Xiaomi Poco X3 NFC vs. Xiaomi Redmi Note 9 Pro: Preisduell | TechStage
TechStage
Logo Qwant

Ein Angebot von

Xiaomi Poco X3 NFC vs. Xiaomi Redmi Note 9 Pro: Preisduell

von  // 

Das Poco X3 ist der neue Mittelklasse-König, doch was macht es anders als das Xiaomi Redmi Note 9 Pro? TechStage hat beide Geräte gegenübergestellt und verrät, welches das bessere Modell ist.

In unserem Test zum Xiaomi Poco X3 NFC (Testbericht) haben wir das günstige Smartphone den neuen Mittelklasse-König genannt, zuvor gebührte dieser Titel dem Xiaomi Remi Note 9 Pro (Testbericht). Doch was genau ist der Unterschied zwischen beiden Modellen? In diesem Artikel schauen wir uns das ganz genau an.

Beim Design gehen Poco X3 und Redmi Note 9 Pro unterschiedliche Wege – welcher besser ist, hängt in erster Linie vom persönlichen Geschmack ab. Das neue X3 zeigt sich extrovertierter, es kommt auf der Rückseite mit auffällig schraffiertem Mittelbereich samt großspurigem Poco-Schriftzug daher, außerdem ist die Kameraeinheit nicht nur größer, sondern auch noch mit einem schwarzen Kreis hinterlegt. Das schreit geradezu “schaut her, ich bin der neue Mittelklasse-König!”. Das Redmi Note 9 Pro setzt auf dezenteren Auftritt. Es sieht schick aus, wirkt aber je nach Sichtweise edler oder einfach langweiliger. Für das Redmi-Modell sprechen allerdings zwei Fakten: Die Kameraeinheit steht merklich weniger aus dem Gehäuse hervor, außerdem kommt hier Glas statt Kunststoff für die Rückseite zum Einsatz. Das fühlt sich hochwertiger an. Einen Kunststoffrahmen haben hingegen beide Modelle und beim Thema Verarbeitung bieten sich beide keine Blöße.

Ziemliche Einigkeit herrscht auch bei den Maßen. Zwar ist das Redmi-Smartphone trotz Glasrückseite mit 209 Gramm sogar minimal leichter (X3: 215 Gramm), im Alltag macht das allerdings keinen Unterschied – beide Modelle sind ziemlich schwer. Bei den restlichen Maßen sind die Unterschiede auch zu vernachlässigen, die Differenzen liegen im Nachkommastellen-Bereich. Lediglich ein Blick auf die Dicke der Geräte lohnt eventuell noch, doch auch 8,8 Millimeter (Redmi) oder 9,4 Millimeter machen im Alltag keinen echten Unterschied, zumal viele Nutzer ihre Smartphones ohnehin in Schutzhüllen stecken.

Alle Bilder zum Xiaomi Poco X3 NFC im Test (24 Bilder)

Xiaomi Poco X3 NFC

Einen der größten Unterschiede gibt es beim Display der beiden Modelle. Zwar sind die IPS-LCDs mit je 6,67 Zoll gleich groß und auch die Auflösung von 2400 × 1080 Pixel ist identisch. Allerdings kann der Screen des Poco X3 NFC nicht nur HDR-10-Inhalte abspielen, sondern bietet zudem auch noch 120-Hertz-Wiedergabe. Beides kann das Redmi Note 9 Pro nicht und gerade die höhere Bildwiederholungsfrequenz ist ein bedeutender Vorteil des X3, wenn es um flüssige Darstellung von Inhalten bei Scrolling oder in Games geht.

Auf den ersten Blick ähneln sich Xiaomi Poco X3 NFC (Testbericht) und Xiaomi Redmi Note 9 Pro (Testbericht) erneut stark, im Detail gibt es allerdings feine, aber wichtige Unterschiede. So liefern zwar die Hauptkameras beider Geräte je 64 Megapixel und eine identische Offenblende von f/1.89, im Redmi-Modell werkelt allerdings ein Samsung-Sensor, während im Poco-Phone ein Sony-Sensor steckt.

Die Kamera des Poco X3 ist großspuriger, aber auch besser

In der Vollbildbetrachtung ähneln sich Aufnahmen beider Smartphones stark. Wir hatten allerdings beide Modelle bereits im Test und können daher mit Fug und Recht sagen, dass im Detail durchaus ein Unterschied sichtbar ist. So ist bei Tag und auch bei Nachtaufnahmen der Detailgrad des Poco X3 mit seinem Sony-Sensor klar besser, auch wenn bei den beiden Mittelklasse-Modellen niemand rauschfreie Nachtaufnahmen erwarten sollte.

Die Kamera des Redmi Note 9 Pro ist für den Preis gut, kommt aber nicht ganz ans X3 heran

Beim Weitwinkel liegt das X3 ebenfalls vorn. Hier liefern die 13 im Vergleich zu 8 Megapixel mehr Details, zudem ist die bessere Bilddynamik ein klarer Pluspunkt zugunsten des Poco-Smartphones. Auf Makro- und Tiefensensor gehen wir an dieser Stelle nicht weiter ein, beide sind im Alltag kaum nutzbar. Bleibt noch die Frontkamera. Auch diesen Wertungsabschnitt kann das X3 für sich verbuchen. Das liegt nicht nur an der mit 20 zu 16 Megapixel besseren Auflösung, der lichtempfindlicheren Blende und der daraus resultierenden besseren Bildschärfe, sondern auch an den etwas blassen Selfies des Note 9 Pro. Selbstportraits mit dem X3 wirken einfach natürlicher. Bei Videos entscheidet das X3 allein durch seine höhere Auflösung die Wertung für sich: Hier geht 4K/30 anstatt 1080p wie beim Redmi-Modell – inklusive Bildstabilisierung.

Bei der Kamera liegt das Poco X3 eindeutig vorn, wenn auch erst auf den zweiten Blick.

Die Ausstattung beider Modelle ist auf den ersten Blick weitestgehend identisch, doch auch hier lohnt ein genauerer Blick. Dabei geht es weniger um den Chipsatz. Im Xiaomi Poco X3 NFC (Testbericht) steckt zwar mit dem Snapdragon 732G der nominell neuere und stärkere Prozessor (die GPU ist identisch), die Gesamtleistung unterscheidet sich aber im Alltag so gut wie gar nicht. Hier punktet das X3 vor allem mit der 120-Hz-Wiedergabe, die dem Nutzer überlegene Leistung durch flüssiges Scrolling suggeriert. Dieser Vorteil ist nicht von der Hand zu weisen.

Wichtiger erscheint uns daher eher der Unterschied beim SIM-Schlitten. Denn der nimmt beim X3 entweder zwei SIMs oder eine SIM und eine Micro-SD auf (Hybrid-Slot). Das Xiaomi Redmi Note 9 Pro bietet hier mit Aufnahmemöglichkeiten für zwei SIMs und eine zusätzliche Micro-SD-Karte klare Vorteile in der Flexibilität. Im Gegenzug punktet das X3 mit einem Stereo-Lautsprecher, der insgesamt voller als der Mono-Lautsprecher im Redmi-Smartphone klingt. Schlecht ist der aber auch nicht.

Gegenüberstellung
Xiaomi Poco X3 NFC Xiaomi Redmi Note 9 Pro
Design Kunststoff, extrovertiert Glasrückseite, introvertiert
Display HDR10, 120 Hz kein HDR10, keine 120 Hz
Kamera Bessere Qualität Gute Qualität
Ausstattung BT 5.1, Hybrid-Slot BT 5.0, 2 SIMs+Micro-SD
Akku 5020 mAh 5160 mAh
Preis 10 bis 20 Euro teurer 10 bis 20 Euro günstiger

Der Rest ist weitgehend identisch. Zwar hat das X3 erneut einen kleinen Vorteil dank modernerem Bluetooth (5.1 statt 5.0), im Alltag fällt das aber nicht weiter auf und ansonsten herrscht ohnehin Gleichstand. So gibt es von beiden Smartphones Versionen mit 64 oder 128 GByte internem UFS-Speicher, 6 GByte RAM sind immer dabei. WLAN ac, NFC, Fingerabdrucksensor im Powerbutton und sogar der Xiaomi-typische IR-Blaster sind ebenfalls in beiden Modellen vorhanden. Bei der Software liegt das X3 noch vorn, hier bekommen Käufer schon jetzt die neuere Nutzeroberfläche MIUI 12 statt MIUI 11. Die dürfte das Redmi Note 9 Pro aber auch früher oder später bekommen. Das darunter liegende Android 10 ist eh in beiden Fällen gleich.

Alle Bilder zum Xiaomi Redmi Note 9 Pro (12 Bilder)

Auf den ersten Blick ist das Xiaomi Redmi Note 9 Pro (Testbericht) bei der Akkuleistung unterlegen, schließlich ist es mit 5020 zu 5160 mAh schwächer ausgestattet. Im Alltag hält das Redmi-Modell dennoch länger als das Xiaomi Poco X3 NFC (Testbericht) durch, denn dessen 120-Hz-Display ist energiehungriger. Probleme bekommen Käufer mit beiden Modellen nicht, einen Tag schaffen sie mindestens. Bei moderater Nutzung ist mit beiden Smartphones auch der zweite Tag ohne Stromzufuhr gut machbar. Und abgesehen von Energiesparmodi können X3-Nutzer zudem 60 statt 120-Hz-Wiedergabe aktivieren, dann hält das X3 sogar länger durch. Aber wer will schon 60 Hertz, wenn auch 120 möglich sind?

Wie erwähnt gibt es Poco X3 und Redmi Note 9 Pro in zwei Varianten mit 6/64 und 6/128 GByte Speicher. Das Note 9 Pro ist in den Farben Grau, Grün und Weiß, das Poco X3 nur in Grau und Blau zu haben. Größtes Problem aktuell: Das Poco X3 NFC ist vielerorts ausverkauft, entsprechend ist das Redmi-Modell nicht nur besser zu bekommen, sondern auch noch je nach Version 10 bis 20 Euro günstiger.

Wie so oft im Leben trügt der (erste) Schein. Denn während Xiaomi Poco X3 NFC (Testbericht) und Xiaomi Redmi Note 9 Pro (Testbericht) auf den ersten Blick gleich sind, offenbaren sich bei genauerer Betrachtung einige Unterschiede im Detail. Die größten sind – abgesehen vom Design – unserer Meinung nach die bessere Kamera des X3 und dessen 120-Hz-Display. Für das Redmi Note 9 Pro sprechen die etwas bessere Akkulaufzeit und die gleichzeitige Nutzbarkeit von zwei SIM-Karten und einer Micro-SD-Karte.

Hier müssen Interessenten genau abwägen, wie wichtig diese Punkte für sie sind - wir würden zum X3 greifen. Unterm Strich sind diese Unterschiede aber nicht gravierend – beide Smartphones bieten ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis und mit einem Kauf macht niemand etwas falsch.

Einloggen, um Kommentare zu schreiben