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Xbox One, PS4 & Switch: Was gibt's fürs Geld?

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Xbox One S oder X, PS4 oder PS4 Pro, Switch oder Switch Lite: Selbst Fans behalten kaum noch den Überblick, was Funktionen, Kosten und Einschränkungen angeht. Wir zeigen die Unterschiede.

Obwohl die aktuelle Konsolen-Generation seit fast seit sieben Jahren auf dem Markt ist und die Nachfolger schon in den Startlöchern stehen, gehören PS4 und Xbox One längst nicht zum alten Eisen. Diverse Hard- und Software-Upgrades der Hersteller haben die Geräte aktuell gehalten – und obwohl von 4K bei der Einführung im Jahr 2013 noch nicht die Rede war, unterstützen die aktuellen Modelle von Microsoft und Sony die aktuelle Pixelzahl – allerdings nicht überall.

Die erste Xbox One kam mit einem normalen Blu-ray-Disc-Laufwerk auf den Markt und unterstützt ausschließlich Full-HD-Auflösung. Auf den ersten Blick ist die Konsolengeneration am großen, externen Netzteil zu erkennen; neu ist die Konsole so nicht mehr erhältlich. 2016 folgte die deutlich kleinere Xbox One S mit integriertem Netzgerät und UHD-fähigem Blu-ray-Disc-Laufwerk. Die Wiedergabe von Filmen erfolgt, entsprechenden Fernseher vorausgesetzt, nun auch in 4K, Spiele gibt die Konsole weiterhin jedoch ausschließlich in Full-HD aus.

Deutlich günstiger ist die Xbox One S All Digital Edition, die komplett ohne optisches Laufwerk zum Kunden kommt. Spiele lassen sich ausschließlich über den Online-Shop beziehen. Grundsätzlich kann man mit dieser Einschränkung leben, allerdings sind Käufer dieser Konsole vom Spiele-Gebrauchtmarkt ausgeschlossen: Man kann weder Spiele leihen noch günstige gebrauchte Spiele kaufen oder seine eigenen Digital-Editionen weitergeben.

Die dritte und leistungsstärkste Variante ist die Xbox One X, die 2017 auf den Markt kam. Sie bringt ebenfalls ein UHD-Blu-Ray-Laufwerk mit und ist in der Lage, neben Filmen auch ausgewählte Spiele in 4K-Auflösung auszugeben. Das sind nicht nur neue Games, auch viele ältere haben ein entsprechendes Update bekommen. Die komplette Liste der Enhanced Games hat Microsoft auf seiner Webseite veröffentlicht.

Wer sich für eine Xbox One interessiert, bekommt die günstigste Xbox One S All Digital Edition ab etwa 160 Euro. Wer Spiele ohnehin herunterlädt und kein Interesse an einem UHD-fähigen Blu-Ray-Player hat, kann hier zuschlagen. Für gut 100 Euro mehr gibt es die One S mit Laufwerk; nochmals 50 Euro mehr kostet die 4K-fähige Xbox One X – die sich freilich nur für Spieler mit 4K-Fernseher wirklich lohnt. In der Regel lohnt sich der Kauf eines Bundles mehr als der Kauf der nackten Konsole; für einen geringen oder sogar gar keinen Aufpreis gibt es dann noch ein oder mehrere Spiele dazu. Der folgende Preisvergleich listet die derzeitige Top-10 der Xbox-One-Angebote.

Wie die Xbox One kam auch Sonys Playstation 4 Ende 2013 zum ersten Mal auf den Markt. Auch das Ur-Modell der PS4 ist heute nicht mehr erhältlich; sie wurde 2016 durch die kleinere und energiesparendere, aber vergleichbar leistungsstarke PS4 Slim ersetzt.

2016 kam zusätzlich zur weiterhin angebotenen PS4 Slim die PS4 Pro auf den Markt, die – ähnlich wie die Xbox One X – Spiele in 4K-Auflösung ausgibt. Wie bei Microsoft müssen aber auch bei Sony die Spiele angepasst sein; je nach Optimierung gibt es entweder native 4K-Auflösung, eine Kantenglättung oder bessere Funktionen im Game, beispielsweise eine weitere Sicht in die Ferne.

Interessanterweise hat die PS4 Pro aber kein UHD-fähiges Blu-Ray-Laufwerk. Sämtliche PS4-Generationen sind daher nicht in der Lage, 4K-Filme von Blu-rays abzuspielen, vor allem die PS4 Pro kann aber dank Upscaling noch einiges aus Full-HD-Filmen herausholen. Mehr dazu hat der Kollege Moritz im Artikel PS4 Pro als UHD-Zuspieler zusammengefasst.

Der günstigste Weg, an eine PS4 heranzukommen, ist demnach die PS4 Slim. Sie kostet derzeit knapp 280 Euro; Käufer sollten hier auf die konkrete Ausstattung achten: Derzeit ist der Preis für das nackte Modell mit 500-GByte-Festplatte identisch zur 1-TByte-Version. Für ein paar Euro mehr gibt es die PS4 Slim mit 500 GByte aber auch inklusive Spiel. Die stärkere PS4 Pro kostet mindestens 80 Euro mehr, auch hier gibt es für wenig Aufpreis Games dazu – und bei manchen Bundles auch einen zweiten Controller. Das folgende Preisvergleichselement zeigt die derzeitige Top-10 der PS4-Angebote.

Im Vergleich zu den beiden Konkurrenz-Konsolen ist Nintendos Switch aus dem Jahr 2017 fast noch ein Jungspund, zählt aber ebenfalls zur achten Konsolen-Generation. Sie ist also kein Rechenmonster – im Gegenteil, bis heute gibt es keine Unterstützung von 4K-Auflösung. Da sie als Hybridkonsole konzipiert ist, die also sowohl im Hand- als auch im Dock-Betrieb am Fernseher funktioniert, gibt es grundsätzlich kein optisches Laufwerk. Zwar gibt es auch bei der Switch bereits eine zweite Hardware-Generation, die ist aber optisch identisch. Technisch gab es ein Upgrade; der Akku hält im Handheld-Betrieb nun deutlich länger durch; auch das integrierte Display leuchtet nun etwas heller.

Letztes Jahr kam mit der Switch Lite (Testbericht) auch eine andere Hardware-Ausführung dazu. Das Lite-Modell hat keine abnehmbaren Controller und funktioniert nicht im Dock am Fernseher; sie ist also eine reine Mobilkonsole. Dementsprechend gibt es einige Spiele, die ohne Weiteres auf der Switch Lite nicht funktionieren, da sie die mobilen Joycon-Controller voraussetzen.

Günstigster Weg zur Switch ist die Lite-Version für knapp 200 Euro, die „normale“ Switch kostet derzeit etwa 120 Euro mehr. Wer nicht ausschließlich mobil spielen will, sollte den Aufpreis möglichst einplanen – schließlich gehören Party- und Multiplayerspiele à la Mario Kart zu den absoluten Stärken von Nintendo. Immer wieder mal ist auch die Switch im Bundle mit Spielen zu interessanten Preisen zu haben. Der folgende Preisvergleich zeigt auch hier wieder die aktuelle Top-10 der Switch-Angebote.

Wer auf der günstigen Suche nach Spielspaß ist, kann auch einen Blick auf das große Angebot der Retro-Konsolen werfen. In den meisten Fällen gibt es hier die Konsole samt zweier Controller und eine Reihe an vorinstallierten Kult-Games im Set.

Bereits für unter 40 Euro bekommt man beispielsweise die Sony Playstation Classic oder den C64 Mini, etwas teurer – aber auch besser – sind Sega Mega Drive Mini und Nintendo Classic Mini NES. Der noch coolere Mini SNES ist leider derzeit stark vergriffen, entsprechend hoch sind die Preise. 180 Euro sollte man dafür nicht ausgeben, denn dafür bekommt man schon eine Xbox One oder fast eine Nintendo Switch.

Der folgende Preisvergleich zeigt die aktuelle Top-10, die redaktionelle Top-10 der Retro-Konsolen haben wir hier zusammengefasst.

Spielen ist ein guter Zeitvertreib gegen die Decke, die einem auf den Kopf fällt – vor allem in der jetzigen Zeit. Der günstigste Weg zur High-End-Konsole ist die Microsoft Xbox One S All Digital Edition mit den bekannten Einschränkungen; wer gleichzeitig einen UHD-fähigen Blu-ray-Player sucht, fährt mit der Xbox One S am günstigsten.

PlayStation-Fans werden ohnehin einen großen Bogen um die Microsoft-Konsole machen. Ob die PS4 Slim oder Pro der bessere Kauf ist, hängt von den eigenen Ansprüchen – und dem vorhandenen Fernseher – ab.

Wer eine günstige Mobil-Konsole will, kann einen Blick auf die Switch Lite werfen, sollte sich aber genau überlegen, ob er auf die TV-Anbindung wirklich verzichten kann. Und wenn es günstig sein soll, geht kaum ein Weg an den Retro-Konsolen vorbei. Doch, einer: Wer basteln kann und mag, kann sich eine Retro-Konsole aus einem Raspberry Pi und dem passenden Zubehör auch selbst zusammenbauen. Hier ist die Anleitung zur Retro-Konsole im Eigenbau.

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