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Die Powerbank erweckt die Auto-Batterie als Starthilfe wieder zum Leben

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Im Winter macht die Autobatterie oft schlapp. Wir zeigen mobile Starthilfelösungen für das Auto sowie weitere Hilfsmittel zur Pflege des Akkus.

Vor diesem Szenario dürften sich viele in der kalten Jahreszeit Angst fürchten. Man steigt morgens ins Fahrzeug, dreht den Zündschlüssel, aber nichts passiert. Wer jetzt keinen zweiten fahrbaren Untersatz mit einem Paar Starthilfekabel zur Hand hat, scheint aufgeschmissen. Doch es geht auch anders. Eine Starthilfe über eine spezielle Powerbank verspricht unabhängig Hilfe gegen diese German Angst.

Speziell die Kälte der Wintermonate macht einer Autobatterie zu schaffen. Bei Temperaturen um Minus 10 Grad Celsius büßt diese bereits ein Drittel der Speicherleistung ein. Der Motor steht ebenfalls vor größeren Herausforderungen bei Minusgraden. Das Motoröl ist dann besonders zähflüssig, was beim Motorstart mehr Energie benötigt als normalerweise.

Eine Alternative als Kfz-Starthilfe sind sogenannte Booster oder Jump Starter. Das ist aber nicht die einzige Möglichkeit, um mit dem Fahrzeug verlässlich durch den Winter zu kommen. Mit speziellen Ladegeräten versorgt man die Autobatterie mit einer Grundspannung und lädt diese auf. Diese Form der Pflege erhöht die Lebensdauer und Zuverlässigkeit einer Batterie im Kraftfahrzeug.

In diesem Ratgeber aus der Themenwelt Auto erklären wir, was eine Starthilfe-Powerbank leisten kann und wie man mit Ladegeräten die Autobatterie länger am Leben hält. Weitere nützliche Hilfsmittel für den Winter stellen wir in unserem Ratgeber Die beliebtesten Winter-Gadgets für das Auto sowie Auto-Zubehör für die kalte Jahreszeit ab 20 Euro vor.

Worauf sollte man bei der Auswahl eines mobilen Starthilfegeräts achten? Eine Grundvoraussetzung zum Überbrücken ist die nötige Grundspannung von 12 Volt bei Pkws, ausreichend Spitzenstrom und genügend Akkukapazität. Bei einem Motorrad sind neben 6 Volt bei älteren Modellen ebenfalls 12 Volt üblich, ein Lkw benötigt bis zu 24 Volt. Die Kapazität des Akkus des Starthilfegeräts in mAh (Milliampere-Stunden) gibt an, wie viel Strom das Gerät speichern kann. Je höher die Kapazität, desto mehr Startversuche sind möglich. Viele Modelle nutzen einen Lithium-Ionen-Akku. Zum Einsatz kommen bei einem Jump Starter auch Lithium-Polymer-Akkus.

Benziner mit viel Hubraum und speziell Diesel-Motoren benötigen besonders viel Leistung zum Starten. Für Kleinwagen mit wenig Hubraum reichten bereits Geräte mit einem Spitzenstrom von 200 A (Ampere). Diese eignen sich für Benziner bis 3 Liter und Dieselmotoren bis 2 Liter Hubraum. Entsprechende Powerbanks gibt es bereits für knapp 60 Euro.

Wer auf Nummer sicher gehen will, wählt insbesondere bei einem Diesel ein Starthilfegerät mit einer Leistung von mindestens 600 A. Diese kosten 100 Euro aufwärts. Die Noco Boost GBX45, die wir uns etwas näher angesehen haben, verfügt mit 1250 A über besonders viel Spitzenstrom. Damit eignet sich ein leistungsstarker Lithium-Ionen-Starthilfe-Booster auch für größere Pkw-Motoren. Laut Herstellerangaben reicht das für Benziner bis 6,5 Liter und Dieselmotoren bis 4 Liter aus.

Empfehlenswert ist eine tragbare Autobatterie-Starthilfe in einem wasserfesten Gehäuse für Regenwetter oder Schneefall mit einer Zertifizierung nach IP65. Die meisten Modelle verfügen zudem über eine LED-Leuchte. Diese sorgt für ausreichend Licht beim Verbinden der Starthilfekabel als LED-Taschenlampe. Die Kfz-Starthilfe von Bullwing oder Black & Decker verfügt über einen integrierten Luftkompressor zum Aufpumpen der Autoreifen.

Einige der Jump Starter sind in erster Linie für einen Blei-Säure-Akku gedacht, was den Einsatz als Powerbank einschränkt. Das trifft zum Beispiel auf den bei der Noco Boost GBX45 zu. Es ist eher eine hohe Stromstärke für größere Motoren ausgelegt und mangels Kapazität weniger zum Laden anderer Geräte geeignet. Andere Booster funktionieren jedoch auch gut über den USB-Anschluss als Powerbank für Smartphones oder Tablet-PCs. Als USB-Ausgang sind Micro-USB, USB-C oder USB-A üblich. Es gibt sogar Modelle, die sich als Notebook-Powerbank eignen. Das ist etwa beim Dino Kraftpaket oder der Dino Powerbank der Fall, die über mehrere USB-Anschlüsse verfügen.

Vor der ersten Nutzung sollte man die Starthilfe zu Hause je nach Modell über den Micro-USB-Anschluss oder ein Netzteil aufladen. Je nach Modell erfolgt das über ein mitgeliefertes Netzteil oder über ein USB-Kabel. Starthilfekabel gehören in der Regel zum Lieferumfang. Die Klemme mit dem roten Kabel verbindet mit dem Pluspol. Die Klemme mit dem schwarzen Kabel klemmt man an einen Massepunkt im Motorraum. Das kann ein beliebiges leitendes Metallteil oder ein spezieller Anschlusspunkt sein. Fahrzeuge mit Start-Stopp-Systemen nutzen EGM- oder EFB-Batterien. Der Starthilfevorgang ist im Prinzip gleich. Diese Typen nutzen allerdings ein Batteriemanagementsystem, das am Minuspol sitzen. Hier muss das rote Kabel an den Fremdstartpunkt angeschlossen werden.

Anschließend schaltet man das Starthilfegerät ein. Eventuelle Einstellungen sollten Fahrer vorab gemäß Bedienungsanleitung vornehmen. Klappt der Startvorgang nach drei Versuchen nicht, sollte man ein paar Minuten warten und es dann noch mal probieren. Sollte das Fahrzeug dann noch immer nicht starten, könnte das ein Zeichen eines Defekts sein. Die Anzahl der Startversuche ist begrenzt und abhängig von der Kapazität des Boosters. Springt der Motor an, kann der Autohalter das Gerät ausschalten. Zuerst entfernt man das schwarze Kabel am Massepunkt, dann das rote Kabel vom Pluspol.

Mit einem guten Booster klappt die Starthilfe auch ohne Hilfe eines weiteren Fahrzeugs. Der ADAC empfiehlt allerdings, die Starthilfelösungen bei Raumtemperaturen zu lagern. Hersteller geben gerne an, dass die Starthilfen bis in zweistellige Minusgrade funktionieren. Bei einem Test des ADAC von sieben Boostern haben bis auf ein Gerät alle Modelle bei Minustemperaturen aber nicht mehr funktioniert. Ist das nicht möglich, sollte der Booster behutsam aufgewärmt werden. Mehrmalige Startversuche erwärmen die Starthilfe zusätzlich, erschöpfen aber auf Dauer die Kapazität. Da bei der Kurzschlussprüfung des ADAC einige Produkte negativ auffielen, sollte vor dem Kauf unbedingt auf das Vorhandensein einer Kurzschlusssicherung geachtet werden. Speziell bei Noname-Geräten ist hier Vorsicht geboten.

Neben einem mobilen Starthilfe-Booster empfiehlt sich besonders im Winter ein tragbares Ladegerät. Eine Blei-Säure-Batterie kann einen dauerhaften Schaden nehmen, wenn sie einmal tiefentladen ist. Bei Fahrzeugen, die viel stehen oder nur bei Kurzstrecken zum Einsatz kommen, bietet sich das zur Pflege an.

Diese nutzen mikroprozessorgesteuerte Programme zur Pflege, sorgen für eine Grundspannung und können so die Kapazität erhalten. Das Gerät überprüft zunächst den Ladestand, lädt dann automatisch mit einer passenden Stromstärke auf und schaltet sich nach erfolgtem Ladevorgang von allein ab. Wer ein Automobil mit Start-Stopp-Automatik nutzt, sollte sich vor dem Kauf informieren, ob das gewünschte Modell für EFB- oder AGM-Technologie geeignet ist. Diese benötigen in der Regel eine höhere Ladeschluss-Spannung als gewöhnliche Bleiakkus. Das Laden erfolgt dann am hierfür vorgesehenen Fremdstartpunkt.

Beim Entladevorgang bilden sich an der Oberfläche Bleisulfatkristalle, die zu grobkörnigen Ablagerungen führen und die Kapazität einschränken bis hin zum Ableben. Hochwertige Modelle wie das Noco Genius 5 sorgen mit einem integriertem Programm zur Rekonditionierung für eine Rückbildung dieser Ablagerungen. Auch wenn die Hersteller das häufig versprechen: Eine bereits stark beschädigte Blei-Säure-Batterie kann man nur begrenzt wiederbeleben. Zudem sollte man darauf achten, dass das Gerät einen automatischen Schutz gegen Kurzschluss und Verpolung bietet.

Anders als Starthilfe-Booster benötigen diese Geräte aber eine 230 Volt-Steckdose. Wer Zugang zu einer Garage mit Steckdose hat, kann die Autobatterie dort aufladen, nachdem man sie vom Stromkreis des Fahrzeugs getrennt hat. Wenn das aber nicht zutrifft, muss man für den Lade- und Pflegevorgang den Akku aus dem Kfz herausnehmen. Wer jetzt den Keller dafür nehmen will: Beim Laden in geschlossenen Räumen empfiehlt der ADAC ausdrücklich für eine gute Belüftung zu sorgen. Beim Laden einer Blei-Säure-Batterie kann Gas entweichen und sich so ein explosives Gemisch aus Wasserstoff und Sauerstoff im Raum bilden.

Eine andere Möglichkeit zur Pflege ist ein Batterieauffrischer. Dabei handelt es sich nicht um ein Ladegerät, sondern eine Frischzellenkur, die der Bildung von Bleisulfatkristallen entgegenwirkt. Den sogenannten Batteriepulser verbinden Autohalter dauerhaft mit der Autobatterie. Beim Laden während der Fahrt greift der Batterieauffrischer die Bleisulfatkristalle an und löst diese allmählich auf. Dieser Vorgang funktioniert auch bei der Erhaltungsladung mit einem angeschlossenem Ladegerät.

Eine Möglichkeit für Schutz vor Kälte im Winter ist eine Thermo-Tasche. Diese sorgt dafür, dass der Akku nicht so stark auskühlt. Hierzu nimmt man ihn heraus und packt ihn in die Tasche. Danach setzt man sie wieder ein. Im Frühjahr empfiehlt es sich die Tasche wieder abzunehmen, um einer Überhitzung entgegenzuwirken. Entsprechende Schutztaschen bieten unter anderem Cartrend und Ferocity an.

Eine mobile Starthilfelösung in Form eines Boosters kann man eine leere Batterie wieder effektiv zum Leben erwecken. Damit bleibt der Autohalter unabhängig von der Hilfe durch ein weiteres Fahrzeug oder den Pannendienst. Für Fahrzeuge mit kleineren Motoren reicht bereits ein Modell ab 60 Euro mit einem Spitzenstrom von 200 A aus. Dieselautos und Benziner mit viel Hubraum benötigen hingegen eine besonders starke Spitzenstromleistung von mindestens 600 A. Die sichere Starthilfe sollte unbedingt über eine Kurzschlusssicherung und einen Verpolungsschutz verfügen. Der Kofferraum eignet sich für den Transport im Winter nicht, da die Kälte auch modernen Lithium-Ionen-Akkus auf Dauer zu schaffen macht.

Eine ideale Ergänzung für eine längere Lebensdauer ist ein Ladegerät. Dieses versorgt die Batterie, mit einer Grundspannung und lädt sie auf. Das kann die Lebensdauer und Leistung des Energieträgers erhalten. Das bietet sich besonders dann an, wenn ein Fahrzeug über einen längeren Zeitraum steht oder nur auf Kurzstrecken unterwegs ist. Diese Geräte benötigen allerdings eine Steckdose. Wer die Autobatterie zum Laden herausnimmt, sollte das wegen entweichender Gase unbedingt in einem gut belüfteten Raum tun.

Wer seinen Pkw für die kalte Jahreszeit fit machen möchte, findet weitere Hilfsmittel in unseren Ratgebern Die beliebtesten Winter-Gadgets für das Auto sowie Auto-Zubehör für die kalte Jahreszeit ab 20 Euro vor. Mehr zu Dashcams und Rückfahrkameras erklären wir im Ratgeber Praktisches Autozubehör. Wie ältere Fahrzeuge zu Features wie Bluetooth, DAB+ oder Android Auto und Apple Carplay kommen, zeigt unser Ratgeber Autoradio günstig aufrüsten.

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