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Zehn Smartwatches mit Wear OS bis 200 Euro

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Wer eine Smartwatch mit möglichst vielen verfügbaren Apps sucht, sollte Googles Wear OS nutzen. Wir haben zehn beliebte Modelle unter 200 Euro herausgesucht.

Wear OS, das Smartwatch-Betriebssystem von Google, ist auf Uhren verschiedenster Hersteller installiert. Hauptvorteile des Systems sind der eigene App-Store und die unkomplizierte Bedienung.

Die Grundfunktion aller Wear-OS-Uhren ist die Kommunikation mit dem Smartphone. Das funktioniert mit Android und iOS-Geräten. Die Smartwatches zeigen eingehende Nachrichten, anstehende Termine oder Anrufe an. Zudem sind Timer, Weckfunktion und Schrittzähler verbaut. Zur Kommunikation nutzen alle Smartwatches WLAN und Bluetooth. Einige Modelle, wie die Skagen Falster 3 (Testbericht) und Huawei Watch 2 (Testbericht), haben zusätzlich ein NFC-Modul verbaut.

Die Watch 2 von Huawei hat trotz des niedrigen Preises eine ordentliche Ausstattung.

Wer GPS, Höhenmesser, Herzfrequenzsensor, Lichtsensor oder Kompass in seiner Uhr möchte, muss genau hinsehen. Diese Funktionen sind in der Preisklasse unter 200 Euro nur bei einigen Modellen vorhanden, zum Beispiel der Huawei Watch 2. Das Gleiche gilt für eine integrierte Freisprechfunktion, mit der sich direkt über die Uhr telefonieren lässt. Diese ist etwa in der Fossil Q Explorist (Testbericht) verbaut.

Darstellung auf der Huawei Watch GT 2 (19 Bilder)

Die verbauten Displays lösen Inhalte mit 320×290 bis 416×416 Pixeln auf. Die Diagonale liegt zwischen 1,2 und 1,6 Zoll. Der Arbeitsspeicher sollte bei mindestens 512 MByte liegen, um eine flüssige Bedienung zu gewährleisten. Der interne Speicher von meist 4 GByte reicht für die Installation zusätzlicher Apps. Neuere Modelle (ab Mitte 2019) bieten auch schon 1 GByte RAM und 8 GByte internen Speicher. Für umfangreiche Musiksammlungen auf der Uhr steht allerdings kaum Platz zur Verfügung.


Die Erfahrungen mit den günstigen Wear-OS-Smartwatches zeigt, dass der Preis nicht automatisch ein Indiz für Qualität ist. Die Verarbeitung der bereits getesteten Fossil Q Explorist (Testbericht), Skagen Falster 3 (Testbericht) oder Skagen Falster 2 (Testbericht) ist hervorragend – trotz eines Preises von 150 bis 250 Euro. Die ehemals teuren Smartwatches von Tommy Hilfiger (Testbericht) und Porsche Design (Testbericht) können da bei weitem nicht mithalten.

Zwar sind alle Uhren staubdicht, mit der Haltbarkeit gegenüber Wasser sieht es allerdings anders aus. Während die meisten Geräte eine Handwäsche oder die morgendliche Dusche überstehen, eignen sich nur wenige Modelle für Ausflüge in Pool oder See. Wer sein Schwimmtraining überprüfen will, sollte sich die Huawei Watch 2 (Testbericht) genauer ansehen oder gleich zu einer echten Sportuhr (Vergleichstest) greifen. Für Jogger haben wir im Ratgeber: Sportuhren oder Fitness-Tracker für Jogger entsprechende Modelle zusammengefasst.

In Sachen Armbändern entscheidet der persönliche Geschmack. Die Smartwatches gibt es mit Armbändern aus Leder, Silikon, Kunststoff und Metall. Wem die angebotenen Modelle nicht gefallen, der kann die Bänder selbst austauschen. Das klappt bei der Huawei-Uhr oder den Modellen von Fossil und Skagen innerhalb von wenigen Sekunden – dem integrierten Schnellverschluss sei Dank.

Viele Hersteller nutzen den praktischen Schnellwechselverschluss.

Die Bedienung aller Wear-OS-Smartwatches ist nahezu identisch. Die Softwareoberfläche ist übersichtlich und leicht verständlich. Der Hauptvorteil vom Google-Betriebssystem ist die riesige Auswahl an verfügbaren Apps. Ähnlich viele Zusatzprogramme bieten sonst lediglich die Uhren von Apple und solche mit Samsung-Tizen-Oberfläche. Billige

Smartwatches unter 50 Euro (Ratgeber) oder Geräte mit proprietären Betriebssystemen, etwa die Huawei Watch GT 2 (Testbericht), können da nicht mithalten. Hier muss sich der Nutzer mit der ab Werk installierten Software zufriedengeben.


Die Akkulaufzeit ist der Hauptkritikpunkt bei allen von uns getesteten Smartwatches mit Wear OS. Die leistungsfähige Software und die verbaute Hardware fordern ihren Tribut. Während einige Modelle, wie die Asus Zenwatch 3 oder Skagen Falster 3 (Testbericht) immerhin bis zu 48h durchhalten, ist bei den meisten Modellen bereits nach einem Tag Nutzungsdauer Schluss. Unserer Erfahrung nach ist das zu wenig. Denn die angegebenen Werte beziehen sich auf eine leichte bis normale Nutzung. Wer seine Uhr dauerhaft mit dem Smartphone verbindet, darüber telefoniert und regelmäßig die Sensoren benutzt, leer den Akku deutlich schneller. Im Klartext bedeutet das, dass fast alle Uhren täglich ans Ladegerät müssen – das nervt. Dass es auch anders gehen kann, zeigt die Huami Amazfit GTS (Testbericht), die gut eine bis drei Wochen mit einer Akkuladung durchhält – natürlich ohne Wear OS.


Im Vergleich zu sehr günstigen Smartwatches bis 50 Euro (Ratgeber), sind Uhren mit Wear OS besser verarbeitet und bieten deutlich mehr Funktionen.

Wer sich für eine Uhr mit Googles Betriebssystem entscheidet, sollte sich im Vorfeld genau überlegen, was sie im Alltag können soll. Wasserdichtigkeit, Akkulaufzeit und Sonderausstattung (wie GPS oder Herzfrequenz-Sensor) unterscheiden sich im Preissegment bis 200 Euro stark. Außerdem muss klar sein, dass eine Wear-OS-Uhr täglich, in Ausnahmefällen spätestens nach zwei Tagen, ans Ladegerät muss.

Wer seine Smartwatch nicht ständig laden möchte, muss sich für ein anderes Betriebssystem entscheiden. Aus eigener Erfahrung können wir hier nur die Modelle Huawei Watch GT 2 (Testbericht) und die Huami Amazfit GTS (Testbericht) empfehlen. Diese funktionieren allerdings nicht mit dem Wear-OS-Betriebssystem, sondern mit einem proprietären System. Gut ausgestattete Fitnesstracker (Bestenliste) wären ebenfalls eine interessante Alternative – allerdings muss man hier Einschränkungen bezüglich Zusatz-Apps und beim Display hinnehmen.

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