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Das iPhone 5 und die Suche nach dem perfekten Bumper
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Mein iPhone 5 war das erste und letzte Smartphone, das ich blind bestellt habe: Es war ein Fehlkauf. Nicht, weil ich das Gerät nicht mögen würde, nicht, weil mir LTE oder NFC fehlt. Sondern weil man unter keinen Umständen die schwarze Version kaufen sollte. Tut es nicht! Mein iPhone ist erst ein paar Wochen alt und schon rundum übersät von kleinen Macken, Kratzern und Schrammen. Die schwarz eloxierte Oberfläche ist einfach viel zu empfindlich. Die silberne Variante ist zwar nicht stabiler, aber wenigstens stechen kleine Kratzer nicht so ins Auge.

Und jetzt? Das Kind ist in den Brunnen gefallen. Schutz muss her, damit es zumindest nicht noch schlimmer wird. An meinem vorigen iPhone 4S hat der Bumper von Apple gute Dienste geleistet – auch, wenn er zugegebenermaßen nicht sonderlich lange hält. Doch einen offiziellen Bumper von Apple gibt es nicht für das iPhone 5.

In meiner Verzweiflung schieße ich direkt am Tag eins nach dem ersten fiesen Kratzer in meinem schönen neuen (sündhaft teuren) Kommunikationsapparat bei eBay einen Bumper. Zwei Tage (und einen weiteren Kratzer) später liegt er im Briefkasten, in knalligem Orange. Beim Öffnen der Verpackung riecht es nach Chemiefabrik. Bilder von toten Wäldern schießen mir in den Kopf, aber der Schutz des iPhones geht vor.

Ein paar Tage später ist das iPhone immer noch gut geschützt. Ich habe aber Zweifel um meine eigene Gesundheit. Vielleicht ist es ja nur Einbildung, vielleicht fressen sich aber auch die Weichmacher des billigen China-Plastiks durch meine Haut bis ins Gehirn. Das knallige Orange der Schutzhülle weicht langsam einem ungesunden Grau. Vorsorglich nehme ich den Bumper fortan immer ab, wenn kein Schutz fürs Handy nötig ist; das Kribbeln in den Fingern lässt langsam nach.

Dafür ist der Bumper nun nicht mehr nur grau, sondern auch ausgefranst. Kurze Zeit später reißt die Gummischicht vom schützenden Plastik: Exitus. Dafür waren selbst zehn Euro viel zu teuer. Ich beschließe, dass das iPhone auch ohne Bumper halten muss.

Drei Tage und gefühlte 36 Kratzer und Macken später werfe ich diese Idee wieder über den Haufen. Ein Blick in den Apple Store enttäuscht: Es gibt immer noch keinen offiziellen Bumper – nur irgendwelche Hüllen von irgendwelchen Drittherstellern. Aber ich brauche doch kein dünnes Handy kaufen, um dann mit dickem Plastik wieder Bauhöhen von vor drei Jahren zu erreichen.

Eine erneute Suche bei eBay fördert die vermeintliche Problemlösung zutage: Vapor 5 von ElementCase! Ein aus Aluminium gefräster Bumper, vermutlich ohne Weichmacher und hoffentlich mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum, das ein paar Wochen signifikant übersteigt. Gut 25 Euro inklusive Versand werden dafür fällig. Ein guter Kauf, denke ich mir.

Zumindest solange, bis der Bumper ankommt. Schlecht sieht er nicht aus, aber die Verarbeitung ist mies: Das Ding ist krumm und schief. Erst nach mühsamen und sorgfältigem Geradebiegen passt das iPhone zumindest halbwegs herein. Aber es sitzt nicht fest. Es hat nur knapp einen halben Millimeter Spiel – aber dieser halbe Millimeter reicht aus, um der schwarzen Farbe vollends den Rest zu geben. Nach einem Tag im Vapor 5 sind die Kanten fast rundum abgewetzt, außerdem tun meine Finger weh: Die Löcher für die Schrauben sind nicht sauber gebohrt, es stehen scharfe Kanten über.

Und jetzt? Jetzt bin ich wieder auf der Suche nach dem perfekten Bumper. Beziehungsweise überhaupt nach irgendeinem. Nach einem, der das iPhone vor mehr Kratzern schützt als er sie ihm selbst hinzufügt. Nach einem, der mich und die Umwelt nicht vergiftet. Und nach einem, der bezahlbar ist und mindestens ein halbes Jahr durchhält. Habt ihr einen Tipp für mich?

Bis dahin lasse ich das Handy in der Vapor-5-Hülle. Wenn ich nur lange genug damit herumlaufe, habe ich irgendwann automatisch ein weißes iPhone.

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