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Xbox Series X/S: Das beste Zubehör

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Die Xbox Series S und Xbox Series X ist auf dem Markt. Wir zeigen, mit welchem Zubehör man noch mehr aus den Konsolen herausholen kann.

Eine der besten Nachrichten kommt gleich zu Beginn. Die neuen Konsolen Xbox Series X (Testbericht) und Xbox Series S (Testbericht) sind beim Thema Zubehör sehr breit aufgestellt. Als Faustregel gilt: Was an der Xbox One lief, läuft auch mit dem Nachfolger.

In diesem Ratgeber zur Xbox Series S/X sehen wir uns an, was es sonst noch an sinnvollem Zubehör für die neuen Next-Gen-Konsolen von Microsoft gibt. Dazu gehören auch Tipps, wie man den Datenspeicher der Konsolen ausbaut, wie man die Controller mit Akkus aufwertet und wie man kabellose Headsets nutzen kann.

Ein mittelfristiges Problem der Xbox Series X und der Xbox Series S ist der verfügbare Datenspeicher. Die Series X bietet 1 TByte Platz, die Series S hat 512 GByte, beide nutzen eine interne NVMe-SSD. Allerdings bis zu 200 GByte vom OS belegt, dieser Speicherplatz fällt also weg. Wenn man anschließend einrechnet, dass moderne Spiele 100 GByte oder mehr belegen (Call of Duty: Modern Warfare braucht in der Vollinstallation bis zu 300 GByte), könnte der Speicher eng werden. Xbox-Besitzer brauchen also mittelfristig mehr Platz.

Die Xbox Series X und die Xbox Series S haben neben USB-Ports einen Erweiterungs-Slot für spezielle SSDs.

Microsoft liefert selbst eine offizielle Speichererweiterung. Dabei handelt es sich um eine kleine Karte, die hinten in die Konsole gesteckt wird. Sie ist zwar schnell und wird vom System wie ein interner Speicher behandelt, kostet aber knapp 240 Euro. Deutlich günstiger ist es, wenn man eine HDD oder eine SSD an den externen USB-Port anschließt. Die Xbox erkennt die Festplatten problemlos. Allerdings gibt es zwei Einschränkungen: Nicht alle Spiele starten von einer externen Platte. Und, wenn man eine günstige HDD nutzt, ist diese wahrscheinlich beim Zugriff deutlich lauter als die Konsole.

Mit diesen Einschränkungen kann man aber recht gut leben. Denn die Konsole erlaubt es, Spiele vom internen Speicher in den externen zu schieben oder umgekehrt. Diese Datenübertragung funktionierte im Test so gut und schnell, dass man innerhalb weniger Minuten mehrere 100 GByte herumschiebt. Das funktioniert auch mit einer Warteschlange, man kann also mehrere Spiele automatisch nacheinander kopieren. Damit ist es vergleichsweise bequem, einen Platzfresser von der internen auf die externe Platte zu verlagern, wenn man ihn aktuell nicht braucht. Das ist nicht ideal, aber gerade bei langsameren Internetleitungen eine gute Alternative.

Microsoft verzichtet weiter auf Bluetooth in seinen Konsolen. Schade, denn so fallen viele gute kabellose Headsets (Ratgeber AptX zum Zocken) für die Nutzer flach. Es gibt aber eine Änderung am Controller: Dieser hat in der neuen Version eine Buchse für einen 3,5-mm-Klinkenstecker. Damit lässt sich ein Kopfhörer direkt am Controller anstecken und man ist nicht mehr auf die eher billigen Microsoft-Headsets angewiesen.

Dazu funktioniert das Zubehör der Xbox One weiter. Das bedeutet auch, dass kabellose Headsets wie das Razer Thresher Xbox One, das Turtle Beach Ear Force Stealth 600 Gen2 oder das SteelSeries Arctis 1 Wireless for Xbox weiter funktionieren. Wer Wert auf ein kabelloses Headset legt, der sollte entsprechend auf die Funktion „Xbox Wireless” achten.

Beim neuen Controller der Xbox Series S und Series X ändert Microsoft nur wenig. Die seitlichen Griffe wurden aufgeraut, so dass man einen etwas besseren Griff hat. Zudem gibt es eine neue Taste, um Inhalte schnell zu teilen und, wie oben erwähnt, eine neue Buchse für 3,5-mm-Audiostecker. Ansonsten hat Microsoft ein wenige am Digital-Kreuz geschraubt.

Die Controller der Xbox Series S / X (unten) ähneln dem Controller der Xbox One (oben). Sie sind auch zu den verschiedenen Konsolen kompatibel.

Doch, auch hier gilt: Controller, Gamepads, Lenkräder und sonstiges Zubehör, das zur Xbox One kompatibel war, ist auch zur Series S und Series X kompatibel. Es lassen sich also alle aktuellen Eingabegeräte weiter verwenden, darunter auch der Adaptive Conroller (heise "Xbox Adaptive Controller für mehr Barrierefreiheit beim Spielen”). Das funktioniert auch umgekehrt, die neuen Xbox Series X/S-Gamepads lassen sich mit einer Xbox One verbinden.

Die einzige Ausnahme ist Kinect. Das damals innovative Kamerasystem samt Gestensteuerung wird nicht mehr unterstützt und lässt sich an der Series S/X gar nicht mehr in Betrieb nehmen.

Auch die neuen Controller setzen auf zwei AA-Batterien. Warum Microsoft hier nicht endlich vernünftige Akkus verbaut, bleibt ein Geheimnis des Unternehmens. Wer aber keine Batterien dafür verschwenden will, der kann sowohl das offizielle Play & Charge Kit von Microsoft verwenden. Oder man greift zum günstigeren Battery:Kit von Snakebyte, das zwei Akkus für die Controller mitbringt. Wer gleich noch eine Ladestation für die Controller sucht, der kann sich die Twin:Charge SX von Snakebyte ansehen, hier liegen ebenfalls Akkus bei.

Die Xbox Series X und die Series S.

Die meisten notwendigen Kabel liegen bei, die Xbox Series S hat allerdings nur ein High Speed HDMI-Kabel im Lieferumfang. Das ist bei den Bildern kein Problem, denn die Xbox Series S schafft sowieso keine UHD-Auflösung mit 120 Hz. Allerdings verliert man damit auch die Audio-Übertragung von unkomprimiertem Dolby Atmos. Wer darauf Wert legt, der braucht ein HDMI-Kabel mit der Zertifizierung „Ultra High Speed”. Diese kosten weniger als 10 Euro.

Die weitgehende Kompatibilität zum Vorgänger ist ein großer Gewinn für Xbox-Nutzer. Nicht nur können die Series X und Series S fast alle Spiele der früheren Konsolen-Generation abspielen, auch die teilweise teuren Zubehörteile können auf der neuen Konsole weiter genutzt werden. Das ist vor allem für den Adaptive Controller wichtig, der Spiele für deutlich mehr Menschen öffnet.

Zu meckern gibt es wenig. Ja, man könnte Controller direkt mit einem Akku ausliefern, Sony oder Nintendo zeigen, dass das funktioniert. Und warum hat eine High-End-Konsole noch immer kein Bluetooth? Gut, für alles gibt es Workarounds oder passendes Zubehör.

Beim Datenspeicher sind wir gemischter Meinung. Es ist gut, dass sich externe Laufwerke einfach mit der Xbox verbinden lassen. Wir hoffen aber, dass es künftig einen Adapter für die interne Speichererweiterung gibt. Denn die Preise für schnelle NVMe-Speicher fallen (Ratgeber NVMe) und es wäre einfach deutlich schicker, wenn man die Konsole günstig mit schnellem internen Speicher erweitern kann, statt dahinter eine USB-Festplatte verstecken zu müssen.

Wer übrigens einen passenden TV sucht, dem empfehlen wir unseren Artikel „Der perfekte TV für Xbox Series X und Playstation 5“. Unser eigener Test zur neuen Konsole ist noch in Arbeit, die Kollegen von heise+ haben die Konsole aber schon ausführlich abgeklopft und unter anderem Lärm und Wärmeentwicklung gemessen.

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