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Schon für unter 1500 Euro gibt es brauchbare E-Mountainbikes. TechStage zeigt, worauf man beim Kauf eines preiswerten Offroad-E-Bikes achten sollte.

E-Bikes sind so beliebt wie nie zuvor. Ihr Absatz hat sich laut einer Studie von Statista von 2018 auf 2020 mit fast zwei Millionen in Deutschland verkauften Modellen verdoppelt. E-Mountainbikes verzeichnen dabei den höchsten Zuwachs, sie gingen 2020 laut dem Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) für durchschnittlich fast 3000 Euro über die Ladentheke. Dabei eignen sich E-Mountainbikes nicht nur für Offroad-Fahrten, sondern sind dank erhöhter Stabilität auch im Alltag gute Begleiter. Doch es geht auch deutlich günstiger als 3000 Euro. Wir zeigen, wie viel E-Mountainbike der Käufer bereits für um die 1000 Euro bekommt und worauf er bei dem günstigen Preis achten sollte.

Wer bei seinem E-Bike Wert darauf legt, dass es möglichst kompakt ist, etwa um es in der Wohnung, dem Keller oder dem Auto unterzubringen, dem empfehlen wir einen Blick in unseren Beitrag Neun E-Klappräder von 500 bis 3000 Euro im Vergleichstest. Dort finden sich auch faltbare E-Fatbikes wie das Fiido M1 Pro (Testbericht), welches sich für gelegentliche Abstecher auf Trails anbietet.

Wer mit seinem E-Bike auf deutschen Straßen unterwegs ist, sollte darauf achten, dass es den Anforderungen eines Pedelcs entspricht. Diese ist nicht immer eindeutig zu erkennen. Selbst viele E-Mountainbikes, die auf deutschen Marktplätzen wie Amazon verkauft werden, erfüllen diese Vorgaben häufig nicht. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte auf Modelle von Markenherstellern wie Fischer, Telefunken, Haibike und Cube setzen. Bei hierzulande eher unbekannten chinesischen Marken wie Fiido (Themenwelt), Samebike, Eskute und Co. weiß man vorab nie genau, ob sie alle Voraussetzungen erfüllen, oder nicht.

Die meisten chinesischen E-Bikes haben einen Gasgriff. Sehr häufig kommen sie außerdem mit einer elektronischen Hupe, die genauso wie der Gasgriff in Deutschland nicht erlaubt ist. Üblicherweise ist die Hupe auf den Produktbildern als grüner Taster in der Nähe des linken Handgriffs zu erkennen.

Ein weiteres Indiz für eine fehlende Straßenzulassung ist es, wenn die vom Hersteller angegebene Nennleistung des Motors die in Deutschland erlaubten 250 Watt übertrifft oder die maximale Geschwindigkeit die erlaubten 25 Kilometer pro Stunde übersteigt. Doch selbst wenn das chinesische E-Bike das Limit von 25 Kilometer pro Stunde einhält, lässt es sich in den allermeisten Fällen sehr einfach auf 35 Kilometer pro Stunde freischalten. Im Internet kursieren dafür zahlreiche Anleitungen.

Hersteller sind dazu verpflichtet, ihre Pedelecs von TÜV oder DEKRA prüfen zu lassen. Daraufhin erhält das Serienmodell eine CE-Kennzeichnung. Einzelannahmen lohnen sich kaum, da die Prüfung schnell vierstellig kosten kann. Die meisten chinesischen Hersteller scheuen diesen Schritt, ihre E-Bikes bieten entsprechend keine oder eine falsche CE-Kennzeichnung. In den Fall liegt eine Ordungswidrigkeite auf Seiten des gewerblichen Herstellers und des gewerblichen Verkäufers vor. Das kann mit Bußgeldern gegenüber dem Hersteller und dem Händler geahndet werden, nicht aber gegenüber dem Käufer oder Verwender. Weitergesponnen ist es sogar so, dass eine fehlende CE-Kennzeichnung ein Mangel darstellt, womit der Käufer gar verschuldensunabhängige Mangelansprüche gegenüber dem gewerblichen Verkäufer hat.

Die E-Mountainbikes im folgenden Preisvergleich sind die günstigsten Modelle auf der Preisvergleichsseite Geizhals. Sehr viel billiger wird es nur bei Modellen von chinesischen Händlern.

Chinesische E-Mountainbikes werden auf Amazon angeboten, aber auch bei Banggood, Geekmaxi und Co. gibt es viele Modelle. Beim Kauf sollte man dringend darauf achten, dass sie aus einem europäischen Lager verschickt werden. So dauert der Versand zum einen nur Tage und nicht Wochen. Zum anderen entgeht man so den sonst wahrscheinlich fälligen Nachzahlungen an den Zoll.

Für diesen Ratgeber haben wir uns das Eskute Voyager und das Ado A26 genauer angeschaut. Das Eskute Voyager kostet im Eskute-Store auf Amazon (Kauflink) knapp 1000 Euro. Hier ist auf den ersten Blick nicht ersichtlich, dass es keine Straßenzulassung hat. Wer jedoch die Bilder auf Amazon durchklickt, sieht den grünen Taster für die Hupe. Wer sich davon nicht stören lässt, erhält ein verlockendes Gesamtpaket. Besonders gut gefällt uns der mit 480 Wattstunden sehr große Akku der schick in den Rahmen integriert ist. Die Geschwindigkeit ist auf 25 Kilometer pro Stunde gedrosselt, der Motor im Heckrad hat eine Leistung von 250 Watt und schiebt beim Fahren kräftig mit an. Übrigens liegen der Verpackung nicht nur Schutzbleche bei. Auch ein Gasgriff findet sich dort. Dieser wird mit keinem Wort in der Produktbeschreibung oder der Anleitung erwähnt und kann vom Käufer optional an das E-Bike montiert werden. In einem folgenden Einzeltest gehen wir genauer auf das Eskute Voyager ein.

Auf Amazon gibt es noch einige weitere E-Mountainbikes unter 1000 Euro, bei denen wir ebenfalls davon ausgehen, dass sie keine Straßenzulassung haben:

Das Ado A26 macht keinen Hehl daraus, dass es auf deutschen Straßen so nicht erlaubt ist. So wirbt der Hersteller mit einem starken 500-Watt-Motor und einer Motorunterstützung bis 35 Kilometer pro Stunde. Es kommt mit einem für die Preisklasse außergewöhnlich großen 450-Wattstunden-Akku, der gut sichtbar am Rahmen hängt. Zum Laden kann er entnommen werden. Das Ado A26 kostet auf Geekmaxi (Kauflink) 880 Euro und wird aus einem europäischen Lager verschickt. In den nächsten Wochen folgt ein Einzeltest.

Hier sind einige weitere sehr günstige E-Mountainbikes von chinesischen Händlern, die alle unter 1000 Euro kosten und jeweils gute Ausstattungsstufen bieten:

Wer online ein E-Bike bestellt, muss es vor der ersten Nutzung zunächst zusammenschrauben. Dies kann man auch von einem Fahrradhändler erledigen lassen. Allerdings fallen dann zusätzliche Kosten an. Auch kann es sein, dass sich der Händler weigert, schließlich will er lieber E-Bikes aus dem eigenen Portfolio verkaufen.

Im Grunde sollte jedoch jeder mit Fahrradgrundkenntnissen und ohne zwei linke Hände das Fahrrad selbst zusammenschrauben können. Meist gibt es dafür selbst bei den billigen chinesischen Rädern eine brauchbare beiliegende Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Häufig muss mit dem beiliegenden Werkzeug zunächst der Lenker montiert werden. Danach geht es an das Einsetzen des Vorderrads und an das Festschrauben des Frontlichts. In einigen Fällen liegt auch der Ständer nur lose bei. Aufpassen müssen Käufer bei den meist nicht vormontierten Pedalen. Denn häufig ist in der Anleitung nicht erwähnt, dass je ein Pedal für die linke Seite und eines für die rechte Seite vorgesehen ist. Eine entsprechende Markierung „L“ oder „R“ findet sich auf den Pedalen. Hier ist die Seite sehr wichtig, da die Gewinde entsprechen der Pedalrichtung unterschiedliche Drehrichtungen haben. Bei einer falschen Montage gehen die Gewinde kaputt und die Kurbel muss ersetzt werden.

Danach gilt es alle Schrauben nachzuziehen, die Reifen aufzupumpen und gegebenenfalls die mechanischen Scheibenbremsen zu justieren. Für all das gibt es auf Youtube gute Tutorials.

Nicht nur klassische E-Bikes und E-Mountainbikes müssen nach dem Auspacken zunächst montiert werden. Das gleiche gilt auch für E-Klappräder. Allerdings kommen die dank des Faltmechanismus nicht nur in kleineren Kartons, auch der Aufbau gelingt in den meisten Fällen deutlich einfacher. Im folgenden Preisvergleich zeigen wir besonders günstige E-Klappräder.

Wer ein günstiges E-Mountainbike kauft, muss beim Motor Abstriche machen. So befindet sich dieser meist am Heck. Diese Positionierung ist zwar einem Frontmotor vorzuziehen, allerdings kommt der Heckmotor bezüglich Fahrdynamik, Gewichtsverteilung und Drehmomentübertragung nicht an einen Mittelmotor, wie sie in den höheren Preissegmenten üblich sind, heran. Weiterer Nachteil von Heckmotoren: Meist benötigen sie etwa eine halbe Kurbelumdrehung, bevor sie anspringen und laufen auch beim Nichtpedalieren genauso lange nach. Ihr Vorteil: Sie sind günstig in der Herstellung und vergleichsweise kräftig. Auch unterstützen einige eine Energierückgewinnung über Rekuperation.

Der Akku bei E-Mountainbikes befindet sich meist am Rahmen. Eine Unterbringung am Gepäckträger wie bei vielen E-Trekking- und E-City-Bikes ist häufig nicht möglich, da Mountainbikes nun mal nur in den seltensten Fällen einen Gepäckträger mitbringen. Meist kann man die Akkus zum Laden entnehmen. So kann das Fahrrad etwa im Keller bleiben, während der Akku in der Wohnung lädt.

Die Reichweite des E-Bikes ist stark abhängig von der Kapazität des Akkus. Gerade im unteren Preissegment der E-Mountainbikes sollten Käufer darauf achten. So bieten deren Akkus häufig nur eine Kapazität von etwa 280 Wattstunden. Wer mit dem Offroad-E-Bike aber gerne 50 Kilometer und mehr kommen möchte, sollte Räder mit mindestens 400-Wattstunden-Akkus kaufen.

Für mehr Information rund um den Antrieb, die Steuerung und den Akku von E-Bikes empfehlen wir unseren Ratgeber E-Bike-Grundlagen: Antrieb, Akku, Schaltung & Co.

Wer ein E-Mountainbike will, wird bereits unter 1500 Euro fündig. Allerdings muss er dann gegenüber Modellen ab 3000 Euro Kompromisse eingehen. So befindet sich bei den günstigen Offroad-E-Bikes der Motor fast immer am Heckrad und nicht in der Mitte. Auch müssen Käufer ganz genau hinschauen, ob das Billig-E-Bike die Pedelec-Voraussetzungen erfüllt. Dies ist nicht immer auf den ersten Blick ersichtlich.

Wer sich bewusst für ein chinesisches E-Mountainbike entscheidet, bekommt für teilweise deutlich unter 1000 Euro attraktive Gesamtpakete.

Wer statt auf E-Mountainbikes lieber auf kleine klappbare E-Bikes für die Stadt schielt, dem empfehlen wir einen Blick in unseren Beitrag Neun E-Klappräder von 500 bis 3000 Euro im Vergleichstest. Ebenfalls gut geeignet für die Stadt sind E-Scooter. Die besten sammeln wir in unserer Top-10-Bestenliste: E-Scooter mit Straßenzulassung.

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