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Acer Chromebook Spin 513

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Chromebooks versprechen eine PC-Alternative zum halben Preis eines Windows-Laptops. TechStage zeigt, was man von einem Chromebook erwarten kann und wie viel ein passendes Gerät kostet.

Ein kleiner Laptop, der in wenigen Sekunden startklar ist, auf dem aber Chrome statt Windows läuft? Es muss nicht immer ein PC Sein. Chromebooks bieten kurze Boot-Zeiten zum günstigen Preisen. Allerdings gibt es Einschränkungen bei den Laptops mit dem Betriebssystem von Google, die man beachten sollte. Wir erklären, auf was es bei einem Chromebook ankommt, was man für ein Gerät investieren sollte und auf was beim Einsatz zu achten ist.

Auf den ersten Blick sieht ein Chromebook wie ein normales Laptop aus. Der Unterschied liegt in der Software. Ein Chromebook läuft mit dem Betriebssystem Chrome OS von Google, das auf Linux basiert. Hier kommt gleich die erste Stärke zum Tragen: Das Betriebssystem fährt wie im Fluge hoch – in der Regel vergehen nur knapp 5 bis 7 Sekunden. System- und Sicherheitsupdates installiert Chrome OS unauffällig und regelmäßig im Hintergrund, Viren bei Chrome OS sind bisher unbekannt.

Software für Windows kann man damit allerdings nicht nutzen. Im Mittelpunkt des Systems steht der Chrome-Browser inklusive aller Erweiterungen aus dem Chrome Web Store und Google-Dienste wie Google Drive, Gmail oder Google Docs. Zusätzlich haben Chromebooks Zugriff auf zahlreiche Android-Apps aus dem von den Smartphones bekannten Google Play Store. Diese laufen auf Chrome OS in einem Container ab, das bedeutet, dass sie unter Umständen nicht ganz so schnell und flüssig laufen, wie bei einem Android-System. Man sollte allerdings beachten, dass viele Android-Apps für kleine Displays und Touch-Eingaben optimiert sind. Hier empfiehlt sich deshalb gleich der Kauf eines Chromebooks mit Touchscreen. Es gibt aber letztlich ausreichend viele Apps, die für Tablets oder Chromebooks optimiert sind, beispielsweise alle Google-Anwendungen oder Microsoft Office.

Zudem ist es bei neueren Geräten mit Chrome OS möglich, Software für Linux zu nutzen. Hierzu hat Google eine Linux-VM auf Basis von Debian Stretch integriert. Aktuell befindet sich diese noch im Beta-Stadium. Über einen Terminal installieren versierte Anwender dann Linux-Software wie Gimp, Thunderbird oder Libreoffice. Standardmäßig ist Linux (Beta) bei Chrome OS deaktiviert.

Ein Chromebook ist dafür konzipiert, online zu arbeiten. Offline-Funktionalitäten bei Google Drive, Gmail oder Google Docs helfen, wenn keine Internetverbindung besteht. Wer unterwegs einen Film von Netflix ansehen möchte, kann diesen vorab über die Android-App des Streaming-Anbieters herunterladen. Wer ohnehin viel am PC über den Chrome-Browser erledigt, wird sich mit einem Chromebook schnell heimisch fühlen.

Von einem Windows-Laptop ist ein Chromebook auf den ersten Blick kaum zu unterscheiden. Das Design folgt der bewährten Clamshell-Mechanik mit Display, Tastatur und Touchpad. Die kleinsten Modelle bieten eine Display-Diagonale von 11,6 Zoll, preislich geht es hier schon ab 230 Euro los. Es gibt darüber hinaus Varianten mit größerem Bildschirm von bis zu 15,6 Zoll. Die meisten Chromebooks in unserem Preisvergleich verfügen über eine Bilddiagonale von 11,6 Zoll, gefolgt von 12 Zoll, 13,3 Zoll und 14 Zoll.

Ein Großteil der Chromebooks nutzt einen Touchscreen – auch wenn besonders günstige Modelle ohne berührungsempfindlichen Bildschirm auskommen. Bei über der Hälfte aller Chromebooks handelt es sich um sogenannte Convertibles. Bei diesen Geräten klappt man das Display komplett auf die andere Seite des Geräts und nutzt es dann per Touchscreen wie ein Tablet. Das macht Chromebooks nicht nur zur potenziellen PC-Alternative, sondern dank Google Play Store auch zur Konkurrenz von Android-Tablets.

Die Auflösung startet bei preiswerten Modellen bei 1366 x 768 Pixel. Wer mit dem Gerät hauptsächlich im Web surfen will oder Mails schreiben möchte, dürfte mit dieser Auflösung gut auskommen. Zum Streaming von Filmen und Serien mit Netflix, Amazon Prime Video oder Disney+ empfehlen wir ein Gerät mit einer Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln zu wählen, um die Inhalte in Full-HD genießen zu können. Bereits ab 250 Euro bekommt man Chromebooks mit Full-HD; Geräte mit Touchscreen kosten bei gleicher Auflösung 300 Euro aufwärts.

Die meisten Chromebook-Displays bieten eine maximale Helligkeit von 250 cd/m², was auch bei Windows-Laptops gängig ist. Wer viel im Freien mit dem Chromebook arbeiten möchte, sollte ein Gerät mit einer Helligkeit von 300 cd/m² oder höher wählen, damit das Display auch bei Sonnenschein abzulesen ist. Diese kosten 500 Euro aufwärts.

Die Hardware eines Chromebooks ist in der Regel recht einfach gehalten, weil die Geräte für Dienste aus dem Web konzipiert sind und wenig Leistung benötigen. Trotzdem finden sich vielfältige Prozessoren: Intel Core m, Core i3 bis i7, Celeron, AMD Athlon oder Ryzen sowie Prozessoren auf ARM-Basis. Letztere sind unsere Empfehlung, da sie in der Regel stromsparend arbeiten und gut auf die Wiedergabe von Android-Apps abgestimmt sind.

Da die meisten Aufgaben über Webdienste laufen, kann man sich stärkere Prozessoren bei einem Chromebook sparen – außer man braucht genügend Leistung für Spiele aus dem Google Playstore. Eine Alternative für Zocker ist Cloud Gaming. Bei Diensten wie Nvidia Geforce Now oder Google Stadia spielt die eigene Hardware eine untergeordnete Rolle. Die Spiele werden in der Cloud gerendert und dann direkt auf das Chromebook gestreamt.

Chromebooks verfügen von Natur aus über weniger Speicher als PCs – für die Ablage von Daten stehen in erster Linie Cloud-Dienste zur Verfügung, wie beispielsweise Google Drive. Standardmäßig kommen SSDs mit 64 GByte Speicher zum Einsatz. Üblicherweise verfügen die meisten Chromebooks über 4 GByte RAM, was für die meisten Aufgaben ausreichend ist. Geräte mit 128 GByte Speicher und 8 GByte RAM gibt es ab 330 Euro.

Eine der größten Stärken von Chromebooks ist die verhältnismäßig lange Akkulaufzeit im Vergleich zu klassischen Notebooks. Das hat letztlich zwei Gründe. Das Betriebssystem läuft sehr effizient und mangels aufwendiger Hardware ist der Betrieb im Allgemeinen sehr energiesparend. Bei neueren Geräten sind je nach Nutzung Laufzeiten von bis zu 12 Stunden möglich.

Ein Chromebook als Convertible-PC ist besonders praktisch – denn er bringt zwei Welten zusammen: Laptop und Tablet. Zum Schreiben nutzt man das Gerät wie ein klassisches Clamshell-Notebook – für die Couch klappt man das Display auf die Rückseite des Geräts und bedient den Touchscreen mit einer Fülle an Android-Apps.

Die Convertible-Bauweise muss bei einem Chromebook nicht teuer sein. Bereits ab 230 Euro bietet Lenovo mit dem Lenovo IdeaPad Flex 3 ein preiswertes und kompaktes Einsteigergerät mit 11,6-Zoll-Display und flotten ARM-Prozessoren. Vergleichbar mit dem IdeaPad Flex 3 ist das Acer Chromebook Spin 311 für 250 Euro. Wer lieber auf einen Celeron-Prozessor von Intel zurückgreifen möchte, muss 300 Euro ausgeben. Ab 370 Euro gibt es mit dem HP Chromebook x360 ein Convertible mit Full-HD-Auflösung und 14-Zoll-Bildschirm. Top-Geräte mit 8 GB RAM wie das ASUS Chromebook Flip bekommt man ab 420 Euro.

Die Wahl zum Convertible ist bei einem Chromebook naheliegend, das es nur unwesentlich mehr kostet als ein klassisches Clamshell-Gerät. Wer nicht nur am Schreibtisch mit dem Rechner arbeitet, sondern gerne auf der Couch das Gerät als Tablet-Alternative nutzen möchte, ist hier an der richtigen Adresse.

Wenn es kein Convertible sein soll, gibt es eine Vielzahl an kompakten Chromebooks bis 12 Zoll. Die kompakten Chromebooks wiegen selten mehr als 1,3 Kilogramm. Den günstigsten Einstieg bietet hier das Asus Chromebook für 240 Euro. Einen Celeron-Prozessor bekommt man bei HP ab 280 Euro. Full-HD-Displays findet man bei einfachen Chromebooks unter 400 Euro bis 12 Zoll aber kaum. Kleine Chromebooks bieten sich für jeden an, der das Gerät häufig mitnehmen will und an den unterschiedlichsten Plätzen im Homeoffice oder unterwegs arbeiten möchte.

Größer muss nicht unbedingt viel teurer sein. Ab 270 Euro gibt es Chromebooks von Lenovo, Acer und Asus mit 14-Zoll-Display und Full-HD. Einen Touchscreen findet man in dieser Größenordnung ab 300 Euro beim Acer Chromebook 314. Das größere Acer Chromebook 15 mit 15,6-Zoll-Bildschirm kostet unwesentlich mehr. 8 GByte RAM gibt es für knapp unter 400 Euro mit dem ASUS Chromebook C423NA.

Wer häufiger am selben Ort mit dem Chromebook arbeitet, sollte aus Gründen des Komforts zu einem Gerät mit mindestens 14 Zoll greifen. Entsprechende Hardware kostet knapp unter 300 Euro. Das macht ein Chromebook auch zur preiswerten Alternative fürs Homeschooling.

Chromebooks bieten eine lange Akkulaufzeit und booten in wenigen Sekunden. Wer mit dem Notebook vor allem im Internet surft, E-Mails beantwortet und ab und an mit Office-Programmen hantiert, bekommt mit einem Chromebook eine günstige PC-Alternative für 300 Euro. Hier lohnt es sich gleich zu einem Convertible-Gerät zu greifen, das nicht nur den Laptop, sondern auch das Tablet ersetzen kann. Top-Geräte mit 8 GB RAM und Full-HD bekommt man bereits ab 400 Euro.

Wer jedoch auf Windows-Software angewiesen ist und häufig offline arbeitet, kommt um einen PC schwerlich herum. Trotz Offline-Optionen sind Chromebooks extrem abhängig von einer guten Internetverbindung. Für ernsthafte Gamer sind sie ebenfalls nur eine eingeschränkte Option, neben Android-Spielen bleibt nur das Cloud-Gaming eine Alternative.

Weitere Möglichkeiten zeigen wir in unserem Ratgeber Chromebook oder Windows? Das beste System unter 600 Euro sowie Günstig und edel: Notebooks mit Alu-Gehäuse ab 300 Euro. Wer dem Windows-Universum treu bleiben möchte, aber Wert auf Mobilität legt, sollte einen Blick in den Artikel Ultrabook vs. Convertible: Das darf ein Touch-Laptop kosten werfen.

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