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Vergleichstest: Zwölf Bluetooth-Schlüsselfinder

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Wir haben zwölf verschiedenen Bluetooth-4.0-Tags getestet, die als als Schlüsselfinder und Diebstahlschutz für Rucksack, Notebook-Tasche & Co gedacht sind. Jetzt fassen wir zusammen, wie sich die Modelle unterscheiden und welcher Kauf sich lohnt.

Zwölf verschiedene Keyfinder, sieben Hersteller, Preise zwischen 10 und 39 Euro. Die gute Nachricht vorweg: Alle Modelle beherrschen die Grundfunktion zuverlässig: per Smartphone-App einen akustischen Alarm am Schlüsselbund auslösen. Auch die Lautstärke ist bei allen Geräten ausreichend, um sie auch ein paar Zimmer entfernt orten zu können. Alle Modelle unterstützen sowohl Android als auch iOS – und wenn schon nicht offiziell, dann zumindest über eine Drittanbieter-App.

Die GPS-Position speichert die Smartphone-App ebenfalls in allen Fällen automatisch. Da die Tracker aber allesamt keinen eigenen GPS-Empfänger integriert haben, greifen die Programme auf die Ortsinformation des Smartphones zurück. In der Praxis reicht das meist: Man erkennt auf einer Karte in der App, ob Smartphone, Portemonnaie oder Rucksack zu Hause, in der Wohnung oder am Grillplatz im Park zuletzt in Reichweite waren. Sofern der per Bluetooth-Tag markierte Gegenstand noch dort ist, reicht die Genauigkeit aus, um wieder in Bluetooth-Reichweite zu kommen – und um dann per Fingertipp den akustischen Alarm auszulösen.

Bluetooth-Schlüsselfinder im Vergleich
Hersteller / Modell Chipolo Classic Chipolo Plus Gigaset G-Tag Gigaset Keeper Musegear Finder 2 Terratec Protect Mobile Tile Mate Tile Slim TrackR Bravo Orbit
Key
Orbit
Card
Nonda
iHere 3.0
Größe Ø 35mm;
H: 5mm
Ø 37mm;
H: 6mm
37×37mm;
H: 9mm
37×37mm;
H: 9mm
35×35mm;
H: 6mm
50×33mm;
H: 11mm
34×34mm;
H: 5mm
57×57mm;
H: 2,5mm
Ø 31mm;
H: 3,5mm
Ø 34mm;
H: 9mm
85×54mm;
H: 1,4mm
Ø 39mm;
H: 10mm
Gewicht 5g 5g 12g 12g 7,5g 12g 6g 9g 9g 18g 10g 9g
Reichweite 60 60 35 35 60 37 35 35 30 30 30 30
Such-Funktion
Karten-Ansicht

Bidirektional nein
Crowd-Suche nein nein nein nein
Kamera-Auslöser nein nein nein nein nein nein nein
Spitzwasserschutz nein nein ja nein nein
Led nein nein nein nein nein nein nein nein nein nein
Batterie austauschbar fest verbaut austauschbar austauschbar austauschbar austauschbar fest verbaut fest verbaut austauschbar austauschbar aufladbar aufladbar

Die Bauform der meisten Tracker ist darauf ausgelegt, unauffällig am Schlüsselbund oder Tragegriff des Rucksacks zu hängen und den Belastungen in Hosen- und Handtasche gerecht zu werden. Andere Modelle wie der Tile Slim sind für die Nutzung im Geldbeutel konzipiert.

Größentechnisch fällt der Protect Mobile von Terratec etwas aus dem Rahmen. Durch das verhältnismäßig große, längliche Gehäuse wirkt er zwar stabil, dafür aber auch klobig. Das Design erinnert an einen Garagentoröffner.

Der Card-Tracker von Orbit passt am besten in den Geldbeutel. Kein anderer Tracker im Testfeld ist flacher.

Von den Transpondern im Testfeld hinterlassen der Gigaset Keeper und das Gigaset G-Tag den stabilsten Eindruck. Die Tags Chipolo Classic und Musegear Finder 2 wirken etwas weniger belastbar. Den Hosentaschentest am Schlüsselbund haben alle Modelle dennoch schadlos überstanden. Eine Ausnahme ist der Tile Slim: Bauartbedingt gehört er nicht an den Schlüsselbund, sondern ins Portemonnaie. Darin hat auch er den Belastungstest schadlos überstanden.

Laut Herstellerangaben sind alle Modelle bis auf den Protect Mobile und den Chipolo classic spritzwassergeschützt. Die Batterie ist leider nicht überall austauschbar. Wenn diese nach circa einem Jahr leer ist, müssen die Transponder auf dem Wertstoffhof entsorgt oder an den Hersteller zurückgesendet werden. Zwar gibt es für die betroffenen Modelle Tile Slim, Tile Mate, TrackR Bravo und Chipolo Plus einen Preisnachlass von 50 Prozent beim Kauf eines neuen Modells, doch das ist unpraktikabel und umwelttechnisch mindestens fragwürdig. Auch die Kosten übersteigen beim Austausch die eines Knopfzellenwechsels. Beim Tile Slim ist das vielleicht noch auf das flache Gehäuse zurückzuführen, bei den anderen Transpondern können wir diese Produktpolitik nicht nachvollziehen.

Die Modelle iHere 3.0 von Nonda und der Card-Tracker von Orbit sind die einzigen beiden Modelle im Testfeld, die einen wiederaufladbaren Akku haben.

Eine knallige Farbe hilft beim Wiederfinden des Trackers.

Bis auf den Terratec-Tracker, den Card-Tracker von Orbit und den iHere 3.0 von Nonda, gibt es alle Geräte in bis zu acht verschiedenen Farbvarianten. Die größte Farbauswahl bieten der Chipolo Plus und die Tags von Gigaset. Schwarz und weiß sind zwar schick, aber bei weitem nicht so auffällig wie ein bunter Keyfinder. Und alleine die Signalwirkung einer knalligen Farbe hilft schon beim Auffinden.

Die Keyfinder arbeiten mit Bluetooth 4.0. Das theoretische Reichweitenmaximum dieses Funkstandards ist 65 Metern, an dieses Maximum trauen sich bei der Herstellerangabe allerdings nur Chipolo mit 60 und Musegear mit 50 Metern. Die übrigen Anbieter geben Werte zwischen 30 und 40 Metern an.

Der Terratec Protect Mobile verlor seine Verbindung als einziger knapp unter den versprochenen 40 Metern. Die Reichweite der anderen Modelle lag bei unseren Messungen auf freiem Feld immer leicht oberhalb der Herstellerangabe. Auch innerhalb von Gebäuden sind weite Distanzen zu schaffen, Baumaterialien wie Sandstein oder Stahlbeton dämpfen aber deutlich.

Bis auf das Gigaset G-Tag können alle Modelle auch das Handy läuten lassen. Das funktioniert zuverlässig und hilft, wenn man sein Smartphone verbummelt hat. Beim Terratec war der Alarm manchmal aber nutzlos: Ist das Smartphone stummgeschaltet, bimmelt es auch auf Knopfdruck nicht. Die anderen Modelle haben unabhängig von der Einstellung des Klingeltons und der Lautstärke zuverlässig Töne abgespielt.

Die Schlüsselfinder vereinfachen die Suche enorm.

Bis auf die Hersteller Terratec und Gigaset unterstützen alle Tracker die sogenannte Crowd-GPS-Suche. Das funktioniert zusammen mit anderen Nutzern von Bluetooth-Trackern des gleichen Herstellers. Sobald ein Smartphone in Reichweite eines beliebigen Trackers kommt, sendet es seine Position an einen Server, der sich wiederum beim Besitzer des Transponders meldet. Die Idee ist super – der praktische Nutzen ist aufgrund fehlender Verbreitung der Tracker nur gering.

Liebe Hersteller: Entwickelt einen gemeinsamen Standard, am besten eine gemeinsame App. Mit Unterstützung aller Keyfinder-Nutzer wäre die Funktion wirklich richtig nützlich. Eine herstellerbezogene Suche schränkt die praktischen Möglichkeiten viel zu stark ein.

Der Card-Tracker von Orbit und der iHere 3.0 von Nonda sind aufladbar.

Alle Modelle im Vergleich haben auch eine Art Alarm-Funktion. Ist dieser Modus aktiviert, meldet sich das Smartphone, sobald das Bluetooth-Tag außer Reichweite kommt. Die Idee dahinter: Das Handy erinnert daran, den Büroschlüssel mitzunehmen, wenn man die Wohnung verlässt. Oder es kräht los, sobald jemand sich mit Notebook-Tasche oder Rucksack aus dem Staub macht.

In der Praxis kommt der Alarm meist zum falschen Zeitpunkt. Der Schlüssel meldet sich, nachdem man losgefahren ist, der Rucksack sich, wenn er außer Sichtweite ist. Geht man aber im Restaurant oder im Büro auf die Toilette, piepsen Bluetooth-Tag und Smartphone zuverlässig mit voller Lautstärke.

Für wirklich Vergessliche mag das eine praktische Hilfe sein, uns hat dieses Feature nichts gebracht. Praktischerweise lässt es sich bei allen Modellen abschalten.

Zusätzlich zum akustischen Signal gibt es beim Musegear Finder 2 eine blaue LED. Diese hilft beim Wiederfinden in dunklen Ecken.

Praktisch ist auch die Smartphone-Kamera-Fernauslösung. Dieses Extra gibt es bei den Modellen von Terratec und Musegear. Man wählt die entsprechende Funktion in der App aus, richtet die Kamera aus und betätigt den Auslöser mit der Taste auf dem Keyfinder. Der iHere 3.0 von Nonda kann wahlweise auch das Diktiergerät des Smartphones aktivieren.

Die explizit beworbene, hohe Lautstärke des Chipolo Plus können wir bestätigen. Er war im Test der lauteste Tracker.

Das Design ist natürlich auch Geschmackssache.

Wer den besten Allrounder haben möchte, sollte sich den Musegear Finder 2 für etwa 25 Euro ansehen. Er bietet eine überdurchschnittliche Reichweite von über 50 Metern und unterstützt sowohl die Smartphone-Suche als auch den Fernauslöser. Außerdem kann man die Batterie einfach selbst austauschen. Das schont Umwelt und Geldbeutel.

Chipolo Bluetooth Finder gelb

Classic

Chipolo Plus Bluetooth Finder blau (CH-PM6-MB-R)

Plus

Gigaset G-tag weiß (S30852-H2655-R102)

G-Tag

Gigaset Keeper weiß (S30852-H2755-R102)

Keeper

Musegear Finder Rev. 2 blau

Finder 2

TerraTec Protect Mobile (130645)

Protect Mobile

Wer nur die Grundfunktionen braucht, greift zum Gigaset Keeper. Dieser Bluetooth-Tag ist mit 14 Euro der günstigste im Testfeld und fühlt sich besonders robust an.

Möchte man ein möglichst flaches Bluetooth-Tag, beispielsweise für den Geldbeutel, führt am Orbit Card-Tracker kein Weg vorbei. Ein weiterer Pluspunkt dieses Modells ist der wiederaufladbare Akku. Maximale Reichweite und Lautstärke gibt es beim Chipolo Plus. Allerdings ist auch dessen Batterie fest verbaut.

Tile Mate (EC-06001/RT-05001)

Mate

Tile Slim (EC-04001)

Slim

TrackR Bravo silber

Bravo

Orbit Keys Bluetooth Tracker schwarz (ORB425)

Orbit Key

Orbit Card Bluetooth Tracker schwarz (ORB522)

Orbit Card

Nonda Smart Key Finder iHere 3.0

Nonda iHere 3.0

Testbericht: Chipolo Classic und Plus

Testbericht: Gigaset Keeper

Testbericht: Gigaset G-Tag

Testbericht: Musegear Finder 2

Testbericht: Tile Mate

Testbericht: Tile Slim

Testbericht: Terratec Protect Mobile

Testbericht: TrackR Bravo

Testbericht: Orbit Tracker

Testbericht: Nonda iHere 3.0

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