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Equipment für FPV-Drohnen-Rennen Outdoor und Indoor

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Mit der richtigen Ausrüstung macht FPV-Fliegen mit Multicoptern erst so richtig Spaß. Wir zeigen, welches Renn-Equipment benötigt wird.

FPV steht für First Person View und bedeutet, dass der Pilot aus Sicht des Multicopters fliegt. Neben Multicopter mit integrierter Kamera und Videosender gehören auch Sender (Fernsteuerung), passende Akkus, Ladegerät und ein Videoempfänger mit Monitor oder Videobrille zum benötigten Equipment. Mehr dazu in unserem Ratgeber FPV-Drohnen: Multicopter mit Brille und Kamera .

Der aktuelle Trend geht entweder zu immer stärker motorisierten Drohnen oder zu Modellen im Kleinstformat. Gerade die Mini-Racer, wie der UK/US65 (Testbericht) , erfreuen sich, nicht zuletzt wegen der moderaten Preise, immer größerer Beliebtheit. Außer den Kosten, ist vor allem der überschaubare Platzbedarf ein wichtiges Argument für die Drohnen im Kleinstformat. Mit etwas Übung wird so das Wohnzimmer oder der Vorgarten zur aufregenden Rennstrecke.

Wem zielloses Herumfliegen irgendwann zu langweilig wird, der sollte sich an einem kleinen Race-Track versuchen. Zur Stecken-Markierungen reichen ein paar auffällige Punkte im Haus oder Garten. Wer es anspruchsvoller mag, bekommt eine große Auswahl an geeigneten Hilfsmitteln. Schöne Beispiele für DIY-Rennstrecken finden sich beispielsweise auf Youtube.

Zur Markierung des Streckenverlaufs eigenen sich, je nach Umgebung und Länge des Tracks, LED-Streifen, Flatterbänder oder spezielle Markierungshütchen.

Gerade auf schlecht ausgeleuchteten Indoor-Strecken eignen sich LED-Streifen am besten. Die Leuchtspur aus LEDs ist deutlich zu erkennen und sieht zudem extrem cool aus. Der Nachteil dieser Variante sind die Anschaffungskosten und der hohe Aufwand beim Aufbau der Strecke. Ob die Leuchtstreifen den Strom aus einer Batterie oder aus dem Netzteil bekommen, ist von der Stecke abhängig. Der Betrieb per Batterie ist zwar teurer, allerdings deutlich flexibler.

Flatterbändchen wie auf der Baustelle eignen sich sowohl für Indoor-Strecken als auch für Tracks im Garten. Der Vorteil der Plastikbänder ist deren moderater Preis und die hohe Flexibilität. Das Flatterband kann entweder an Gegenständen festgemacht oder schlicht auf dem Boden befestigt werden. Der Nachteil der Flatterbändchen ist der hohe Aufwand bei Auf- und Abbau. Der Erfahrung nach enden die Bänder außerdem nach nur wenigen Einsätzen im Mülleimer.

Deutlich teurer sind spezielle Markierungshütchen aus Kunststoff. Diese gibt es in verschiedenen Farben und Set-Größen. Der Vorteil dieser Variante für Drinnen und Draußen ist der geringe Aufwand beim Auf- und Abbau. Die Hütchen sind zudem gut sichtbar und sehr lange haltbar.

Tore zum Durchfliegen sind ebenfalls ein Muss für jede vernünftige Rennstrecke. Passende Gates gibt es in zahlreichen Varianten und Größen. Welches Tor am besten geeignet ist, ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Je größer die Drohne und je schneller der Track ausfällt, desto größer sollte das auch Tor sein. Für langsamere Stecken und Mini-Racer eignen sich auch kleine Gates mit einer Öffnung von nur 30 bis 90 cm. Für sehr schnelle Tracks, stärkere Multicopter (mit Propellergrößen zwischen 3 und 6 Zoll) und unerfahrene Piloten sind Tore ab einer Größe von circa einem Meter geeignet. Diese Gates sind allerdings meist für Draußen gedacht und werden häufig mit Erdnägeln befestigt. Für Indoor-Strecken eignen sich alternativ sogenannte Pop-Up-Fußballtore. Diese sind sehr flexibel, da sie lediglich aufgestellt werden. Damit sie sich als FPV-Gate eignen, muss das Netz herausgeschnitten werden.

Wie so oft gilt auch beim FPV-Fliegen: Übung macht den Meister. Erscheinen die ersten Durchflüge noch extrem schwierig, wird sich das eigene Tempo von Runde zu Runde steigern. Zu einfach sollte es nicht sein, da sonst schnell der Spaß verloren geht. Die Tor-Größe sollte so gewählt werden, dass das Fliegen anspruchsvoll bleibt.

Neben Toren zum Durchfliegen, gehören auch Fahnen als Umkehrpunkte auf die Rennstecke. Neben den, zum Teil vollkommen überteuerten Streckenfahnen eignen sich auch sogenannte Beach- oder Bali-Flags. Diese Flaggen sind in verschiedensten Größen, Farben und Formen erhältlich.

Zur Markierung des Start- und Zielbereichs eignen sich sowohl die oben genannten Möglichkeiten als auch Startmatten für Drohen. Diese sind insbesondere im Garten praktisch, da der Multicopter so nicht im Dreck oder der Wiese starten muss.

Wer seine Rennen professionell aufziehen möchte, braucht eine Möglichkeit die Rundenzeiten festzuhalten. Neben diversen Bastellösungen gibt es inzwischen fertige Systeme wie den Tracker vom Hersteller Team Blacksheep. Wer die Stecke gleichzeitig mit Freunden abfliegen will, braucht allerdings mehrere Tracker. Profi-Systeme zur Zeitnahme sind für gelegentlichen Privatgebrauch derzeit zu teuer.

Wer noch keine passende Drohne gefunden hat, sollte sich unsere Einzeltests der Modelle UK/US65 (Testbericht) , Eachine E013 (Testbericht) oder Inductrix FPV (Testbericht) ansehen. Aus unserer Sicht sind die Modelle mit den deutlich stärken Brushless-Motoren am besten geeignet. Während am Anfang die Modelle mit einzelligen Akkus ausreichen, sind für Fortgeschrittene die stärkeren zweizellen-Drohnen interessant. Profis können sich auch an Modellen mit stärkeren Akkus ausprobieren. Ein sehr ordentlich motorisiertes Beispiel hierfür ist der bereits von uns getestete Blade Torrent 110 (Testbericht) . Für Anfänger und sehr langsame Stecken reichen die günstigeren Copter mit Bürstenmotoren. Einige derzeit in Deutschland erhältliche Modelle haben wir im anschließenden Preisvergleich verlinkt.

Für eine ausführliche Renn-Session sollte man unbedingt genügend Ersatzpropeller zur Hand haben. Nichts ist ärgerlicher, als ein Rennabbruch wegen eines nicht vorhandenen Ersatzteils. Da die Flugzeiten im Rennbetrieb selten über fünf Minuten liegen, sollten auch genügend Akkus und ein passendes Mehrfach-Ladegerät zur Verfügung stehen.

Mit passendem Equipment macht FPV-Racing noch mehr Spaß. Zum Einstieg reichen bereits ein paar Popup-Fußball-Tore, Strand-Fahnen und ein Set Markierungshütchen, um eine coole Rennatmosphäre zu erzeugen. Zeitnahme-System, LED-Beleuchtung und professionelle Gates geben der eigenen Rennstrecke noch den letzten Schliff.

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