Drohnen, Roboter, Flieger, Autos: RC-Spielzeug mit App

RC-Spielzeug mit App

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Einige RC-Autos, programmierbare Drohnen und smarte Roboter werden per Smartphone statt per Handsender bedient. TechStage zeigt, welche Modelle es gibt und erklärt, wo die Unterschiede zur Fernsteuerung liegen.

Ferngesteuertes Spielzeug gibt es in allen Preisklassen und nur erdenklichen Formen. Neben Drohnen, Booten, Drift-Cars oder kuriosen RC-Spielzeugen finden sich Flugzeuge, Helikopter oder U-Boote. Weitere Ratgeber und Einzeltests finden sich in unserer Themenwelt RC-Spielzeug.

In der Regel empfehlen wir die Steuerung per Handsender, allerdings gibt es Ausnahmen, bei der die Steuerung per App sinnvoll ist. In diesem Artikel sehen wir uns an, welche Modelle per Smartphone oder Tablet gesteuert werden.

Bei der Steuerung kommen vier grundsätzlich unterschiedliche Techniken zum Einsatz. Die klassische Funkübertragung, die Steuerung per Infrarotsignal und die Nutzung einer WLAN- oder Bluetooth-Verbindung. Im niedrigen Preissegment dominiert zwar die klassische Funkübertragung, aber auch einige Modelle mit App-Steuerung sind erhältlich.

Und die Steuerung per Bluetooth ersetzt dabei primär die normale Fernsteuerung. Die Bedienung per WLAN-Signal hat aber einige nennenswerte Vor- und Nachteile. Der große Vorteil ist die Datenvielfalt, die bidirektional übermittelt werden kann. Neben der Steuerung gilt das beispielsweise für die Übertragung von Bild- und Tonsignalen. Ein zusätzlicher Videosender und Empfänger, wie etwa bei FPV-Drohnen genutzt, ist so nicht nötig. Das senkt die Kosten und erlaubt eine schlankere Ausstattung. Zusätzlich ist per WLAN auch die Übermittlung von komplexen Steuerbefehlen und die Programmierung des Modells möglich. Das zeigt etwa DJI mit seinem smarten, aber sehr teuren Robomaster S1 (Testbericht).

Zwar funktioniert die Bedienung innerhalb der WLAN-Reichweite zuverlässig, allerdings ist die Übertragung in der Regel minimal verzögert. Weitere Nachteile der Technologie sind die oftmals kurze Reichweite und die weniger intuitive Steuerung per Touchscreen. Wenn es nicht um Highspeed-Flüge oder Rekordversuche geht, ist die Latenz bei aktuellen Modellen aber zu vernachlässigen.

Wer sich das Angebot von ferngesteuerten Autos mit App-Steuerung ansieht, findet dort etwa einfache RC-Spielzeuge, die sich sowohl per Handsender als auch per App steuern lassen. Hier ist die App in der Regel lediglich als Alternative zum Handsender gedacht. Die Datenübertragung geschieht meist per Bluetooth. Mehr als die Steuerbefehle werden hier nicht übertragen. Die Bedienung per Smartphone bringt dennoch neue Möglichkeiten mit sich. So ist alternativ zur Steuerung per Richtungshebel etwa eine intuitive Bewegungssteuerung möglich. Das funktioniert etwa beim Playmobil-Rocket-Racer für knapp 50 Euro einwandfrei und gefällt uns besser als die Steuerung mit der mitgelieferten Mini-Fernsteuerung. Doch hier lohnt sich der Blick auf die Preise. Der aus der gleichen Playmobil-Serie stammende RC-Rock'n' Roll-Racer ist schon ab 33 Euro erhältlich.

Spannender finden wir aber etwa die Klemmbaustein-Sets mit Fernsteuerung, welche nicht nur per App gesteuert werden, sondern häufig bereits über eine Programmierfunktion verfügen. Per App können dann einzelne Befehle bequem in einer grafischen Oberfläche kombiniert und an das Fahrzeug übertragen werden. Da wären etwa die Markenmodelle der Lego-Technik-Serie, wie das App-gesteuerte Kettenfahrzeug für 110 Euro, das Top-Gear Ralleyauto für 130 Euro oder der Volvo-Muldenkipper für 199 Euro. Auch der Allrad X-Treme-Geländewagen wird per App gesteuert, mit einem Preis von satten 230 Euro liegt dieses Modell allerdings deutlich über dem klassischen Geburtstagsgeschenk-Budget und sogar über den Preisen von deutlich stärkeren RC-Autos mit Funkübertragung. Mehr dazu im Ratgeber Highspeed mit RC-Autos: Rasante Flitzer ab 50 km/h bis 200 Euro.

Wer schon klassische Non-RC-Modelle wie den Lego Ford-Pick-up F-150 besitzt, kann Motoren, Fernsteuerung und Programmierung per App auch nachrüsten. Die Tuning-Sets sind mit knapp 70 Euro allerdings nicht gerade günstig.

Wir empfehlen deshalb einen Blick auf die deutlich günstigeren No-Name-Klemmbaustein-Sets, welche ähnliche Funktionen bieten, aber nur einen Bruchteil kosten. Unsere Erfahrungen mit den billigen Klemmbausteinen sind insgesamt positiv. In der Regel sind die Teile kaum von den Originalen zu unterscheiden. Die Motoren mögen schwächer sein, Kraftpakete sind die ferngesteuerten Klemmstein-Sets aber alle nicht. Hauptnachteil ist die nur in Englisch verfügbare Software. Da das Programmieren in der Regel zusammen mit Erwachsenen geschieht, ist das aber zu verschmerzen.

Der gelbe RC-Geländewagen von Stem für 25 Euro etwa kann sowohl mit der kleinen 2,4-GHz-Fernsteuerung als auch per App gesteuert werden. Neben der normalen Steuerung sind auch Bewegungssteuerung oder das Programmieren von Stecken möglich. Das schicke RC-Auto im Jeep-Design besteht aus über 320 Teilen. Trotz einer Altersempfehlung ab sechs Jahren, würden wir dieses Modell eher für Kinder zwischen 8 und 10 Jahren empfehlen. Das pinke Stem-Auto besteht sogar aus fast 400 Teilen und ist mit 20 Euro aktuell etwas günstiger. Für 47 Euro gibt es den grauen RC-Klemmbaustein-Flitzer von Rgear. Deutlich teurer ist mit 70 Euro der größere Sportflitzer von Rgear. Dieser besteht aus über 450 Teilen und misst 31 x 15 x 8 cm. Der vergleichbare weiße Sportwagen von Rgear ist ab 69 Euro erhältlich, der Geländejeep ab 87 Euro. Per App kann hier etwa der Fahrweg per Fingerzeig programmiert werden. Wem diese Modelle noch nicht ausreichen, der bekommt von Rgear auch Fahrzeuge mit über 1800 Teilen für 127 Euro. Das App-gesteuerte XL-Modell (1:8), ein Sportwagen aus über 4400 Teilen, kostet satte 280 Euro.

Wer keine Lust auf normale Autos hat, bekommt die programmierbaren RC-Klemmbaustein-Sets auch in Form von futuristischen Robotern. Während der programmierbare LEGO-Roboter Boost über 210 Euro kostet, gibt es No-Name-Roboter schon deutlich günstiger. Die Smart-Robot-Serie von Skrskr ist etwa ab 33 Euro erhältlich. Etwas größere Klemmbaustein-Roboter belasten das Budget mit etwa 40 bis 50 Euro. Neben völlig unbekannten Marken finden sich hier auch der chinesische Hersteller Xiaomi. Der Xiaomi Mi Robot Builder Rover mit Kettenantrieb ist bei Amazon für 93 Euro zu finden. Den selbst balancierenden Mi Robot Builder gibt es ab 71 Euro.

Wer keine Lust auf Klemmbausteine hat, kann sich alternativ eines der zusammenschraubbaren Sets für Roboter ansehen. Hier ist die Steuerung zwar per Smartphone möglich, die eigentliche Programmierung der technischen Komponenten (Arduino oder Raspberry) passiert aber am PC. Diese Kits sind etwas für alle, die Lust am Programmieren haben. Als RC-Spielzeug sind solche Sets weniger geeignet. Je nach Ausstattung kosten kleine Bausätze wie das Robot Car etwa 55 Euro. Komplexere Varianten wie der Hexapod-Robot kosten über 100 Euro.

Wer nur spielen und nicht basteln will, sollte sich aktuell den smarten R2-D2-Roboter von Hasbro ansehen. Der interaktive Droid ist derzeit für rund 65 Euro erhältlich. In der Regel liegt der Preis bei über 100 Euro.

Mindestens ebenso spannend sind die per App steuerbaren Kugeln von Sphero. Diese sind nicht nur ungewöhnlich, sondern machen erfahrungsgemäß viel Spaß. Während die kleine Sphero-Mini mit 50 Euro noch bezahlbar ist, schlägt die komplex programmierbare Variante Sphero Steam mit über 185 Euro zu Buche.

Natürlich gibt es auch RC-Autos mit App-Steuerung, wie die in Deutschland entwickelten Drift-Cars von Sternkind (Testbericht). Diese RC-Autos können aber nicht nur um die Ecken driften, die umfangreiche App ermöglicht Veränderungen am Fahrverhalten oder das Kräftemessen mit anderen Fahrern. Die Steuerung ist allerdings gewöhnungsbedürftig, außerdem sind die Drift-Cars aus deutscher Entwicklung teuer.

Auch im Bereich der RC-Luftfahrzeuge finden sich zahlreiche Produkteinträge mit dem Zusatz App. Häufig handelt es sich allerdings lediglich über eine Bildübertragung per App. Dies ist etwa bei Spielzeug-Drohnen oder großen Video-Drohnen wie der DJI Mavic-Serie der Fall.

Allerdings gibt es auch hier einige nennenswerte Ausnahmen. Da ist etwa die Mini-Drohne DJI Tello (Testbericht). Die ist zwar optional per Controller steuerbar, letztlich ist sie aber für die Bedienung per Smartphone vorgesehen. Neben Steuerung und Bildübertragung ist per Software auch das Programmieren von Bewegungsabläufen möglich. Die DJI (Ryze) Tello gibt es in verschiedenen Designs ab etwa 85 Euro. Die deutlich teurere Video-Drohne Xiaomi Fimi X8 Mini (Testbericht) für 420 Euro kann ebenfalls per App gesteuert werden. Deren Reichweite mit der Fernsteuerung ist zwar deutlich höher, das Packmaß ohne zusätzlichen Controller ist dafür geringer.

Unser Budget-Tipp ist allerdings keine Drohne, sondern ein kleines Flugzeug. Das Smartplane Pro von TobyRich ist bei Amazon schon für 15 Euro erhältlich. Auch auf anderen Plattformen liegt der Preis bei nur 18 bis 22 Euro. Hintergrund ist, dass der Hersteller mittlerweile insolvent ist und so wohl keine Ersatzteile oder Extra-Akkus etc. verfügbar sind. Auch im Garantiefall kann dies zu Problemen führen – bei Amazon ist ein Austausch in der Regel aber problemlos möglich. Das etwa 33 x 30 Zentimeter große Flugzeug wiegt nur etwa 40 Gramm und wird ausschließlich per App gesteuert. Das Fliegen funktioniert mit etwas Übung gut und macht auch Erwachsenen viel Spaß. Abstürze auf der Wiese hat unser Smartplane Pro bisher schadlos überstanden. Allerdings sollte erfahrungsgemäß ausreichend Platz zur Verfügung stehen, da das insgesamt recht stabile Flugzeug sonst rasch in einem Baum oder Busch hängen bleibt.

Das Steuern von RC-Spielzeug per App hat zwar nicht nur Vorteile, allerdings eröffnet es neue Möglichkeiten. Neben der Bildübertragung von Mini-Drohnen, wie der DJI Tello (Testbericht), ist auch deren Programmierung per App möglich.

Wer Lust auf Basteln, Spielen und Programmieren hat, sollte unbedingt einen Blick auf die ab 20 Euro erhältlichen fernsteuerbaren Klemmbaustein-Sets werfen. Die DIY-Modelle trumpfen zwar nicht mit hohen Geschwindigkeiten auf, bieten aber Spaß und fördern spielerisch das Verständnis für die Technik. Wer will, kann auch auf RC-Modelle von Playmobil oder Star-Wars-Roboter per App steuern, eine Programmierung ist hier aber nicht möglich. Außer der Bewegungssteuerung bietet das System aber keine Vorteile gegenüber einem Handsender.

Ungewöhnlich, aber als preiswert und gut empfinden wir das Smartplane Pro von TobyRich, welches ausschließlich per Smartphone gesteuert wird. Zwar gibt es hier keine Ersatzteile, der Flugspaß und ein Preis von aktuell nur 15 Euro scheinen uns das Risiko wert.

Neben Drohnen, Booten, Drift-Cars oder kuriosen RC-Spielzeugen haben wir in der Vergangenheit auch Flugzeuge, Helikopter oder U-Boote getestet. Weitere Ratgeber und Einzeltests finden sich in unserer Themenwelt RC-Spielzeug.

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