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Die beste Werkbank für die eigene Werkstatt
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Werkbank, Hobelbank oder Spanntisch sind der zentrale Punkt in jeder Werkstatt. Doch wo liegen die Unterschiede? TechStage erklärt die verschiedenen Varianten und zeigt, worauf man achten muss.

Wer wünscht sich nicht eine 40 m² große Werkstatt und in der Mitte eine 2 x 2 m große Werkbank, um die er herumlaufen kann? Leider ist das für die meisten nur ein Wunschdenken und die Werkbank wird eher der Räumlichkeit als den Arbeitsgewohnheiten angepasst. Dabei ist es gerade bei der Werkbank wichtig, so wenig Kompromisse wie möglich einzugehen. Und wer genau weiß, was er braucht und beim Kauf der Werkbank darauf achten, der kann auch in der kleinsten Werkbank die passende Werkbank unterbringen.

Der Ratgeber gehört zu unserer Themenwelt rund um die heimische Werkstatt . Hier sind beispielsweise folgende Artikel erschienen:

Auf einer Hobelbank wird in der Regel Holz bearbeitet, um einerseits die Hobelbank nicht zu beschädigen und andererseits keine Metallspäne zu hinterlassen, die wiederum das nächste Werkstück beschädigen können. Entsprechend sind sie genau dafür ausgelegt. Sie bestehen hauptsächlich aus Holz und sind sehr massiv gebaut. Die Arbeitsplatte sollte möglichst aus Hartholz sein. Zusätzlich verfügen sie über eine vordere und hintere Spannzange, mit der Holzteile schnell eingespannt und bearbeitet werden können.

Wer sich eine Hobelbank kaufen möchte, sollte auf eine massive Ausführung und gerade Arbeitsfläche achten. Vor allem sollte er aber ausreichend Geld in die Hand nehmen. Gutes Holz ist nicht gerade günstig und eine Hobelbank ist nur so gut wie das Holz, aus dem sie gebaut wurde. Wer allerdings gut mit seiner Hobelbank umgeht und das Holz regelmäßig pflegt, der wird viele Jahre seine Freude damit haben.

Typische Werkbänke aus dem Baumarkt oder Fachhandel sind aus Metall und besitzen eine Arbeitsplatte aus Holz. Das schafft einen Platzvorteil, denn Metall ist auch als dünnes Blech stabil und der Stauraum unter der Werkbank kann effektiver genutzt werden. Es gibt unterschiedliche Schubladen und Metall verzieht sich bei hoher Luftfeuchtigkeit nicht.

Eine Kombination aus einem Metall-Unterbau und einer Arbeitsplatte aus Holz stellt also eine wirklich sinnvolle Lösung als Werkbank dar.

Hier sollte man beim Kauf unbedingt auf die Stabilität achten. Dazu einfach mal bei einem aufgebauten Modell die Arbeitsplatte hin und her drücken, während die Füße auf dem Boden stehen. Fängt die Werkbank dabei an zu schwingen, handelt es sich um sehr dünnes Blech und auf Dauer wird man wenig Freude mit der Werkbank haben.

Mobile Werktische sind praktisch, aber sie sind kein Ersatz für eine massive Werkbank. Vielmehr bieten sie eine Erweiterung oder sind eine Notlösung, wenn der Platz für eine große Werkbank fehlt.

Zusammengeklappt sind mobile Werkbänke oder Arbeitstische kaum größer als die Tischplatte selbst. Sie verschwinden in einer Ecke oder hinterm Schrank und werden nur bei Bedarf hervorgeholt. Das macht sie enorm praktisch. Wer Holz zu schleifen hat und das lieber an der frischen Luft macht, statt seine Werkstatt einzustauben, nimmt die Werkbank einfach mit raus. Oder muss im Keller gewerkelt werden, in dem sonst die Fahrräder stehen, ist die Werkbank schnell aufgebaut beziehungsweise wieder verstaut.

Auch als zusätzlicher Maschinentisch sind sie äußerst praktisch, viele dieser Tische bringen bereits entsprechende Befestigungsmöglichkeiten mit. Wer jedoch Holz zu hobeln hat oder Rinneisen biegen muss, der wird eine solche Werkbank schnell überfordern.

Eine besondere Form der mobilen Werkbänke sind Spanntische oder Klappwerkbänke. Sie besitzen eine geteilte Arbeitsfläche, die mithilfe von Kurbeln und Gewindestangen eine Spannfunktion übernimmt. Völlig geschlossen bietet sie nur eine relativ kleine Arbeitsfläche.

Wirklich stabil sind allerdings die wenigsten Spanntische und aufgrund ihres geringen Gewichtes und der kleinen Stellfläche, neigen sie leicht zum Kippen. Dafür können sie platzsparend untergebracht werden, sind schnell einsatzbereit und können Werkstücke bei der Bearbeitung festhalten.

Spanntische sind wie mobile Werkbänke eher als Erweiterung zu sehen. Sie ersetzen keine richtige Werkbank.

Steht kein massiver Schrank als Untergestell für die Werkbank zur Verfügung, kann man sich auch mit dicken Kanthölzern (6 x 8 cm oder 8 x 8 cm) aus dem Baumarkt behelfen. Vier Balkenstücke werden entsprechend der gewünschten Größe auf Gehrung gesägt und mittels Sickenwinkel als Rechteck verbunden. Das wäre bereits die Basis, auf der später die Arbeitsplatte aufliegt.

Vier gleich lange Balkenstücke dienen als Füße und werden ebenfalls mittels Sickenwinkel und den Rahmen gesetzt. Jetzt steht das Grundgestell und die Arbeitsplatte könnte schon aufgelegt werden. Von oben ist die Werkbank bereits belastbar, jedoch kann sie leicht zur Seite schwingen.

Um das zu vermeiden, müssen weitere Querstreben oder besser noch Diagonalen aus dünneren Latten angebracht werden. Die verleihen Stabilität und versteifen das Grundgerüst.

In vielen heimischen Werkstätten sind ausrangierte Küchenmöbel zu finden, was gar keine so schlechte Idee ist. Unterschränke einer Küche sind meist massiv und bieten viel Stauraum. Wer nicht keine gebrauchten Schränke greifbar hat, bekommt neue Unterschränke (ohne Auflage) ab etwa 65 Euro .

Damit es jedoch nicht zu chaotisch aussieht und es sich auch gut an der Werkbank arbeiten lässt, sollte zumindest die Arbeitsplatte erneuert werden. Hierzu eignet sich MDF, Leimholz, OSB oder eine Küchenarbeitsplatte.

Küchenarbeitsplatten haben dabei den Vorteil, dass sie wasserabweisend und glatt sind, die passende Tiefe besitzen und in jedem Baumarkt relativ günstig zu finden sind.

Da Küchenschränke meist eine Standardhöhe von etwa 90 cm haben, lässt sich so auch bei unterschiedlichen Schränken leicht eine durchgehende Arbeitsfläche schaffen. Bei Bedarf gleichen passende Kanthölzer oder Latten den Höhenunterschied zwischen unterschiedlichen Schränken aus.

Tipp: Alle Schränke erst in der Höhe ausrichten und anschließend durch die Seitenwände verschrauben. So entsteht ein großer Schrank, der deutlich stabiler ist, als die einzelnen Schränke für sich.

Betrachtet man sich ältere Hobelbänke besitzen diese häufig viereckige Löcher. Bei aktuelleren Spanntischen und Werkbänken sind eher runde Löcher zu sehen. Wozu sind sie gut?

Benötigt werden sie zum Spannen von Werkstücken, was auf unterschiedlichen Wegen geschehen kann. So kann eine schlanke Schraubzwinge eingefädelt werden, die das Werkstück auf die Werkbank presst. So ähnlich arbeiten auch Niederhalter (Steckschraubzwingen), die jedoch nur in das passgenaue Loch gesteckt werden und sich beim Spannen verkanten.

Auch einfache Bolzen oder Bankhaken sind möglich, gegen die das Werkstück gedrückt wird. Bietet die Werkbank selbst keine Spannmöglichkeit, können Bankhaken eingesetzt werden, die mittels Exzenter ihre eigene Spannfunktion mitbringen.

Tipp: Auch wenn aktuelle Werkbänke nur noch runde Löcher besitzen, sind diese keinesfalls gleich. Verbreitet sind Spannaufnahmen mit einem Durchmesser von 19 und 20 mm. Genutzte Spannmittel müssen immer zum entsprechenden System passen.

Die Werkbank ist der wichtigste Punkt in der Werkstatt und sollte vor allem eines - zur Arbeit passen. Optimal wird sie daher selbst gebaut und kann so den eigenen Ansprüchen angepasst werden. Eine massive Hobelbank lässt sich allerdings nur dann bauen, wenn man bereits über ausreichend Erfahrung und vor allem auch die Möglichkeiten verfügt.

In einer Werkbank aus Metall mit Arbeitsplatte findet man einen guten Kompromiss, sollte jedoch auf die Stabilität und Qualität achten. Günstig ist da nicht unbedingt von Vorteil.

Mobile Werkbänke und Spanntische sind nützlich und platzsparend. Allerdings sind sie nicht sehr stabil und sollten hauptsächlich nur der Erweiterung des Arbeitsfeldes dienen.

Wer noch nach dem passenden Werkzeug sucht, sollte die Ratgeber Schleifmaschinen , Sägen und Akkuschrauber ansehen. Für filigrane Arbeiten, beispielsweise an elektronischen Komponenten, empfehlen wir den Ratgeber: Die besten Werkzeuge für die Nerd-Werkstatt.

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