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Autoradio mit Android

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Wer an seinem älteren Auto hängt, muss nicht auf Features wie Bluetooth, DAB+ oder Smartphone-Integration verzichten. Wir zeigen, wie man ältere Fahrzeuge per Adapter oder Moniceiver preiswert aufrüsten kann.

Bei neuen Autos gehören Infotainment-Systeme längst zum Standard: Touchscreen-Geräte mit Navigation, DAB+ sowie kabelloser Schnittstelle für Smartphones. Bei älteren Kraftfahrzeugen ist das anders, hier gibt es bestenfalls Drehknöpfe, einen CD-Schacht und UKW-Radio. Es gibt aber zahlreiche Wege, den eigenen Pkw in Sachen Musik und Multimedia auf den neuesten Stand zu bringen. Was alles möglich ist, zeigen wir in diesem Ratgeber aus der Themenwelt Auto. Weitere nützliche Auto-Gadgets zeigen wir im Ratgeber Dashcam, Rückfahrkamera und mehr: Praktisches Autozubehör.

Eine naheliegende Möglichkeit ist es, das alte Autoradio durch einen „Moniceiver“ zu ersetzen. Das Wort ist eine Schöpfung aus „Monitor“ und „Receiver“. Dahinter verbirgt sich ein Radio mit Touchscreen, moderner Software und Schnittstellen für das Android-Smartphone oder iPhone. Im Vergleichstest: Moniceiver mit Android Auto und Apple Carplay haben wir bereits diese Geräte näher unter die Lupe genommen: Sony XAV-AX3005 (Testbericht), Kenwood DMX7017DABS (Testbericht) und JVC KW-M745DBT (Testbericht).

Die Voraussetzung zum Einbau eines neuen Autoradios mit Touchscreen ist bei den meisten Geräten ein 2-DIN-Schacht in der Mittelkonsole und technisches Verständnis, was die Verkabelung im Auto angeht. Im Zweifelsfall hilft hier die Fachwerkstatt weiter. Nicht jedes ältere Auto verfügt über so einen Schacht. Alternativ gibt es Moniceiver, die in einen 1-DIN-Schacht passen und das Display bei Inbetriebnahme einfach ausfahren. Vor dem Kauf sollte man deshalb genaustens prüfen, ob der Moniceiver wirklich zum eigenen Auto passt. Viele Automodelle nutzen proprietäre Formate für das Autoradio oder integrieren weitere Funktionen darin, wie eine Anzeige des Bordcomputers oder Ähnliches. Nach dem Einbau des Moniceivers stehen dann einige dieser Funktionen nicht mehr zur Verfügung. Angaben dazu findet man häufig bei den Herstellern.

Moniceiver bieten neben der klassischen Radio-Funktion für UKW auch DAB+ sowie eine Bluetooth-Schnittstelle. Unterstützt das Gerät Android Auto oder Apple Carplay, kann es Google Maps oder Spotify über das Smartphone auf dem Display wiedergeben. Hierzu verbindet man es per USB-Kabel mit dem Radio. Der Vorteil: Damit wird das Handy auch gleich aufgeladen. Verfügt der Moniceiver bereits über Android Auto Wireless, ist eine kabellose Kommunikation möglich. Das Smartphone benötigt dafür Android 11.

Es gibt auch Moniceiver mit Android als Betriebssystem. Diese Lösung kann unabhängig vom Handy funktionieren und erinnert an eine Mischung aus Android-Tablet und Autoradio. Zum Einrichten benötigt man trotzdem eine Internetverbindung und einen Google-Account. Hierzu erzeugt man am besten mit dem eigenen Smartphone einen WLAN-Hotspot. Wie man sonst noch für Internet im Auto sorgt, zeigen wir in diesem Ratgeber zu Autozubehör.

Vor dem Kauf sollte man darauf achten, welche Android-Version auf dem Moniceiver läuft. Alles unterhalb von Android 10 deutet darauf, dass es sich um überholte Hardware handeln könnte. Diese Android-Moniceiver reagieren nur sehr träge auf Toucheingaben, was lästig ist und eine gefährliche Ablenkung für den Fahrer sein kann.

Wer seine Musik über das Handy hört, muss nicht zwangsläufig zu einem Moniceiver greifen. Ein Autoradio mit Bluetooth-Schnittstelle kann auch schon eine Lösung sein, um die Musik vom Handy über das Radio abzuspielen und darüber als Freisprecheinrichtung komfortabel zu telefonieren.

Verfügt das Autoradio über kein Bluetooth, aber einen Audio-Eingang mit Klinkenanschluss, schließt man dort einen Bluetooth-Adapter an. Einige Radios verfügen zudem über einen USB-Anschluss. Als besonders praktisch erweisen sich Bluetooth-Empfänger, die direkt in den Zigarettenanzünder passen und über weitere Anschlussmöglichkeiten via USB verfügen. Einige Bluetooth-Adapter haben auch einen fest verbauten Akku. Diese steckt man in den AUX-Eingang des Radios.

Doch was ist, wenn das Radio über keinen Audio-Eingang oder USB-Anschluss hat? Dann ist ein FM-Transmitter eine mögliche Lösung. Ein FM-Transmitter nimmt über Bluetooth das Audio-Signal vom Handy auf und sendet es über eine Ultrakurzwelle direkt ans Radio weiter. Einen brauchbaren FM-Transmitter findet man bereits für 20 Euro. Zur Stromversorgung bietet sich entweder ein Adapter für den Zigarettenanzünder an oder das Gerät kann direkt in den Zigarettenanzünder gesteckt werden, wie der Cocoda T25 Bluetooth FM Transmitter.

Wir empfehlen eine Frequenz für den FM-Transmitter zu wählen, die nicht von regionalen Radiostationen belegt ist, um Störungen zu vermeiden. Ist die Frequenz am FM-Transmitter eingestellt, such man diese nun über das UKW-Radio. Auf längeren Fahrten kann es notwendig sein, die Frequenz am FM-Transmitter ab und an zu verändern. In Ballungsräumen kann das Finden einer freien Frequenz außerdem schwierig sein, sodass beim Hören immer wieder Störungen durch andere Sender auftreten. Zudem kann ein FM-Transmitter je nach voreingestellter Frequenz den Verkehrsfunk beeinträchtigen.

Das Digitalradio bietet eine Reihe von Vorteilen gegenüber dem klassischen Radio mit UKW-Empfang. Rauschfreier Klang, zahlreiche öffentlich-rechtliche und private Sender und hohe Reichweiten bei den Sendern. Bei älteren Autos findet sich der digitale Standard für Radioempfänger jedoch nicht. Wer nicht gleich zu einem neuen und möglicherweise kostspieligen Radio greifen will, findet in einem Adapter für DAB+ eine preiswerte Alternative fürs Auto zum Nachrüsten. Mehr zur Funktionsweise solcher Adapter erklären wir im Ratgeber Digitalradio im Auto nachrüsten: DAB+-Adapter ab 25 Euro. Viele DAB+-Adapter bieten zudem zusätzlich Bluetooth für die Verbindung mit dem Smartphone an.

DAB steht für Digital Audio Broadcasting. Es handelt sich dabei um einen digitalen Standard zur terrestrischen Übertagung von Digitalradio. DAB+ nutzt den Audiocodec MPEG-4, während DAB MPEG-1 verwendet. MPEG-4 ermöglicht es, mehr Sender auf dem Frequenzband unterzubringen, auch wenn die Datenrate bei DAB+ mit 80 kB pro Sekunde niedriger ausfällt als bei DAB mit 128 kB pro Sekunde.

Zu den Vorteilen von DAB+ gehört, dass es pro Frequenzblock mehrere Programme erlaubt. Angesichts der Tatsache, dass alle UKW-Frequenzen vergeben sind, erlaubt das ein größeres Programmangebot. Ferner ermöglicht DAB+ das Versenden von Zusatzinformationen in Form von Text oder Bildern. Dabei handelt es sich etwa um Verkehrsinformationen, Nachrichten, Musiktitel, Wetterkarten oder Programmübersichten. Bei Langstreckenfahrten ist es dank einer höheren Reichweite nicht nötig, eine neue Frequenz für den gewünschten Radiosender zu suchen. Zudem ist der Klang rauschfrei und damit besser als bei UKW-Radios.

Besitzer eines älteren Fahrzeugs müssen nicht gleich zu einem neuen Autoradio oder Moniceiver mit DAB+ greifen. Eine preiswertere Alternative sind Adapter – sogenannte Transceiver. Für die Verbindung des Digitalradio-Empfängers mit dem eignen Pkw stehen zwei Möglichkeiten parat: Via Aux-in oder FM-Transmitter, der das Signal über eine einstellbare UKW-Frequenz an das Radio übermittelt. Das Verbinden per Bluetooth mit Adapter und Radio scheint nicht möglich, da die Geräte Bluetooth nur empfangen aber nicht versenden können. Wer noch ein Autoradio ohne Aux-in hat, greift zur Lösung mit einem FM-Transmitter. Durch die Übertragung des Digitalradios über UKW können aber die Vorteile der besseren Tonqualität leiden, neben den andren Tücken eines FM-Transmitters.

Fans von Alexa aufgepasst: Amazon bietet mit dem Echo Auto bereits ein speziell für Kraftfahrzeuge angepasstes Gerät an. Auch während der Autofahrt versteht Echo Auto alle Befehle an Alexa tadellos. Mehr Details dazu zeigen wir in unserem Ratgeber über Alexa, Google Assistant und Siri im Auto.

Eine weitere Möglichkeit, um im Auto die Dienste von Alexa zu nutzen, ist der KitSound Freeplay Automobil-Sprachassistent. Dabei handelt es sich um einen Adapter für den 12-V-Zigarettenanzünder im Auto mit integrierter Freisprecheinrichtung. Ein zweifach USB-Port ist integriert, bei einem davon handelt es sich um einen Schnellladestecker. Das Gerät kommuniziert per Bluetooth mit dem Smartphone, das wiederum über den AUX-Eingang mit dem Radio verbunden ist. Für den Einsatz ist die Freeplay-App nötig.

Mittlerweile gibt es sogar Dashcams (Ratgeber) mit Alex-Integration. Eine davon ist die Nextbase 622GW (Testbericht), die uns im Test mit 4K-Videos, einfacher Handhabung und Sonderfunktionen beeindruckt hat.

Um Kabelsalat vorzubeugen, empfehlen sich bei Autos kürzere USB-Kabel, um eine Verbindung mit dem Smartphone herzustellen. Kommen neben dem Smartphone noch weitere Geräte zum Einsatz, etwa ein FM-Transmitter oder DAB+-Adapter, bieten sich Mehrfachsteckplätze für USB und Adapter für den Zigarettenanzünder an. Unverzichtbar sind zudem geeignete Smartphone-Halterungen fürs Auto (Ratgeber).

Auch Besitzer eines älteren Autos können in den Genuss von Touchscreen sowie Smartphone-Anbindung und damit Spotify oder Google Maps im Fahrzeug kommen. Gängige Moniceiver verbinden über Android Auto oder Apple Carplay das Radio mit dem Handy. Wer etwas unabhängiger vom Smartphone sein will, kann auch zu einem Moniceiver mit Android als Betriebssystem greifen. Wer hingegen Musik vom Handy im Auto hören will, muss nicht ein neues Radio kaufen. Dafür bieten sich ein Bluetooth-Adapter oder FM-Transmitter an. Allerdings kann hier das Signal gestört werden. Auch der Einsatz von Alexa im Auto ist möglich.

Weitere spannende Gadgets für das Auto zeigen wir im Ratgeber Dashcam, Rückfahrkamera und mehr: Praktisches Autozubehör. Wer gerne das Fahrrad mit dem Auto transportiert, sollte einen Blick auf diesen Ratgeber werfen: Fahrradträger für Dach und Anhängerkupplung. Sehr spannend sind zudem Head-up-Displays fürs Auto (Ratgeber). Da der Winter bevorsteht, lohnt sich ein Blick in den Ratgeber Autobatterie per Powerbank überbrücken und richtig pflegen.

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