TechStage | Tests, Ratgeber und Kaufberatungen zu Smartphones, Smart Home, Computer und Technik, die Spaß macht

Teile diesen Beitrag

Beliebt auf TechStage

Mini-Handkreissäge und Mini-Kettensäge: Kleine Kraftpakete ab 30 Euro

Besseres WLAN für die Fritzbox: Alle Fritz Repeater in der Übersicht

Die besten Qi-Ladegeräte 2021: 29 Ladepads im Vergleichstest

HDD, SSD, M.2-NVMe: So bekommt man am meisten Speicher fürs Geld

Vom elektrischen Eiskratzer bis zur Powerbank mit KFZ-Starthilfe: Wir zeigen beliebte Winter-Gadgets und elektronische Helfer für das Auto im Allgemeinen.

Wer im Winter viel Auto fährt, freut sich über clevere kleine Helfer. Wir haben uns für diesen Ratgeber die relativ neuen Powerbanks mit KFZ-Starthilfe angeschaut. Außerdem zeigen wir, wie viel elektrische Eiskratzer wirklich bringen. Unabhängig von der Jahreszeit sind elektronische Parkscheiben (Ratgeber) und Head-Up-Displays (Ratgeber) mit OBD2-Anschluss stets praktisch.

Gerade ältere Autobatterien geben bei kalten Temperaturen gerne mal den Geist auf oder liefern zu geringe Spannung, um den Motor zu starten. Wer dann keine KFZ-Starthilfe zur Hand hat, kann nur auf die Hilfe anderer Autofahrer hoffen oder auf Service-Dienste wie den ADAC warten. Doch das kann dauern, die haben gerade bei frostigen Temperaturen viele Aufträge abzuarbeiten.

Wer komplett unabhängig von anderen Verkehrsteilnehmern sein Auto wieder starten will, benötigt dafür eine eigene Energiequelle mit Starterkabel. Besonders elegant ist dabei die Lösung mit einer entsprechenden Powerbank.

Derer gibt es viele verschiedene Modelle mit passenden Klemmen für die Autobatterie zwischen 30 und 100 Euro. Ihr Hauptunterschied liegt in der Kapazität der Powerbank. Hier sollten Käufer zu Modellen ab einer Ladungsmenge von 10.000 mAh greifen, da das Starten eines Autos sehr viel Strom zieht und im Zweifelsfall mehrere Versuche in Anspruch nimmt. Ein weiteres Problem: Bei Kälte kommt aus Lithium-Akkus weniger Energie. Hier kann es nötig sein, die Powerbank aufzuwärmen, was sich in der Praxis als schwierig erweist, wenn man die KFZ-Starthilfe stets im Kofferraum hat und entsprechend auch dort Minusgrade herrschen.

Wir haben uns exemplarisch die Revolt Auto Starthilfe ZX-3000-675 genauer angeschaut. Ihr Herzstück ist die 16,8×9,2×3,8 Zentimeter große und gut 500 Gramm schwere Powerbank mit 12.000 mAh. Diese ist dank dicker Gummiummantelung und einer Klappe vor den Ports vor Stößen, Stürzen und das Eindringen von Wasser nach IP68 geschützt. Sie bietet einen Startstrom vom 500 A und einen Spitzenstrom von 1200 A. Damit soll sie sich für Benzinfahrzeuge bis zu einem Hubraum von 7,5 Liter und für Dieselfahrzeuge mit einem maximalen Hubraum von 6 Liter eignen. Eine integrierte LED hilft im Dunkeln die Anschlüsse der Batterie zu finden.

Gut finden wir, dass sie nicht nur über Micro-USB, sondern auch über den moderneren USB-C-Port geladen werden kann. Sie startet auch nicht nur Autos. Über USB A und USB C lädt sie auch ganz klassisch mobile Geräte wie das Smartphone.

Zum Starten von Autos steckt man zunächst das mitgelieferte, etwa 40 Zentimeter lange Starterkabel an. Am Verteiler sitzt eine LED die zeigt, ob die Powerbank für einen Startvorgang genügend geladen ist, man die Batteriepole richtig angeschlossen hat, die angeschlossene Autobatterie über genügend Restkapazität verfügt, ein Kurzschluss vorliegt oder schlicht die Fahrzeugbatterie geladen wird.

Achtung: Beim Nutzen einer KFZ-Starthilfe fließt viel Strom, das kann gefährlich sein. Deswegen empfehlen wir Nutzern mit fehlendem Fachwissen dringend, sich dies zuvor anzueignen. Eine weitere Gefahrenquelle bei derart hohem Strom ist eine übermäßige Erwärmung der Powerbank. Einige vor allem günstigere Geräte könnten schlecht dagegen gesichert sein und bei Nutzung sehr heiß werden, schmelzen oder im schlimmsten Fall gar Feuer fangen.

Im Winter hartnäckiges Eis elektrisch und ohne großen Kraftaufwand von der Frontscheibe kratzen? Klingt wie ein Traum. Genau diesen wollen Geräte wie der Kärcher EDI 4 erfüllen. Das akkubetriebene Kärcher-Gerät liegt mit seinen gut 500 Gramm gut in der Hand. Nach dem Einschalten fängt auf zusätzlichen Druck auf einen großen Taster auf der Rückseite eine Kunststoffscheibe lautstark an zu rotieren. Diese wechselbare Scheibe hat sechs Kunststoffklingen, die das Eis von der Frontscheibe kratzen sollen.

Das funktioniert bei leichtem Eis auch sehr gut und ähnlich schnell, aber komfortabler als mit einem klassischen Eiskratzer. Sobald die Temperaturen Fallen und sich eine dicke Eisschicht auf der Frontscheibe bildet, kommt der Kärcher EDI 4 an seine Grenzen. Hier muss der Kärcher länger an einer Stelle gehalten werden, bis er sich durch das Eis arbeitet. Ein normaler Eiskratzer braucht zwar viel mehr Kraft, geht auch schneller.

Auch wenn die Klingen aus Kunststoff bestehen, kann es vorkommen, dass sie die Frontscheibe zerkratzen. So kann man sich nie komplett sicher sein, dass nicht doch etwas Schmutz oder kleine Sandkörnchen unter die Scheibe geraten. Diese Gefahr besteht auch bei klassischen Eiskratzern, ist hier aber deutlich geringer. Auch muss man bei den Gummidichtungen am Rand der Frontscheibe besonders aufpassen. Die erleiden Schaden, wenn man unvorsichtigerweise mit dem Kärcher EDI 4 darüber kratzt.

Der Akku hält je nach Härte des wegzukratzenden Eises bis zu 20 Minuten bis er leer ist und wieder aufgeladen werden will. Das Aufladen funktioniert dabei nur über das mitgelieferte Netzteil und nur über einen Netzanschluss. Einen Adapter für den Zigarettenanzünder gibt es nicht. Das ist ein echter Nachteil. So müssen Käufer im Winter den Kärcher EDI 4 täglich in der Garage oder zu Hause laden. Der Kärcher EDI 4 kostet etwa ab 40 Euro.

Mit knapp 25 Euro ist der Lescars Scheibenkratzer günstiger. Auch er hat eine rotierende Scheibe an seiner Front, die allerdings von einem etwas schwächeren Motor angetrieben wird. Auch deshalb besitzt er nur drei Kunststoffklingen, das Eiskratzen dauert also etwas länger. Er ist dafür etwas leichter und hat einen Ein-/Ausschalter, muss beim Kratzen also im Gegensatz zum Kärcher EDI 4 nicht dauerhaft gedrückt werden. Er hat keinen Akku und bezieht stattdessen Strom über ein vier Meter langes Kabel aus dem Zigarettenanzünder. Das ist etwas umständlicher, aber dafür ist er stets einsatzbereit. Auch bei ihm besteht eine erhöhte Gefahr, die Frontscheibe zu zerkratzen.

Außerdem testen wir einen beheizbaren Eiskratzer von Goods+Gadgets. Dieser kommt in der Form eines klassischen Eiskratzers, nur dass sich an seiner Unterseite ein U-förmig gebogener Heizstab erhitzt. Wenig überraschend funktioniert das in der Praxis so gut wie gar nicht. Der Heizstab erwärmt sich nach dem Anstecken an den Zigarettenanzünder. Allerdings dauert es ein paar Minuten, bis er auf „Betriebstemperatur“ ist. Und auch dann ist die Wärme, die er abstrahlt, viel zu gering, um einen wirklichen Mehrwert zu bedeuten. Nun muss ihn der Nutzer etwa eine Minute über eine Stelle halten, bis sich dort das Eis soweit löst, um einfach abgeschabt werden zu können. Wahrscheinlich würde es schneller gehen den Motor den Innenraum aufheizen zu lassen und so das Eis zu lösen, als mit dem beheizbaren Eiskratzer die gesamte Frontscheibe aufzutauen. Dieser Eiskratzer fällt komplett durch.

Insgesamt überzeugt uns keines der getesteten Produkte vollständig. Wer Zeit, Kraft und Nerven sparen will, der kauft sich eine passende Plane und legt sie am Vorabend über die Frontscheibe.

Nicht explizit im Winter, sondern gerade bei älteren Autos für einige grundsätzlich ein interessantes Gadget sind sehr günstige Head-Up-Displays zum Nachrüsten. Sie zeigen dem Fahrer relevante Fahrdaten wie die Geschwindigkeit, gefahrene Kilometer und Drehzahl direkt in das Sichtfeld der Frontscheibe. Das ist bequem und sicher, schließlich muss man den Blick nicht mehr von der Straße abwenden, um auf dem Tacho zu schauen. Derartige Head-Up-Displays funktionieren über einen Anschluss an den OBD2-Port , den fast jedes Auto hat. Es gibt zwar auch GPS-Lösungen, die sind aber in den meisten Fällen teurer und weniger zuverlässig.

Einige OBD2-Head-Up-Displays bieten außerdem Bluetooth, um über ein Smartphone mit entsprechender App Diagnose-Fehlercodes der Steuergeräte auszulesen. Letztendlich ist das Auslesen des Autos jedoch nur für eine sehr kleine Zielgruppe relevant und bringt im Alltag keinen Mehrwert.

Im Grunde ähneln sich die meisten Geräte. Ihr größter Unterschied liegt in der Art der Projektion und dem Display. Während einige überladen und bunt wirken, konzentrieren sich andere dank minimalistischem Head-up-Display mit aufklappbarer Projektionsfläche auf die Geschwindigkeit. Allen die sich dafür interessieren empfehlen wir einen Blick in unseren ausführlichen Ratgeber OBD-2-Head-up-Displays fürs Auto im Vergleich .

Ebenfalls nicht nur im Winter praktisch ist eine elektronische Parkscheibe. Mit ihr ist es nicht mehr möglich, das Stellen der Parkscheibe auf entsprechenden Parkplätzen zu vergessen, sie zeigt beim Parken grundsätzlich die aufgerundete Uhrzeit an. Doch Vorsicht: Nicht alle sind legal. Folgende Punkte sind vorschrieben und müssen alle erfüllt sein:

  • Auf der Vorderseite muss das P (weiße Schrift auf blauem Grund; Verkehrszeichen 314) aufgedruckt sein
  • Der Aufdruck Ankunftszeit muss vorhanden sein
  • Nach dem Ausschalten des Motors/Abstellen des Fahrzeugs darf die Parkscheibe ihre Einstellungen nicht mehr ändern
  • Die Uhrzeit muss im 24-Stunden-Format dargestellt sein (beispielsweise 17:30)
  • Die Zeit muss gut ablesbar sein
  • Das Display muss mindestens 2 cm hoch sein
  • Es muss eine Typengenehmigung erteilt sein

Dabei gibt es viele Modelle am Markt, die nicht erlaubt sind, etwa automatisch mitlaufende elektronische Parkscheiben. Diese sehen auf den ersten Blick aus wie klassische Parkscheiben, haben aber ein Uhrwerk auf der Rückseite eingebaut. Wer solch ein Modell kauft, kann es auch gleich ganz weglassen.

Wir empfehlen allen, die sich für die sehr günstige und praktische Lösung interessieren einen Blick in unseren ausführlichen Ratgeber elektronische Parkscheiben: Legale Modelle .

Im Notfall praktisch sind Powerbanks mit KFZ-Starthilfe – wenn sie denn im richtigen Moment auch einsatzbereit sind. Um die Gefahr eines Ausfalls gering zu halten und auch gewisse Sicherheitsaspekte zu erfüllen, sollten Käufer nicht zum allergünstigsten Modell greifen.

Wer denkt, er könne mit elektrischen Eiskratzer dem morgendlichen Frust entkommen, wird meist enttäuscht. Zumindest im tiefsten Winter sind sie eher unpraktisch. Noch dazu besteht die Gefahr, sich Mikrokratzer in die Frontscheibe einzuarbeiten. Besser eignet sich hier eine Plane, die bereits am Vorabend über die Frontscheibe gelegt wird.

Egal ob Winter oder Sommer: Sowohl Head-Up-Displays (Ratgeber) , als auch elektronische Parkscheiben (Ratgeber) erweisen sich stets als sehr praktisch. So muss man beim Ablesen der Geschwindigkeit nicht mehr die Augen von der Straße nehmen und vergisst nie wieder das Stellen der Parkuhr.

Tags:

Affiliate-Information

- Bei den mit gekennzeichneten Links handelt es sich um Provisions-Links (Affiliate-Links). Erfolgt über einen solchen Link eine Bestellung, erhält TechStage eine Provision. Für den Käufer entstehen dadurch keine Mehrkosten.