Displays fürs Smart Home: So gut sind Echo Show und Nest Hub als Schaltzentrale

Smarte Displays fürs Smart Home

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Ob Echo Show, Google Nest Hub oder die smarten Displays von Lenovo: Sie alle versprechen eine Steuerung des Smart Home. Doch wie gut funktioniert das in der Praxis?

Intelligente Lautsprecher, die auf Zuruf Geräte steuern können, gibt es schon länger: „Computer, schalte das Licht im Flur an und stelle die Helligkeit auf 30 Prozent“. Mit Routinen kann man mehrere Anweisungen zusammenfassen, die dann beispielsweise mit „Computer, ich bin Zuhause“ automatisch das Licht im Flur anschalten, die Helligkeit auf 50 Prozent einstellen und Musik eines bestimmten Künstlers abspielen. Die Steuerung lässt sich noch mit Gerätegruppen, Szenen und Geo-Fencing verfeinern. Doch darum soll es in diesem Beitrag nicht gehen. Vielmehr haben wir untersucht, welche Vorteile smarte Displays, also Lautsprecher mit Bildschirm, als Steuerzentrale von Smart-Home-Komponenten (Themenschwerpunkt) zusätzlich bieten.

Neben der Visualisierung von einfachen Schaltern und Gerätegruppen ist insbesondere die Anzeige des Livestreams von Überwachungskameras (Themenschwerpunkt), etwa einer smarten Türklingelkamera (Testbericht), sicher ein Anwendungsfall, den viele Nutzer mit einem smarten Display verknüpfen. Tatsächlich bieten die Geräte von Googles Tochter Nest (Testbericht) und Lenovo (Testbericht), sowie die Show-Varianten (Ratgeber) der Amazon Echo-Serie diese Funktion. Als Überwachungskameras haben wir Modelle von Arlo (Testbericht), Aqara (Testbericht), Eufy (Testbericht), Nest (Testbericht) und Reolink (Testbericht) verwendet.

Die Echo-Show-Linie umfasst derzeit Modelle mit 5, 8, 10 und 15 Zoll großen Touch-Displays. Von Google gibt es den Nest Hub mit einem 7-Zoll-Touch-Bildschirm. Zum Testzeitpunkt war auf dem Gerät Softwareversion 46 und Chromecast-Firmwareversion 1.56 installiert.

Und die smarten Displays von Lenovo, die ebenfalls mit dem Google-Betriebssystem laufen, bieten Bildschirme mit den Größen 7, 8 und 10 Zoll. Allerdings verwendet Lenovo auf seinen Geräten eine ältere Google-Software, die sich mit Versionsnummer 40 meldet. Die Chromecast-Firmwareversion trägt hingegen wie auf dem Nest Hub die Versionsnummer 1.56.

In der Bedienung von Smart-Home-Geräten unterscheiden sich die Echo-Show-Varianten mit 5, 8 und 10 Zoll großen Bildschirmen kaum voneinander. Auch das 15-Zoll-Modell bietet die gleichen Grundfunktionen wie die kleineren Varianten, bietet aber auf der Startseite die Möglichkeit Widgets darzustellen. Auf den Amazon-Geräten ist zum Testzeitpunkt Fire OS 7.5.5.1 installiert.

Auch auf den Smart Displays mit Google-Betriebssystem gibt es außer ein paar voneinander abweichenden Darstellungen von Menülisten keine nennenswerten Unterschiede.

Grundsätzlich können die Testgeräte Livestreams von Überwachungskameras, die entweder über Google Home oder Amazon Alexa auf dem Smartphone eingebunden werden, anzeigen. Allerdings unterscheidet sich die Darstellung zwischen den Plattformen erheblich. Bis auf die 5-Zoll-Variante, die den Livestream nur in der Vollbildansicht zeigt, können die anderen Amazon-Geräte die Kamerabilder auch in einem frei positionierbaren verkleinerten Fenster darstellen. Das hat den Vorteil, dass man die Geräte trotz Livestream noch für andere Zwecke, etwa dem Abspielen von Musik, verwenden kann. Die smarten Displays mit Google-Software beherrschen hingegen nur die Vollbildansicht.

Bei der Initialisierung des Livestreams der Kameramodelle kommt es je nach Hersteller zu unterschiedlich langen Verzögerungszeiten. Die Google Nest Cam benötigt auf einem Echo Show etwa 12 Sekunden bis das Livebild dargestellt wird. Mit der Aqara-Cam G3 erscheint der Livestream frühestens nach 7 Sekunden. Ähnlich lange benötigt die Arlo, bis das Bild auf dem Echo Show zu sehen ist. Die Eufy-Modelle zeigen ein Bild, wenn überhaupt, erst deutlich später an. Das Bild einer Amazon-Kamera in einem der Show-Modelle zeigt sich auf einem anderen Echo Show nach circa 7 Sekunden. Das sind wohlgemerkt nur die schnellstmöglichen Intitialsierungswerte. Es kann auch mal länger dauern, bis ein Livestream zu sehen ist. Oder die Verbindung kommt gar nicht zustande.

Im Test haben die Google Nest Cam und vor allem die Aqara-Cam noch den besten Eindruck hinterlassen. Der Standort der Kamera, ob remote oder im gleichen WLAN, hat übrigens keine Auswirkung auf die Initialisierungszeit des Livestreams. Das zeigt sich beispielsweise daran, dass das Live-Bild der Eufy-Kameras in der App des Herstellers bereits nach 2 bis 3 Sekunden angezeigt wird, egal, ob der Zugriff aus demselben WLAN oder remote erfolgt. Neben der langen Vorlaufzeit der Kameras kommt noch hinzu, dass der Inhalt der Streams der Zeit um einige Sekunden hinterherhinkt.

Auch bei den smarten Displays mit Google-Betriebssystem muss man sich auf Wartezeiten einstellen. Im Grunde verhalten sich beide Plattformen in Sachen Initialisierungszeit der Streams gleich. Bricht die Übertragung ab, gibt es hingegen Unterschiede: Während die Amazon-Geräte dann die herkömmliche Oberfläche einblenden, zeigen die Geräte mit Google-Betriebssystem eine Fehlermeldung.

Neben der Darstellung von Livestreams bieten die smarten Displays außerdem noch die Steuerung anderer Smart-Home-Komponenten, sofern diese wie die Kameras mit den jeweiligen Apps, also Google Home oder Amazon Alexa eingebunden wurden. Anders als bei den Überwachungskameras verläuft im Test die Steuerung verzögerungsfrei. Lampen leuchten etwa sofort, nachdem man die entsprechende Schaltfläche gedrückt hat.

Allerdings tauchen einige Geräte nicht in der Oberfläche unter Smart Home auf. Der Philips-Luftreiniger kann mit den Echo-Show-Geräten beispielsweise nur per Sprache gesteuert werden. Obendrein stehen nicht sämtliche Optionen zur Einstellung zur Verfügung. Eine Lampe konnten die Echo-Show-Geräte über die Smart-Home-Zentrale des Geräts zwar eingeschaltet und die Helligkeit justiert werden – die Farbe des Leuchtmittels konnte hingegen nur über die Sprache geändert werden. Die smarten Displays von Google haben in dieser Hinsicht die Nase vorn: Dort steht auch die Farbeinstellung grafisch zur Verfügung.

Der Echo Show 15 nutzt zwar die größere Bildschirmfläche zur Darstellung von mehr Informationen mithilfe sogenannter Widgets. Leider ist das Smart-Home-Widget sehr klein geraten und lässt sich in der Größe leider nicht verändern. Außerdem zeigt er nur im Porträt-Modus mehr Smart-Home-Kacheln an als die Show-Varianten mit kleineren Displays.

Das günstigste smarte Display kommt von Amazon: Den Echo Show 5 gibt es bereits ab etwa 50 Euro. Für den Echo Show 8 sind knapp 100 Euro fällig und der Echo Show 10 kostet knapp 240 Euro. Für das 15-Zoll-Flaggschiff müssen Anwender 249 Euro bezahlen. Der Nest Hub von Google ist für knapp 60 Euro erhältlich. Und die Google-kompatiblen Smart Displays von Lenovo mit 7-, 8- und 10-Zoll-Bildschirm kosten 95, 120 und 180 Euro.

Wer schon smartes Display von Amazon oder mit Google Assistant verwendet, kann dieses auch zur Steuerung von Smart-Home-Geräten nutzen. Wie umfangreich diese ausfällt, ist jedoch abhängig vom jeweiligen Hersteller. Oft stehen nur ganz wenige Optionen wie Ein- und Ausschalten zur Verfügung.

Wer ein smartes Display zur Darstellung von Livestreams seiner Überwachungskameras nutzen möchte, wird in der Regel von den Smart Displays enttäuscht werden. Dabei sind sie alleine dafür gar nicht verantwortlich: Im Test funktioniert die Darstellung eines Livestreams mit der Aqara- und der Nest-Cam halbwegs zufriedenstellend – und zwar mit allen getesteten Smart Displays. Mit Kameras von Arlo, Eufy und Reolink bricht die Übertragung des Livestreams hingegen häufig ab oder kommt erst gar nicht zustande.

Ein smartes Display zur Steuerung von intelligenten Komponenten zu nutzen, ist an sich eine ausgezeichnete Idee, aber bei den aktuell erhältlichen Geräten schlecht umgesetzt. Für Smart-Home-Enthusiasten entsteht durch die Nutzung eines smarten Displays von Amazon oder Google derzeit kein Mehrwert. Da ist selbst ein altes Tablet besser.

Mehr Informationen zu einer intelligenten Haussteuerung bietet unser Themenschwerpunkt Smart Home. Für Einsteiger ins Thema empfehlen wir unseren Ratgeber Smart Home: Auch mit wenig Geld zum Erfolg. Auch interessant: Elesion als günstige Smart-Home-Alternative von Pearl. Wer smart heizen will, sollte sich den Ratgeber Smarte Thermostate für Fußbodenheizungen durchlesen und die Bestenliste Top 10: Die besten smarten Heizkörperthermostate 2022 ansehen. Und wie man den Stand-by-Verbrauch von Geräten reduzieren kann, erklärt der Beitrag WLAN-Steckdosen in der Praxis: Modelle, Einsatzzweck, Preise. Und im Beitrag Bessere Luft: Smarte Raumluft-Sensoren für CO2, Radon, Ozon, Feinstaub & Co erklären wir, wie man auf Basis smarter Sensoren das Raumklima verbessern kann.

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