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Sandisk Ultra 64GB Dual Drive Go USB Type C

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Mit einem dualen Stick wappnen sich PC-Anwender für unterschiedliche Computersysteme. Los geht es ab 8 Euro. Wir zeigen, welche USB-Sticks den Einsatz an verschiedenen Steckplätzen ermöglichen.

Die Zeiten, in denen der klassische USB-A-Anschluss bei PCs der wichtigste Standard für externe Geräte oder Datenspeicher wie USB-Sticks war, sind mittlerweile vorbei. Immer mehr Rechner setzen auf den schlanken USB-C-Steckplatz. Bei vielen neuen Ultrabooks oder Convertibles finden sich sogar nur noch USB-C-Anschlüsse, die bei den meisten Smartphones in den letzten Jahren zur Regel geworden sind.

Wer einen USB-Stick verwenden will, sollte deshalb zu einer dualen Variante greifen, die Anschlüsse für wenigstens zwei Standards unterstützt. Wir stellen eine Reihe an USB-Sticks vor, die sowohl über einen klassischen USB-A-Anschluss als auch eine weitere Option verfügen wie beispielsweise USB-C oder Lightning.

Die Datenübertragung ist ein wichtiger Faktor bei einem mobilen Datenträger. Je höher die Schreibgeschwindigkeit ist, desto kürzer dauert der Kopiervorgang. Bei größeren Datenmengen kann das Kopieren entsprechend lange dauern. Je höher die Lesegeschwindigkeit, desto flüssiger können die Daten direkt vom USB-Stick abgespielt werden – beispielsweise ein Video.

Nehmen wir USB 2.0. Der Standard ist noch immer weitverbreitet, auch wenn bereits im Jahr 2000 spezifiziert wurde. Dieser erlaubt eine Datenübertragung von bis zu 480 Mbit/s – was maximal 60 MByte/s entspricht. Die meisten USB-Sticks bieten bei USB 2.0 nur eine Lesegeschwindigkeit von 20 MByte/s und eine Schreibgeschwindigkeit von 10 MByte/s. Um auf einen Stick 64 GByte an Dateien zu kopieren bräuchte man demnach fast 2 Stunden. Zum Kopieren eines 4K-Videos mit einer Größe von 1 GByte dauert bei einem USB-Stick mit USB 2.0 etwa 2 Minuten.

Um für eine schnellere Datenübertragung zu sorgen, führte man 2008 den Standard USB 3.0 mit einer Übertagungsgeschwindigkeit von bis zu 5 Gbit/s – also 600 Mbyte/s ein. 2013 folgte USB 3.1 mit bis zu 10 Gbit/s (1,25 GByte/s). Das bedeutet aber nicht, dass alle Sticks, die für USB 3.0 oder höher spezifiziert sind, auch diese Geschwindigkeit erreichen. Bei gängigen USB-Sticks sind Werte von 420 MByte/s bis 100 MByte/s für die Lesegeschwindigkeit sowie 110 MByte/s bis 15 MByte/s fürs Schreiben üblich. Ein Videoclip von 1 GByte kann bei einer Schreibgeschwindigkeit von 100 MByte/s in knapp 10 Sekunden übertragen werden.

Mit USB 3.2 wird es etwas komplizierter. Unter der Bezeichnung USB 3.2 Gen 2×2 beträgt die Übertagungsgeschwindigkeit jetzt bis zu 20 GBits/s (2,5 GByte/s) – allerdings nur in Verbindung mit einem USB-C-Kabel. USB 3.2 Gen 2 ersetzt die Bezeichnung USB 3.1 und USB 3.0 heißt jetzt USB 3.2 Gen 1. Der neueste Standard USB4 ist noch wenig verbreitet. Dabei handelt es sich gleichzeitig um den Nachfolger von USB 3.2 und Thunderbolt 3. Hierbei kommen ausschließlich USB-C-Anschlüsse zum Einsatz. Thunderbolt wurde ursprünglich 2009 von Intel und Apple als eigenes Schnittstellen-Protokoll zwischen Computern und Peripheriegeräten eingeführt. Mit Thunderbolt 3 wechselte das Steckersystem auf die von USB-C bekannte Form. Thunderbolt 3 erlaubt die Nutzung von Kabeln und Geräten, die kompatibel zu USB 3.1 (USB 3.2 Gen 2) sind – aber nicht umgekehrt.

Wer regelmäßig größere Mengen an Daten auf einen USB-Stick kopiert, sollte darauf achten, dass der Stick bereits USB 3.0 oder höher unterstützt. Wichtig ist auch, dass der eigene PC über einen USB-Steckplatz mit USB 3.0 verfügt. Das ist bei älteren PCs seltener der Fall. Für ein gelegentliches Backup einiger weniger Bilder oder Dokumente auf einen USB-Speicher reicht USB 2.0 aus.

Es gibt eine Reihe von Steckmöglichkeiten: USB-A und USB-C (auch USB Type A und Type C genannt) sowie Micro-USB (alternativ: USB-Micro-B). Bei USB-A handelt es sich um den sehr bekannten rechteckigen Stecker, wie man ihn von vielen Computern, anderen Endgeräten und klassischen USB-Sticks kennt. USB-C ist ein kleinerer ovalförmiger Stecker. Anders als bei USB-A und Micro-USB spielt es bei USB-C keine Rolle, wie herum man den Stecker einführt. Von älteren Smartphones und Tablets kennen viele noch Micro-USB. Diese unterstützen nur eine Datenübertragung auf dem langsameren Niveau von USB 2.0. Bei neueren Smartphones verdrängt mittlerweile USB-C immer mehr die Micro-USB-Stecker. Laut unseres Preisvergleichs nutzen 85 Prozent aller neuen Smartphones 2021 bereits einen USB-C-Steckplatz. Sogar bei neuen Notebooks entwickelt sich die Tendenz in Richtung USB-C. Das Lenovo Thinkpad X1 Titanium Yoga (Testbericht) verfügt beispielsweise über keinen USB-A-Slot mehr.

Apple setzt bei seinen Mobilgeräten einen eigenen Steckertypen mit der Bezeichnung Lightning ein. Alle iPhones ab Generation 5 und iPads ab Generation 4 nutzen dieses Steckerformat. Zwar sind die Lightning-Stecker sehr robust, erlauben in der Regel aber nur eine Datenübertragung auf Niveau von USB 2.0. Zum Anschluss an USB-A oder USB-C ist ein Adapter notwendig. Zu beachten ist allerdings das unterschiedliche Dateiformat von Windows sowie MacOS und iOS. Windows nutzt meistens das Dateiformat NTFS – das kann ein iPhone zum Beispiel lesen, aber nicht darauf schreiben. Apple hingegen setzt auf das Dateiformat HFS+, mit dem Windows wiederum nichts anzufangen weiß.

Die sinnvollste Wahl ist ein dualer USB-Stick mit einem Anschluss für USB-A und USB-C. Damit ist man am besten gewappnet für alle moderneren PCs mit USB-C sowie ältere Geräte mit USB-A. Der Stick kann zudem bei mobilen Endgeräten wie Smartphones und Tablets genutzt werden, solange diese über einen USB-C-Anschluss verfügen. Idealerweise sollte der USB-Stick bereits USB 3.0 oder höher unterstützen, damit eine schnelle Datenübertragung möglich ist. Die beiden Anschlüsse befinden sich bei den meisten USB-Sticks jeweils am Ende des Datenträgers. Es gibt zudem Modelle mit einem Schieberegler, der jeweils den gewünschten Stecker offenlegt oder mit einer schwenkbaren Abdeckung.

Duale USB-Sticks mit Anschlüssen für USB-A und USB-C sind kaum teurer als Datenträger mit nur einem Stecker. Einen dualen USB-Stick mit Anschlüssen für USB-C und USB-A bekommt man bei einer Größe von 64 GByte bereits ab 8 Euro. Sticks mit nur 32 GByte lohnen sich nicht wirklich, zumal sie das Gleiche kosten wie die größeren Vertreter mit 64 GByte. Ein Stick mit 128 GByte ist bereits ab 12 Euro zu haben. Wer große Dateien, wie zum Beispiel Videoclips, möglichst schnell auf einen USB-Stick kopieren möchte, braucht eine hohe Schreibgeschwindigkeit. Wer Mediendateien direkt von einem USB-Stick aus abspielen will, sollte auf eine hohe Lesegeschwindigkeit achten.

Je schneller der Stick, desto teurer ist er. So bietet der SanDisk Dual Drive USB Type-C mit 128 GByte beispielsweise eine Lesegeschwindigkeit von 150 MByte/s sowie Schreibgeschwindigkeit von etwa 40 MByte/s und kostet 17 Euro. Modelle von Transcend und Samsung sind mit einer Lesegeschwindigkeit von 400 MByte/s und einer Schreibgeschwindigkeit von 100 MByte/s deutlich schneller – kosten aber bei gleicher Speichergröße 28 bis 33 Euro. Das Kopieren von 500 Fotos in 4K-Auflösung dauert beim USB-Stick von Samsung mindestens 15 Sekunden. Von USB-Stick auf PC sollte das Ganze keine 3 Sekunden dauern. Beim Stick von Sandisk braucht die gleiche Menge Bidler zum Übertragen auf den Datenträger im Idealfall etwa 1 Minute. Umgekehrt sind es gut 10 Sekunden. In der Praxis erreichen USB-Sticks aber nicht konstant ihre höchsten Schreibgeschwindigkeiten, sodass für den Kopiervorgang schnell zwei bis dreimal so viel Zeit vergeht dauert.

Ein USB-Stick mit Anschlussmöglichkeiten für USB-A und Micro-USB eignet sich für alle, die den Stick bei einem PC und einem älteren Smartphone oder Tablet nutzen wollen. Voraussetzung ist ein USB-A-Anschluss am PC und eine Micro-USB-Büchse am Mobilgerät. In der Regel befinden sich der Anschluss jeweils auf einer Seite des Sticks.

Wer ein iPad oder iPhone nutzt, kann zu einem dualen USB-Stick mit einem Anschluss für Lightning und USB-A oder USB-C greifen. Das bietet sich an für das Kopieren von Videos oder Fotos zwischen iPhone/iPad und einem Mac. Wer den Stick an einem Windows-PC nutzen will, bekommt allerdings Probleme aufgrund des unterschiedlichen Dateisystems der jeweiligen Betriebssysteme. Duale Sticks für Lightning und USB-A sind deutlich teurer als die Pendants für USB-A und USB-C. So kostet ein Stick mit 128 GByte rund 45 Euro. Die Auswahl bei Datenträgern für USB-A und Lightning ist recht groß, bei dualen Sticks für USB-C und Lightning sieht es eher mau aus. Ein Stick mit Anschluss für Lightning und USB-C mit 128 GByte kostet gut 60 Euro.

Eine mögliche Alternative zu einem klassischen USB-Stick sind mobile SD-Kartenlesegeräte. Diese gibt es mit einer Vielzahl an möglichen Anschlüssen. Das ist für jeden Interessant, der bereits viele SD-Karten besitzt und diese weiter nutzen möchte. Dann ist der Kauf eines neuen USB-Sticks nicht nötig. Wer sich von seinen USB-Sticks nicht trennen möchte, kann sich auch mit einem Adapter von USB-A auf USB-C weiterhelfen oder gleich zu einem Hub mit mehreren Anschlüssen sowie Kartenlesegerät für SD greifen. Mehr über die schnellsten SD-Karten zeigen wir in unserer Themenwelt Speicherkarte.

USB-C dürfte mit der Zeit USB-A als Standardanschluss bei PCs verdrängen. Wer hier vorsorgen möchte, kann zu einem USB-Stick greifen, der beide Anschlüsse nutzt. Diese kosten nahezu das Gleiche wie herkömmliche USB-Sticks. Daneben gibt es duale Varianten für USB-A und Micro-USB sowie Lightning. Alternativ hilft man sich mit einem Adapter oder einem Hub sowie SD-Kartenlesegerät aus. Wer generell größere Datenmengen mit sich herumträgt, empfehlen wir einen Blick auf unseren Ratgeber: Der richtige Datenspeicher für unterwegs.

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