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Bild:Gerd Blank

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Ein Urlaub auf dem Campingplatz bedeutet oftmals deutliche Einschränkungen beim Komfort. Dass das auch anders geht, zeigen unsere Camping-Gadgets mit und ohne Strom.

Camping liegt im Trend: Gerade in der Corona-Krise steigen immer mehr in Wohnwagen, Wohnmobile und Campervans ein, um für eine Weile aus dem Alltag auszusteigen. 2020 war eins der besten Jahre für Wohnwagen-Verkäufer. Die meisten Neubesitzer kommen nun ins zweite Jahr und fahren zu Ostern oder Pfingsten wieder los. Ob man auf einem Campingplatz steht oder irgendwo wild übernachtet: Mit den richtigen Gadgets macht der Trip gleich noch mehr Spaß.

Wir haben ein paar nützliche Camping-Utensilien zusammengestellt – nicht für alle braucht man Strom.

Für Wohnmobile oder Gespanne ist es nicht immer leicht, die optimale Route für das jeweilige Gefährt zu finden: Mal ist die Straße zu eng, mal sind Brücken zu niedrig. Normale Navigationsgeräte, Navi-Apps oder Kartendienste wie Google Maps helfen zwar bei der generellen Routenplanung, sie schützen aber nicht vor manchmal unüberwindbaren Schwierigkeiten bei großen, hohen oder langen Fahrzeugen.

Bei speziellen Navigationsgeräten für Camper kann man nicht nur Streckenvorlieben eintragen, sondern auch die Abmessungen und Besonderheiten des Fahrzeuges. Natürlich bieten solche Geräte viele Standardfunktionen wie Stauwarner oder eine Freisprecheinrichtung. Praktisch ist es außerdem, wenn auf dem Display auch das Bild einer Rückwärtskamera angezeigt werden kann oder sogar eine Dashcam integriert ist. Darüber hinaus zeigen gute System auch spezielle Orte für Camper an, zum Beispiel Camping- oder Stellplätze, Versorgungsstationen oder auch Tipps für beste Sightseeing-Orte mit sicheren Parkplätzen. Das ist nett, doch ähnliche Features und ausgewählte POIs (Points of Interest) bieten auch Standard-Navis.

Camping-Navis zeichnet nicht nur die Hardware aus, sondern vor allem die Software. Wer vor allem in Deutschland unterwegs ist, bekommt sehr gute Ergebnisse. Geht es ins Ausland, variiert die Qualität des Kartenmaterials. Mit der generellen Routenplanung gibt es meistens keine Probleme, allerdings bei der Genauigkeit der spezifischen Angaben, zum Beispiel bei der Durchfahrthöhe. Geht man nach den Nutzerkommentaren verschiedener Navigationslösungen, machen alle aktuellen Geräte einen guten Job, allerdings nicht überall: Offenbar schafft es kein Navi, in allen 42 Länder Europas zwischen einer ausgebauten Straße oder einer Schotterpiste zu unterscheiden. Aber wir sind ja nicht bei „Wetten, dass..!“, ein paar Fehler sind erlaubt. Wichtig ist es, dass man vor der Reise das Kartenmaterial aktualisiert. Übrigens: Viele Stellplätze haben im Ausland keine richtige Adresse, sondern es müssen GPS-Koordinaten eingegeben werden. Beim Navi-Kauf sollte man also darauf achten, dass dies möglich ist.

Bei externen Navis für Camper hat Garmin mehrere gute Produkte mit vielen Extras im Sortiment. Das Camper 780 zeigt die Route auf einem knapp sieben Zoll großem Touch-Display an und bietet darüber hinaus einen digitalen Verkehrsfunk. Beim Camper 785 & Traffic ist eine Dashcam an Bord. Camper 890 hört aufs Wort und kann Updates per WLAN einspielen. Außerdem werden aktuelle Kraftstoffpreise angezeigt. Spannend ist die Anbindung an TripAdvisor und das weltweite Kartenmaterial, welches kostenlos heruntergeladen werden kann. Das Flaggschiff Camper 1090 bietet mit 10 Zoll das größte Display.

Das Go Camper von TomTom ist – auch preislich – eine attraktive Alternative. Das Display ist zwar lediglich sechs Zoll groß, dafür ist eine SIM-Karte eingebaut, um jederzeit aktuelle Informationen zum Verkehr noch präziser abrufen zu können. Der Clou sind die redaktionell betreuten Road-Trips mit tollen Touren in aller Welt und die Möglichkeit, eigene Urlaube mit MyDrive am Computer vorauszuplanen und ans Navi zu übertragen.

Wer unterwegs darauf angewiesen ist, seinen Computer regelmäßig zu nutzen, wird auch passende Stromquellen benötigen. Große Wohnmobile haben dafür oft eine zweite oder sogar dritte Batterie an Bord, bei Campervans sieht man immer öfter Solar-Panels auf dem Dach. Aber es geht auch kleiner: Wer seinen Laptop nur einmal mit Strom versorgen muss, kann dafür eine Powerbank nutzen. Wir haben zu diesem Zweck die RAVPower PD Powerbank mit 60 Watt Ausgangsleistung und einer Kapazität von 20.000 mAh getestet. Bis die recht schwere Powerbank vollständig aufgeladen ist, dauert es etwa drei Stunden. Als Anschlüsse stehen ein USB-A- und USB-C-Anschlüsse zur Verfügung, letzter sogar mit schneller Stromübertragung (PD). Mit den 60 Watt ist es sogar möglich, ein Macbook Pro aufzuladen. Wird gleichzeitig am anderen Anschluss ein Smartphone eingesteckt, sinkt die Ausgabeleistung entsprechend.

Für echte Hardcore-Camper ist das allerdings nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Wer richtig gut aufgestellt sein möchte, sollte einen Blick auf die Powerstation BW-PG1 von Blitzwolf werfen. Hier steht eine Gesamtkapazität von satten 462 Wh zur Verfügung. Neben insgesamt vier USB-Ports stehen ein 12V-Zigarettenanzünder, drei 12V-Ports mit Hohlsteckerbuchse und zwei 220V Steckplätze zur Verfügung. Nebenbei fungiert die sieben Kilogramm schwere Powerstation als Taschenlampe und als Lautsprecher mit Klinkenanschluss. Mit einer UVP von über 400 Euro ist das Gerät zwar nicht günstig, für eine sichere Stromversorgung fernab von Steckdosen ist das Modell allerdings deutlich besser geeignet als eine kleine Powerbank.

TechStage-Leser bekommen die Powerstation BW-PG1 bei Banggood mit dem Gutscheincode BGTS841Q für 310 Euro; der Deal ist bis zum 31.3.21 gültig. Das Gerät kommt aus dem tschechischen Lager des Shops und ist in wenigen Tagen beim Käufer. Bei deutschen Händlern haben wir das Modell bisher noch nicht gefunden.

Um Powerbank oder Powerstation auch fernab eines Campingplatzes aufladen zu können, empfiehlt sich ein Solarpanel mit ausreichend Power. Mehr Informationen zu dem Thema liefert unser Artikel Insel-Solaranlagen: Stromversorgung für Schrebergarten & Co.

Wenn auch deutlich weniger Leistung ausreicht, sind USB-Solarpanels wie das 18-W-Solarpanel von Marbor (Testbericht) oder Solarrucksäcke (Ratgeber) interessant. Diese sind zumindest ausreichend, um Actioncam oder Smartphone mit Strom zu versorgen.

Wer auf einen Campingplatz Strom für seinen Camper benötigt, braucht ein entsprechendes Stromkabel mit einem dreipoligen CEE-Anschluss. Mehr noch: Damit das Stromkabel der Norm entspricht, muss es bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Diese regeln die DIN-Normen VDE 0100 Teil 708 und Teil 721. Sie sehen zum Beispiel vor, dass auf Campingplätzen nur CEE-Steckdosen und blaue CEE-Stecker verwendet werden dürfen. Handelsübliche Schukostromkabel und Verlängerungen sind also eigentlich nicht zulässig.

Wir haben uns für eine Kabeltrommel entschieden, da sich diese einfach aufwickeln lässt. Die Garant von Brennstuhl benötigt für den CEE-Anschluss keine Adapter, sondern kann direkt an die Strombox des Campingplatzes und ans Wohnmobil oder den Wohnwagen gesteckt werden. Die Kabeltrommel hat genügend Leistungsreserven, um auch Geräte mit einem höheren Watt-Bedarf sicher mit Strom zu versorgen. Und ein Tipp: Das Kabel sollte komplett abgerollt werden, damit an der Trommel kein Hitzestau oder gar Kabelbrand entsteht.

Natürlich kann man im Camper auch per Smartphone ins Netz gehen oder damit einen Hotspot für Laptop & Co. aufbauen. Die bessere Methode ist es aber, den Hotspot mit einem LTE-Router (Themenwelt) mit eigener SIM zu errichten. Wir haben den Netgear Nighthawk M2 (Testbericht) mit der Bestnote bewertet und finden, dass er sich auch hervorragend im Camper macht. Damit geht es nicht nur schneller ins Netz als mit jedem Smartphone, der Akku ist auch stark genug, um damit durch den Tag zu kommen. Der Preis ist mit 360 Euro sportlich, aber gerade digitale Nomaden, die auch unterwegs ständig ein stabiles Internet benötigen, werden die Investition sicher nicht bereuen.

Weitere LTE-Router und die dazu passenden Datentarife stellen wir im Ratgeber: Die besten Tarife für mobiles Surfen vor.

Grillen und Camping gehören zusammen wie Joko und Klaas oder wie Nathan Drake zu „Uncharted“. Wer gerne mit Gas grillt, ist allerdings in den meisten Fällen darauf angewiesen große Gerätschaften mitzuschleppen. Was in einem riesigen Wohnmobil mit viel Stauraum kein Problem ist, wird in einem Bulli schon schwierig und beim Zelten geradezu unmöglich. Das dachte sich Christian Battel auch. Er ist der Kopf hinter Skotti (Testbericht) , dem Mini-Gasgrill, der vor der Nutzung aus verschiedenen Edelstahlteilen einfach zusammengesetzt wird. Bis zur Nutzung werden die Einzelteile in einer LKW-Plane verstaut. Das Päckchen ist dann so flach, dass es locker hinter einem Autositz verschwindet. Der Aufbau dauert etwa eine Minute, der Abbau nur unwesentlich länger. Und da die Einzelteile aus Edelstahl sind, kann man Grillspuren mit einer Stahlbürste entfernen und den Grill anschließend in die Spülmaschine stellen; soweit vorhanden versteht sich.

In großen Wohnmobilen ist manchmal sogar Platz für einen Backofen. Doch wer in seinem Campervan oder im Zelt zum Beispiel einen Kuchen backen oder einen Auflauf zubereiten will, schaut häufig in die – nicht vorhandene – Röhre. Hier kommt der schwedische Omnia ins Spiel, der Backofen für unterwegs. Der mobile Ofen wird einfach auf den Gaskocher gestellt, durch die Bauform wird die Hitze so verteilt, dass die Backwaren von allen Seiten die optimale Temperatur erhalten.

Die schlichte Konstruktion besteht in der Basisversion aus Edelstahl und besteht aus dem Aufsatz für den Herd / Grill, der Backform und einem Deckel. Darüber hinaus gibt es inzwischen Zubehör ohne Ende, zum Beispiel Silikoneinsätze, Gitter, Muffinformen oder Tragetaschen. Den Omnia-Backofen gibt es in der Grundausstattung für 50 Euro, Zubehör kostet extra.

Hygiene an Bord und im Zelt funktioniert etwas anders, als in den eigenen vier Wänden. Häufig muss man Kompromisse eingehen. Doch egal wie gut ein Camper ausgestattet ist und wie nah man auf dem Campingplatz an einem Waschhaus steht: Eine zusätzliche Außendusche ist auf den meisten Trips ein Gewinn. Man kann sich schnell die Hände waschen, Sand von den Füßen spülen oder einfach nur mal schnell abkühlen. Und wenn man ein paar Tage auf einem Festivalgelände steht, möchte man so eine Dusche erst recht nicht missen. Die Camping-Dusche von LYTLD hat ein Fassungsvermögen von 40 Litern, erwärmt wird das Wasser durch die Sonne. Mit der Handbrause lässt sich der Wasserstrahl flexibel steuern. Und nach der Nutzung kann man die Dusche einfach zusammenfalten.

Manchmal muss man einfach. Dringend. Und wenn man keine Toilette an Bord hat, kann die Suche nach einem Klo echt problematisch sein. Die Köpfe hinter der deutschen Firma Kildwick sind selbst Camper und kennen das Problem – und haben mit dem MiniLoo eine mobile Lösung für den Austritt im Sortiment. Der Korpus des Klos besteht aus Holz und muss selbst zusammengebaut werden. Auf das Klo kommen Brille und Deckel, in den Kasten ein Trenneinsatz, der flüssige und feste Stoffe voneinander trennt und in separaten Behältern aufnimmt. Den Geruch stoppen verschiedene natürliche Zusätze. Gerade, wer mit Kinder unterwegs ist, wird sich über diese Lösung freuen.

Wer campt, muss auch seine Kleidung waschen. Eine Lösung können faltbare Mini-Waschmaschinen sein. Die reinigen einige Kleidungsstücke auch im Zelt oder Wohnwagen. Die Moyu Travel Portable Mini Folding Wash Machine(Testbericht) findet man beispielsweise bei real.de für 90 Euro. Banggood verlangt dafür 64 Euro mit Versand aus dem tschechischen Lager.

Das Modell hat ein Fassungsvermögen von rund 3 kg und wäscht innerhalb von 10 Minuten. In unserem Test hat sie überraschend gut abgeschnitten, allerdings ist der Schleudergang unbrauchbar.

Werkzeuge braucht man beim Camping immer. Mal wird eine Leine für die Wäsche gekürzt, mal müssen Äste zurechtgesägt werden. Aber gleichzeitig ist der Platz an Bord limitiert, auch auf das Gewicht sollte man achten. Ein großer Werkzeugkasten bleibt da häufig zu Hause. Für Camper bietet sich daher ein Multitool an.

Das Leatherman Signal bringt 19 Werkzeuge für unterwegs in ein handliches Format. Neben typischen Tools wie Messer oder Säge gibt es eine Zange, Kabelschneider und eine kleine Schere. So weit, so typisch. Der Signal hat aber noch herausnehmbare Signal-Pfeife, Messerschleifstein und Feuerstahl, mit dem man sein Lagerfeuer in Gang bringen kann. Da viele Multitools inzwischen unter die sogenannte Taschenmesser-Verordnung fallen, muss es beim Transport sicher verwahrt werden. Dennoch lohnt die Mitnahme, mehr Werkzeuge braucht man in den meisten Fällen nicht.

Für Dauercamper und Ferienhausbesitzer, die Ihr Hab und Gut auch in Abwesenheit im Auge behalten wollen, sind Wildkameras mit GSM oder GPRS sinnvoll. Die Geräte erlauben Videoüberwachung auch ohne Steckdose oder Internetanschluss. Wie die Geräte funktionieren und was sie kosten, zeigt unser Ratgeber: Fotofallen zum Beobachten und Überwachen .

Mit dem richtigen Zubehör ist der Campingurlaub noch bequemer und sicherer. Wer nicht auf Komfort verzichten möchte, muss nur die richtigen Produkte finden. Es gibt natürlich noch viel mehr, die nicht zwingend speziell für Camper gedacht sein müssen. Dazu gehören etwa Smartphone-Halterungen für das Lüftungsgitter oder Halterungen für Tablets, um die Kinder bei Laune zu halten.

Auch Dashcams sind für Camper interessant, wobei man hier jeweils die rechtlichen Vorgaben des jeweiligen Landes beachten muss. Im Schadensfall ist es aber oft nicht verkehrt, einen Videobeweis zu haben. Noch besser, wenn diese Dashcams auch nach hinten blicken und auch eine Rückfahrkamera ist äußerst hilfreich. Mehr dazu in unserem Vergleichstest zu Dashcams.

Zuletzt sollte man an das Thema Luft denken, und zwar an den Luftdruck der Wohnwagen-Reifen. Diese kann man mit günstigen Luftdruckmessern überwachen, etwa mit Geräten, die den Luftdruck per Funk zu einem Display beim Fahrer schicken. Mehr dazu im Ratgeber: Luftdruck-Messer für Motorräder & Co. Und dann ist da natürlich auch noch die Luft für alle Bikes, Bälle oder Schwimmtiere, die man im Gepäck hat. Unser Vergleichstest zeigt sechs mobile elektrische Luftpumpen, mit denen man sich viel Puste sparen kann - und das schon ab 35 Euro.

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