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Gute Hi-Fi-Anlagen waren teuer und sind zu schade, um sie zu verschrotten. Mit dem richtigen Zubehör kann man sie fit für eine Zukunft mit Streaming und Multiroom machen – unter 30 Euro geht es los.

Multiroom kann mehr als nur eine Musik in mehreren Räumen abspielen zu können. Mit einer Multiroom-Funktion kommt eine Netzwerkverbindung, die einen Zugriff auf Streaming-Dienste im Web erlaubt. Dazu gehören neben Spotify oder Amazon Music auch Dienste, die höhere Bitraten nutzen, etwa Apple Music, Tidal oder Qobuz.

Auch wenn Sonos das Thema Multiroom mehr oder weniger als Platzhirsch besetzt hat, gibt es zahlreiche Alternativen. Die sind vor allem dann spannend, wenn man schon eine gute Anlage oder hochwertige Lautsprecher besitzt. Dann lohnt es sich, alternative Systeme anzusehen, mit denen man Multiroom- und Streaming-Funktionen für bestehende Systeme nachrüsten kann.

In diesem Ratgeber geht es ausdrücklich nicht um Bluetooth. Das hat mehrere Gründe: Zunächst haben wir mit dem Ratgeber Bluetooth-Adapter für Stereoanlage, Kopfhörer, iPod-Dock und TV einen komplett eigenen Artikel dafür. Zudem ist Bluetooth für den Einsatz im Haus nicht wirklich komfortabel. Denn das jeweilige Endgerät, etwa das Handy, muss immer in Reichweite sein. Bekommt man einen Anruf, stoppt die Musikwiedergabe und das Gespräch dröhnt laut aus den Boxen – das macht keinen Spaß. Wir sehen uns stattdessen echtes Multiroom und Streaming an, bei dem das Smartphone, Tablet oder Computer nur noch die Fernbedienung zur Musikwiedergabe ist und die jeweilige Hi-Fi-Komponente die Songs direkt aus dem Web oder dem LAN bezieht.

Einfach einzurichten, eine breite Unterstützung von Funktionen, eine aktive Versorgung mit Updates und ein Klinkenanschluss: Der Echo Dot von Amazon ist nach dem Ende von Chromecast Audio die günstigste Möglichkeit, eine Hi-Fi-Anlage ins WLAN zu bringen und für Streaming-Dienste fit zu machen. Sowohl der Echo Dot 4 (Testbericht) als auch der Vorgänger, der Echo Dot 3 (Testbericht) haben eine 3,5-mm-Klinkenbuchse, mit der man sie wahrscheinlich an jeder Anlage mit Line-In anschließen kann. Dann allerdings laufen auch die Alexa-Ansagen über die Anlage.

Leider scheint sich Amazon von den High-End-Produkten für Anlagen verabschiedet zu haben. Der Echo Link (Testbericht) oder der Echo Link Amp (Testbericht) werden zumindest nicht mehr offiziell verkauft. Schade, wo doch genau diese beiden Geräte auch optisch deutlich besser zu guten Anlagen passen.

Der Vorteil der Echo Dots und des Alexa-Systems ist, neben dem Preis, die gute Software. Amazon pflegt die Firmware und das App-Ökosystem. Anders als bei obskuren Drittlösungen bekommt man fast jeden Streaming-Dienst auf die Echo-Geräte. Gesteuert wird per Sprache oder App. Der Nachteil ist Alexa, mit allen Bedenken rund um den Datenschutz.

Wer damit keine Probleme hat und etwa eine solide alte Hi-Fi-Anlage um Streaming-Features erweitern will, dem empfehlen wir den Griff zum Echo Dot 3, der diese Aufgaben gut erfüllt und weniger als 25 Euro kostet.

Apple-Nutzern fällt die Wahl relativ einfach. Denn mit Airplay 2 haben sie einen Standard in iPhone, iPad oder Macbook, der Audio und Video kabellos an fast beliebige Endgeräte streamt. Bei der Musik funktioniert es wahlweise mit einem Stream pro Zimmer oder in Gruppe geschalteten Lautsprechern. Der Vorteil gegenüber simplem Bluetooth-Streaming: Airplay 2 trennt Musik-Stream vom eigentlichen Gerät. So wird das iPhone beispielsweise nur zur Fernbedienung. Bekommt man einen Anruf, läuft die Musik weiter und man kann das Handy ganz normal nutzen.

Nachdem die Adaptaion von Airplay 2 anfangs langsam lief, konnte Apple inzwischen zahlreiche Partner ins Boot holen. Viele smarte Lautsprecher, etwa Sonos (Themenwelt), Ikea Symfonisk (Themenwelt) oder Bose haben Airplay 2 integriert und tauchen direkt auf, wenn das iOS-Gerät und der Lautsprecher im gleichen WLAN sind. Dazu gibt es vergleichsweise eine große Auswahl an Adaptern. Mit der günstigste ist der Belkin Soundform Connect Airplay 2, der knapp unter 100 Euro kostet. Der ist dafür so klein, dass er hinter der Anlage verschwindet und bietet neben einer Klinke auch einen optischen Ausgang. Schade, dass Apple den Homepod (Testbericht) oder den Homepod Mini nicht wie Amazon beim Echo mit einem Audio-Anschluss versehen hat.

Spotify ist noch immer der Platzhirsch beim Audio-Streaming. Mit Spotify Connect gibt es ein eigenes Protokoll, über das die Spotify-App (egal ob auf Handy oder Computer) kompatible Wiedergabegeräte im (W)LAN steuern und darauf Musik wiedergeben kann. Anders als Apple oder Amazon hat das Unternehmen aber keine Hardware vorgestellt, um bestehende Anlagen in einen Spotify-Connect-Spieler zu verwandeln.

Hier schlägt die Stunde der Netzwerk Audio Player. Der IT900MBT von Hama kostet um die 35 Euro, der Mini-Vorverstärker S10 von Arylic kostet knapp 70 Euro, neben Spotify kann das Gerät auch andere Dienste (etwa Deezer, Tidal oder Napster) und unterstützt das ältere Airplay 1.

Für alle mit einem soliden Audio-Tower könnte ein Netzwerk-Audio-Player die richtige Wahl sein. Diese Geräte sind als zusätzliche Audio-Komponenten vergleichbar mit CD-Playern. Deren einzige Aufgabe ist das Streamen von Musik aus dem Netzwerk. Dabei beherrschen sie normalerweise die gängigen Portale, allen voran Spotify. Sie können aber auch Inhalte wiedergeben, die auf einer NAS gespeichert sind.

Das ist dann spannend, wenn man entweder die eigene Musiksammlung digitalisiert hat oder aber hochwertige Songs von Qobuz und Co einkauft. Von der Multimedia-NAS (Ratgeber) landen die Lieder meist über Standards wie DLNA oder UPNP auf dem Player. Wichtig ist hier vor allem die Verwaltung und die Playlisten der Songs. Denn was man an Sound-Qualität gewinnt, verliert man an das (mehr oder weniger guten) automatische Kurtieren der Songs von Spotify und Co.

In den ersten paar Lösungen ging es vor allem ums Streaming an einen Ort. Grundsätzlich kann man zwar etwa bei Airplay 2 auch mehrere Wiedergabegeräte zusammenschalten, so richtig bequem wird das aber erst, wenn das Multiroom-System aus einer Hand kommt. Sonos hat sich aus diesem Markt komplett zurückgezogen, diese Lücke wurde aber von der Konkurrenz wie Denon Heos oder Yamaha Musiccast inzwischen gut gefüllt.

Diese Herstelle haben eigene smarte Lautsprecher, etwa den Denon Home 150 (Testbericht). Gleichzeitig liefern sie Komponenten oder Hi-Fi-Verstärker, die ebenfalls Multiroom-tauglich sind. Anschließend ist es egal, ob die Musik aus dem smarten Speaker oder der großen Anlage kommt – in der zugehörigen App tauchen alle Endgeräte unter einer Oberfläche sauber auf.

Das hat mehrere Vorteile: Will man zusätzliche Lautsprecher, etwa in Küche oder Kinderzimmer, können diese aus einer App heraus verwaltet werden und kopieren alle notwendigen Einstellungen von dort. Die eigene Hi-Fi-Anlage oder gute Lautsprecher kann man wahlweise über einen Verstärker, einen neuen Receiver oder einen Netzwerk-Audio-Player mit dem System verbinden, wie es passt.

Da die Software bei allen Endgeräten aus einem Haus kommt, gibt es keine Probleme mit Interoperabilität. Und tatsächlich können gerade die smarten Lautsprecher problemlos mit den Sonos-Geräten mithalten. Im Test gefiel uns die Apps von Heos (Testbericht) und Yamaha Musiccast (Testbericht) ebenfalls gut. Man legt sich allerdings, ähnlich wie bei Sonos, mehr oder weniger auf ein System fest, zudem sind die jeweiligen Endgeräte nicht gerade günstig. Dafür hat man aber eine große Auswahl an Produkten. Denn eine Multiroom-tauglichen Plattenspieler bekommt man beim Sonos nicht – bei Yamaha ist das mit dem Musiccast Vinyl 500 kein Problem. Der spielt die Platten kabellos auf jedem kompatiblen Lautsprecher im WLAN ab.

Sonos ist ein tolles System und wer einfach nur Multiroom möchte, der macht damit wenig verkehrt. Anders sieht es aus, wenn man bereits eine gute Anlage besitzt oder hochwertige (und teure) Lautsprecher weiterverwenden möchte. Dann tut sich aber eine komplett neue Welt auf. Simple Lösungen wie die Echo Dots von Amazon sind da der einfachste und billigste Einstieg.

Wer aber noch tiefer geht, der findet zahlreiche spezialisierte Geräte, die vor allem im High-End-Audiobereich punkten können. Netzwerk-Player etwa liefern hohe Klangqualität und können neben Internet-Streams auch lokale Musikdateien problemlos wiedergeben.

So richtig Spaß machen auch die Multiroom-Systeme der großen Audio-Anbieter. Die haben endlich bei der Qualität der App und den unterstützen Diensten zu Sonos aufgeholt. Und gerade, wenn man etwas tiefer einsteigt, dann findet man großartige Geräte. Der Plattenspieler von Yamaha ist da ein anschauliches Beispiel: Dank lokalem Streaming braucht er nur ein Kabel, die Lautsprecher können an beliebiger Stelle in WLAN-Reichweite sein. Damit kann man den Plattenspieler ganz anders aufstellen und er wird selbst zu einem Design-Element. Diese Systeme lohnen sich auch, um hochwertigen Lautsprechern frischen Wind einzuhauchen.

Mehr zu dem Thema zeigen wir in der Themenwelt Multiroom. Neben Ratgebern wie Multiroom-Systeme: Sound in jedem Zimmer haben wir dort smarte Lautsprecher getestet, etwa den Sonos One SL(Testbericht), den Denon Home 350 (Testbericht) oder den Nubert nuPro X-3000 RC (Testbericht).

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