Druckers funktionieren zumindest problemlos mit dem M120 von Phomemo. Bei Brother und Dymo sind selbst die Beschriftungsbänder der verschiedenen Serien nicht immer zueinander kompatibel. Dafür sind Beschriftungsbänder von Brother und Dymo überall erhältlich und langfristig lieferbar.

Wer vermutet, die günstigsten Beschriftungsgeräte kämen von einem chinesischen Hersteller, der irrt. Die billigste Lösung ist das altbekannte Prägesystem von Dymo. Wer lediglich die Schubladen beschriften will, bekommt hier eine einfache, aber kostengünstige Lösung ab 7 Euro. Weiter geht es mit den einfachen Handheld-Lösungen von Brother und Dymo. Hier sind die günstigsten Einsteigermodelle ab etwa 20 Euro zu bekommen. Diese Geräteklasse ist robust und zuverlässig, bietet aber immerhin schon verschiedenen Schriftarten und Größen. Doch, Vorsicht! Spiegelschrift, Vertikale Schrift oder Groß- und Kleinbuchstaben sind trotzdem keine Selbstverständlichkeit. Für knapp 10 Euro mehr gibt es dann bereits akkubetriebene Mini-Transferdrucker zur Benutzung mit PC oder Smartphone. In der Preisklasse unter 100 Euro gibt es dieses zwar nur von No-Name-Herstellern, trotzdem bieten diese Geräte die größte Funktionsvielfalt. Neben deutlich mehr Druckfläche ist hier auch die Darstellung von Grafiken, Tabellen, QR-Codes etc. möglich. Zu günstig sollte man aber nicht kaufen, die Druckqualität der Billigheimer ist den mittelpreisigen Geräten ab etwa 50 bis 60 Euro deutlich unterlegen. Eine breite Auswahl solcher Drucker gibt es etwa auf Amazon.

Wer komplexe Etiketten produzieren möchte, sollte schon wegen der besseren Software auf Markenprodukte wie den Dymo Labelwriter 450 ab 125 Euro setzen. Von Dymo gibt es zwar ebenfalls Modelle unter 100 Euro, diese sind allerdings nur für schmale Etiketten geeignet und bieten so nicht mehr Platz als Handheld-Drucker.

Beschriftungssysteme und Etikettendrucker helfen, die Übersicht zu behalten. Sie helfen bei der Markierung von Leitungen, dem Beschriften von Kisten oder Schubladen, dem Etikettieren von Kleidung oder beim Drucken des Einkaufszettels. Die Einsatzmöglichkeiten sind ebenso vielfältig, wie die Modellauswahl.

Funktionierende, sehr einfache Systeme für den Stand-Alone-Betrieb gibt es bereits für unter 10 Euro, etwa in Form des Präge-Beschriftungsgerätes Junior von Dymo. Digitale Beschriftungsgeräte gibt es von Markenherstellern ab etwa 25 Euro. Wer so ein Modell kauft, sollte darauf achten, ob eine QWERTZ-Tastatur an Bord ist.

Deutlich flexibler und leistungsfähiger sind die kleinen Thermotransferdrucker für Etiketten. Diese gibt es zwar bereits ab unter 40 Euro, dann sollte man sich aber nicht zu viel von der Druckqualität und der Übersetzung der Software erwarten. Mit den Ergebnissen des 70-Euro-Druckers Phomemo Label Printer M120 sind wir hingegen sehr zufrieden. Zumindest, wenn es nicht darum geht, komplexe Etiketten mit fortlaufenden Nummern etc. zu erstellen. Dann kommen wegen der besseren Software nur Profigeräte infrage. Diese sind mit Kosten von über 120 Euro allerdings nur in Ausnahmefällen für Privatnutzer interessant.

Wer Etiketten zwar praktisch findet, aber Dinge lieber dauerhaft markieren will, sollte einen Blick auf unseren Ratgeber Laser-Graviergeräte werfen. Modelle wie der Sculpfun S9 (Testbericht) sind neben dem Grafvieren auch zum Schneiden von Holz bis zu 10 mm geeignet. Weitere Ratgeber und Tests rund ums Thema Selbermachen gibt es in den Themenwelten DIY und Werkstatt.

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