Darum sollten Mehrfachsteckdosen und Unterputz-Steckdosen immer USB-Ports haben

Steckdosen mit USB-Ladeport

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Zahlreiche USB-Geräte belegen zusammen mit einem Netzteil eine komplette Steckdose. Doch das ist in vielen Fällen gar nicht nötig. Steckdosen mit integrierten USB-Ports schaffen Abhilfe.

Viele Geräte in modernen Haushalten wie Smartphones und Tablets müssen über einen USB-Port geladen werden. Dass Smartphones inzwischen häufig ohne Netzteil ausgeliefert werden, ist schon fast ein alter Hut. In der Redaktion sehen wir zunehmend auch andere Geräte wie Smarthome-Gateways, die ebenfalls keinen Adapter im Karton haben. Die Anzahl von USB-Geräten, die über USB-Ports geladen oder generell betrieben werden, nimmt stetig zu. Doch die Anzahl an Steckdosen im Haushalt ist begrenzt. Einen Ausweg aus diesem Dilemma bieten Unterputz-Steckdosen, Steckdosenleisten und Zwischenstecker, die USB-Ports integriert haben. Das spart USB-Netzteile und die 230-Volt-Buchsen stehen wieder Verbrauchern mit hohen Leistungsanforderungen zur Verfügung.

Unterputz-Steckdosen mit integrierten USB-Ports sorgen dafür, dass Anwender mehrere Geräte an einer einzigen Steckdose betreiben können. Günstige Varianten mit zwei USB-A-Ports gibt es bereits ab etwa 10 Euro. Unterputz-Steckdosen mit USB-A und USB-C-Ports sind ab etwa 14 Euro und Zweifach-Varianten ab etwa 30 Euro erhältlich.

Auch Steckdosenleisten sind häufig mit einem oder mehreren USB-Ports ausgestattet. Dazu zählen beispielsweise auch smarte Modelle, die über einen WLAN-Anschluss verfügen und von der Ferne aus bedient werden können. Solche Modelle sind ab etwa 25 Euro verfügbar. Ohne WLAN gibt es USB-Steckerleisten bereits ab etwa 10 Euro.

Last but not least können Anwender der steigenden Anzahl von USB-Geräten, die an einem USB-Port direkt betrieben oder geladen werden, auch mit sogenannten Steckdosenadaptern begegnen. Diese Modelle sind mit integrierten USB-Ports bereits ab etwa 10 Euro erhältlich.

Generell müssen Anwender bei den genannten Produktgruppen Einschränkungen bei der Ladeleistung in Kauf nehmen. Wer etwa die Schnellladefunktion beim Laden seines Smartphones nutzen möchte, benötigt in der Regel das vom Hersteller gelieferte Netzteil oder ein kompatibles Modell (Vergleichstest: USB-C-Netzteile ab 10 Euro). Die meisten der in diesem Beitrag vorgestellten Produkte verfügen über USB-Ports, die nur eine Leistung von 5 Volt mal 2,1, 2,4 oder 3,4 Ampere bieten, also zwischen 10,5 und 17 Watt. Zudem beherrschen sie keine Schnellladestandards wie Quick Charge (QC) oder USB Power Delivery (PD). Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel: So gibt es zum Beispiel von Logilink eine Unterputz-Steckdose, die zumindest PD mit bis zu 18 Watt bietet und für etwa 17 Euro erhältlich ist. Doch selbst das ist noch immer ein Kompromiss. Schließlich bieten aktuelle Smartphones eine Ladeleistung von mehr als 50 Watt (Testbericht).

Während bis vor wenigen Jahren alle Netzteile die bekannte, eckige USB-A-Buchse hatten, setzt sich zunehmend der neue C-Standard durch. Die Buchsen sind leicht zu erkennen: Sie sind kleiner und an den Seiten rund statt eckig. USB-C hat viele Vorteile, die in diesem Einsatzszenario aber keine Rolle spielen. Man will weder Daten noch Bildinformationen übertragen und Standards für schnelles Laden oder gar Power Delivery zum Betreiben von Notebooks über den USB-Port gibt es aktuell quasi gar nicht bei Steckdosen. Allerdings hat man die Wahl, ob man USB-A, -C oder eine Mischung aus beidem möchte.

Die eigene Kabelkiste dürfte überquellen mit alten Kabeln mit eckigen Steckern, während USB-C noch Mangelware ist. Da liegt es nahe, beim Kauf einer Steckdose zum alten A-Standard zu greifen. Das könnte allerdings zu kurz gedacht sein: Bei neuen Geräten hat sich USB-C zum Standard gemausert; früher oder später gehören die alten Kabel in die Mottenkiste. Man kann sich also überlegen, ob man jetzt oder in Zukunft mit Adaptern hantieren will. USB-C setzt sich durch, daher ist es durchaus sinnvoll, beim Kauf eine Steckdose auf diesen Port zu achten.

Das eigene Smartphone hat einen USB-C-Anschluss; das des Partners Lightning, und die Kopfhörer wollen noch mit Micro-USB geladen werden. Aus Komfort– beziehungsweise Faulheitsgründen hängt deswegen in vielen Haushalten eine Batterie an unterschiedlichen Ladekabeln, gerne auch immer in der Steckdose und unter Saft, damit immer der passende Ladestecker griffbereit ist. Effizienter sind Multi-Ladekabel, die auf der einen Seite einen USB-A- oder USB-C-Stecker haben und auf der anderen Seite eine Kabelpeitsche mit den üblichen Verdächtigen, aktuell meistens USB-C, Micro-USB und Lightning. So ist ein Kabel ausreichend für alle Geräte, meist laden sie sogar gleichzeitig.

Der Preis für den Komfort: In der Regel sind nur die Stromleitungen durchverbunden. Eine Datenübertragung ist mit solchen Kabeln ebenso wenig möglich wie Schnellladen oder das Umschalten auf höhere Spannungen, etwa bei Notebooks mit USB-C-Ladeport. Mehr Informationen dazu gibt es in unserem Ratgeber USB-C-Kabel. Noch mehr Komfort bieten magnetische Ladekabel, die allerdings auch ihre Nachteile haben.

Dass Unterputz-Steckdosen, Steckdosenleisten und Steckdosenadapter mit integrierten USB-Ports in der Regel keine Schnellladetechniken bieten, ist ein Kompromiss, auf den man sich ruhig einlassen kann. Schließlich kann man das Smartphone nach wie vor über das mitgelieferte Netzteil laden. Doch der steigenden Anzahl von USB-Geräten wie Hubs und Gateways im Smart-Home-Bereich, die für einen Dauerbetrieb an herkömmlichen USB-Ports vorgesehen sind, kann man mit den hier vorgestellten Lösungen begegnen. Damit stehen die bislang für diese Geräte genutzten Steckdosen wieder Verbrauchern mit hohen Leistungsanforderungen zur Verfügung.

Klar ist aber auch, dass Steckdosen mit USB-Ports, – auch wenn sie nicht in Gebrauch sind –, im Standby etwas Strom verbrauchen. Daher sollte man sie nur verwenden, wenn die USB-Ports tatsächlich für Verbraucher benötigt werden.

Mehr Informationen zu USB-Geräten und deren Ladeleistung bietet der Beitrag USB-Ladeleistung messen: Display in Kabel & Adapter ab 10 Euro. Weitere Berichte rund um das Thema USB bietet unsere gleichnamige Themenwelt.

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