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Diese Smartphones haben noch eine Klinkenbuchse
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Tschüß, Klinke, hallo USB-C? Von wegen! Auch 2020 muss man nicht auf die praktische Kopfhörerbuchse verzichten. Wir zeigen die Smartphones mit Klinkenanschluss in allen Preisklassen.

Ein Aufschrei hallte durch die Tech-Welt, als Apple Ende 2016 beim iPhone 7 den 3,5-mm-Audio-Anschluss strich. Weg mit dem analogen Ballast aus den 60er-Jahren, her mit einer durchgehend digitalen Lösung.

Viele vermuteten, dass Apple hier eine weitere Möglichkeit sah, die Kasse klingeln zu lassen. Schließlich brauchen iPhone-Käufer einen Adapter, um weiterhin ihre lieb gewonnen, analogen Kopfhörer zu nutzen. Noch lukrativer ist es für Apple, wenn die Fans gleich zu den Bluetooth-Kopfhörern Airpods (Testbericht) , Airpods 2. Gen (Testbericht) , Airpods Pro oder den Earpods mit Lightning Anschluss greifen.

Wie so häufig folgte die Android-Liga dem Beispiel Apples. Doch der befürchtete Untergang der 3,5-mm-Kopfhörerbuchse ist auch heute noch nicht Realität. Im Update des Artikels werfen wir einen Blick auf Modelle, die 2020 auf den Markt gekommen sind. Die gute Nachricht: Für jeden Geldbeutel gibt es gute oder sehr gute Modelle.

Alle, die neben der Klinke noch ordentliche Bluetooth-Kopfhörer möchten, müssen ebenfalls nicht mehr tief in die Tasche greifen. Bereits für unter 20 Euro bekommt man vernünftige Kopfhörer, wie unser Artikel „Bluetooth-Kopfhörer für unter 30 Euro im Vergleichstest “ zeigt.

Bei besonders günstigen Smartphones ist nach wie vor Android Go als Betriebssystem gefragt, da es mit besonders einfacher Hardware zulasten der ein- oder anderen Funktion klarkommt. Damit laufen auch Smartphones mit günstigem Quad-Core-Chipsatz und 1 GByte RAM halbwegs flüssig. Beispiel für ein besonders günstiges Smartphone ist das Ulefone Note 8P mit 5,5-Zoll-Display. Die Auflösung ist mit 960 × 442 Pixel ziemlich niedrig, was aber der Gesamt-Performance zugutekommt.

Als Betriebssystem kommt Android 10 Go zum Einsatz. Ein Quad-Core von Mediatek sorgt zusammen mit 2 GByte RAM für Vortrieb, 16 erweiterbare GByte interner Speicher nehmen nur die wichtigsten Daten auf. Komplettiert wird das Gerät mit einer Hauptkamera mit 8 Megapixel und zwei unterstützenden Sensoren mit je 2 Megapixel. Der nur 2700 mAh starke Akku sollte für die gebotene Technik locker reichen. Neben Standards wie WLAN n und GPS verfügt das Gerät natürlich auch über eine Klinkenbuchse.

Kaum teurer ist das ZTE Blade A3 (2020) . Es bietet ein 5,45 Zoll großes Display mit höherer Auflösung von 1440 × 720 Pixel. Als Antrieb dient hier ein Quad-Core von Spredtrum im Verbund mit nur 1 GByte RAM. Beim internen Speicher erhalten Käufer mehr, 32 GByte baut der Hersteller ein. Die Kamera beschränkt sich auf ein Objektiv mit 5 Megapixel, der Akku leistet 2600 mAh. Auch hier kommt Android Go zum Einsatz, allerdings nur in Version 9.

Darf es etwas mehr sein? Für überschaubare Mehrausgaben lockt Xiaomi mit dem Redmi 9A . Das Modell bietet ein 6,53 Zoll großes Display mit 1600 × 720 Pixel und vollem Android 10. Dank Tropfen-Notch und vergleichsweise schmalen Rändern rings um den Screen wirkt das Xiaomi-Modell recht modern. Als Antrieb dient ein Octa-Core von Mediatek, der von 2 GByte RAM unterstützt wird. 32 GByte interner Speicher bewahren die wichtigsten Daten auf, der Rest geht auf eine optionale Speicherkarte. Die Kamera bietet 13 Megapixel, weitere Sensoren gibt es für die Hauptkamera nicht. Der Akku leistet im Xiaomi-Modell mit 5020 mAh deutlich mehr als bei den zuvor genannten Geräten und lässt sich zusätzlich schneller laden (10W).

Über 100 Euro gibt es die ersten aktuellen Smartphones mit Full-HD-Auflösung. Ein Vertreter dieser Art ist das Xiaomi Redmi 9 (Testbericht) . Das 6,53 Zoll große IPS-LCD bietet 2340 × 1080 Pixel und ist damit schön scharf. Auch bei der Kamera hat sich einiges im Vergleich zum Redmi 9A getan. Zusätzlich zum 13-Megapixel Hauptsensor unterstützen ein Weitwinkel mit 8 Megapixel und Makro- und Tiefenschärfesensor mit 5 und 2 Megapixel. Der Mediatek-Octoa-Core wird von 3 GByte RAM flankiert, die 32 GByte interner Speicher sind erweiterbar. Zusätzlich zu den Verbindungsstandards gibt es beim Redmi 9 NFC, den Xiaomi-typischen IR-Blaster zur Steuerung von Fernseher und Co., einen Fingerabdrucksensor und natürlich einen 3,5-Millimeter-Anschluss. Hinzukommt erstmals in unserer Auflistung ein USB-C-Anschluss. Ein Akku mit 5020 mAh verspricht lange Laufzeiten, außerdem lädt er mit 18 Watt schnell. Die Unterschiede der Redmi-9-Modelle haben wir übrigens in unserem Artikel Das beste Redmi: Xiaomi redmi 9A vs Redmi 9C vs Redmi 9 zusammengefasst.

Für knapp unter 200 Euro wird die Technik weiter immer besser. Das Huawei P Smart (2020) (Testbericht) kommt mit 6,21 Zoll großem Display mit erweiterter Full-HD-Auflösung zum Kunden. Das Gerät bietet einen modernen Octa-Core-Chipsatz von Huawei, der auch gut in die Mittelklasse passen würde. Ihm stehen 4 GByte RAM zur Seite, noch beeindruckender ist hingegen der interne Speicher, der stolze 128 GByte groß ist und auch noch erweitert werden darf. Die Kamera fällt mit 13 Megapixel und Tiefensensor eher moderat aus, auch der Akku ist mit seinen 3400 mAh eher durchschnittlich. Immerhin gibt es bei diesem Modell noch Google-Dienste – der Grund, warum die Technik nicht viel besser als im Vorgängermodell ist.

Highlight unter 250 Euro ist das Xiaomi Poco X3 NFC (Testbericht) . Das Smartphone kommt in seiner günstigsten Konfiguration mit 6,67 Zoll großem IPS-LCD, erweiterter Full-HD-Auflösung und 120 Hz-Bildwiedergabe. Für die Hauptkamera setzt der Hersteller auf eine Kombination aus 64 Megapixel, 13-Megapixel Weitwinkel, außerdem Makro- und Tiefensensor. Als Antrieb dient ein schneller Mittelklasse-Octa-Core von Qualcomm, der von 6 GByte RAM flankiert wird. Je nach Version gibt es ab 64 GByte internen Speicher, der sich erweitern lässt. Neben den typischen Standards (WLAN n, NFC, IR) überzeugte uns im Test auch der Akku mit stolzen 5160 mAh und 33W-Schnellladen. Android 10 ist bereits ab Werk installiert. Auch die Version mit 128 GByte internem Speicher ist für unter 250 Euro zu haben.

Das Poco X3 legt die Messlatte sehr hoch, sodass auch teurere Smartphones technisch nicht viel mehr zu bieten haben. Der größte Zugewinn ist daher bei Modellen ab 250 Euro das häufig eingebaute OLED-Display. Beim Samsung Galaxy M31 etwa misst das 6,4 Zoll und bietet erweiterte Full-HD-Auflösung. Bei den Kameras setzt Samsung auf 64 Megapixel für die Hauptkamera, die von einem Weitwinkel mit 8 Megapixel und Makro- sowie Tiefensensor unterstützt werden. Samsung verwendet als Antrieb einen hauseigenen Octa-Core und 6 GByte RAM, intern gibt es 64 GByte erweiterbaren Speicher.

Technisch kommt ansonsten in erster Linie WLAN ac hinzu, NFC, USB-C, Bluetooth 5 und vieles mehr ist natürlich genauso vorhanden, wie der für diesen Artikel ausschlaggebende 3,5-Millimeter-Anschluss. Ein Highlight ist der mit 6000 mAh sehr starke Akku, der lange Laufzeiten verspricht. Geladen wird mit 15 Watt, das dürfte etwas länger als bei anderen Modellen dauern. Android 10 ist vorinstalliert.

Auch Sony setzt nach wie vor auf 3,5-Millimeter-Anschluss. Das Sony Xperia 10 II (Testbericht) punktet mit einem langgezogenen 6-Zoll-OLED-Display im 21:10-Format und erweiterter Full-HD-Auflösung. Die Kamera mit drei Linsen wirkt mit 12-, 8- und nochmal 8 Megapixel unterdimensioniert, bringt aber endlich auch ein wichtiges Teleobjektiv mit. Der Qualcomm-Octa-Core sorgt für ordentlich Power, auch wenn er nur von 4 GByte RAM unterstützt wird. Dafür gibt es intern 128 GByte. Bei der restlichen Technik gibt es keine weiteren Highlights, der Akku ist zudem mit nur 3600 mAh auch nicht übermäßig stark. Dafür ist das Smartphone IP68-zertifiziert.

Knapp unter 400 taucht ein weiteres Poco-Smartphone auf, dass es der Konkurrenz sehr schwer macht: das Xiaomi Poco F2 Pro (Testbericht) . Das Modell kommt mit 6,67 Zoll großem OLED-Screen zum Kunden, die Kameras nehmen Fotos mit 64-, 13-, 5- und 2 Megapixel auf. Highlight ist der aktuelle Spitzenchipsatz Snapdragon 865, durch den erstmals in unserer Auflistung auch Spitzentechnik wie Wifi 6 verfügbar ist. Der Fingerabdrucksensor ist im Display versteckt, 6 GByte RAM und 128 GByte interner Speicher in der kleinen Version runden das Gesamtbild ab. Der Akku bietet 4700 mAh und lässt sich mit 30 Watt schnellladen.

Wer denkt, dass mit der oberen Mittelklasse die Verbreitung des längst totgeredeten Klinkensteckers abebbt, der irrt.

Allerdings wird hier die Luft dünner. Hersteller wie LG mit dem Velvet (Testbericht) , Google mit dem neuen Pixel 4A (Testbericht) , Samsung mit den Galaxy-S10+-Modellen (Testbericht) , Nokia mit dem 8.3 5G und Sony mit dem neuen Xperia 5 II bauen auch weit jenseits der 500 Euro noch 3,5-Millimeter-Anschlüsse in ihre Smartphones ein.

Sogar im Jahr 2020, mittlerweile vier Jahre nachdem sich Apple vom Klinkenstecker verabschiedet hat, gibt es zum Glück immer noch Hersteller, die die Klinkenbuchse nicht wegstreichen. Das gilt für alle Preiskategorien und für Produkte in jeder Kategorie. Man ist also weder auf die günstigen Geräte beschränkt, noch muss man wirklich tief in die Tasche greifen.

Interessant ist auch, dass das Angebot an Smartphones mit Klinkenstecker noch immer nicht merklich geschrumpft ist. Fragt sich, ob Apple oder die anderen Hersteller die richtige Entscheidung getroffen haben.

Nicht das richtige dabei? Vielleicht hilft unsere Top 10 bis 300 Euro oder unsere Top 10 bis 500 Euro weiter.

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