Beste externe Festplatte finden: So bekommt ihr am meisten Speicher pro Euro

Externer Speicher Dachbild

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SSDs, HDDs oder große USB-Sticks: Externer Speicher kommt in vielen Ausführungen. Wir zeigen, wie man den meisten Speicher für sein Geld bekommt.

Externe Festplatten und Datenspeicher haben auch in Zeiten der Cloud ihre Berechtigung. Sie sind schneller, offline verfügbar und kosten keine monatlichen Gebühren.

Dank USB-C lassen sich die externen Speicher sowohl am PC als auch am Smartphone nutzen. Wer allerdings eine externe Festplatte im Rucksack oder der Tasche dabei hat, sollte ein paar Dinge beachten, um die Daten sicher zu transportieren. Denn wer Speichermedien mit sich trägt, der setzt sie automatisch Erschütterungen aus. Diese sind vorwiegend für mechanische Festplatten ein Problem, mechanische Bauteile wie Schreib/Leseköpfe können kaputtgehen.

Wer eine solche externe Festplatte mobil nutzen möchte, der sollte zu einer 2,5-Zoll-USB-Platte greifen, die für den tragbaren Einsatz konzipiert wurde. Doch auch die sind anfällig für technische Defekte (was der Autor bereits mehrfach erlebt hat). Besser sind tragbare SSDs oder klassische USB-Sticks. Diese speichern die Daten ohne mechanische Bauteile, anfällig sind hier lediglich Stecker oder Buchsen. Wo möglich, sollte man sie gegen Schmutz oder Verbiegen schützen.

Wie interne Speichermedien haben USB-Festplatten einen großen Vorteil: Nirgends bekommt man so viel Platz so günstig. Die meisten TByte pro Euro bekommt man für externe Festplatten in 3,5 Zoll. Ein anschauliches Beispiel ist das Seagate Desktop Drive mit 8 TByte Speicher. Das bekommt man immer wieder für etwa 125 Euro. Für knapp 240 Euro bekommt man noch mehr Kapazität. Bis zu 14 TByte bieten USB-Festplatten wie die Western Digital WD Elements Desktop oder die Seagate Expansion Desktop +Rescue.

Bei den großen externen Festplatten sollte man allerdings ein paar Dinge beachten. Die Speicher sind per USB angebunden, die meisten nicht per USB-C, sondern nur per USB-A 3.0. Idealerweise nutzt man sie als Teil seines Backup-Plans. Idealerweise nicht als einziges Backup-System, dafür sind externe Festplatten zu anfällig für technische Defekte. Aber im Rahmen einer 3-2-1-Strategie (mehr dazu im Ratgeber Backup für Windows) sind die Geräte in jedem Fall sinnvoll.

Wer mehr ausgibt, bekommt den Speicher günstiger – zumindest, wenn man den Preis pro TByte rechnet. Die Crucial X6 Portable mit 2 TByte Speicherplatz und USB-C-Anschluss bekommt man für 159 Euro, das entspricht aktuell etwa 79 Euro pro TByte. Bei Aktionen wie der Black Week oder dem Prime Day bekam man den Speicher sogar für 147 Euro (73,50 Euro pro TByte). Externe SSDs mit 1 TByte kosten knapp 90 Euro, billiger insgesamt, aber teurer pro GByte.

Gleichzeitig lohnt sich ein Blick in die günstigsten externen SSDs. Bereits für unter 30 Euro bekommt man externe Speicher mit 128 GByte oder mehr. Das reicht locker, um Daten von einem Notebook zu sichern. Aktuelle USB-C-Anschlüsse sind zudem schnell genug, um Programme von dort zu starten.

Gegenüber klassischen HDDs bekommt man zwar weniger Speicherplatz, dafür gibt es aber ein paar Vorteile. Zunächst sind SSDs ohne mechanische Bauteile im eigentlichen Speicher, was sie etwas robuster macht als HDDs. Wobei das nicht heißt, dass die Speicher nicht kaputtgehen können, technische Defekte können etwa am Anschluss auftreten, auch Staub im Rucksack oder der Tragetasche könnten den Anschluss verstopfen.

Externe SSDs setzen inzwischen größtenteils auf USB-C. Damit sind Daten flink übertragen, wichtiger ist aber noch, dass man die Datenspeicher direkt an Laptops wie Macbooks oder Android-Smartphones anschließen kann.

Klein, schnell und günstig. USB-Sticks sind großartig, um schnell Daten zu transportieren oder Informationen ohne Internetzugang auszutauschen. Um es kurz zu machen, der Flash-Speicher ist inzwischen unfassbar günstig. 64-GByte-Sticks gibt es unter 4 Euro (richtig gelesen), 128 GByte bekommt man für etwas mehr als 6 Euro. Entsprechend raten wir genau zu diesen Varianten, kleinere Sticks lohnen sich einfach nicht (wenn man sie überhaupt bekommt).

Im Ratgeber USB-Sticks mit USB 3.0: Entweder 64 GByte oder gleich 512 GByte kaufen haben wir durchgerechnet, wo man am meisten Speicher fürs Geld bekommt.

Gleichzeitig werden die Sticks überraschend flexibel. USB-A-Stecker gibt es zwar immer noch, aber immer mehr Produkte bieten einen USB-C-Anschluss. Damit kann man die Sticks nicht nur direkt an einem Macbook verwenden, sondern auch große Bilder oder Videos von Android-Smartphones kopieren. Die Preise sind nur geringfügig höher als bei klassischen USB-Sticks mit USB-A.

Wie bei internen Festplatten gibt es auch bei mobilen Geräten die grundsätzliche Wahl zwischen Flash-basiertem Speicher oder klassischen mechanischen Platten. Letztere sind deutlich billiger, haben aber einen gravierenden Nachteil: Erschütterungen können zu mechanischen Fehlern und damit unlesbaren Daten führen. Die Hersteller steuern gegen und integrieren unterschiedliche Sicherheitsmechanismen. So werden die Schreibköpfe etwa stabil geparkt, wenn sie nicht im Betrieb sind. Das hilft, wenn die Festplatten transportiert werden. Fallen diese etwa vom Tisch, während sie angesteckt sind, kann es dennoch zu Fehlern kommen. Portable HDDs benötigen also eine gehörige Portion Sorgfalt.

Die Daten sollten nie nur auf der externen Platte liegen, Kopien und Sicherungen sollten auf weiteren Datenträgern existieren (Ratgeber: Backup für Windows). Der große Vorteil von HDDs schlägt auch bei portablen Festplatten voll durch: Sie sind günstig. Ein besseres Verhältnis von Preis-zu-TByte-Speicherplatz liefert derzeit keine andere Technik.

Flash-Speicher wie USB-Sticks oder externe SSDs umgehen dafür das Problem mit Erschütterungen, es gibt schlicht keine mechanischen Teile zur Datenspeicherung. Aufpassen sollte man trotzdem. Denn ist etwa der USB-Anschluss defekt, kommt man im Zweifel auch hier nicht mehr an die Daten. Wer eine Festplatte sucht, die er täglich im Rucksack oder der Umhängetasche mit sich tragen kann, dem empfehlen wir klar einen Flash-basierten Speicher wie eine SSD oder einen großen USB-Stick. Wie schnell die Flash-Speicher sein können, zeigen wir in unserer Themenwelt Externe SSDs.

Bei portablen externen HDDs hat sich das 2,5-Zoll-Format durchgesetzt. 3,5 Zoll sind nicht nur unhandlich, die großen Festplatten benötigen meist auch mehr Strom, als der normale USB-Port zur Verfügung stellt. Bei 2,5-Zoll dagegen reicht ein Kabel für die Übertragung der Daten und zur Stromversorgung. Die noch kleineren Festplatten mit 1,8 oder gar 1 Zoll gibt es zwar, sie spielen aber eine sehr untergeordnete Rolle.

Bei Flash-basierten Speichern gibt es keine feste Form. Viele Hersteller orientieren sich an klassischen Festplatten, das liegt aber eher am Wiedererkennungswert denn an technischen Vorgaben. Alternativ gibt es große Speicher in Form von USB-Sticks oder einfach als flache Anhänger. Für die Leistung ist das egal.

Gibt es konkrete Anhaltspunkte, wann eine Festplatte ordentlich geschützt ist? Ja, aber das ist etwas kompliziert. Viele Hersteller verpassen ihren Geräten den Beinamen „Rugged”. Dahinter steht aber keine spezifische Prozedur, es heißt einfach, dass ein oder mehrere Features verbaut wurde, um die Platte robuster zu machen. Einen Schritt weiter geht „nach militärischen Standards” oder „MIL-STD-810G/F zertifiziert”. Damit werden eine Reihe von Tests beschrieben, die die Platte überleben muss. Bei MIL-STD-810G gibt es etwa Vorgaben zum Staubschutz, wie viel Gerüttel ausgehalten werden muss und noch mehr. Aber: Hersteller können nur einen oder gleich alle Punkte erfüllen oder sich lediglich daran orientieren. Ob und wie viele Vorgaben umgesetzt werden, liegt beim Anbieter. Das ist der Grund, warum es solche 1TByte-große Festplatten für 49 Euro oder für knapp 1000 Euro gibt.

Am verlässlichsten sind noch die IP-Zertifizierungen. Diese geben allerdings nur den Schutz gegen Wasser und Staub an, nicht, wie gut das Gerät gegen plötzliche Bewegungen wie einen Sturz geschützt ist. Dennoch, für eine mobile Platte ist ein grundlegender Schutz gegen Wasser und Staub nicht verkehrt. Die Tabelle zeigt, was welche IP-Bezeichnung bedeutet.

1. Ziffer Schutz gegen Berührung / Fremdkörper 2. Ziffer Schutz gegen Wasser
0 ungeschützt 0 ungeschützt
1 Schutz gegen Fremdkörper > 50 mm / Schutz gegen Berührung mit dem Handrücken 1 Schutz gegen Tropfwasser
2 Schutz gegen Fremdkörper > 12 mm / Schutz gegen Berührung mit dem Finger 2 Schutz gegen Tropfwasser < 15 °C
3 Schutz gegen Fremdkörper > 2,5 mm / Schutz gegen Berührung mit Werkzeugen 3 Schutz gegen Sprühwasser
4 Schutz gegen Fremdkörper > 1 mm / Schutz gegen Berührung mit Draht 4 Schutz gegen Spritzwasser
5 Schutz gegen Staub / Schutz gegen Berührungen 5 Schutz gegen Strahlwasser
6 staubdicht, Schutz gegen Berührung 6 Schutz gegen schweres Strahlwasser
7 Schutz gegen zeitweises Untertauchen
8 Schutz gegen dauerhaftes Untertauchen
Quelle: Heise.de

Hier ist die Auswahl leicht, realistisch gesehen gibt es nur NTFS und exFAT. NTFS sollte inzwischen jeder Windows-Nutzer kennen, es ist das Standardformat für Microsofts Betriebssystem. Es ist solide, kommt mit großen Dateien zurecht und lässt sich von jedem Windows-System nutzen. Allerdings gibt es auch hier Grenzen.

Wer seinen Datenträger an verschiedenen Betriebssystemen nutzen will, etwa an einem Android-Smartphone, einem Macbook oder einer Playstation, der sollte gleich zu exFAT greifen. Das ebenfalls von Microsoft stammende Dateisystem hat sich zu einer universellen Alternative entwickelt. Mac OS unterstützt es ebenso wie diverse Linux-Distributionen. Vereinzelt kann es aber zu Problemen mit Geräten kommen, hauptsächlich Smart-TVs zicken hier gerne. Dann hilft eventuell der Griff zu FAT32 als Dateisystem. Dann allerdings hat man andere Nachteile, etwa eine Größenbeschränkung der Dateien auf maximal 4 GByte.

Wer jetzt einen neuen Speicher kauft, der sollte ein Gerät mit USB-C-Anschluss nehmen. Der Anschluss liefert eine hohe Geschwindigkeit und ist mit aktuellen PCs, Notebooks, Macbooks, Smartphones und Tablets kompatibel. Die meisten Hersteller legen zudem einen Adapter von USB-C auf USB-A bei, sodass man die Festplatte an nahezu jedem Gerät nutzen kann.

Aber Vorsicht: Der Adapter muss richtig aufgesteckt sein. Falsch herum bricht der Durchsatz um nahezu zwei Drittel ein – auch wenn USB-C eigentlich beliebig eingesteckt werden kann. Auch die Qualität des Kabels ist wichtig. Wir haben für diesen Artikel mehrere Kabel für einen Benchmark verwendet. Gerade bei günstigen USB-C-zu-USB-A-Kabeln, wie sie etwas Smartphones oft beiliegen, kommt es zu einem deutlichen Einbruch beim Datendurchsatz.

Unser Tipp: Um die volle Leistung zu bekommen, sollte man auf USB-C mit Thunderbolt 3 achten. Diese Kabel haben in unseren Tests durchweg die höchste Geschwindigkeit bei der Datenübertragung ermöglicht. USB-A auf USB-C-Kabel, wie sie Smartphones beiliegen, sollte man nur im Notfall nutzen. Mehr Informationen zu USB-C-Kabeln und worauf man achten sollte, haben wir in der Kaufberatung USB-C-Kabel: Nicht jedes kann alles zusammengetragen.

Wo wir gerade bei der Geschwindigkeit sind, hier gibt es natürlich auch Unterschiede bei der Bauweise. SSD und Flash sind schneller als HDD. Im Alltag begrenzt aber zumeist der Anschluss am PC den Datendurchsatz. Denn USB-C steht zunächst für die Anschlussart, nicht für die Geschwindigkeit. USB 2.0 etwa schafft realistisch bis zu 35 MByte/s, was selbst HDDs locker erreichen.

Interessanter ist da USB 3. Hier fand kürzlich eine Umbenennung statt: Aus USB 3.0 wurde USB 3.2 Gen 1, USB 3.1 Gen 1 wurde zu USB 3.2 Gen 2. Die Tabelle erklärt das etwas deutlicher und zeigt den jeweiligen theoretischen und praktischen Durchsatz:

Neue Bezeichnung Alte Bezeichnung theoretische Bandbreite effektive Übertragungegeschwindigkeit (maximal)
USB 3.2 Gen 1 USB 3.0 5 Gbit/s (625 MByte/s) ca. 450 MByte/s
USB 3.2 Gen 2 USB 3.1 Gen 1 10 Gbit/s (1250 MByte/s) ca. 900 MByte/s
USB 3.2 Gen 2x2 - 20 Gbit/s (2500 MByte/s) (keine Messwerte vorhanden)

Zum Vergleich, ein klassischer SATA-Anschluss im PC schafft in der Praxis um die 560 MByte/s und liegt damit zwischen den beiden USB-Standards. Entsprechend sollte man sich überlegen, wofür man die Festplatte braucht. Das gilt noch mehr für NVMe-basierte Speicher. Diese Chips sind enorm schnell, werden aber schon am PC kaum ausgelastet. Wer auf der externen Platte nicht nur einfache Daten lagern will, sondern von dort auch Anwendungen starten möchte, der sollte auf USB 3.2 Gen 2 sowie eine SSD setzen, damit dürfte der Flaschenhals minimal sein.

Neben dem einfachen Datenspeichern gibt es einige Modelle, bei denen die Hersteller mehr oder weniger sinnvolle Zusatzfunktionen bieten. So gibt es etwa Speicher mit WLAN oder Bluetooth. Geräte wie das Sandisk iXPand haben eine kabellose Ladefunktion samt Backup für iPhone und Android (Ratgeber). Andere Festplatten lassen sich nur nach Eingabe eines Codes auf einem Keypad entsperren. Und natürlich gibt es auch externe Festplatten mit RGB-Beleuchtung.

Am sinnvollsten sind dabei noch die Datenspeicher mit Kartenlesern. Noch praktischer ist es, wenn diese die Karte nicht nur auslesen, sondern die Inhalte direkt auf der Platte sichern. Diese sind allerdings rar gesät und entsprechend teuer.

Speicher ist eine der Dinge, der zum Glück immer im Preis fällt. Das gilt für interne Festplatten, etwa NAS-HDDs (Ratgeber: NAS-Festplatten von 4 bis 12 TByte) und PCI-Express-SSDs (NVMe wird günstig: Schnellen Speicher einfach nachrüsten). Das gilt auch für externe Speicher, gerade portable SSDs mit USB-C sind in den letzten Monaten deutlich im Preis gefallen. Doch auch die klassische USB-HDD hat noch immer ihren Platz. Kein anderer Speicher liefert so viel Platz für jeden Euro, den man ausgibt.

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