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WLAN-Steckdosen: Ideen und Einsatzzwecke aus der Praxis

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WLAN-Steckdosen mit Alexa-Anbindung sind spottbillig, flexibel und praktisch – aber was kann man damit alles machen? Wir zeigen sinnvolle Beispiele aus der Praxis.

Fast alle WLAN-Steckdosen bringen eine Timer-Funktion mit, die sich über die App der Hersteller oder kompatible Dritt-Apps konfigurieren lässt. Mit einer angeschlossenen Steh- oder Tischleuchte lässt sich so Anwesenheit zu Hause simulieren. Wer dem noch eins obendrauf setzen will, kann auch TV-Simulator-Lampen anschließen, die aus der Entfernung nach einem laufenden Fernseher aussehen. Dass man diese Leuchten nicht im Erdgeschoss in Sichtweite aufstellen sollte, versteht sich allerdings wohl von selbst.

Die smarten Steckdosen sorgen auch für andere Art von Sicherheit: Wer Bügeleisen, Wasserkocher, Toaster und Kaffeemaschine mit dem Zwischenstecker vom Netz trennt, braucht keine Angst vor einem Wohnungsbrand haben. Per Timer, App oder der integrierten Intelligenz sind die Verbraucher bei Abwesenheit einfach vollkommen stromlos – und nichts kann passieren. Wer sich unterwegs nicht sicher ist, ob er die Kaffeemaschine wirklich abgeschaltet hat, kann das per App und Internet-Anbindung aus dem Auto oder dem Büro noch nachholen. Wer den Brandschutz ernst nimmt, sollte sich daher auch unbedingt für ein anständiges Produkt eines bekannten Herstellers entscheiden und um die billigste China-Ware einen kleinen Bogen ziehen ;-)

Apropos China-Ware: Auch zur IT-Sicherheit können smarte Steckdosen ihren Teil beitragen. Wer beispielsweise im Wohnzimmer eine billige WLAN-Überwachungskamera (Vergleichstest) einsetzt, kann sie bei Anwesenheit der Bewohner einfach stromlos schalten – ein perfekter Weg gegen Hintertüren in der Software.

Bei den AVM-Steckdosen lässt sich der Zeitplan im Web-Interface der Fritzbox anpassen.

Manche halten es für Geschichten aus der Welt der Aluhüte, andere haben Schlafstörungen, die sie WLAN-Netzen oder Stromleitungen zuschreiben (Elektrosensibilität). Wie dem auch sei: Beides lässt sich mit smarten Zwischensteckern lösen. Ein Timer kann funkende Verbraucher beispielsweise nachts abschalten, alternativ klappt das einfach auf Zuruf – zumindest, solange man sich nicht das einzige WLAN oder den Alexa-Lautsprecher lahmlegt, denn dann klappt's nicht mehr mit dem Einschalten.

Wer auf zusätzliche WLAN-Geräte verzichten möchte, kann auf andere Funkstandards zurückgreifen. Die hier geöffnete AVM Dect 210 funkt per DECT-Standard.

Einer der wichtigsten Pluspunkte für ein Smarthome ist die Möglichkeit, Energie zu sparen. Das kann enorm viel bringen, allerdings sollte man ehrlich sein und den Stromverbrauch der Zwischenstecker berücksichtigen. Wer unnötige Standby-Verbraucher bei Abwesenheit abschaltet, tut der Umwelt und dem Kontostand durchaus etwas Gutes.

Wir haben nachgemessen: An einer zugegebenermaßen stark multimedial belasteten Steckdose mit Beamer, 5.1-Receiver, Xbox One (extrem böse mit 15 Watt), Nintendo Wii, Sat-Receiver, Fire TV, Apple TV und diversen Adaptern, Umschaltern & Co. kommen wir auf einen Standby-Verbrauch von 60-80 Watt – da kommen schnell über 100 Euro pro Jahr zusammen. Selbst der billige Sonoff-Zwischenstecker (Testbericht) für gut 10 Euro braucht weniger als ein Watt und amortisiert sich quasi schon beim Kauf. Praktischer Nebeneffekt: Die Sonoff-Stecker lassen sich auf Wunsch mit einer Open-Source-Firmware ausstatten.

Neben dem Schaltkomfort bringen viele Zwischenstecker Messfunktionen mit. Darüber lässt sich eine mögliche Ersparnis erst ermitteln.

Wer denkt nicht sofort an frischen Kaffee, der beim Aufstehen schon in der Küche duftet? Geht per smartem Stecker, aber nur in Kombination mit dummer Kaffeemaschine. Andere Beispiele für mehr Wohnlichkeit ist die warme Heizdecke auf Zuruf, die automatischen Timer fürs Aquarium oder die Countdown-Funktion, die das Schlaflicht oder den CD-Player im Kinderzimmer nach einer bestimmten Zeit abschaltet. Für mehr Komfort sorgen natürlich auch per Sprache schaltbare Lampen überall im Haus.

In der TP-Link RE270K ist ein WLAN-Repeater eingebaut.

Im Folgenden zeigen wir die aktuell günstigsten Preise laut Geizhals (Heise Preisvergleich) für ausgewählte Produkte. Die Tplink HS110 zeichnet sich durch integrierte Strommessung auf, die Tplink RE270K (Testbericht) hat einen WLAN-Repeater. Die Fritz Dect 210 (Testberichht) ist auch für den Außeneinsatz geeignet, und zu den billigsten bewährten WLAN-Steckdosen überhaupt gehört die Sonoff S20 (Testbericht) für etwa 10-20 Euro.

TP-Link Kasa HS110, Funksteckdose mit Strommesssensor (HS110EU)

TPLink HS110

TP-Link RE270K

TPLink RE270K

AVM FRITZ!DECT 210, Funksteckdose, multifunktional (20002723)

AVM Dect 210

Sonoff S20, Funksteckdose

Sonoff S20

Smarte Stecker können viel mehr, als lauffaulen Couch-Potatoes den Weg zur Stehlampe abnehmen. Ein paar Ideen haben wir in diesem Beitrag zusammengefasst. Über weitere Beispiele freuen wir uns in den Kommentaren. Mehr Infornationen zur Hardware gibt es in unserer Kaufberatung: Die besten smarten Steckdosen.

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