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Elf Bluetooth-Kopfhörer für unter 30 Euro im Vergleichstest
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Brauchbare Bluetooth-Kopfhörer müssen nicht automatisch teuer sein. Wir zeigen, welche günstigen Modelle sich in der Praxis bewähren.

Bluetooth-Kopfhörer sind nicht nur für diejenigen die erste Wahl, deren Smartphone keine Klinkenbuchse mehr besitzt. Wir haben elf aktuelle Modelle mit unterschiedlichen Bauformen in der Preiskategorie bis 30 Euro getestet. Das Testfeld umfasst folgende Kopfhörer:

Welches Design die Kopfhörer haben, ist für die Funktion weitgehend unerheblich. Wichtig ist, dass die In-Ears gut passen, bequem sind und auch bei Bewegung zuverlässig im Ohr bleiben. Das ist in unserem Testfeld bei fast allen Modellen der Fall. Lediglich der extrem billige Airpod-Klon TWS i7s (Testbericht) macht einen Ausreißer. Die Ohrstöpsel sind dem Ohr des Testers zu groß und zu unbequem. Und das lässt sich wegen fehlender Silikon-Ohrpolster auch nicht ändern. Wir empfehlen dafür unseren Ratgeber: In-Ear-Kopfhörer ohne Gummiaufsätze . Alle anderen Kopfhörer der Testreihe sind auch über mehrere Stunden hinweg bequem und unauffällig. Unsere anfänglichen Vorurteile gegenüber Modellen mit Ear-Flaps haben sich nicht bestätigt. Die kleinen Silikonbügel sind kaum zu spüren und sie verbessern den Halt zuverlässig.

Modelle mit Nackenbügel, wie der Neuma NA-NE-18X-DE (Ratgeber) , sind insbesondere beim Sport praktisch. Die beiden Ohrstöpsel bleiben auch bei Nicht-Benutzung jederzeit an Ort und Stelle, ohne zu verrutschen. Damit die Kopfhörer nicht unnötig herumbaumeln, sollten die In-Ears zudem magnetisch sein oder eine Halte-Klammer besitzen.

Dicke oder abgeflachte Kabel verhindern, dass sich die beiden Ohrstöpsel miteinander verheddern. Das klappt im Test erfreulich gut – allerdings sollten die Kabel nicht zu stark und unflexibel sein. Das verhältnismäßig starre Kabel der SMS Audio Sync Wireless Sport geht beispielsweise zulasten des Tragekomforts.

In Sachen Verarbeitung gibt es lediglich bei den Modellen von Yigatech (Testbericht) und TWS (Testbericht) Gründe zur Beanstandung. Abgesehen von billigen Materialien und ungleichmäßigen Spaltmaßen bezweifeln wir vor allem die Wasserfestigkeit des superbilligen Headsets Sport v4.2 (Testbericht) . Selbst wenn die Kopfhörer nicht in starken Regenschauern zum Einsatz kommen, Schweiß und einzelne Regentropfen sollte jedes Headset aushalten. Beim Sport v4.2 und beim Airpod-Klon ist das äußerst fraglich.

Neben einem vernünftigen Tragekomfort ist vor allem die Soundqualität wichtig. Diese ist nicht zuletzt davon anhängig, ob die In-Ears fest im Ohr sitzen. Wenn sie nicht weit genug in den Gehörhang hineinragen, gehen tiefe Töne verloren.

Bei den günstigen Geräten ist bei hoher Lautstärke ein Hintergrundrauschen zu verzeichnen. Dies ist allerdings nur in Musikpausen zu hören und fällt während der Nutzung nicht weiter auf.

Der Klang ist bei den meisten Kopfhörern erfreulich gut. Ausnahmen sind auch hier der extrem billige Kopfhörer von Yigatech und das True-Wireless-Headset i7s. Diese beiden Modelle geben zwar Sound von sich, der Klang ist aber alles andere als gut. Es fehlt deutlich an Bass und der Sound ist insgesamt schlecht abgemischt. Außerdem überzeichnen die Klänge bei hoher Lautstärke.

Die restlichen Kopfhörer schneiden insgesamt gut ab. Die Hoch-, Mittel- und Tieftöner sind harmonisch gemischt und überzeichnen auch bei maximaler Lautstärke nicht. Wer Wert auf druckvollen Bass legt, sollte sich die Modelle von Taotronics genauer ansehen. Hier habe die Headsets TT-BH26 (Testbericht) , TT-BH07 (Ratgeber) und die Nase vorn. Der Neuma NA-NE-18X-DE (Ratgeber) schlägt sich ebenfalls gut. Wer Wert auf einen eher zurückhaltenden Bass legt, sollte sich alternativ die Anker Soundbuds Flow (Testbericht) oder die Aukey Latitude Lite (Ratgeber) ansehen.

Mit dem kristallklaren Sound von teuren Marken-Kopfhörern ist der Klang unseres Testfeldes natürlich nicht vergleichbar. Für Normalverbraucher und sporadische Einsätze ist die Qualität aber absolut ausreichend. Audio-Fans mit sehr hohen Ansprüchen sollten sich trotzdem in einer deutlich höheren Preisklasse umsehen. Passende Modelle finden sich beispielsweise in unserem Test von 5 Sport-Kopfhörern .

Nicht alle Kopfhörer geben den Sound ohne Verzögerung wieder. Das ist in Ordnung, solange sie nur zum Anhören von Musik genutzt werden. Bei der Nutzung als Gaming-Headset oder beim Ansehen von Filmen stört die Verzögerung. Die Kopfhörer von Yigatech und der Airpod-Klon sind auch diesbezüglich absolut unbrauchbar. Die günstigen Modelle haben einen minimalen Versatz, für kurze Gaming-Einsätze ist das gerade noch ausreichend. Wer seine Kopfhörer regelmäßig zum Zocken und Fernsehen benutzen will, sollte aber unbedingt ein Modell mit AptX wählen. Headsets mit diesem Audiocodec, wie der TT-BH07 (Ratgeber) und Neuma NA-NE-18X-DE (Ratgeber) , garantieren einen verzögerungsfreien Sound.

Das Telefonieren klappt mit allen Headsets. Die Qualität der verbauten Mikrofone ist allerdings recht unterschiedlich. Am schlechtesten schneiden auch hier die Modelle von TWS und Yigatech ab. Das Modell von Renkforce klingt zwar ordentlich, allerdings ist es im Vergleich zu den restlichen Headsets sehr windanfällig.

Neben einem Ladekabel gehören meist noch verschieden große Ohrpolster und, wenn vorhanden, Ear-Flaps zum Lieferumfang. Eine Aufbewahrungsmöglichkeit ist hingegen nicht bei allen Modellen enthalten. Wer seine Kopfhörer in Jackentasche oder im Rucksack transportiert, sollte darauf achten.

Das Modell Plugz Wireless von Ifrogz verzichtet zwar auf eine Tasche, dafür hat es eine magnetische Klemmvorrichtung. Diese ermöglicht es, die Kopfhörer kompakt zusammenzupacken. Der Hersteller bietet außerdem einen lebenslangen, kostenlosen, Austauschservice für die Ohrpolster. Sind diese kaputt oder abgenutzt, tauscht sie Ifrogz kostenlos um.

Die Bedienung der Kopfhörer erfolgt, bis auf das True-Wireless-Modell, immer mithilfe einer Kabelfernbedienung. Die Steuerung ist bei allen Modellen identisch. Ein langer Druck auf den mittleren Taster schaltet die Kopfhörer an oder aus. Ein kurzes Antippen startet oder pausiert den Musiktitel oder das Telefonat. Die Tasten für lauter und leiser sind ebenfalls doppelt belegt. Neben der Lautstärke sind sie auch zum vor- und zurückspulen zuständig. Bei Headsets mit verschiedenen Equalizer-Einstellungen (Taaotronics TT-BH07 und Neuma NA-NE-18X-DE) werden diese mit einer Tastenkombination durchgeschaltet.

Das Pairing und der automatische Reconnect klappt mit allen getesteten Modellen zuverlässig. Wer die Kopfhörer abwechselnd an Computer und Smartphone bedient, muss sie in den meisten Fällen aber händisch auswählen.

HerstellerAdorerAnkerAukeyifrogzNeumaRenkforceSMS Audio SyncTaotronicsTaotronicsTWSYigatech
ModellB1Soundbuds FlowLatitude litePlugz WirelessNA-NE-18X-DERT-BTK-300Wireless SportTT-BH26TT-BH07i7sSport V4.2
BauartIn EarIn EarIn EarIn EarIn EarIn EarIn EarIn EarIn EarTrue WirelessIn Ear
Ohrpolster
Ear-Flaps
Ohr-Bügel
Nackenbügel
Magnetische Ohrstöpsel
Gewicht23 g16 g13 g12 g14 g26 g36 g15 g15 g7 g26 g
SchutzklasseIPX4IPX5IPX4IPX2IPX4IPX4IPX4IPX6IPX6k.A.IPX5 (unglaubhaft)
Akkulaufzeit6 h 30 min6 h 30 min8 h4 h 40 min12 h4 h 40 min8 h7 h 20 min20 h 2 h2 h 30 min
zusätzlicher LieferumfangMicro-USB-Kabel, 2 Paar OhrpolsterMicro-USB-Kabel, 2 Paar Ohrpolster, 2 Paar Ear-Flaps, 2 Klammern, BeutelMicro-USB-Kabel, 2 Paar Ohrpolster, 2 Paar Ear-Flaps, Klammer, BeutelMicro-USB-Kabel, 2 Paar OhrpolsterMicro-USB-Kabel, 2 Paar Ohrpolster, 2 Paar Ear-Flaps, Klammer, BeutelMicro-USB-Kabel, 2 Paar Ohrpolster, 2 Paar Ear-Flaps, Klammer, BeutelMicro-USB-Kabel, 2 Paar Ohrpolster, 2 Paar Ear-Flaps, Klammer, BeutelMicro-USB-Kabel, 2 Paar Ohrpolster, 2 Paar Ear-Flaps, Klammer, BeutelMicro-USB-Kabel, 2 Paar Ohrpolster, 2 Paar Ear-Flaps, Klammer, BeutelMicro-USB-Kabel, LadeschaleMicro-USB-Kabel, 2 Paar Ohrpolster, Ear-Flaps, Softcase
Klang gesamt*******************************************
Bass*****************************************
Mikrofonqualität*****************************************
Abschirmung*******************************
Tragekomfort******************************************
Verzögerungsfreiminimale Verzögerungminimale Verzögerungminimale Verzögerungminimale Verzögerungminimale Verzögerung
parallele Verbindung zu zwei Geräten
AnmerkungenBedientaster schwierig zu ertasten, flache BauformIdentisch zu den Soundbuds Sport & Soundbuds Slim-lebenslange Garantie auf Ohrpolster3 Equalizer-Modiwindanfälliges Mikrofonsehr dicke Kabel-3 Equalizer-Modiauch einzeln nutzbar, unbequemschlechte Verarbeitung, Schutzklasse nicht korrekt
Gesamtbewertunggutsehr gutgutgutsehr gutgutbefriedigendsehr gutsehr gutmangelhaftausreichend

Das 1-Cent-Modell Yigatech Sport 4.2 ist derzeit nur auf Amazon zu finden. Die Adorer B1 und TWS i7 sind aktuell bei keinem Händler gelistet.

Günstige Kopfhörer müssen nicht schlecht sein. Die Gesamtbewertung der getesteten Modelle ist, bis auf die zwei Ausreißer von TWS und Yigatech, durchwegs gut. Den druckvollsten Bass und die längste Akkulaufzeit haben die Headsets von Taotronics. Zum Zocken und Filme ansehen, empfehlen wir grundsätzlich Kopfhörer mit AptX-Codec. Am bequemsten finden wir die Modelle von Anker, Aukey, Renkforce, Taotronics und Neuma.

Insgesamt gefallen uns die Modelle TT-BH07 (Ratgeber) und Neuma NA-NE-18X-DE (Ratgeber) am besten. Wer auf den AptX-Codec verzichten kann, sollte sich alternativ die Soundbuds Flow von Anker (Testbericht) und TT-BH26 von Taotronics (Testbericht) ansehen. Die Unterschiede zu den anderen Headsets sind allerdings nur minimal.

Wer einen möglichst harmonischen Klang sucht, muss bei allen Kopfhörern minimale Abstriche machen. Tragekomfort und Design sind in erster Linie Geschmackssache und vom Ohr des Nutzers abhängig. Uns gefallen beispielsweise die Modelle mit Ear-Flaps und ohne Nackenbügel am besten – sie sind besonders kompakt und halten auch bei starken Kopfbewegungen zuverlässig.

Brauchbare und komplett kabellose Kopfhörer sind üblicherweise teurer als 30 Euro. Vernünftige True-Wireless-Modelle (Ratgeber) kosten mindestens 40 bis 60 Euro.

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