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Vergleichstest Gamepads: Sieben Controller ab 6 Euro im Test

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Gute Controller sind teuer? Von wegen. Wir testen sieben Gamepads von No-Name bis Marke, von gut 5 bis knapp 70 Euro. Der Preis-Leistungssieger kostet weniger als 7 Euro.

Nach unserem Special RetroPie: Retrokonsole mit Raspberry Pi bauen kam die Frage auf: Und welches Gamepad nehme ich jetzt? Die naheliegenden SNES-Nachbau-Controller aus China haben sich als ziemlicher Flop erwiesen, die Original-Controller des Nintendo SNES Mini Classic passen nicht. Wir haben uns auf das Thema gestürzt und sieben Gamepads getestet, von unter 7 Euro bis über 70 Euro.

Unser Preis-Leistungstipp ist der Gembird JPD-UDV-01 (Testbericht) dessen Aussehen schwer an den PS2-Controller erinnert. Im Test waren der Controller überraschend präzise und lag gut in der Hand. Dass man von der kabelgebundenen Variante zwei Gamepads für unter 9 Euro bekommt, macht dieses Modell zum klaren Preistipp. RetroPie und Windows erkennen die Gamepads ohne Probleme. Die kabellose Variante, der Gembird JPD-WDV-01 (Testbericht), hat uns weniger gut gefallen. Nicht nur ist sie mit um die 14 Euro pro Gerät deutlich teurer. Wir hatten unter Windows auch mehrfach Probleme mit nicht erkannten Eingaben.

Ein klares „Finger weg!“ gibt es dagegen für die SNES-Gamepad-Klone (Testbericht), die unterschiedliche Hersteller anbieten. Sie sehen zwar super aus, sind aber dermaßen billig verarbeitet, dass keine Spielfreude aufkommt. Lasst euch hier nicht von Design und Nostalgie blenden.

Mit knapp 25 Euro preislich in der Mitte liegt der Logitech F310 (Testbericht). Er erinnert an das Design des Xbox-360-Gamepads, die Analog-Sticks sind aber wie beim PS2-Controller angebracht. Wir fanden das Steuerkreuz etwas schwammig. Punkten kann das Gamepad aber mit einer breiten Software-Unterstützung unter Windows und RetroPie.

Gembird Gamepad, USB (PC) (JPD-UDV-01)

Gembird, einzeln

Gembird Double Gamepad, USB (PC) (JPD-UDV2-01)

Gembird, Doppel-Pack

Gembird Wireless Gamepad, USB (PC) (JPD-WDV-01)

Gembird Wireless

(Kein Produktbild vorhanden)

Nachbau SNES Gamepad

Logitech F310 Gamepad, USB (PC) (940-000111/940-000115)

Logitech F310

Unser Testsieger ist der Xbox One Controller (Testbericht). Hier stimmen Verarbeitung, Präzision und Software-Kompatibilität. Mit einem Preis ab 40 Euro sind diese Eingabegeräte nicht einmal die teuersten im Testfeld. Wichtig: Beim Kauf unbedingt auf die Bluetooth-Funktion achten, diese haben nur neuere Varianten des Controllers (siehe Test). Damit funktionieren die Gamepads unter Windows 10, Linux und nativ in Android.

Eine Alternative mit frappierend ähnlichem Design ist der Speedlink Quinox Pro (Testbericht). Dieser verzichtet auf kabellose Funktionen, bietet aber mehrere Zusatztasten. Diese programmiert ihr (leider nur) direkt am Controller. Microsoft hat zwar mit dem Xbox One Elite Controller ein ähnliches Gerät in petto, hier kostet die „billigste“ Variante aber 120 Euro!

Das teuerste Gamepad, der Valve Steam Controller (Testbericht), sitzt fest in seiner Nische. Denn alle Spiele müssen in oder aus Steam heraus starten, damit das Gamepad zuverlässig funktioniert. Dafür bietet es aber eine umfangreiche Konfiguration und zwei Touchpads. So ist das Gerät nicht nur Gamepad, sondern lässt sich auch als Mausersatz einrichten. Wer viel in Steam spielt und auch mal Strategiespiele auf der Couch zocken möchte, der sollte eine der regelmäßigen Preisaktionen abwarten – denn 70 Euro UVP sind zu viel.

Microsoft Xbox One S Wireless Controller weiß (Xbox One/PC) (TF5-00003/TF5-00004)

Xbox One Controller, weiß

Speedlink Quinox Pro Controller (PC)

Speedlink Quinox Pro

Valve Steam Controller (PC)

Valve Steam Controller

Die klare Kaufempfehlung für Gelegenheitsspieler und Retrobastler: Das Duo-Pack des Gembird JPD-UDV-01. Der Preis ist so gut, dass bei harten Mehrspielerrennen in Mario Kart auch mal ein Controller gegen die Wand fliegen kann. Wer eine Rundumlösung mit Bluetooth, ausgezeichneter Verarbeitung und breiter Software-Unterstützung sucht, sollte das Xbox One Gamepad von Microsoft kaufen.

Für die anderen Controller im Test gilt: Sie haben ihre Berechtigung. Der Steam-Controller ist für Valve-Fans. Bei einem guten Angebot könnt ihr auch zu den Geräten von Speedlink oder Logitech greifen. Nur nicht zu den nachgebauten SNES-Gamepads, die sind Mist.

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