TechStage
Logo Qwant

Ein Angebot von

Zehn Smartwatches mit WearOS bis 200 Euro

5
von  // 

Wer eine Smartwatch mit möglichst vielen verfügbaren Apps sucht, sollte Googles Wear OS nutzen. Wir haben zehn beliebte Modelle unter 200 Euro herausgesucht.

Wear OS, das Smartwatch-Betriebssystem von Google, ist auf Uhren verschiedenster Hersteller installiert. Hauptvorteile des Systems sind der eigene App-Store und die unkomplizierte Bedienung.

Die Grundfunktion aller Wear-OS-Uhren ist die Kommunikation mit dem Smartphone. Das funktioniert zwar theoretisch mit Android und iOS-Geräten, allerdings ist der Funktionsumfang zusammen mit iPhone oder iPad extrem eingeschränkt. Zum Beispiel zeigt die Uhr in Kombination mit Apple-Geräten zwar den Eingang einer Nachricht an, den Inhalt aber nicht. iPhone-Nutzern bleibt so letztlich nur der Griff zu einer hochpreisigen Apple-Watch (Testbericht).

Zusammen mit einem Android-Gerät zeigen die Smartwatches eingehende Nachrichten, anstehende Termine oder Anrufe an. Zudem sind Timer, Weckfunktion und Schrittzähler verbaut. Zur Kommunikation nutzen alle Smartwatches WLAN und Bluetooth. Einige Modelle, wie die Huawei Watch 2 (Testbericht), Sony Smartwatch 3 oder Misfit Vapor 2, haben zusätzlich ein NFC-Modul verbaut.

Die Watch 2 von Huawei hat trotz des niedrigen Preises eine ordentliche Ausstattung.

Wer GPS, Höhenmesser, Herzfrequenzsensor, Lichtsensor oder Kompass in seiner Uhr möchte, muss genau hinsehen. Diese Funktionen sind in der Preisklasse unter 200 Euro nur bei einigen Modellen vorhanden, zum Beispiel der Huawei Watch 2. Das Gleiche gilt für eine integrierte Freisprechfunktion, mit der sich direkt über die Uhr telefonieren lässt. Diese ist etwa in der Fossil Q Explorist (Testbericht) verbaut.

Die verbauten Displays lösen Inhalten zwischen 320×290 und 400×400 Pixeln auf. Die Diagonale liegt zwischen 1,2 und 1,6 Zoll. Der Arbeitsspeicher sollte bei mindestens 512 MByte liegen, um eine flüssige Bedienung zu gewährleisten. Der interne Speicher von meist 4 GByte reicht für die Installation zusätzlicher Apps. Für umfangreiche Musiksammlungen auf der Uhr steht allerdings kaum mehr Platz zur Verfügung.

Die Erfahrungen mit den günstigen Wear-OS-Smartwatches zeigt, dass der Preis nicht automatisch ein Indiz für Qualität ist. Die Verarbeitung der bereits getesteten Fossil Q Explorist (Testbericht) oder Skagen Falster (Testbericht) ist hervorragend – trotz eines Preises von unter 200 Euro. Die im Test verlinkten Uhren von Huawei, Asus, Motorola und Nixon haben beispielsweise sogar hochwertiges Gorilla-Glas verbaut. Die über 300 Euro teure Smartwatch von Tommy Hilfiger (Testbericht) kann da bei weitem nicht mithalten.

Zwar sind alle Uhren staubdicht, mit der Haltbarkeit gegenüber Wasser sieht es allerdings anders aus. Während die meisten Geräte zwar eine Handwäsche oder die morgendliche Dusche überstehen, eignen sich nur wenige Modelle für Ausflüge in Pool oder See. Wer sein Schwimmtraining überprüfen will, sollte sich die Huawei Watch 2 (Testbericht) oder die Sony Smartwatch 3 genauer ansehen oder gleich zu einer echten Sportuhr (Vergleichstest) greifen.

In Sachen Armbändern entscheidet der persönliche Geschmack. Die Smartwatches gibt es mit Armbändern aus Leder, Silikon, Kunststoff und Metall. Wem die angebotenen Modelle nicht gefallen, der kann die Bänder selbst austauschen. Das klappt bei der Huawei-Uhr oder den Modellen von Fossil innerhalb von wenigen Sekunden – dem integrierten Schnellverschluss sei Dank.

Viele Hersteller nutzen den praktischen Schnellwechselverschluss.

Die Bedienung aller Wear-OS-Smartwatches ist nahezu identisch. Die Softwareoberfläche ist übersichtlich, intuitiv und einfach zu Bedienen.

Der Hauptvorteil vom Google-Betriebssystem ist die riesige Auswahl an verfügbaren Apps. Ähnlich viele Zusatzprogramme bieten sonst lediglich die Uhren von Apple und solche mit Samsung-Tizen-Oberfläche. Billige Smartwatches unter 50 Euro (Ratgeber) oder Geräte mit proprietären Betriebssystemen (etwa die Huawei Watch GT (Testbericht)) können da nicht mithalten. Hier muss sich der Nutzer mit der ab Werk installierten Software zufriedengeben.

Huawei Watch 2 mit Sportarmband schwarz (55021679)

Huawei Watch 2

Mobvoi Ticwatch E2 schwarz

Mobvoi Ticwatch E2

ASUS ZenWatch 2 41mm mit Sportarmband silber/braun (WI501Q-1RTUP0006)

ASUS ZenWatch 2

Sony SmartWatch 3 SWR50 Silikon-Armband schwarz

Sony SmartWatch 3

Misfit Vapor 2 41mm schwarz mit Sportarmband schwarz (MIS7100)

Misfit Vapor 2

Die Akkulaufzeit ist der Hauptkritikpunkt bei allen von uns getesteten Smartwatches mit Wear OS. Die leistungsfähige Software und die verbaute Hardware fordern ihren Tribut. Während einige Modelle, wie die Asus Zenwatch 2, Sony Smartwatch 3 immerhin bis zu 48h durchhalten, ist bei den meisten Modellen bereits nach einem Tag Nutzungsdauer Schluss. Motorola gibt für seine Moto 360 sogar nur eine Laufzeit von 12h an. Unserer Erfahrung nach ist das zu wenig. Denn die angegebenen Werte beziehen sich auf eine leichte bis normale Nutzung. Wer seine Uhr dauerhaft mit dem Smartphone verbindet, darüber telefoniert und regelmäßig die Sensoren benutzt, leer den Akku deutlich schneller. Im Klartext bedeutet das, dass fast alle Uhren täglich ans Ladegerät müssen – das nervt.

Skagen Connected Falster schwarz mit Milanaise-Armband silber (SKT5000)

Skagen Connected Falster

(Kein Produktbild vorhanden)

Fossil Q Explorist

Michael Kors Access Dylan mit Silikonarmband schwarz (MKT5011)

Michael Kors Access Dylan

Motorola Moto 360 schwarz (SM3934AR1X1)

Motorola Moto 360

Nixon Mission silber (A1167-2101-00)

Nixon Mission

Im Vergleich zu sehr günstigen Smartwatches bis 50 Euro (Ratgeber), sind Uhren mit Wear OS besser verarbeitet und bieten deutlich mehr Funktionen.

Wer sich für eine Uhr mit Googles Betriebssystem entscheidet, sollte sich im Vorfeld genau überlegen, was sie im Alltag können soll. Wasserdichtigkeit, Akkulaufzeit und Sonderausstattung (wie GPS oder Herzfrequenz-Sensor) unterscheiden sich im Preissegment bis 200 Euro stark. Außerdem muss klar sein, dass eine Wear-OS-Uhr täglich, in Ausnahmefällen spätestens nach zwei Tagen, ans Ladegerät muss.

Wer seine Smartwatch nicht ständig laden möchte, muss sich für ein anderes Betriebssystem entscheiden. Aus eigener Erfahrung können wir hier nur die Modelle Huawei Watch GT (Testbericht) und die Samsung Galaxy Watch (Testbericht) empfehlen. Diese funktionieren allerdings nicht mit dem Wear-OS-Betriebssystem, sondern mit einem proprietären System, beziehungsweise der Tizen-Software. Gut ausgestattete Fitnesstracker (Bestenliste) wären ebenfalls eine interessante Alternative – allerdings muss man hier Einschränkungen bezüglich Zusatz-Apps und beim Display hinnehmen.

Nutzer des iPhones sollten sich generell nur die Apple Smartwatch (Testbericht) zulegen – die Einschränkungen mit anderen Smartwatches sind einfach zu groß.

Ähnliche Artikel auf TechStage

Einloggen, um Kommentare zu schreiben

Anzeige