Den perfekten Bürostuhl ab 150€ finden: Ergonomisch sitzen im Homeoffice

Bürostuhl

Teile diesen Beitrag

Beliebt auf TechStage

Unsichtbares Heimkino im Wohnzimmer: DIY mit Beamer-Lift und elektrischer Leinwand

Unsichtbares Heimkino im Wohnzimmer: DIY mit Beamer-Lift und elektrischer Leinwand

Beamer-Grundlagen: 4K, Laser, LED, 3D & Co. – So findet man den besten Projektor

Beamer-Grundlagen: 4K, Laser, LED, 3D & Co. – So findet man den besten Projektor

Energie sparen: Standby-Verbrauch senken mit smarten Steckdosen ab 8 Euro

Energie sparen: Standby-Verbrauch senken mit smarten Steckdosen ab 8 Euro

Top 10 Solarpanels: Die besten Photovoltaik-Module für Powerstations

Top 10 Solarpanels: Die besten Photovoltaik-Module für Powerstations

Ein ergonomischer Bürostuhl kann im Homeoffice zu weniger Rückenschmerzen und effizienterem Arbeiten beitragen. Wir zeigen beliebte Modelle und worauf man beim Kauf achten sollte.

Wer regelmäßig im Homeoffice arbeitet, sollte auf einen ergonomischen Arbeitsplatz achten. Ein ungesundes Homeoffice kann zu Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Mausarm, allgemein weniger Effizienz und vielen weiteren ungewünschten Effekten führen. Welche Maßnahmen man dagegen ergreifen kann, erläutern wir im Ratgeber Ergonomie im Homeoffice: Ab 15 Euro Rückenschmerzen, Mausarm und Kopfschmerzen vorbeugen.

Dabei gehört die richtige Maus zu den einfachsten und dennoch wirkungsvollen Maßnahmen für ein gesünderes Arbeiten. Mehr dazu im Beitrag Die richtige Maus fürs Büro und Homeoffice finden. Für die richtige Beleuchtung empfehlen wir Smart, hell & schick: Das richtige Licht fürs Homeoffice. Wer dagegen nach einem flexiblen Tisch sucht, der auch das Arbeiten im Stehen erlaubt, wird hier fündig: Kaufberatung: Elektrisch höhenverstellbare Tische ab 175 Euro.

In diesem Ratgeber zeigen wir, worauf man beim Kauf eines Bürostuhls achten sollte. Dafür geben wir allgemeine Tipps und haben außerdem drei Bürostühle unterschiedlicher Preiskategorien Probe gesessen. Der Blitzwolf BW-HOC5 kostet bei Banggood (Kauflink) aus Tschechien gut 200 Euro, der Flexispot BS10 400 Euro und der Steelcase Gesture mit Kopfstütze knapp 1000 Euro.

Bei Rückenlehnen wird zwischen Polsterrücken und Netzstoffrücken unterschieden. Wer schnell schwitzt, sollte einen atmungsaktiven Netzstoffrücken wählen. Polsterrücken bieten dagegen in vielen Fällen den höheren Komfort. Sie bestehen häufig aus Stoff, Kunstleder oder Leder. Allerdings gibt es auch hochwertige Netzstoffrücken, welche sich dem Rücken optimal anschmiegen.

Idealerweise verfügt die Lehne des Bürostuhls über eine anpassbare Lordosenstütze, auch Lendenwirbelstütze genannt. Sie unterstützt die natürliche S-Form der Wirbelsäule und beugt Rückenschmerzen vor. Die Rückenlehne sollte nicht nur in ihrem Neigungswinkel, sondern im besten Fall auch in der Höhe anpassbar sein.

Ist eine Kopfstütze oder Nackenstütze vorhanden, sollte Käufer darauf achten, dass diese in Höhe und Neigungswinkel verstellbar ist. Nur so kann sichergestellt werden, dass sie die Nackenmuskulatur entlastet und nicht zu einer Fehlhaltung des Kopfes führt.

Elementar ist eine Höhenverstellbarkeit des Bürostuhls. Wenn die Füße gerade auf dem Boden aufstehen, sollten sich Füße, Knie und Hüftgelenk im rechten Winkel befinden. Die Sitzfläche sollte gerade sein oder etwas nach vorne abfallen. Zwischen Knie und Sitzfläche sollte etwa eine Handbreit Platz sein. Ist dies nicht der Fall, könnte bei längerem Sitzen die Blutzufuhr der Beine beeinträchtigt werden, was zu Thrombose führen kann.

Beim Kauf sollte auch auf das Material der Sitzfläche geachtet werden. Dabei entscheidet die Polsterstärke über die Weichheit der Sitzfläche. Eine Tiefenfederung sorgt dafür, dass der Bürostuhl beim Hineinsetzen nicht unnötig den Rücken staucht.

Von vielen häufig unterschätzt, gehören Armlehnen zu einem ergonomischen Bürostuhl dringend dazu. Denn ohne Armlehnen hängen die Arme beim Arbeiten mit Maus und Tastatur in der Luft oder liegen auf der harten Tischkante auf. Eine Armlehne entlastet auch die Schultern.

Sie sollten in Höhe, Breite und Tiefe anpassbar sein. Die Höhe sollte der des Schreibtisches entsprechen. Dabei beträgt der Winkel der Armbeuge im besten Fall 45 Grad. Außerdem sollten Käufer auf eine Polsterung achten.

Eine Wippmechanik ist bei Bürostühlen weit verbreitet. Verlagert der Nutzer sein Körpergewicht, kippt die Lehne zusammen mit der Sitzfläche und den Armlehnen nach hinten. Die Kippmechanik sollte dabei an das Körpergewicht anpassbar sein. Allerdings solle man bei längerem Arbeiten im Stuhl auf die Wippmechanik verzichten.

Besser als die Wippmechanik ist die Synchronmechanik. Hier passt sich die Rückenlehne der Bewegung an und hält so den Kontakt zum Rücken. Im Gegensatz zur Wippmechanik bleibt der Winkel zwischen Sitzfläche und Rückenlehne nicht gleich, sondern vergrößert sich. So öffnet sich beim Zurücklehnen der Körper. Dies korrigiert Fehlhaltungen und entlastet den Rücken.

Der König der Bürostuhlmechaniken ist die 3D-Mechanik. Sie erweitert die Synchronmechanik um Bewegungen nach Links und Rechts. Diese zusätzlichen Mikrobewegungen stärken die Muskulatur, mobilisieren die Wirbelsäule und aktivieren den Blutkreislauf. Wer sehr viel Zeit auf dem Bürostuhl verbringt, sollte auf eine 3D-Mechanik achten. Entsprechende Stühle sind jedoch teuer.

Ob sich auch wirklich günstige Gaming-Stühle für längeres Arbeiten anbieten, klären wir im Ratgeber Gaming-Stühle: Wie zockt es sich auf 50 Euro? Im folgenden Preisvergleich zeigen wir neben besonders beliebten und besonders günstigen Bürostühlen auch Modelle mit Synchronmechanik.

Der in Schwarz gehaltene Blitzwolf HOC5 ist einer der beliebtesten Bürostühle mit Kopflehne auf Banggood (Kauflink). Er kostet dort gut 200 Euro, wird aus einem europäischen Lager verschickt und bietet für den Preis viele Funktionen, die man sonst so häufig nur bei teureren Modellen findet. So besteht etwa seine Rückenlehne aus einem atmungsaktiven Mesh-Material und ist genauso höhenverstellbar wie die Kopflehne. Auch die Lordosestütze ist variabel. Die Armlehnen sind ausreichend weich gepolstert und sowohl in ihrer Höhe als auch im Abstand zueinander anpassbar.

Die etwa 50 Zentimeter breite Sitzfläche ist weich und macht den Eindruck, dass sie auch bei längerem Sitzen bequem ist. Wie bei Bürostühlen üblich ist die gesamte Sitzhöhe von 44 bis 52 Zentimeter variabel. Die Mechanik auf der unteren Seite der Sitzfläche bestimmt den Neigungswinkel der Rückenlehne in mehreren Stufen. Auch die Sitzfläche selbst kann dort nach vorne oder hinten geschoben werden. Was wir jedoch vermissen, ist eine Anpassbarkeit, wie viel Druck die Rückenlehne benötigt, um nach hinten zu wippen. Insgesamt kippt die Rückenlehne auf Wunsch bis zu 150 Grad. Das ist mehr als bei vielen anderen Bürostühlen. Wer will, kann sie in 20-Grad-Schritten fixieren.

Eine Gasfeder sorgt dafür, dass der Stuhl beim Hineinsetzen weich federt. Dank sechs Rollen auf der Unterseite fährt der gut 21 Kilogramm schwere Blitzwolf BW-HOC5 auf glattem Untergrund leichtgängig.

Das Probesitzen auf dem Blitzwolf BW-HOC5 hinterlässt ein gemischtes Gefühl. Zunächst sind wir überrascht, wie viele Anpassungsmöglichkeiten der Stuhl bietet. Er sollte sowohl für größere als auch für kleinere Personen gut an ihren jeweiligen Körper anpassbar sein. Auch die Sitzfläche ist angenehm, die Armlehnen sind weich und die Lordosestütze greift in unserem Fall gut.

Allerdings haben wir ein Problem mit der Höhenverstellbarkeit der Rückenlehne und der Kopfstütze. Denn beides scheint nicht richtig zu sitzen, sie rutschen irgendwann in ihre Grundposition zurück. Auch wirkt das Sitzen insgesamt etwas wacklig. Das muss aber zumindest für die Ergonomie nichts Schlechtes sein, schließlich fördern regelmäßige Mikrobewegungen beim Sitzen die Durchblutung.

Der Flexispot BS 10 kostet etwa 400 Euro. Er ist überwiegend Grau mit beigen Elementen. Auf seiner Rückseite sitzt ein Teil in Holzoptik. Die stufenlos verstellbare Sitzhöhe variiert von 47 bis 56 Zentimeter. Die Rücklehne überzieht ein graues Mesh. Sie ist nicht höhenverstellbar, passt aber beim Tester mit einer Körpergröße von 186 Zentimetern gut. Die Lordosestütze ist in Höhe und Neigung anpassbar. Gleiches gilt für die komplett abnehmbare Kopfstütze. Die Rückenlehne verfügt über eine Synchronmechanik, öffnet also den Körper leicht, wenn sie nach hinten kippt. Die Stärke, ab wann die Lehne kippt, ist über ein Drehrad an der Mechanik anpassbar. Auch kann die Rücklehne in mehreren Stufen fixiert werden.

Die Sitzfläche fühlt sich auch nach längerem Sitzen angenehm an. Ein kleiner Hebel lässt sie nach vorne oder hinten rutschen. Die Armlehnen sind gepolstert und lassen sich vielfältig der eigenen Ergonomie anpassen. Allerdings hätte die Höhenverstellung gerne etwas einfacher gestaltet sein können. Der Flexispot BS 10 steht auf einem Metallfuß mit fünf leichtgängigen Rollen.

Insgesamt macht der Flexispot BS 10 einen sehr guten Eindruck. Die Materialien wirken hochwertig, nichts wackelt oder passt nicht richtig. Auch die Optik hat ihren Reiz. Dank der hellen Farben wirkt er weniger massiv als er ist. Doch statt Beige hätten wir eine weiße Option bevorzugt. Das Holzelement auf der Rückseite wirkt edel. Die Anpassungsmöglichkeiten sind vielfältig und lassen kaum Wünsche offen. Gut wäre noch gewesen, wenn der maximale Neigungswinkel der Rückenlehne begrenzt werden könnten. Stattdessen kann man sie lediglich in einer beliebigen Position fixieren. Trotzdem können wir den Flexispot BS 10 empfehlen.

Der Steelcase Gesture mit Kopfstütze ist ein hervorragender Bürostuhl, der mit etwa 1000 Euro jedoch recht teuer ist. Er kann in vielen verschiedenen Farben gekauft werden, uns liegt er mit einem dunkelbraunen Lederbezug vor. Trotz seiner Größe wirkt er wenig massiv.

Dabei glänzt er besonders durch die vielfältigen und einfachen Einstellungsmöglichkeiten, die sich alle auf der rechten Seite der Mechanik finden. Die hinteren Knöpfe regulieren die Rückenlehne, die vorderen die Sitzfläche, etwa deren Sitztiefe, um die Oberschenkel zu entlasten. Sehr gut gefällt uns die einfache Anpassung der aufzuwendenden Stärke, ab wann sich die Rückenlehne nach hinten neigt. Der Nutzer kann für die Rückenlehne mehrere maximale Neigungswinkel festlegen. Auch die Lordosestütze kann über Schieberegler leicht angepasst werden. Die um 360 Grad drehbaren Armlehnen sind weich gepolstert und lassen sich ebenfalls mit einem Griff in der Höhe und im Abstand variieren. Gut ist auch das Einstellen der Kopfstütze gelungen. Diese passt der Käufer nicht nur in der Höhe, sondern auch in der Tiefe an.

Insgesamt merkt man dem Steelcase Gesture sofort an, dass es sich hier um einen sehr hochwertigen Bürostuhl handelt. Nicht nur seine Optik und die verwendeten Materialien gehören zu Oberklasse. Die Einstellungsmöglichkeiten sind vielfältig und gehen sehr einfach von der Hand. Dabei passt sich der Stuhl schnell optimal der Physiologie des Testers an. Gerade wer sehr viel Zeit auf seinem Bürostuhl verbringt, sollte sich überlegen, etwas tiefer in die Tasche zu greifen, um seinem Körper etwas Gutes zu tun.

Einen Bürostuhl sollte man vor dem Kauf dringend Probesitzen oder zumindest sicherstellen, dass der Online-Kauf problemlos zurückgeschickt werden kann. Denn der Bürostuhl muss primär eines: perfekt zum eigenen Körper passen. Manchmal müssen Käufer dann dafür nicht einmal viel Geld ausgeben. So kann es sein, dass auch ein preiswerter Bürostuhl bereits in den Grundeinstellungen perfekt zur Physiologie passt. In den meisten Fällen ist es jedoch sinnvoll, auf möglichst viele Einstellungsmöglichkeiten zu achten. Das gilt besonders dann, wenn mehrere Personen den Bürostuhl nutzen.

Worauf man für ein ergonomisches Homeoffice sonst noch alles achten sollte, zeigen wir in unseren Ratgeber Ergonomie im Homeoffice: Ab 15 Euro Rückenschmerzen, Mausarm und Kopfschmerzen vorbeugen.

Tags:

Affiliate-Information

- Bei den mit gekennzeichneten Links handelt es sich um Provisions-Links (Affiliate-Links). Erfolgt über einen solchen Link eine Bestellung, erhält TechStage eine Provision. Für den Käufer entstehen dadurch keine Mehrkosten.