Die roten Connect-Taster aller fünf FRITZ!Repeater dienen der Verkoppelung sowohl mit dem WLAN-Router, als auch mit WPS-fähigen WLAN-Endgeräten (Bild: Harald Karcher).

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Fritzbox-Nutzer füllen bestehende WLAN-Lücken idealerweise mit einem Repeater von AVM. TechStage stellt die aktuell verfügbaren WLAN-Repeater mit Mesh-Funktionen vor.

AVM liefert zu seinen Fritzbox-Routern eine ganze Reihe an Erweiterungen. Neben eher exotischen Dingen, etwa per DECT schaltbaren Outdoor-Steckdosen, dürften sich die meisten Kunden in erster Linie für die Repeater-Serie interessieren. Diese Geräte erweitern das WLAN der Fritzbox, sorgen für eine bessere Abdeckung und können Lücken im Funknetz schließen. Der große Vorteil bei AVM ist die Mesh-Funktion. Auf Wunsch übernehmen die Repeater alle Einstellungen des Hauptrouters, also Dinge wie WLAN-Name und -Passwort oder die Konfiguration zur Kindersicherung. Für die jeweiligen Endgeräte sieht das Mesh wie ein großes Netzwerk aus. Das ist beispielsweise fürs Smart-Home sinnvoll, damit Schalter oder Sensoren zuverlässig mit allen anderen Geräten kommunizieren können. AVM liefert dabei nicht nur einzelne WLAN-Router, zahlreiche Geräte haben passende Modems für den jeweiligen Internetzugang. Mehr dazu im Artikel Die beste Fritzbox für VDSL, Kabel, LTE und Glasfaser.

Aktuell hat AVM folgende Repeater im Programm:

  • Der Tri-Band-Repeater 6000 (Testbericht) funkt 1200 + 2400 + 2400 MBit/s brutto, aus drei Frequenzen-Blöcken, aus 3x4=12 Antennen. Addiert man diese Einzelwerte, dann kommen 6000 MBit/s brutto zusammen.
  • Der Tri-Band-Repeater 3000 (Testbericht) schafft 400 + 866 + 1733 MBit/s brutto. Das sind 2966 MBit/s Gesamtleistung, daher der Wert 3000 im offiziellen Namen.
  • Der Dual-Band-Repeater 2400 (Testbericht) funkt 600 + 1733 = 2333 MBit/s brutto. Da hat sich AVM dann wohl fürs Aufrunden zum Fritz Repeater 2400 entschieden.
  • Der Dual-Band-Repeater 1200 (Testbericht) schafft 400 + 866 = 1266 MBit/s brutto. Da hat AVM dann eher abgerundet und sich für den Namen Fritz Repeater 1200 entschieden. Das klingt auch genau wie die Hälfte vom 2400.
  • Der Single-Band-Repeater 600 (Testbericht) funkt 600 MBit/s brutto im 2,4 GHz-Band. Da lag dann wohl der Name Fritz Repeater 600 nahe.

Um die Access Points an den Router anzuschließen, hat man meist zwei Optionen: LAN oder per Funk. LAN sollte man vorziehen, da hier am wenigsten Durchsatz „verloren“ geht. AVM nennt diesen Modus auch LAN-Brücke, der Rest der Welt sagt meistens WLAN-AP-Modus dazu. Einzige Ausnahme: Der kleine Fritz Repeater 600 hat keine LAN-Buchse, er kann daher auch keine WLAN-AP-Rolle spielen. Wo immer möglich, empfehlen wir die Ankoppelung der Repeater per LAN-Kabel, denn das bringt den WLAN-Endgeräten immer ganz klar die stärkste und stabilste Durchsatz-Leistung.

Verbindet man Router und Repeater per WLAN-Funk, müssen sie einen Teil ihrer Funkleistung für die interne Kommunikation aufbringen. Das ist dann der Preis für den Luxus einer drahtlosen Anbindung, zum Zwecke des LAN-Kabel-Ersatzes: Diese Architektur fordert einen hohen Tribut:

  • Der Tri-Band-Repeater 6000 opfert für die interne Kommunikation meist seinen höchsten Frequenz-Block im 5-GHz-II-Band, mit maximal 2400 MBit/s brutto.
  • Der Tri-Band-Repeater 3000 nutzt für die interne Verbindung ebenfalls meist seinen höchsten Frequenz-Block im 5-GHz-II-Band, mit maximal 1700 MBit/s brutto.
  • Der Dual-Band-Repeater 2400 entscheidet jeweils selbst und dynamisch, wie er seine 600-MBit/s-Strecke bei 2,4 GHz und/oder seine 1733-MBit/s-Strecke bei 5 GHz zur infrastrukturellen Verbindung mit seinem WLAN-Router nutzt.
  • Der Dual-Band-Repeater 1200 entscheidet ebenfalls dynamisch, wie er seine 400-MBit/s-Strecke bei 2,4 GHz und/oder seine 866-MBit/s-Strecke bei 5 GHz zur internen Verbindung mit seinem WLAN-Router nutzt.
  • Der Single-Band-Repeater 600 bespielt nur einen einzigen Frequenz-Block bei 2,4 GHz mit insgesamt 600 MHz Brutto. Diesen schmalen Block muss er gleichzeitig für die Infrastrukturelle Verbindung mit seinem WLAN-Router und für den Daten-Transport zu den WLAN-Endgeräten nutzen. Da bleibt entsprechend wenig Daten-Durchsatz für die WLAN-Endgeräte übrig.

Single-Band-Repeater, egal von welchem WLAN-Hersteller, müssen sich zu Recht die Kritik gefallen lassen, sie würden (mindestens) die Hälfte ihrer nominalen Brutto-Leistung schon auf dem Weg zum WLAN-Endgerät für die interne Anbindung an ihren WLAN-Router verlieren. Dual- oder Tri-Band-Repeater besitzen mehr Optionen und bieten einen höheren Durchsatz, sind aber teurer.

Doch wenn nur kurz vor dem hintersten Zimmer das WLAN aus dem Router zu schwach wird um dort ein bisschen zu Mailen, Surfen oder Chatten, kann auch ein Single-Band-Repeater weit unter 50 Euro eine willkommene Lösung für diese letzten paar Meter sein.

Die Einrichtung der Fritz Repeater ist einfach erklärt und benötigt lediglich drei Schritte:

  1. Fritz Repeater an das Stromnetz anschließen und warten, bis die Connect-LED langsam blinkt.
  2. Connect-Taste kurz drücken
  3. Connect- oder WPS-Funktion an der Fritzbox respektive am Router auslösen.

Aus vielen Tests und Installationen können wir bestätigen: Die Anbindung eines Fritz Repeaters an eine Fritzbox lief tatsächlich schon seit Jahren wie beschrieben. Und zwar egal, ob die Anbindung zum Router nun per WLAN oder per LAN-Kabel vorgenommen wurde.

Auf den nicht halb so großen Verpackungen der Repeater 1200 und 600 fehlt diese plakative Koppelungs-Beschreibung. Beim Repeater 1200 steht nur: „Komfortable Bedienung / Smarte App“. Beim AVM 600 steht nur „Komfort & Sicherheit / Auf Knopfdruck eingerichtet“. Diese zwei Kleinen verhalten sich beim Koppeln aber genauso wie die größeren Repeater 2400, 3000 und 6000.

Mit Wifi-6 kommt nicht nur eine höhere Geschwindigkeit, vor kommt das WLAN mit mehreren Geräten gleichzeitig zurecht. Da die Zahl der WLAN-tauglichen Geräte immer weiter steigt, sollte man die Technik im Auge behalten und bei einem Upgrade bereits jetzt daran denken. Der Fritz Repeater 6000 schmückt sich schon mit dem WLAN-Standard 802.11ax (Wifi-6). Die drei weiteren funken noch 802.11ac, alias Wifi-5. Der kleine Fritz Repeater 600 endet sogar schon beim uralten 802.11n, alias Wifi-4.

Am 12. Oktober 2021 wurde der neue Fritz Repeater 1200 AX mit WiFi-6 angekündigt. Je zwei Antennen für das 2,4- und 5 GHz-Band soll er ein WLAN-Tempo von insgesamt bis zu 3.000 MBit/s brutto erreichen. Lieferbar wohl ab November 2021 zum UVP von 89 Euro, ein Test folgt demnächst.

Alle fünf WLAN-Repeater haben einen roten WPS-Taster gut sichtbar an der Frontseite. Er hat zwei Hauptfunktionen:

  • Router-Koppelung: Ein Druck auf diese Connect-Taste startet die Verbindung mit einem WLAN-Router, egal ob Fritzbox oder einen anderen Router mit WPS-Funktion.
  • Mobil-Geräte-Koppelung: Zudem kann man an diesem roten Taster die Verbindung mit einem WLAN-Endgerät durch einen Tastendruck vereinfachen, etwa mit einem Laptop oder Handy. Dann wird der WLAN-Security-Key an das Endgerät durchgeschossen und man muss es nicht selber in Laptop oder Handy eintippen.

Der große AVM 6000 besitzt einen 2,5-Gigabit- und einen 1-Gigabit-Ethernet-LAN-Port. Das ist der erste AVM Repeater mit 2,5 GbE LAN. Gut so, denn seine maximale, aggregierte WLAN-Netto-Leistung liegt deutlich oberhalb von 1000 MBit/s. Das würde beim Übergang in das drahtgebundene Heimnetz an einem 1-GbE-LAN-Port-Only stark ausgebremst werden.

Der AVM 3000 hat hinten zwei 1-GbE-LAN-Ports. Die schwarze Strombuchse sitzt beim 3000er nicht hinten, sondern unten.

Der 2400 und der 1200 haben unten je eine 1-GbE-LAN-Buchse. Die LAN-Kabel können da also nach unten weghängen. Der AVM 600 hat als einziger AVM-Repeater überhaupt keinen LAN-Port. Er kann daher auch nicht per LAN-Kabel an einen WLAN-Router angebunden werden.

Verbindet man einen WLAN-Repeater mit einem WLAN-Router per LAN-Kabel, dann nutzt man im Zweifel an beiden Seiten den jeweils schnellsten LAN-Port. Beispiel: Der AVM 6000 besitzt einen 2,5-GbE-LAN-Port. Bei einer Fritzbox 6660 Cable (Testbericht), oder bei der kommenden Fritzbox 4060, würde man deren 2,5-Port für den AVM 6000 nutzen, sofern diese schnellen 2500-MBit/s-Buchsen nicht für andere Zwecke dringender benötigt wird.

Hat der WLAN-Router sowieso nur 1000-MBit/s-LAN-Ports, und noch kein 2,5-GbE, dann ist es egal, welchen der meistens vier 1-GBit/s-Ports man für so eine LAN-Brücke zum Repeater nutzt. Man sollte nur darauf achten, dass der benutzte LAN-Port am Router dann auf dem 1000-MBit/s-Modus steht, und nicht per Sparflamme im 100-MBit/s-Gang kommuniziert.

Bindet man den Repeater per WLAN an den Router, dann gibt es viel mehr zu bedenken:

Die ideale Koppelung erfolgt im obersten 5-GHz-WLAN-Block, sofern beide Partner, WLAN-Router und WLAN-Repeater, einen obersten Block denn überhaupt schon bespielen können. Beispiel: Der Tri-Band-Repeater AVM 6000 kann im 5-GHz-II-Frequenz-Block schon bis zu 2400 MBit/s mit bis zu 1000 mW senden und empfangen. Das ist der graue Balken in der Grafik.

Als erste Fritzbox überhaupt kann die bald kommende 4060 ebenfalls schon auf drei Frequenz-Blöcken mit 3x4=12 Antennen funken. Es liegt auf der Hand, dass sich ein AVM 6000 mit einer Funk-technisch ebenso starken AVM 4060 optimalerweise auf diesem sendestarken 5GHz-II-Band koppeln sollte. Die 4060 ist die erste Fritzbox, die aus drei Funkmodulen gleichzeitig senden und empfangen kann.

Mit Einschränkungen lässt sich das Prinzip auch auf den Tri-Band-Repeater 3000 übertragen, wobei die interne Kommunikation dort bei 1733 MBit/s endet.

Nach rechts heraus in der Grafik werden die Kompromisse in der Koppelung zwischen WLAN-Router und WLAN-Repeater immer größer. Trotzdem funktionieren auch diese Konstruktionen, nur eben nicht so schnell, wie mit einem AVM 3000 oder gar mit einem AVM 6000.

Mit derzeit fünf (und ab November 2021 sogar sechs) lieferbaren WLAN Mesh Repeatern hat AVM eine fein abgestufte Palette: Von der Notlösung für das hinterste Zimmer wie einem Fritz Repeater 600, bis zum hammerstarken AVM 6000, der im AP-Modus rein Funk-technisch sogar High-End-Business-Modellen für über 1000 Euro von Cisco, HP-Enterprise und Huawei Enterprise Paroli bieten kann

An einer modernen Fritzbox kann man auch mehrere Fritz Repeater im LAN- und im WLAN-Brücken-Modus kombinieren. Im privaten Umfeld ist zwar WLAN-Mesh (Themenwelt) beliebt, weil es die LAN-Verkabelung erspart. Dennoch sollte man, wo möglich, die Kabelverbindung vorziehen. Auf jeden Fall sollte man die Mesh-Features der Fritzbox aktivieren, damit nicht mehrere Funkzellen mit dem gleichen Namen auftreten, sondern ein durchgehendes WLAN entsteht.

Noch mehr zu diesem Thema haben wir in der Themenwelt AVM veröffentlicht, darunter Tests zu nahezu allen erhältlichen Fritzboxen, kompatiblen DECT-Telefonen und Fritz Repeatern. Wer Alternativen sucht, dem empfehlen wir die Themenwelt WLAN-Router. Dort haben wir etwa Tests zu schnellen WLAN-Routern wie dem Asus RT-AX88U (Testbericht) oder zu eher exotischen Geräten wie dem Synology RT2600ac (Testbericht).

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