Bis zu 40% günstiger: Philips-Hue-Alternativen von Ikea, Ledvance, Paulmann, Tint & Co.

Innr Outdoor Smart Globe Light Colour (OGL 130C)

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Mit einer smarten Beleuchtung können Anwender Licht nicht nur bequem ein- und ausschalten, sondern zudem ganz besondere Lichterlebnisse schaffen. Dabei müssen sie nicht unbedingt zu den teuren Produkten von Branchenführer Philips Hue greifen. Die Alternativen sind teils deutlich günstiger.

Dieser Ratgeber richtet sich an alle, die erste Informationen zu smarten Leuchtmitteln suchen oder sich einen groben Überblick zu dem Thema verschaffen wollen. Wem diese Informationen zu allgemein sind, dem raten wir, in unsere Themenwelt Smarte Beleuchtung zu blicken. Dort haben wir unter anderem 5 Zigbee-LEDs mit E27-Sockel verglichen, zeigen Smarte Outdoor-Beleuchtung zum Nachrüsten oder stellen Vintage-LEDs vor.

„Computer, schalte das Licht im Wohnzimmer an.“ Damit ein digitaler Sprachassistent wie Amazon Alexa (Ratgeber), Google Assistant (Test) oder Apple Siri (Ratgeber) diesen Befehl umsetzen kann, bedarf es einer smarten Beleuchtung. „Smart“ heißt in diesem Zusammenhang erst einmal „vernetzt“. Ohne Vernetzung ist eine smarte Lichtsteuerung nicht möglich. Hierfür kommen unterschiedliche Übertragungsstandards wie WLAN, Bluetooth oder Zigbee (Ratgeber) zum Einsatz.

Zigbee hat sich bei den großen Anbietern wie Philips Hue (Testbericht), Ikea (Testbericht), Innr, Ledvance, Paulmann und Tint (Testbericht) etabliert. Der Funkstandard ist nicht nur besonders energieeffizient, sondern eignet sich auch für die Vernetzung ideal. Während WLAN-Lampen für zusätzlichen Datenverkehr im heimischen Funknetzwerk sorgen, bauen Zigbee-Komponenten ihr eigenes Netzwerk auf. Dabei verstärkt ein Zigbee-Gerät ähnlich wie in einem Mesh-Netzwerk das Funksignal und sorgt damit für mehr Reichweite. Allerdings wird für den Aufbau eines Zigbee-Netzwerks eine zentrale Steuereinheit benötigt. Häufig bezeichnen die Hersteller diese mit Gateway, Bridge oder Hub.

Doch es ist nicht unbedingt nötig, eine Bridge von Philips oder Innr zur Ansteuerung entsprechender Leuchtmittel zu nutzen. Oft können Zigbee-Lampen auch direkt von Smart-Home-Zentralen (Ratgeber) wie Samsung Smartthings (Testbericht) oder Homey Pro (Testbericht) angesteuert werden. Allerdings muss man beim Betrieb ohne Hersteller-Bridge einige Einschränkungen in Kauf nehmen. So stehen bestimmte Funktionen wie die Licht-Synchronisation mit Musik nur mit der Original-Bridge von Philips zur Verfügung.

Philips Hue stattet seine Leuchtmittel seit 2019 auch mit Bluetooth aus. Ohne Bridge können Anwender die Lampen per Smartphone und Bluetooth-Koppelung ansteuern. Mehr als zehn Hue-Komponenten kann man damit jedoch nicht bedienen – mit der Bridge sind es bis zu 50. Außerdem ist mit Bluetooth die Reichweite begrenzt, sodass man die Lampen zwar in deren Nähe, aber nicht von unterwegs steuern kann. Zudem sind mit Bluetooth-Lösungen keine umfangreichen Automatisierungen mit anderen Smart-Home-Komponenten möglich.

WLAN-basierte Leuchten wie von Luminea (Testbericht), Nanoleaf (Ratgeber), Lifx, TP-Link Kasa und Wiz benötigen keine zentrale Steuereinheit. Sie werden direkt mit dem WLAN-Router verbunden und per App gesteuert. Im Vergleich zu Zigbee-Varianten liegt der Stromverbrauch im Standby aber höher. Zudem sorgen sie für zusätzlichen Datenverkehr im heimischen WLAN-Netzwerk (Ratgeber), was unter Umständen zu Problemen führen kann.

Wer eine Fritzbox (Ratgeber) nutzt, kann daran direkt die auf DECT-ULE basierende Leuchte Fritzdect 500 anschließen. Ansonsten stehen keine weiteren DECT-ULE-Lampen zur Verfügung, sodass die Plattform in Sachen smarter Lichtsteuerung nicht mit der Auswahlvielfalt der Konkurrenz mithalten kann.

Für den Einstieg in die smarte Beleuchtung genügt es in vielen Fällen, das alte Leuchtmittel mit einer smarten Variante zu ersetzen. Viel mehr ist nicht nötig. Mit smarten Leuchtmitteln können Anwender bequem per App für gemütliche Stimmung sorgen. In Kombination mit smarten Bewegungsmeldern schaltet das Smart Home das Licht automatisch ein und aus.

Das Angebot an vernetzten Leuchtmitteln ist groß. Für die Grundbeleuchtung gibt es LED-Lampen in vielen Formen für die Fassungen E27, E14, GU10 und B22 vereinzelt auch für GU 5.3 (12 Volt). Alternativ sind Fertigleuchten in diversen Designs für Tisch, Wand, Decke oder Schrankmontage mit fest eingebauten Leuchtdioden erhältlich. Lassen sich beispielsweise Stehleuchten wegen zu kleiner Gehäuse nicht mit smarten Leuchtmitteln bestücken, können sie mittels Funksteckdosen „smart werden“. Als dekorative Stimmungsleuchten eignen sich flexible LED-Streifen oder -Platten zur Wand- und Deckenmontage.

Platzhirsch bei smartem Licht ist der Konzern Signify mit seinen Marken Philips Hue (Testbericht) und Wiz. Unter dem Dach von Ledvance soll Osrams (Smart+ Testbericht) ehemalige Lichtsparte auf dem Smart-Home-Markt zu alter Form finden. Ikea mischt mit der Tradfri-Produktreihe im Niedrigpreissegment mit. Mit Innr, Tint, Luminea und Eve buhlen weitere europäische Marken um die Gunst der Kundschaft. Asiatische Herausforderer wie Govee (Ratgeber), Meross, Sonoff, Xiaomi und Yeelight hätten aber auch gern ein Stück vom Kuchen ab und setzen auf einen aggressiven Preiskampf. Nanoleaf (Canvas Testbericht) und Lifx sind vor allem in Nordamerika bekannt, sind bei Enthusiasten aber auch hierzulande beliebt. Hier haben wir 5 E27-RGB-Leuchtmittel mit Zigbee miteinander verglichen.

Besonders günstig sind Lampen zu haben, die nur Warmweiß darstellen können. Bei Ikea (Tradfri Testbericht) geht es ab 8 Euro los. Für solche, die zwischen verschiedenen Weißtönen variieren können, wird ein geringer Aufpreis fällig. RGB-Leuchtmittel, die neben dem Weißspektrum theoretische 16 Millionen Farbnuancen erzeugen können, sind nochmals teurer. Mit Preisen zwischen 20 und 60 Euro ist hier pro Leuchtmittel zu rechnen.

Fertigleuchten für Wände, Decken, Tisch oder in Form von Spots und LED-Panel gehen da erst los und hören bei über 400 Euro noch nicht auf. Hier spielt auch das Design eine große Rolle. Vergleichsweise günstig und eher auf Praxisnutzen denn Design bedacht sind etwa die Hue Play Bars (Testbericht).

Der Wettbewerb sorgt für immer mehr Produktalternativen in diversen Einsatzbereichen. Derzeit bauen die Anbieter ihr Sortiment im Bereich der Filament-Lampen mit Glühfaden-Look (Filament-Lampen im Vergleich) aus. Und natürlich gibt es auch noch smarte LED-Beleuchtung in Form von Stehlampen.

Als Alternative zu reinen Wandleuchten bieten sich auch Kombiprodukte mit integrierter Überwachungskamera wie der Ezviz LC3 (Testbericht) an. Mehr Details dazu erfahren Interessierte in unserem Beitrag Überwachungskameras: Außenleuchten mit Kamera, Spotlight- und Floodlight-Cams ab 90 Euro.

Außerdem sind immer mehr wasser- und staubdichte Deko- und Fertigleuchten für draußen erhältlich, die sich einfach nachrüsten lassen. Mit vielen Gadgets wird auch der Garten zur Licht-Wohlfühl-Oase. Die populären LED-Streifen erlauben immer feinere Ansteuerungen, Dioden-Cluster oder gar einzelne Dioden zu färben. Das ermöglicht neue Einsatzbereiche, wie den Abgleich von Lichtfarbe- und Helligkeit mit Fernseherbild und Musik – etwa beim Philips Hue Gradient Lightstrip. Um den zu steuern, benötigen Interessenten allerdings auch noch die Sync Box (Testbericht).

Je nach Hersteller gehören auch Bewegungsmelder, Funksteckdosen, Fernbedienungen und Funkschalter für Tisch und Wand zum Sortiment. Wer mehrere Bewegungsmelder in der Wohnung verteilt, kann im Extremfall komplett auf Lichtschalter verzichten. Ob das wirklich auch im Alltag funktioniert, sollten Interessenten am besten erst einmal in einem einzelnen Raum ausprobieren.

Wer seine smarten Geräte lieber per Schalter bedient, kann auch diese problemlos nachrüsten. Verfügbar sind einfache Ein- und Ausschalter, Schalter mit Dimmfunktion oder Farbauswahl und Mehrfach-Schalter. Mit Unterputzmodulen lassen sich herkömmliche Lichtschalter komplett ersetzen. Sie sind aber nicht so einfach zu installieren wie batteriebetriebene Funktaster. Diese klebt man entweder mit doppelseitigen Pads wie einen normalen Lichtschalter an die Wand oder legt sie auf den Tisch oder auf das Sofa. Wer mehr über smarte Lichtschalter erfahren möchte, findet in unserem Ratgeber WLAN-Schalter und Dimmer nachrüsten: So wird Beleuchtung smart wertvolle Informationen.

Wer in das Thema smarte Beleuchtung einsteigen möchte, kann mit dem einfachen Austausch vorhandener Leuchtmittel mit smarten Varianten beginnen. Diese sind bereits für wenige Euro erhältlich. Doch für faszinierende Lichterlebnisse sind größere Investments nötig.

Wer zu Angeboten von Philips Hue greift, spielt lichttechnisch in der Champions League. Das betrifft allerdings nicht nur die Leistung und Auswahl, sondern auch den Preis. Wer nicht das volle Leistungsspektrum des Branchenführers benötigt, kann mit alternativen Lösungen viel Geld sparen. Eine 9-Watt-E27-Leuchte von Philips Hue (White and Color Ambiance) kostet aktuell knapp 35 Euro, während Ikea für ein vergleichbares Modell nur knapp 20 Euro verlangt.

Im Hinblick auf ein wachsendes Lichtsystem sollte man aber auch dann möglichst auf Produkte eines Herstellers setzen, um die Lichtsteuerung so einfach wie möglich zu halten. In der Praxis dürften die meisten Anwender eine smarte Lichtsteuerung zusammen mit anderen Smart-Home-Komponenten betreiben, sodass man auf entsprechende Kompatibilität zwischen Lichtsystem und Smart-Home-Zentrale achten sollte.

TechStage hat zum Thema smarte Beleuchtung schon zahlreiche Ratgeber und Testberichte veröffentlicht, die die Thematik aus unterschiedlichen Perspektiven detailliert beleuchten:

(Mit Material von Berti Kolbow-Lehradt)

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