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Vergleichstest: Multiroom von Bose, Sonos, Raumfeld & Co.

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In den vergangenen Monaten haben wir eine Menge Multiroom-Lautsprecher und –Systeme genau unter die Lupe genommen. In diesem Vergleichstest erfahrt Ihr alles über die Unterschiede der vernetzten Audiosysteme und welches das richtige für Euch ist.

Der JBL Playlist hat ein etwas ungewöhnliches Design.


Der wichtigste Punkt bei (WLAN-)Lautsprechern ist natürlich zuerst einmal der Klang. Damit einher geht auch das subjektive Soundempfinden des Hörers. Deshalb unser Tipp: Vor dem Kauf am besten beim Elektronikhändler seines Vertrauens mal ganz in Ruhe probe hören. Uns konnten die meisten Geräte im Test klanglich überzeugen, wobei es natürlich Unterschiede im Detail gibt. Für unsere Ohren tönen jedoch nahezu alle Geräte aus unserem Test-Parcour auf sehr hohem Soundniveau.

Ausnahmen waren die beiden Speaker von Philips und die Box von JBL. Bei diesen war der Sound im Vergleich zur Konkurrenz hörbar „flacher“. Von schlechtem Klang kann man zwar auch bei diesen Geräten nicht sprechen, Bose, Sonos, Raumfeld & Co. gefielen uns diesbezüglich jedoch eine ganze Ecke besser. Da die Geräte von JBL und Philips preislich attraktiv sind, stellen sie aber durchaus eine Alternative dar.

Während die meisten Lautsprecher aus unserer Multiroom-Test-Serie sehr gut klingen, gibt es bei den Abspielmöglichkeiten große Unterschiede. Während nur das System von Sonos (Sonos Play:1 im Test, Sonos:Play 3 im Test) innerhalb seiner App alle gebräuchlichen Streamingdienste unterstützt, versuchen andere Hersteller die oft magere Auswahl durch zusätzliche Optionen wettzumachen. Sie bieten dann beispielsweise Bluetooth oder Chromecast bei ihren Boxen (siehe auch: Wer mit wem? Multiroom-Systeme und Streamingdienste).

Die Lautsprecher von Sony haben USB-Anschlüsse und unterstützen Googles Chromecast.

Im Vergleich zum System von Sonos muss der Nutzer dann aber mit zwei bis drei Apps hantieren, was in puncto Bedienung nicht besonders komfortabel ist. Außerdem funktioniert Bluetooth nicht bei allen Systemen im Multiroom-Verbund. In Sachen Chromecast gibt es allerdings auch einen großen Pluspunkt: Darüber spielen Geräte verschiedener Hersteller problemlos zusammen (siehe auch: Chromecast: Multiroom mit Teufel, Sony, Pioneer & Co.)

Sonos Play:1 schwarz

Play:1

Sony SRS-ZR5 schwarz

ZR5

Raumfeld One S schwarz

One S

Samsung R1 schwarz (WAM1500)

R1

Bose SoundTouch 10 Serie III schwarz

SoundTouch 10


Samsungs Multiroom-Speaker strahlen rundum ab.

Das Abrufen von Audiodateien per NAS, PC oder Medienserver im heimischen Netzwerk hingegen bieten fast alle der von uns getesteten Systeme. Wer jedoch dabei auf eine herkömmliche Festplatte zurückgreifen will, der findet diese Möglichkeit nur bei Speakern von Raumfeld, Philips und Sony.

Um CD-Player, Plattenspieler oder MP3-Player an WLAN-Speaker anschließen zu können, besitzen einige Geräte einen AUX-Eingang. Der macht allerdings eigentlich ja nur Sinn, wenn das Signal dann auch an die vernetzten Boxen übertragen wird. Das ist jedoch nicht immer der Fall.

JBL Playlist schwarz

Playlist

Yamaha MusicCast WX-010 schwarz

MusicCast WX010

Philips BM6B schwarz

BM6

Pioneer MRX-3 schwarz

MRX3

Der SoundTouch 10 von Bose macht sich auch gut als Stereopaar.

Gerade bei kleinen und kompakten Speakern ist es praktisch aus diesen Stereopaare bilden zu können. Dies ist zwar oft der Fall, es gibt aber auch manchmal Einschränkungen. Bei Sony geht das beispielsweise nicht in Verbindung mit weiteren Lautsprechern, beim SoundTouch 10 von Bose funktioniert das nicht in Verbindung mit dem Signal vom AUX-Eingang.

Auch wenn der Großteil der Multiroom-Lautsprecher in unserem Test klanglich überzeugen konnte, ist ein Equalizer für die Feineinstellung in der App nützlich. Leider ist das – wenn überhaupt vorhanden – meist nur ein 2- oder 3-Band-Equalizer.

Bild: Techstage Der MusicCast WX010 ist ein sehr kompakter Lautsprecher.

Auf welches System der potenzielle Käufer setzen sollte, hängt vor allem davon ab, auf welchem Weg Musik auf die vernetzten Lautsprecher gelangen soll. Beispielsweise gefielen uns die 360 Grad abstrahlenden Lautsprecher von Samsung mit ihrem tollen Rundumsound sehr gut – wer vor allem Streamingdienste nutzt, der wird mit diesen Geräten allerdings nicht glücklich werden. In der App finden sich nur wenige unterstütze Dienste und per Bluetooth kann nicht auf mehrere Speaker gestreamt werden.

Sonos hingegen beispielsweise bietet im Vergleich zu anderen Speakern beim Play:1 und beim Play:3 keine weiteren Anschlussmöglichkeiten wie AUX-Eingang oder USB-Anschluss, dafür gibt es in der App alle bekannten und gebräuchlichen Streamingdienste. Natürlich spielt auch der Klang eine große Rolle, der ist allerdings bei den meisten Geräten sehr gut. Hier lohnt sich – wie eingangs schon erwähnt – auf jeden Fall das Probehören, die Geschmäcker sind auch in Sachen Sound verschieden.

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