Displays: Günstige Monitore unter 180 Euro für Arbeit, Surfen, Gaming

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Büro, Multimedia und Casual-Gaming: Der ideale Bildschirm ist meist ein Allrounder, der sich aus dem riesigen Angebot an Bildschirmen gar nicht so einfach herausfiltern lässt. TechStage liefert die richtigen Kauftipps, um sich die Suche so leicht wie möglich zu machen.

Wer einen Monitor sucht, sieht sich einer unübersichtlich großen Auswahl gegenüber. Das ist auf der einen Seite ein Vorteil, da trotz stockender Lieferketten die Wahrscheinlichkeit hoch bleibt, ans passende Display zu kommen. Zudem erschwert die schiere Masse an unterschiedlichen Modellen, sich schnell einen Überblick zu verschaffen.

Das gilt umso mehr, wenn sich der Einsatzzweck für den gesuchten Bildschirm nicht eindeutig eingrenzen lässt. Ein Gaming-Monitor findet sich leichter als ein Alltagsschirm, der auf mehreren Gebieten eine gute Figur machen soll. Auch wenn ein Allround-Display stets einen gewissen Kompromiss darstellt, ist es in den meisten Fällen genau das richtige Anzeigegerät, denn es überzeugt sowohl bei Office- als auch Multimedia-Aufgaben und kann sogar im gelegentlichen Gaming eine gute Figur machen.

Grundsätzlich hängt die Zufriedenheit mit dem Monitor direkt mit dem eingebauten Paneltyp zusammen. Denn er hat entscheidenden Einfluss auf die Bildqualität. Die meisten PC-Monitore sind LC-Displays (Liquid Crystal), deren Panels aus Flüssigkristallen bestehen, die mithilfe von elektrischer Spannung die Polarisationsrichtung des Hintergrundlichts steuern. Im Wesentlichen haben sich drei Paneltypen durchgesetzt: TN (Twisted Nematic), IPS (Inplane-Switching) und VA (Vertical Alignment).

TN: Weil sie vergleichsweise einfach im Aufbau und daher günstig in der Herstellung sind, kamen gerade bei Einstiegsmonitoren bisher oft TN-Panels zum Einsatz. Die Bezeichnung kommt daher, dass die Flüssigkristalle ohne Spannung um 90 Grad verdreht angeordnet sind. TN-Panels haben den Vorteil, dass sie den Wechsel von Grau zu Grau sehr schnell schaffen. Die Reaktionszeit liegt im Idealfall bei nur einer Millisekunde. Daher bleibt der Paneltyp weiterhin im Gaming-Bereich verbreitet, auch wenn er überall da abnimmt, wo es eher auf farbstabile Darstellung und gute Blickwinkel ankommt - die Schwächen von TN-Panels.

IPS: Hier sind die Flüssigkristalle parallel angeordnet, sobald das elektrische Feld angelegt ist. In diesem Zustand lassen sie kein Licht durch, was bei den anderen Paneltechniken umgekehrt ist. Die Pixel reagieren auf die Höhe der angelegten Spannung und lassen mehr oder weniger Licht durch. Da sie sich sehr genau schalten lassen, ist die Lichtmenge entsprechend exakt dosierbar. Das setzt eine starke Hintergrundbeleuchtung voraus, erzeugt gleichzeitig eine hohe Farbtreue. Da das Licht nahezu ungehindert passieren kann, sind die Blickwinkel mit 178 Grad optimal weit. Zu den Nachteilen zählen die höheren Panelpreise und die im Vergleich zu TN langsameren Reaktionszeiten. Weiterentwicklungen wie etwa Super-IPS (s-IPS) nutzen winkelförmige und leicht ineinander verschobene Pixel, um die Panelvorteile weiter zu optimieren. AH-IPS (Advanced-High-Performance-IPS) oder auch E-IPS (Enhanced-IPS) weisen verbesserte Schaltzeiten auf. PLS (Plane-to-Line Switching) ist eine Samsung-Entwicklung und erreicht eine höhere Transparenz, die den Stromverbrauch des Panels senkt, ohne die Helligkeit zu reduzieren.

VA: Bei Panels mit Vertical-Alignment-Technik sind die Flüssigkristalle vertikal angeordnet und lassen das Hintergrundlicht durch. Wird Spannung angelegt, kippt der stäbchenförmige Pixel und richtet sich waagrecht aus. Je stärker die Spannung, desto mehr Licht wird blockiert. Das Pixel schaltet von hell auf dunkel. Da das relativ lange dauert, haben VA-Panels eine vergleichsweise lange Reaktionszeit und sind für Spieler deshalb eher ungeeignet. Im Vergleich zur TN-Technik liegen die Vorteile in der höheren Blickwinkelstabilität, dem höheren Kontrast und den natürlicheren Farben. Hier ähneln sie den Eigenschaften von IPS-Panelen.

Vielfach muss es kein Highend-Monitor sein, um etwa mit einem Zweitbildschirm den Notebook-Arbeitsplatz zu Hause aufzupeppen. Für eine möglichst scharfe, farbneutrale Anzeige von Texten und Bildern sowie fürs Videostreaming und Surfen eignen sich IPS-Modelle mit Full-HD-Auflösung (1920 x 1080 Pixel). Sie lassen sich in der Regel in nativer Auflösung vom Notebook ansteuern, auch wenn der Mobilrechner ausschließlich mit Onboard-Grafik arbeitet.

Selbst Sparfüchse sollten nicht unter eine Größe von 24 Zoll gehen. Denn Sinn und Zweck eines Zweitschirms ist, möglichst viel Fläche zu gewinnen. Bei einem Display mit 16:9-Seitenverhältnis reicht die Anzeige, um zwei Fenster in DIN-A4-Größe nebeneinander zu platzieren. Wenn der Schwerpunkt beim Arbeiten und einem Filmchen zwischendurch liegt, reicht eine Bildwiederholrate von 60 Hertz aus.

Endet die Budget-Grenze bei etwa 100 Euro, ist das Angebot aufgrund der derzeit herrschenden hohen Nachfrage mager. Teils finden sich Aktionsgeräte wie etwa der Samsung S24F354FHU für rund 100 Euro in den bekannten Elektronikmärkten und deren Online-Ablegern. Allerdings mangelt es den Geräten an wichtigen Punkten, die sich an diesem Samsung-Modell gut zeigen lassen: Mit HDMI bietet es nur einen digitalen Anschluss und setzt vielmehr sonst auf den inzwischen veralteten analogen Port VGA (D-Sub). Auch fehlen dem Monitor ergonomische Einstellmöglichkeiten. Er lässt sich weder neigen noch kippen oder in der Höhe einstellen. Ein adäquates Anpassen an den Aufstellort ist so schlicht nicht möglich.

Die ergonomischen Fähigkeiten eines Monitors werden gern eingespart, wenn Hersteller einen niedrigen Gerätepreis erreichen wollen. In der Praxis entpuppt sich ihr Fehlen dann als tägliches Ärgernis. Gerade als Zweit-Display kommt es aufs möglichst exakte Einrichten von Höhe, Neigewinkel und Drehung an, da nur so ein entspanntes Arbeiten über mehrere Stunden hinweg möglich ist. Eine gute Alternative stellen daher Büromonitore dar, denn sie sind in der Regel ergonomisch auf Zack. Empfehlenswerte Exemplare in 24 Zoll starten bei etwa 130 Euro - wie der AOC 24B1H. Wieder liegt der Kompromiss in den vorhandenen Schnittstellen, die sich bei diesem Modell auf HDMI und VGA beschränken.

Deutlich teurer wird es, soll sich der Büromonitor außerdem noch ins Hochformat drehen lassen (Pivot-Funktion). Bei gleicher Bilddiagonale sind derzeit mindestens 230 Euro fällig. Ein Beispiel stellt der Dell P2422H dar, der dafür aber noch einen USB-Hub mitbringt, über den sich Peripheriegeräte wie externe Festplatten direkt ans Display anschließen lassen.

Büromonitore mit einem Seitenverhältnis von 16:10 bilden eine Sonderform. Sie bieten in der Höhe mehr Arbeitsfläche. Ein 24-Zoll-Monitor steigert hier die Auflösung auf 1920 x 1200 Bildpunkte (WUXGA). Neben 24 Zoll finden sich zudem auch Geräte mit 25 Zoll Diagonale, wie etwa der Benq BL2581T, dessen Preis bei rund 250 Euro beginnt und alle wichtigen Schnittstellen wie HDMI und Displayport sowie DVI, VGA und einen USB-Hub mitbringt. Vielfach bieten Büromonitore integrierte Lautsprecher – ein weiterer Punkt, der für sie spricht, auch wenn sich die Audio-Qualität meist in Grenzen hält. Für den Videocall oder das eine oder andere Youtube-Video reicht die Leistung jedoch aus.

Monitor-Hersteller verwenden oft den Begriff „Multimedia“, um ein Display einzuordnen. Der Ausdruck stellt jedoch keine Monitor-Kategorie dar, sondern soll vielmehr verdeutlichen, dass der Schirm Allround-Talente auf hohem Niveau erfüllt. Faktoren wie hohe Auflösung, Hochkontrast (HDR), schneller Bildwechsel und überbreite Formate rechtfertigen eine Investition, die je nach Displaygröße bei mindestens 300 Euro aufwärts liegt.

Deshalb finden sich Multimedia-Displays mehrheitlich ab einer Größe von 27 Zoll und einer Auflösung von 2560 x 1440 Pixeln (WQHD). In der Regel beherrschen diese Schirme mindestens eine Synchronisationstechnik wie Adaptive Sync oder Nvidias G-Sync beziehungsweise AMDs Freesync. Hier stimmt sich die Grafikkarte mit dem Display ab, um immer die passende Bildwiederholrate auszuliefern. Damit wird Screen Tearing verhindert - ein unerwünschter Effekt, der auch als Einzelbild-Zerreißen bekannt ist und bei schnellen Bildwechseln auftritt. Welche Sync-Technik relevant ist, hängt von der Grafikkarte des Rechners ab: Freesync setzt eine AMD-Karte voraus, für G-Sync ist eine Grafikeinheit von Nvidia nötig.

Da sich das Multimedia-Display inzwischen auch für schnelles Gameplay eignen soll, finden sich hier vermehrt auch Modelle mit hohen Bildwiederholraten wie etwa das MSI Optix MAG27QRFDE QD für etwa 430 Euro, das auf bis zu 165 Hertz schalten kann. Typisch ist auch eine hohe Abdeckung von bestimmten Farbräumen wie etwa des fürs Kino wichtigen DCI-P3 mit Werten deutlich über 90 Prozent.

Bei Multimedia-Monitoren spielt der Hochkontrast (HDR) eine wichtige Rolle. Um den Käufer vom Display zu überzeugen, verwenden die Hersteller eine Fülle von Siegeln: HDR10, HRD10+, Dolby Vision oder HLG (Hybrid Log Gamma) prangen zwar auf den Kartons der Displays, besagen jedoch nur, dass das Gerät mit den jeweiligen HDR-Daten umgehen kann.

Als HDR-Leistungsorientierung dient dagegen das Logo DisplayHDR der Vesa (Video Electronics Standard Association), das HDR-Monitore in unterschiedliche Klassen einteilt, die durch die jeweilige Leuchtdichte gekennzeichnet sind. Die Klassen reichen von DisplayHDR 400 bis DisplayHDR 1400. Das Wunschdisplay sollte zumindest mit DisplayHDR 600 gekennzeichnet sein, um richtigen HDR-Genuss zu gewährleisten. Denn DisplayHDR-400-Monitore müssen nur 8 Bit statt 10 Bit Farbtiefe erfüllen und sind mit 400 Candela pro Quadratmeter meist nicht hell genug.

Immerhin lässt sich am Logo schnell ablesen, welche Leistungsklasse vorliegt. Eine Liste getesteter Monitore findet sich auf der Vesa-Webseite. Die zertifizierten Modelle sind nach den Leistungsklassen und alphabetisch nach Herstellern geordnet.

Im Gegensatz zum TV-Bereich macht ein gekrümmtes Panel (Curved Display) bei einem Monitor Sinn. Das Gebogene verleiht der Anzeige mehr Tiefe und damit eine gewisse Räumlichkeit, die gerade bei Fotos, Videos und Spielen den Sehgenuss erhöht. Gekrümmte Allround-Monitore lohnen sich ab einer Diagonale von 27 Zoll. Im Einstieg mit Full-HD-Auflösung kosten sie etwa 160 Euro – wie der Samsung C27F396F. Allerdings gilt hier dasselbe wie bei flachen Varianten, denn ergonomische Einstellmöglichkeiten fehlen in diesem Preisbereich meist komplett.

Die Krümmung ermöglicht überbreite Monitore mit Seitenverhältnissen ab 21:9. Der Vorteil: Trotz der großen Gesamtfläche lässt sie sich aus den Augenwinkeln erfassen. Unnötige Kopfbewegungen, die zulasten von Nacken und Augen gehen, lassen sich so vermeiden. Außerdem empfehlen sich diese Monitore als Alternative zum Multi-Monitor-Setup, da die störenden Gehäuserahmen zweier Geräte entfallen. Curved Monitore gehen schnell ins Geld: Für einen 34-Zöller mit 3440 x 1440 Pixeln und IPS-Panel rufen die Händler derzeit fast 500 Euro auf. Lässt sich der Schirm ergonomisch gut einstellen, sind schnell 800 Euro fällig – wie etwa beim LG Ultra Gear 34GN850-B.

Dass es noch weit breiter geht, zeigen die Hersteller mit 49-Zöllern und 32:9 Seitenverhältnis, die zwei 27-Zoll-Monitoren entsprechen. Bei einer Auflösung von 3840 x 1080 Pixeln ersetzen sie zwei Full-HD-Displays, bei 5120 x 1440 Bildpunkten zwei QHD-Schirme. Die Preispunkte liegen deshalb auch im hohen Bereich ab gut 750 Euro, wie sich am LC-Power LC-M49-DFHD-144-C zeigen lässt, für den im Moment fast 800 Euro fällig sind.

Auch beim Allround-Monitor hilft es, sich einen Schwerpunkt zu setzen. Weniger Style, aber mehr Ergonomie bieten Büromonitore. Soll das Display Docking-Funktionen mitbringen, ist ein Fokus auf Monitore mit USB-Hub empfehlenswert. Mehr dazu im Artikel Darum sollte jeder Monitor USB-C haben. Dagegen sind unter den Multimedia- oder Einsteiger-Gaming-Displays am ehesten Exemplare zu finden, die auch für das gelegentliche Spiel schnell genug schalten. Größentechnisch ist eine Diagonale von mindestens 24 Zoll empfehlenswert. Displays mit weniger als Full-HD-Auflösung sind auch als Zweitmonitor zum Notebook nicht mehr zeitgemäß.

Grundsätzlich hilft, sich klarzumachen, wie viel Platz auf dem Schreibtisch vorhanden ist. Denn je größer und breiter das Wunschdisplay, desto mehr Abstand zur Anzeige ist nötig, um die gesamte Bildfläche ohne Kopfbewegung erfassen zu können. Zu sehr sparen sollte kein Anwender, denn immerhin ist der Monitor das Display, auf das viele Stunden täglich am Stück geschaut wird und das gleichzeitig mehrere Jahre in möglichst gleichbleibend hoher Qualität im Einsatz sein soll.

Mehr zum Thema veröffentlichen wir in der Themenwelt Monitor. Dort schreiben wir etwa über Günstige UHD-Monitore und ihre Haken, den Ratgeber Gaming-Monitore: Displays zum Zocken oder Zweit-Monitore mit USB-C-Anschluss. Dazu kommen Einzeltests, etwa zum Samsung Odyssey G5.

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