Nokia X10

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Aktuelle Huawei-Smartphones bieten keine Dienste wie den Google Play Store. Wir zeigen kommerziell erfolgreiche und beliebte Huawei-Alternativen mit Android-Betriebssystem aus Europa.

In den vergangenen Jahren überzeugte Huawei die Käufer und Fachpresse durch das in der Regel überdurchschnittlich gute Preis-Leistungs-Verhältnis. Das Unternehmen deckt dank seines sehr breiten Produktportfolios das gesamte Marktspektrum ab. Das Ergebnis zeigt sich in erfolgreichen Produkten wie dem Huawei P30 oder dem P30 Pro (Testbericht), das bei uns eine Bestnote abräumte. Doch die US-Sanktionen haben der Erfolgsstory von Huawei ein jähes Ende bereitet.

Ein am 19. Mai 2019 erlassenes Dekret der damaligen US-Regierung schränkt die Zusammenarbeit von US-Unternehmen mit chinesischen Firmen ein – darunter Huawei. Der Vorwurf lautet, dass die chinesischen Unternehmen mit Netzwerktechnologie für die Volksrepublik Spionage betreiben würden. Seit Dezember 2020 steht Huawei gemeinsam mit weiteren chinesischen Unternehmen auf einer schwarzen Liste. Auch unter der US-Regierung unter Präsident Biden bleiben die Sanktionen bestehen.

Die Folgen: Seit Mai 2019 müssen Geräte von Huawei ohne Google-Apps und Dienste auskommen. Zudem dürfen in den USA tätige Unternehmen ohne Sondergenehmigung nicht mit Huawei zusammenarbeiten. Das betrifft unter anderem Google, Qualcomm, Intel und Microsoft. Zwar kann das Unternehmen weiterhin die Open-Source-Software Android nutzen, aber ohne Dienste wie den Google Play Store, YouTube, Gmail oder Maps sind die Geräte in Ihrer Nutzung eingeschränkt. Zudem droht dem Hersteller durch die Sanktionen ein Chip-Mangel. Das Ende 2019 vorgestellte Huawei Mate 30 Pro (Testbericht) ist in der Folge das erste Gerät der Chinesen, das komplett auf US-Soft- und Hardware verzichtet.

Bei den aktuellen Modellen ist das nicht anders: Das Huawei P40 (Testbericht) und Huawei P40 Pro (Testbericht) sowie das Tablet Huawei MatePad 10.4 (Testbericht) bieten starke Hardware, verfügen aber nur über das eingeschränkte App-Angebot der Huawei AppGallery. Zwar ist die App-Installation aus anderen Quellen („Sideloading“) möglich, birgt aber das Risiko einer Infektion mit Malware. Mittlerweile setzt Huawei mit Harmony OS sogar ein eigenes Betriebssystem ein, das auf Android basiert. Auch wenn Harmony OS beim neuen Huawei MatePad 11 (Testbericht) einen guten Eindruck hinterlässt, ändert das nichts daran, dass wichtige und beliebte Apps nicht zur Verfügung stehen.

Einer der größten Nutznießer ist Xiaomi, das mittlerweile noch vor Samsung an der Spitze der Anbieter in Europa steht. Die Geräte von Xiaomi zeichnen sich durch hervorragende Hardware aus – unterbietet die Konkurrenz dennoch beim Preis. Mehr zu den Geräten erklären wir im Ratgeber Warum sind die Xiaomi-Smartphones so gut? Vorwürfe der Spionage konnte Xiaomi bisher entkräften, weshalb es auch von keinem Bann betroffen ist. Datenschützer kritisieren allerdings den Umgang des Unternehmens mit persönlichen Nutzerdaten. So soll Xiaomi das Nutzerverhalten tracken und nur unzureichend verschlüsselt auf chinesischen Servern speichern, berichtet Forbes.

Wer als Kunde Sorge hat Opfer politischer Konflikte zu werden oder einem alltäglichen, mobilen Begleiter aus dem Reich der Mitte prinzipiell misstraut, kann einen Blick auf Alternativen aus Europa werfen. Ganz ohne Beteiligung chinesischer oder US-amerikanischer Unternehmen geht es aber nicht. In nahezu jedem Gerät werkelt ein Modem des US-Unternehmens Qualcomm. Fast jedes Smartphone nutzt US-Software wie Android oder iOS. Dazu werden die allermeisten Handys in der Hightech-Metropole Shenzhen in China zusammengebaut.

Ob und in welchem Maße etwas an den Spionage-Vorwürfen dran ist, wissen wir nicht. Ebenso wenig können wir einschätzen, ob US-Behörden Schlüssel zu Android-Hintertürchen besitzen. Möglich wäre es. Schließlich legte Edward Snowden 2013 eine weitreichende Überwachung durch US-Geheimdienste mit dem Codenamen Prism offen. Wer sich etwas auskennt, kann sich einer potenziellen Überwachung mit regionaler Hard- und Software weitestgehend entziehen. Hier gibt es unter anderem das europäische Betriebssystem Sailfish OS (mehr in der c't).

Die Beteiligung der zwei Weltmächte am eigenen Mobilgerät kann man nicht verhindern, aber reduzieren, indem man auf europäische Marken setzt. Dafür haben wir Nokia, Gigaset, Fairphone, Wiko, Archos sowie Caterpillar als die relevantesten europäischen Smartphone-Hersteller für den deutschsprachigen Raum in unserem Preisvergleich identifiziert. Von diesen sechs Marken ist wiederum Nokia die beliebteste.

Der Name Nokia ist bei Handys eine Legende der Nullerjahre. Seit dem Verkauf des finnischen Unternehmens an Microsoft ging es nur noch bergab, bis die Amerikaner endgültig den Stecker bei Windows Phone und seinen mobilen Sparte gezogen haben. Mittlerweile gehören die Markenrechte dem finnischen Unternehmen HMD Global, das seit 2017 Android-Smartphones unter dem Namen Nokia anbietet. Die Produktion erfolgt allerdings über den taiwanesischen Hersteller Foxconn in China.

HMD Global arbeitet sehr eng mit Google zusammen. So nehmen alle aktuellen Handys der Marke Nokia am Programm „Android One“ teil. Die Hersteller versprechen auf weitgehende Anpassungen der Benutzeroberfläche zu verzichten. Dafür garantieren sie für drei Jahre Android-Updates sowie für vier Jahre Sicherheitspatches.

Echte Oberklasse-Modelle finden sich im aktuellen Sortiment von Nokia nicht – das letzte Gerät dieser Kategorie war das Nokia 9 Pureview (Testbericht) von 2019. Die aktuelle Modellreihe bietet maximal solide Mittelklasse mit den beiden Top-Modellen Nokia X10 (Testbericht) und Nokia X20 (Testbericht) sowie den Einsteiger-Handys Nokia G10 (Testbericht) und Nokia G20. Am beliebtesten sind neben den neuen X- und G-Modellen die preiswerten Vorjahresgeräte Nokia 3.4 (Testbericht) und Nokia 5.4 (Testbericht). Mit dem Nokia XR20 steht zudem ein waschechtes Outdoor-Gerät in den Startlöchern.

Neben der vertrauten Marke mit Nostalgiefaktor gehört die Updategarantie zu den größten Kaufargumenten für ein Nokia-Handy. Mit Android 12 ist zumindest bei Geräten bis zurück ins Jahr 2020 zu rechnen, mehr dazu im Ratgeber Android 12: Diese Smartphones bekommen das Update. Top-Leistung bieten die Handys nicht, dafür aber zumeist eine ordentliche Akkulaufzeit und solide Ausstattung zum fairen Preis.

Der einzige deutsche Handy-Hersteller ist Gigaset mit Sitz in Bocholt. Das Unternehmen dürften die meisten hierzulande von stationären Telefonen für zu Hause kennen. Gigaset war ursprünglich ein Teil der Siemens Home and Office Communication Devices und ist heute eine unabhängige AG. Tatsächlich trifft „Made in Germany“ weitgehend zu: Gigaset setzt seine Produkte in Bocholt zusammen. Die fertigen Komponenten stammen allerdings von Zulieferern aus Asien. Einen Namen hat sich Gigaset zudem als Sponsor des FC Bayern gemacht.

Zu den beliebtesten mobilen Endgeräten von Gigaset gehören neben dem GS290 das Gigaset GS4 (Testbericht), Gigaset GS3, Gigaset GX290 (Testbericht) sowie GX290 Plus (Testbericht). Das GS4 bietet Mittelklasse-Technik zu einem günstigen Reis. Beim GX290 handelt es sich um ein Outdoor-Smartphone mit langer Akkulaufzeit. Das Unternehmen bedient daneben noch die Nische für Senioren-Handys wie das Gigaset GS195 LS (Testbericht) und GS4 Senior. Dabei kommt eine speziell angepasste Benutzeroberfläche für ältere Menschen zum Einsatz, die besonders einfach zu bedienen sein soll. Worauf es dabei ankommt, zeigen wir in der Kaufberatung: Was müssen Seniorenhandys können?

Die Smartphones von Gigaset eignet sich für alle, die ein preiswertes Mittelklassegerät suchen und den Produktionsstandort Deutschland stärken wollen. Bestimmte Modelle eignen sich durch ihre angepasste Benutzeroberfläche speziell für Senioren.

Viele Personen dürften das „Cat“-Logo von Caterpillar schon auf Baumaschinen gesehen haben. Die Marke steht allerdings auch für Smartphones, die besonders viel einstecken können. Zwar handelt es sich bei dem Baumaschinenriesen um ein US-Unternehmen – die Lizenz für die Herstellung der Mobiltelefon-Sparte gehört aber der britischen Bullitt Group Ltd. Der Hersteller hat sich in den letzten zehn Jahren hochgradig auf besonders widerstandsfähige Mobiltelefone spezialisiert.

Zu den beliebtesten Modellen gehören das Cat S62 Pro (Testbericht), Cat S52 (Testbericht) sowie das Cat S42. Das Cat S62 Pro kratzt preislich an der Oberklasse, seine Komponenten verorten es aber klar in der Mittelklasse. Das Besondere am Cat S62 ist neben der robusten Verarbeitung die integrierte Wärmebildkamera. Auch das Outdoor-Smartphone Cat S52 ist trotz seines Preises bei Käufern wegen der eleganten Erscheinung gefragt. Wie sich die Geräte von Cat gegen andere Outdoor-Handys behaupten, zeigt unser Beitrag Robust und wasserdicht: 8 Outdoor-Smartphones im Vergleichstest.

Die Geräte von Cat sind zwar in erster Linie für Baustellen gedacht. Aber auch Outdoor-Fans oder Handwerker dürften mit den Geräten aufgrund der hohen Widerstandsfähigkeit glücklich werden. Über eine hohe Leistungsfähigkeit oder tolle Displays verfügen die Handys aber nicht. Hervorzuheben ist die hohe Kulanz des Herstellers im Schadensfall, die sogar unabsichtliche Wasserschäden abdeckt. Mehr Smartphones, die dem Wasser trotzen, zeigen wir in der Top 10: Wasserdichte Smartphones bis 400 Euro.

Die Produkte des niederländischen Unternehmens Fairphone stehen für Nachhaltigkeit bei der Produktion und Langlebigkeit durch Ersatzteile. So nutzen das Fairphone 3+ und Fairphone 3 (Test bei heise+) sechs Module (unter anderem Bildschirm und Akku), die Käufer einfach im Schadensfall ersetzen können. Das soll die Lebensdauer verlängern. Der Garantieanspruch verfällt bei der Heimreparatur nicht. Das in der Produktion eingesetzte Gold stammt darüber hinaus aus fairem Handel. Für den Preis von knapp über 400 Euro bekommt man allerdings nur Komponenten auf dem Niveau eines Einsteiger-Geräts.

Der Hersteller Wiko stammt aus Frankreich, produziert seine Handys aber in China. Die beliebtesten Produkte der Marke bewegen sich im Bereich von maximal 180 Euro. Das „Top-Modell“ ist das Wiko View 5 Plus. Die Hardware ist in der Regel eher schwach, denn viele Geräte wie das Wiko Y62 bedienen das Segment der Smartphones für unter 100 Euro (Ratgeber).

Das französische Unternehmen Archos bietet mit dem X67 5G nur noch ein aktuelles Modell an. Dabei handelt es sich um ein robustes und hochpreisiges Outdoor-Smartphone für etwa 600 Euro mit Technik der Mittelklasse. Das war es dann schon bei den europäischen Handy-Herstellern. Die französische Marke Alcatel gehört seit 2005 zum chinesischen Hersteller TCL. Das Unternehmen hinter der spanischen Marke BQ ist mittlerweile insolvent.

Wer chinesische Anbieter weiden will, aber Technik der Oberklasse wünscht, kommt kaum an außereuropäischen Marken vorbei. Neben Apple gehört Samsung zu den besten Alternativen für Huawei-Smartphones. Das Samsung Galaxy S21 Ultra (Testbericht) ist eines der stärksten Geräte, die wir bisher getestet haben. Besonders populär sind zudem die wasserdichten Mittelklasse-Modelle Samsung Galaxy A52 (Testbericht) und Samsung Galaxy A72 (Testbericht).

Aus dem Reich der aufgehenden Sonne bietet nur noch Sony Smartphones in Europa an. Zu den beliebtesten Modellen gehört das Sony Xperia 10 III (Testbericht) und Sony Xperia 5 II (Testbericht). Die Geräte bieten eine lange Akkulaufzeit und Schutz vor Wasser, wirken aber optisch etwas altbacken

Apple ist mit High-End-Modellen wie dem iPhone 12 Pro (Testbericht) ebenfalls eine relevante Alternative. Es gehört zu den besten Smartphones, ist aber teuer. Immerhin sind gebrauchte Apple-Produkte sehr wertstabil. Allerdings sorgt das Unternehmen aus Cupertino derzeit für viel Gesprächsstoff. Der Grund ist die geplante Überwachung durch Apple auf Gerätebasis, um gegen Kinderpornografie vorzugehen. Jürgen Schmidt von heise befürchtet hier einen möglichen "Tabubruch, der in die Totalüberwachung führt".

Eine weitere Möglichkeit aus den USA wäre das Google Pixel 4a (Testbericht). Es bietet garantierte Android-Updates und eine gute Hardware zu einem erschwinglichen Preis.

Es gibt sie, Smartphones aus Europa, die als Android-Alternative zu Huawei oder Xiaomi dienen könnten. Die Wahl eines europäischen Geräts sperrt aber garantiert keinen Geheimdienst aus, egal welcher Nation. Das sollte jedem Käufer klar sein.

Nokia gehört mit Abstand zu den beliebtesten europäischen Smartphones. Das derzeit am meisten nachgefragte Gerät der Finnen ist das Nokia X20 (Testbericht), gefolgt vom Nokia 5.4 (Testbericht) und Nokia G20. Auffällig ist, dass die Handys vom alten Kontinent vor allem Nischen bedienen. Dazu gehören Nachhaltigkeit wie beim Fairphone, spezielle Geräte für Senioren von Gigaset sowie Outdoor-Handys wie das GX290 Plus (Testbericht), das Cat S62 Pro (Testbericht) oder das Nokia XR20. Hersteller wie Wiko tummeln sich dagegen vor allem im günstigen Einsteigerbereich.

Allerdings ist das europäische Angebot besonders im High-End-Bereich ziemlich dünn. Wer mehr will, muss zu Geräten aus den USA, Südkorea, Japan oder doch China greifen. Das erklärt auch, warum in Europa Geräte von Samsung, Apple und Xiaomi sehr gefragt sind. Wer kein Problem mit der Herkunft aus dem Reich der Mitte hat, wirft am besten einen Blick auf Die beliebtesten China-Smartphones 2021.

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