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Gadget der Woche: Powerbank mit IP54 & LED-Beleuchtung

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Powerbanks sind praktische externe Akkus, die neben Handys inzwischen auch Smartwatches, Laptops oder andere Geräte mit Strom versorgen können. Wir zeigen, worauf man beim Kauf achten sollte.

Akkus in Handys halten, egal wie groß, nie lang genug. Die Lösung: Powerbanks. Die mobilen Ladestationen, meist selbst nicht mehr als eine fette Batterie, haben es sogar zu einer musikalischen Liebeserklärung der Band Deichkind geschafft, die im Song Powerbank “dieses Ding mehr als ihr Girlfriend” lieben.

Die Popularität hat zu einem Wildwuchs an Geräten geführt – welche Powerbank ist denn nun die richtige? Mit oder ohne PD, USB-C oder doch USB-A, mit Quickcharger, Qi-Funktion oder Solar – und wie viel Kapazität sollte es sein? Unser Ratgeber in der Themenwelt Powerbanks klärt diese Frage, stellt Geräte vor und hilft bei der Auswahl eines passenden externen Akkus.

Die wichtigste Kenngröße der Powerbank ist wahrscheinlich: “Wie groß ist sie”. Das bezieht sich auf zwei Punkte, die Kapazität sowie die eigentliche Größe der mobilen Batterie. Beides hängt, einfach gesagt, zusammen. Je mehr Kapazität, desto mehr Zellen, desto größer wird die Powerbank. Natürlich gibt es auch kompaktere Varianten, irgendwann kommt man aber an physikalische Grenzen.

Die Kapazität ist meist in mAh angegeben, einfach, weil 10 000 mAh deutlich eindrucksvoller aussieht als 10 Ah. Bei Handy-Akkus ist es meist ebenso, insofern ist das kein großes Problem. Ab 3000 mAh ist man meist gut aufgehoben, wer eine besonders kleine Powerbank sucht, der kommt auch mit weniger klar. Allerdings sollte man nicht unter 1000 mAh gehen.

Neben der Kapazität ist die Ausgangsspannung an den einzelnen Anschlüssen wichtig. Dabei sollte man etwas aufpassen, gerade bei günstigen Produkten schaffen die Ports die Spannung nicht jeweils, sondern nur gemeinsam. Je geringer die Spannung, desto länger dauert das Laden. Sind die Geräte besonders stromhungrig, kann es vorkommen, dass sie gar nicht laden. Das betrifft meist Notebooks oder Tablets.

Unser Tipp: Für Smartphones sollte man Geräte mit 5W pro Port nehmen. Wer Notebooks laden möchte, der sollte checken, wie viel Spannung der Computer benötigt.

Bei den Anschlüssen sollte der externe Akku idealerweise das zu ladende Gerät ohne Adapter bedienen können. In der Praxis bedeutet das: USB-A muss an Bord sein, USB-C ist wahrscheinlich ebenfalls gesetzt. Micro-USB-Anschlüsse spielen inzwischen eine untergeordnete Rolle. Ist der Anschluss vorhanden, dann dient er meist nur zum Laden der Powerbank. USB-C ist hier aber die bessere Lösung.

Unsere Empfehlung: USB-A ist flexibel, gerade wenn man neben einem Android-Handy mit USB-C auch ein iPhone mit Lightning-Anschluss verwenden will. USB-C sollte aber ebenfalls mit an Bord sein, gerade wenn man Laptops oder ähnliches Laden (oder gar betreiben) möchte.

Höherwertige Powerbanks unterstützt neben den normalen Ladevorgängen oft Techniken wie Qualcomm Quickcharge und USB Power Delivery (USB-PD). Beide Techniken müssen von Powerbank und Verbraucher unterstützt werden. Wenn nicht, dann fällt die Powerbank auf den normalen Lademodus per USB zurück.

Quickcharge ist eine Technik von Qualcomm, sie soll die Akkus der Smartphones und Tablets mit passendem Chipsatz schnell wieder aufladen. In kurzer Zeit soll dabei möglichst viel Energie in den Smartphone-Akku. Sprich, wer sein Handy zehn bis 15 Minuten anschließt, der soll danach für ein paar Stunden Saft haben. Aktuell ist die Version Quickcharge 4.0, sie stammt von 2017. Version 5 ist angekündigt, die meisten Powerbanks verwenden aber ohnehin nur Version 3.0 von 2015. In unserem Test lud eine entsprechende Powerbank mit QC 3.0 den Akku eines Smartphones in 35 Minuten von 0 auf 80 Prozent. Quickcharge 2.0 benötigte damals 70 Minuten. Die einzelnen Versionen sind nach abwärtskompatibel.

USB Power Delivery (USB-PD) ist besonders spannend. Das Protokoll kann die Spannung zwischen 5 Volt und bis zu 20 Volt regeln, bei bis zu 5A kommt man so auf eine Ladeleistung von strammen 100 Watt. Damit kann man nicht nur Smartphones laden, sondern auch Notebooks. USB-PD ist außerdem stark genug, um Endgeräte zu betreiben und oft Teil von USB-C-Dockingstationen (Ratgeber). Vorsicht muss dann aber bei der Auswahl des Ladekabels herrschen. Dieses muss einen speziellen Chip besitzen, der Powerbank und Verbraucher miteinander kommunizieren lässt. Unser Tipp: Einfach ein Thunderbolt-3-Kabel oder besser nutzen, dort gehört USB-PD fest zur Spezifikation. Mehr dazu im Ratgeber USB-C-Kabel: Nicht jedes kann alles.

Empfehlung: Wer ein Smartphone mit Quickcharge hat, der sollte in jedem Fall auf die passende Funktion in der Powerbank achten. Das Feature hilft meist auch beim Laden der Powerbank, sodass der externe Akku zügig wieder voll ist. USB-PD ist dann hilfreich, wenn man neben Smartphones auch Laptops laden möchte – dank USB-C ist das ja inzwischen problemlos möglich.

Neben dem Laden per Kabel gibt es Powerbanks mit integrierter Qi-Ladefunktion. Qi hat sich als Quasi-Standard für kabelloses Aufladen etabliert und funktioniert im Alltag sehr gut, zumindest wenn man ein Qi-Ladegerät am Stromnetz betreibt (Vergleichstest).

Bei Powerbanks ist der allerdings eingeschränkt. Qi ist alles andere als effizient. Die meisten Powerbanks liefern zudem nicht mehr als 5W, Funktionen wie Quickcharge gibt es kabellos nicht Hersteller-übergreifend. Dafür ist das Feature mittlerweile selbst in günstigen mobilen Akkus enthalten, wie unser Artikel Qi-Powerbanks ab 10 Euro im Vergleich zeigt.

Wir finden: Für Smartphones ist Qi in der Powerbank ein nettes Feature, wenn das Handy den Standard unterstützt. Wo möglich, sollte man aber per Kabel laden, das ist einfach effizienter und schneller. Anders sieht es bei Smartwatches wie der Apple-Watch (Testbericht) aus. Die wird sowieso per Qi geladen, mit einer entsprechenden Powerbank kann man die Uhr also auch unterwegs mit Strom versorgen.

Die Idee ist auf den ersten Blick genial: Einfach eine Solarzelle auf die Powerbank und man hat immer Strom. In der Praxis ist man dann aber enttäuscht. Die Solarzellen sind zu klein und nicht wirklich effizient.

Für unseren Artikel Solarstrom für Gadgets: Panels, Powerbanks und Rucksäcke testeten wir zwei Geräte aus. Nach knapp 50 Stunden in der Sonne (also fast einer Woche, abhängig vom Wetter) waren die Geräte zu 100 und zu 75 Prozent voll, wirklich praktikabel ist das aber nicht. Mit Solarzellen kann man das Grundrauschen abfangen und die Powerbanks zumindest etwas laden, aber wirklich voll bekommt man sie nur schwer.

Besser ist es da, ein externes Panel mitzunehmen. Die sind zwar auch nicht wirklich effizient, durch die größere Fläche und die bessere Aufstellmöglichkeit liefern sie aber mehr Strom als die kleinen Zellen auf der Powerbank.

Winter, Kälte, leere Batterie – kein Problem, wenn man die passende Powerbank hat. Tatsächlich gibt es inzwischen immer mehr Modelle, die nicht nur das Handy laden, sondern auch als Starthilfe dienen. Was wie ein schlechter Witz klingt, funktioniert in der Praxis tatsächlich gut. Im Test mit der Revolt Auto Starthilfe ZX-3000-675 zeigt sich auch, warum. Im Paket liegt nicht nur ein USB-Kabel, sondern auch spezielle Klammern für die Autobatterie. Der einzige Haken: Es muss genügend Saft in der Powerbank sein (was sie über eine LED-Anzeige signalisiert). Entsprechend sollte man das Gerät nicht geladen im Kofferraum liegen lassen, sondern idealerweise wirklich als Powerbank nutzen und regelmäßig laden.

Unser Tipp: Ganz ehrlich, warum nicht? Die Powerbanks mit Starthilfefunktion sind zwar groß, aber sie haben genügend Kapazität, um Smartphones mehrmals komplett zu laden. Die Kosten sind erträglich und wenn man sie einmal den Anruf beim ADAC sparen, haben sie sich bereits gelohnt. Wer noch mehr Power möchte, dem empfehlen wir einen Blick in den Beitrag Powerstations: mobile 230-V-Steckdose für Camping, Hobby und Garten ab 160 Euro. Die haben mit klassischen Powerbanks nur noch wenig zu tun und sind eher Pendants zu Benzin-Generatoren. Ist aber Steckdose vorhanden, können sie hilfreich sein.

Die meisten gezeigten Powerbanks sind ziemlich groß. Das macht sie unpraktisch für Hosen- oder Handtaschen. Kleine Geräte müssen nicht schlecht sein, man macht aber häufig Abstriche bei der Kapazität. Im Artikel Vier kompakte Powerbanks im Vergleichstest stellen wir vier Geräte gegenüber.

Wir raten: Eine kleine Powerbank, die man dabei hat, ist im Zweifel hilfreicher als ein großer externer Akku, der daheim liegt. Beim Kauf sollte man darauf achten, dass die Powerbank zwischen 3000 mAh und 5000 mAh liefert und idealerweise gleich mit USB-C kommt. Dann bekommt man bereits für weit unter 20 Euro solider Geräte.

Jeder sollte eine Powerbank im Rucksack oder der Tasche dabei haben. Die Akkus bei Smartphones werden zwar größer, der Stromhunger aber auch. Die nächste Akkurevolution ist gefühlt zwar “immer nur ein paar Jahre” entfernt, bis dahin helfen Powerbanks die Lücke bis zur nächsten Steckdose zu überbrücken.

Wichtige Features sind die Kapazität und die Leistung pro Port. Es hilft zudem, wenn der Ausgang der Powerbank das gleiche Format hat wie der Eingang am Smartphone - ein Adapter von USB-A auf USB-C bringt unnötige Verluste oder stoppt im Zweifel Features wie Quickcharge oder USB-PD.

Kabelloses Laden per Qi ist nett, sofern man ein Gerät hat, das dieses Feature unterstützt. Allerdings leiden Effektivität und Ladegeschwindigkeit. Solar klingt praktisch, ist in der Realität allerdings eine Enttäuschung. Größere, externe Panels funktionieren hier besser (und können neben der Powerbank noch andere Dinge laden).

Mehr Artikel zu den externen Akkus zeigen wir in der Themenwelt Powerbank. Wer mit seiner Batterie zufrieden ist, aber ein passendes Smartphone sucht, dem empfehlen wir ein Blick in unsere Top-10 der besten Smartphones bis 500 Euro oder der Bestenliste: Handys bis 300 Euro.

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