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Funk-Ultraschall-Einparkhilfe von Lescars

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Akustische Einparkhilfen gehören bei vielen neuen Autos zur Serienausstattung. Wer noch an seinem älteren Gefährt hängt, kann diese Technologie für wenig Geld nachrüsten. Wir zeigen, wie das geht.

Neben Rückfahrkameras sind akustische Einparkhilfen – auch Park Distance Control (PDC) genannt – ein probates Hilfsmittel, um beim Einparken Blechschäden vorzubeugen. Einige Kabellose Rückfahrkameras zum Nachrüsten ab 100 Euro haben wir bereits vorgestellt.

Die akustische Einparkhilfe nutzt Ultraschall – wie eine Fledermaus. Die Geräte senden Ultraschallwellen aus, die von Gegenständen reflektieren. Sensoren erkennen dann die zurückkehrenden Ultraschallwellen. Je mehr Ultraschallsensoren sich hinten am Fahrzeug befinden, desto genauer wird das Messergebnis. Damit erkennt die Einparkhilfe den Abstand zu möglichen Objekten hinter dem Fahrzeug.

Ein Steuergerät verarbeitet diese Signale und gibt akustische Warntöne an einen Signalgeber weiter. Dabei kann es sich um einen kleinen LCD-Monitor oder einen rein akustischen Signalempfänger handeln. Dieser erzeugt einen Piepen als Warnsignal – je kürzer die Abstände zwischen den einzelnen Tönen, desto näher befindet sich ein Hindernis hinter dem Auto.

Die Funk-Ultraschall-Einparkhilfe für den Kennzeichenhalter mit LCD von Lescars bietet gleich zwei Vorteile: Die Sensoren befinden sich bereits in einer Halterung für das Nummernschild. Die Übertragung der Signale von Signalgeber an den Monitor erfolgt zudem über Funk. Das erleichtert die Montage erheblich. Man muss nicht für jeden Sensor einzeln ein Loch bohren. Stattdessen benötigt es nur eine zusätzliche Öffnung hinter dem Nummernschildhalter, durch das man die Kabel der Sensoren in den Innenraum hindurchführt.

Je nach Fahrzeug kann es dennoch nötig sein, ein Loch zu bohren. Zwar können Fahrzeughalter bereits vorhandene Öffnungen in der Karosserie oder Stoßstange für die Kabelverlegung nutzen, beispielsweise die der Nummernschildbeleuchtung. Reicht diese nicht aus, kommt man ums Bohren nicht herum. Das setzt aber fortgeschrittene handwerkliche Fähigkeiten voraus. Bohrt man dafür ein Loch in die Karosserie, sollte es danach unbedingt mit Rostschutzmitteln behandelt werden. Es empfiehlt sich zudem, das Loch nach der Montage zusätzlich mit Dichtmasse zu verschließen, damit kein Wasser eindringt. Wir empfehlen im Zweifelsfall den Besuch einer Fachwerkstatt.

Anschließend steckt man die Kabel in den Signalgeber, der im Kofferraum platziert wird. Die Stromversorgung erfolgt über die Rückfahrleuchten, an die man den Signalgeber mit einem Kabel anschließt. Sobald der Fahrer der Rückwärtsgang einlegt, bekommen die Sensoren in der Halterung für das Nummernschild Strom.

Der Signalgeber übermittelt dann mit 433.92 MHz per Funk die Signale an das kleine 3-Zoll-LCD. Dieses klebt man an das Armaturenbrett, die Stromversorgung für den Bildschirm erfolgt über den 12-Volt-Stecker im Auto. Dadurch muss man kein zusätzliches Kabel durch den Innenraum zwischen dem Signalgeber und dem Monitor im Cockpit verlegen. Der kleine Bildschirm warnt den Fahrer mit einem Piepton, wenn er sich einem Hindernis nähert. Zusätzlich gibt die Anzeige den Abstand zum Hindernis sowie die Position hinter dem Fahrzeug an.

Fast identisch funktionieren die Einparkhilfen von Park Profi und von Step by Step, bei denen sich die Parksensoren ebenfalls in der Halterung für das Nummernschild befinden. Bei einer Einparkhilfe ohne Nummernschildhalter muss für jeden Sensor ein einzelnes Loch gebohrt werden – das erhöht den Aufwand für die Montage deutlich, wie im Fall der Lescars Funk-Rückfahrhilfe PA-280. Der Vorteil: Man kann die Sensoren auf der ganzen Breite der Stoßstange verteilen, was für genauere Warnsignale sorgen kann. Wer aber nicht über ausgeprägte handwerkliche Fähigkeiten und fundiertes Wissen über Kraftfahrzeuge verfügt, sollte das lieber den Experten in einer Werkstatt überlassen.

Verbreitet sind darüber hinaus Varianten der akustischen Einparkhilfe ohne Funkverbindung. Hierzu muss der Signalgeber ein Kabel bis nach vorne ins Cockpit verlegen, das man anschließend mit einem Monitor oder einen Lautsprecher für die akustischen Warnsignale verbindet. Das erhöht den Aufwand für die Montage, dafür muss man sich keine Sorgen machen, dass das Funksignal gestört werden könnte. Auch hier erleichtern sich Autohalter das Leben mit einer Lösung, die die Sensoren bereits im Nummernschildhalter integriert, wie beim Modell von Renkforce.

Eine akustische Ultraschall-Einparkhilfe kostet nicht die Welt. Bereits für 50 Euro bekommt man eine Funk-Einparkhilfe mit Sensoren im Nummernschildhalter. Diese bieten meist eine einfache Montage, da sie die Warnsignale per Funk an einen Monitor oder Lautsprecher im Cockpit übermitteln. Da die Stromversorgung über die Rückfahrleuchte erfolgt, kommt man aber in vielen Fällen nicht um das Bohren eines Lochs herum. Wer nicht über ausgeprägte handwerkliche Fähigkeiten verfügt, sollte das von einem Profi machen lassen.

Einparkhilfen ohne Funkverbindungen erhöhen den Aufwand der Montage, da man den Signalgeber mit einem Kabel an einen Monitor oder Lautsprecher anschließen muss. Am herausforderndsten wird es mit einer Lösung, bei der die Sensoren einzeln in der Stoßstange montiert werden – das bedeutet jeweils ein Loch pro Sensor und noch mehr Kabelverlegen. Hier sollten wirklich nur Profis ran.

Eine weitere Alternative als Parkhilfe stellen Rückfahrkameras dar. Diese befestigt man in der Regel am Nummernschildhalter. Per Funk oder Kabelverbindung übermittelt die Kamera das Bild an einen separaten Monitor im Cockpit. Eine Auswahl an Möglichkeiten zum Nachrüsten zeigen wir im Ratgeber Kabellose Rückfahrkameras zum Nachrüsten ab 100 Euro. Weiteres nützliches Zubehör findet sich zudem in unserer Themenwelt rund ums Auto.

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