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Vergleichstest 2020: Zehn mobile Mini-Fotodrucker

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Sie sind klein, mobil und spaßig: Mini-Fotodrucker. Doch es gibt große Unterschiede, nicht alle sind empfehlenswert. Wir haben zehn Mini-Drucker miteinander verglichen.

Mini-Fotodrucker sind Fun-Drucker. Sie drucken Bilder direkt vom Smartphone, sind dank Akku mobil und kommen meist ohne Tinte aus. Das Zink-Druckverfahren dominiert den Markt. Zudem gibt es Modelle mit OLED-Belichtung, Thermosublimation und einer klassischen Druckerkartusche. Die Druckqualität variiert dabei unter den verschiedenen Druckverfahren deutlich. Doch wer sich zum Beispiel für einen Zink-Drucker entscheidet, bekommt Geräte mit besserer oder weniger guter Druckqualität.

Des Weiteren bedeutet mobil nicht gleich mobil. So arbeitet zwar der Canon Selphy CP1300 mit einem optional erhältlichen Akku und ist damit per Definition mobil. Allerdings ist er im Gegensatz zu seinen Konkurrenten alles andere als hosentaschentauglich, zumindest aber rucksacktauglich. Weitere Unterscheidungsmerkmale finden sich in der Kompatibilität, im Preis pro Bild und in der App. Für wen welcher Drucker am besten geeignet ist, soll dieser Vergleichstest klären. Alle Tests sammeln wir in unserer Themenwelt Mobile Fotodrucker.

Diese Minidrucker setzen alle auf das Zink-Druckverfahren. v.l.n.r.: HP Sprocket Plus, Canon Zoemini, Polaroid ZIP, Prynt Pocket

Die vier Zink-Drucker Huawei CV80 (Testbericht), HP Sprocket Plus (Testbericht), Canon Zoemini (Testbericht) und Polaroid Zip (Testbericht) ähneln sich sowohl optisch als auch bezüglich ihrer Verarbeitungsqualität. Alle vier sind hosentaschengeeignet, sehr gut verarbeitet und kommen mit einem einzigen physischen Knopf zum Ein- und Ausschalten aus. Unter der abnehmbaren Oberschale haben jeweils bis zu zehn lose Fotopapiere Platz.

Der Prynt Pocket (Testbericht) nutzt ebenfalls das Zink-Druckverfahren, macht aber einiges anders als die Konkurrenz. Zum einen steckt er zum Drucken direkt am iPhone, zu Android ist er nicht kompatibel. Zum anderen nutzt er eine mit Fotopapier befüllbare Kassette. Beides funktioniert nicht sehr gut, die Mechanik klappert und man hat ständig die Befürchtung, etwas kaputtzumachen.

Prynt Pocket (15 Bilder)

Der Fujifilm Instax Share SP-3 (Testbericht) und der Fujifilm Instax Mini Link (Testbericht) ähneln auf den ersten Blick den vier Zink-Druckern, nutzen aber eine andere Drucktechnik. Sie sind deutlich schwerer und dicker. Der Instax Share SP-3 wirkt nicht nur optisch durchdacht, er ist zudem sehr gut verarbeitet. Der Instax Mini Link sieht weniger anziehend aus, seine Verarbeitungsqualität lässt hier und da zu wünschen übrig.

Die Kassette mit dem Fotopapier sitzt bei beiden unter einer Klappe. Sie öffnet sich sehr schwer, was in dem Fall durchaus sinnvoll ist. Denn sie darf erst geöffnet werden, wenn die Kassette mit den zehn Bildern leer ist, um nicht die unbelichteten Bilder zu zerstören.

Der Canon Selphy CP1300 (Testbericht) tanzt bezüglich seiner Optik aus der Reihe. Er ist deutlich größer und schwerer, hat ein Farbdisplay und jede Menge Anschlüsse sowie Knöpfe. Er nutzt vergleichbar mit dem Prynt Pocket eine Kassette, die der Nutzer selbst mit Fotopapier befüllt. An sich ist er gut verarbeitet, lediglich den Einschub der Papierkassette hätte man stabiler entwerfen können. Für die nächste Version wünschen wir uns, dass Canon auf die abnehmbare Kassette verzichtet und einen Weg findet, das Papier direkt in den Drucker einzulegen, selbst wenn das Gerät dadurch größer wird.

Peripage A6 (14 Bilder)

Wie Fotos in Schwarz-Weiß aussehen, zeigt die Vorschau der Peripage-App.

Der Mbrush (Testbericht), baugleich zum Princube, ist ein Exot. Er setzt auf das Tintenstrahlverfahren und nutzt dafür die klassische Farbkartusche 62XL, wie sie in vielen Tintenstrahldruckern im Office-Bereich vorkommen. Er kommt in der Form eines Würfels und lässt bezüglich seiner Verarbeitung keine Wünsche offen.

Noch extravaganter ist der Peripage A6 (Testbericht), er druckt lediglich Schwarz-Weiß und nutzt dafür eine von Kassen bekannte Rolle mit Thermopapier. Er ist winzig, sehr leicht und hat auf seiner Front ein Bärengesicht. Die Mechanik zum Öffnen des Druckers ist etwas windig, ansonsten wirkt er durch und durch stabil.

Vergleichstabelle Mini-Fotodrucker
Produkt Huawei CV80 Canon Zoemini HP Sprocket Plus Polaroid Zip Prynt Pocket Instax Mini Link Fujifilm Instax Share SP-3 Canon Selphy CP1300 Mbrush (Princube) Peripage A6
TechStage Note 1 1 2 4 5 2 2 1 2 2
Druckqualität Gut Gut Befriedigend Gut Befriedigend Sehr gut Sehr gut Sehr gut Ausreichend Mangelhaft
Druckverfahren Zink Zink Zink Zink Zink OLED-Belichtung OLED-Belichtung Thermosublimation Tintenstrahl S/W-Thermopapier
Verarbeitung Sehr gut Sehr gut Sehr gut Sehr gut Mangelhaft Ausreichend Sehr gut Gut Sehr gut Gut
Gewicht in g 189 160 204 186 164 244 312 860 162 155
Display
Bilder pro Akkuladung ca. 15 - 20 ca. 15 - 20 ca. 15 - 20 ca. 15 - 20 ca. 15 - 20 bis zu 100 ca. 160 ca. 30 - 40 viele k.A.
Kompatibilität Android / iOS Android / iOS Android / iOS Android / iOS iOS Android / iOS Android / iOS / Kamera Android / iOS / Kamera Android / iOS / Windows / Mac OS Android / iOS
Konnektivität Bluetooth Bluetooth Bluetooth Bluetooth Lightning-Port Bluetooth WLAN WLAN / USB-Stick / SD-Karte WLAN Bluetooth
Bildgröße in cm 5 × 7,6 5 × 7,6 5,8 x 8,7 5 × 7,6 5 × 7,6 8,6 × 5,4 6,2 x 6,2 10 x 15 1,4 × 130 5,7 × XX
Bilder selbstklebend − / ✔ − / ✔
Preis in Euro (Stand: Apr. 20) 88 120 105 95 120 105 165 115 (+ 50 für Akku) 86 39
Bildpreis in Euro (Stand: Okt. 18) ca. 0,50 ca. 0,50 ca. 0,50 ca. 0,50 ca. 0,50 ca. 0,70 ca. 0,80 ca. 0,20 gering fast nichts

Die vier Zink-Drucker Huawei CV80, HP Sprocket Plus, Canon Zoemini und Polaroid Zip verbinden sich alle via Bluetooth mit dem Android- oder iOS-Endgerät. Beim Instax Mini Link und Peripage A6 verhält es sich analog. Der Zink-Drucker Prynt Pocket geht einen anderen Weg. Er steckt über einen Lightning-Port direkt am iPhone und kennt keine drahtlosen Übertragungstechniken. Ein echter Nachteil. Der Fujifilm Instax Share SP-3 nutzt WLAN. Das funktioniert gut, ist jedoch etwas umständlicher als Bluetooth. Dafür verbindet sich der Mini-Drucker auf Wunsch mit kompatiblen Fujifilm-Fotokameras, um Bilder direkt auszudrucken. Der Mbrush setzt ebenfalls auf WLAN.

Der Canon Selphy CP1300 zeigt sich am flexibelsten. Neben einer Direktverbindung via WLAN mit dem Smartphone und einigen Canon-Kameras hat er außerdem Anschlüsse für einen USB-Stick und eine SD-Karte, um darauf abgelegt Bilder zu drucken. Das Display hilft bei der Auswahl der Bilder von Stick oder Karte.

Canon Selphy CP1300 (21 Bilder)

Alle hier getesteten Mini-Fotodrucker kommen mit einer kostenfreien App, beziehungsweise einem Webinterface. Allerdings unterscheiden sie sich sowohl bezüglich ihres Funktionsumfangs als auch der Nutzbarkeit teilweise deutlich. Die besten Apps bieten Huawei CV80, HP Sprocket Plus, Canon Zoemini und Fujifilm Instax Share SP-3. Sie lassen sich vergleichsweise selbsterklärend bedienen, kennen viele Optionen beim Gestalten der Fotos und greifen auf externe Plattformen mit Bildern wie Facebook, Instagram und Google Fotos zu.

Die Apps des Prynt Pocket und des Canon Selphy CP1300 sind im Grunde okay. Allerdings gibt es hier weniger Anpassungsmöglichkeiten und wir vermissten die Möglichkeit, Bilder von Cloud-Diensten zu importieren. Die App von Peripage A6 ist typisch chinesisch: Sie tut, was sie soll, ist aber weder schick noch intuitiv.

Polaroid Zip - Die Bilder (12 Bilder)

Die App des Polaroid Zip (Testbericht) zeigt, dass es noch deutlich schlechter geht. Denn obwohl sie viele Funktionen bietet, hapert es an zahlreichen Stellen. Das fängt bei der mangelhaften Lokalisierung an, geht weiter mit der unnötigen Abfrage des Geburtsdatums, der ungenauen Druckvorschau sowie fehlerhaften Optionen und hört mit Bugs und häufigen Abstürzen nicht auf. Die schlechte Umsetzung führte im Test des Polaroid Zip zu einer starken Abwertung der Gesamtnote.

Einen Sonderweg geht die App des Mbrush, die im eigentlichen Sinne gar keine App ist. Nachdem man sich via WLAN direkt mit dem kleinen Drucker verbunden hat, öffnet man ein Webinterface, das direkt auf dem Drucker läuft. Deswegen ist er nicht nur zu mobilen Endgeräten, sondern auch zu richtigen Rechnern kompatibel. Das Webinterface selbst ist funktional, aber hässlich.

Der Huawei CV80, der HP Sprocket Plus, der Canon Zoemini, der Polaroid Zip und der Prynt Pocket nutzen die Zink-Drucktechnik. Alle Farbinformationen befinden sich bereits auf dem unbelichteten Papier und kommen über verschiedene Temperaturen und Einwirkdauer zum Vorschein. Das Patent dafür liegt bei Zink Imaging, einer Tochterfirma von Polaroid.

Streng genommen druckt der Fujifilm Instax Mini Link und der Instax Share SP-3 keine Bilder, sie belichten sie. Dafür kommt eine OLED-Leiste zum Einsatz, welche die Bildinformationen beim Herausfahren des Bildes auf Papier bringt. Deswegen darf ähnlich einer analogen Fotokamera die Klappe mit den unbelichteten Bildern nicht geöffnet werden. Der Peripage A6 nutzt Thermopapier und kann auf ihnen durch Hitze kleine schwarze Punkte erzeugen, die dann zusammen das Druckbild ergeben.

Mbrush in Bildern (15 Bilder)

Der Canon Selphy CP1300 nutzt für den Druck das Thermosublimationsverfahren. Dem Fotopapier liegt dafür immer eine Wachsfolienkartusche bei, die in den CP1300 gesteckt wird. Aus dieser Kartusche rollt er beim Druck vier Farbfolien hintereinander über das Bild. Die ersten drei Folien tragen die Farben Cyan, Magenta und Gelb über eine Leiste mit 300 bis 400 Grad warmen Heizelementen auf das Papier auf. Der letzte Schritt fixiert die Farbe mit einer transparenten Schicht. Bei jedem dieser Schritte fährt das Fotopapier beinahe komplett aus dem Drucker heraus und wieder hinein.

Der Mbrush setzt auf eine normale Druckerkartusche und entsprechend das gleiche Verfahren wie ein Tintenstrahldrucker. Der Clou: Der Nutzer zieht den Mbrush über das zu bedruckende Objekt. Ein von Mäusen bekannter optischer Sensor gibt die Geschwindigkeit weiter, woraufhin der Mbrush druckt.

Fujifilm Instax SP-3 (16 Bilder)

Bild: TechStage.de

Die Zink-Drucker nutzen ein 5 × 7,6 cm großes, selbstklebendes Fotopapier mit einer Glanzbeschichtung. Lediglich der HP Sprocket Plus schraubt etwas an den Maßen und bietet mit 5,8 × 8,7 cm rund 30 Prozent mehr Bildfläche. Sie kosten im Schnitt etwa 50 Cent das Stück.

Etwas teurer ist das Fotopapier des Fujifilm Instax Share SP-3 und des Instax Mini Link. Es kostet etwa 75 Cent pro Abzug. Dafür bietet es eine bemerkenswerte Haptik, die sehr stark an die kultigen Polaroids aus längst vergangenen, analogen Zeiten erinnert. Über dem 6,2 × 6,2 cm großen Bild liegt eine transparente Kunststoffschicht. Sie ist zwar anfällig gegenüber Fingerabdrücken, aber mit einem Wisch schnell wieder sauber. Die Schicht schützt den Ausdruck zudem vor Feuchtigkeit und anderen Umwelteinflüssen.

Das Fotopapier des Canon Selphy CP1300 ist mit dem Postkartenformat von 10 × 15 cm das mit Abstand größte im Vergleichstest. Es besitzt eine glänzende Oberfläche und erinnert stark an Fotodrucke aus dem Drogeriemarkt. Es kostet lediglich 20 Cent pro Stück. Neben dem klassischen Fotopapier bietet Canon alternativ teurere Fotosticker an. Hier kosten 18 Blatt im Format 54 × 54 mm gut sieben Euro, also knapp 40 Cent pro Ausdruck. 18 Blatt mit je acht Ministickern kosten gut 10 Euro, das sind gut 55 Cent für einen Ausdruck, beziehungsweise acht Ministicker. Die Fotosticker KC-18IF im Kreditkartenformat kosten etwa genauso viel.

Das Fotopapier des Peripage A6 ist im Grunde eine 5,7 cm breite und mehrere Meter lange Rolle Thermopapier. Die große Stärke des Druckers liegt im geringen Preis des Papiers. Wer die Peripage-Rollen in China ordert, bekommt für etwa 3 Euro drei Rollen selbstklebendes Druckerpapier.

Das Drucken mit dem Mbrush auf Papier, Karton und Holz funktioniert gut. Hier nimmt das Material die Druckfarbe sehr gut auf. Sind diese Materialien beschichtet, kann die Farbe nicht einziehen, was zu einem verwaschen wirkendem Druckbild führt. Da die Farbe in der mitgelieferten Kartusche wasserlöslich ist, verschmiert das Druckbild schon bei leichter Berührung. Das Drucken auf Haut gelingt eher schlecht als recht – trotz des mitgelieferten Aufsatzes für den Druckkopf, der den Abstand etwas vergrößert.

Die Zink-Drucker bieten allesamt ähnliche Stärken und Schwächen: Der reine Druck dauert zwischen 30 und 40 Sekunden. Die randlosen Bilder sind danach sofort fertig. Dunkle Bilder und harte Kontraste werden deutlich besser dargestellt als helle Farbverläufe.

Doch es gibt Unterschiede. So zeigt der HP Sprocket Plus und der Prynt Pocket vor allem in hellen Bereichen wie zum Beispiel bei Wolken deutliche Cluster und Pixel. Bei den anderen Zink-Druckern ist das weniger ausgeprägt. Hier scheint die dahinterstehende Software sehr viel auszumachen. Bei allen Zink-Druckern sind bei genauem Hinsehen leichte Querstreifen zu sehen, die wahrscheinlich beim Durchziehen des Papiers entstehen. Trotzdem ist die Druckqualität besonders bei dunklen Bildern mit vielen Details gut und deutlich besser, als wir im Vorfeld von den Hosentaschendruckern erwarteten.

Die Ausdrucke der Zink-Drucker im Vergleich. v.l.n.r.: HP Sprocket Plus, Canon Zoemini, Polaroid ZIP, Prynt Pocket

Bei den Instax-Modellen dauert der Druck nur etwa 15 Sekunden, dafür kommen die Bilder erst einmal schwarz aus dem Gerät. Ähnlich wie bei alten Polaroid-Bildern zeigt sich das fertige Bild nach wenigen Minuten. Dieses langsame Herauskristallisieren des fertigen Bildes hat etwas Magisches und sorgt nach wie vor für staunende Blicke. Man sollte jedoch dem Impuls widerstehen, die Bilder zu schütteln, da sich dies negativ auf das Druckergebnis auswirken kann.

Die Qualität der Bilder aus dem Fujifilm Instax Share SP-3 und dem Instax Link Mini setzt im Vergleich zu den Zink-Druckern einen drauf. Sie verschlucken zwar in dunklen Bereichen ein paar mehr Details, vermitteln aber insgesamt einen runderen Gesamteindruck. Gerade bei Farbverläufen spielt der Drucker seine Stärken aus. Teilweise wirkt es, als läge eine leichter „Retro-Filter” darüber. Das passt perfekt zum Format sowie zur Idee des Fotodruckers und verleiht den Bildern ihren ganz individuellen Charme.

Beim Canon Selphy CP1300 dauert der Druck etwa eine Minute. Die Bildqualität ist sehr gut, vergleichbar mit Sofortdruckern in Müller, Rossmann, DM und Co. Die Bilder zeigen viele Details und knackige Farben. Weder in hellen noch in dunklen Bereichen waren hier Schwächen auszumachen.

Nutzer berichteten online häufig von einem hässlichen Querstreifen, der bei uns im Test jedoch nicht auftritt. Allerdings sollte man auf eine staubfreie Umgebung achten. Die Bilder fahren beim Druck mehrfach beinahe vollständig aus dem Gerät heraus und wieder herein. Verfängt sich dabei ein Staubkorn auf dem Papier, mündet das in einem hässlichen Fleck auf dem Papier.

MBrush – Die Ausdrucke (18 Bilder)

Mehrzeiliges Drucken gelingt dank Schablone und Übung recht anständig, aber bei weitem nicht perfekt.

Der Peripage A6 basiert auf einem klassischen Kassenzetteldrucker. Entsprechend schlecht ist seine Druckqualität. Während man Schrift noch gut lesen kann, sind Fotos grausig. Zwar kann man in den meisten Fällen noch erkennen, um welches Motiv es sich handelt, schön ist das jedoch nicht.

Die Druckqualität des Mbrush ist von vielen Faktoren abhängig. Zum einen braucht man einen nicht eingetrockneten Druckkopf – und der trocknet wirklich schnell ein. Dann kommt es entscheidend auf die zu bedruckende Oberfläche und die Tinten an Dem Mbrush liegt wasserlösliche Tinte bei, es gibt aber alternativ Kartuschen mit wasserfester Tinte, die entsprechend weniger schnell verwischt. Zu guter Letzt macht hier die Übung den Meister: Je mehr man druckt, desto besser die Qualität.

Mini-Drucker sind Spaß-Drucker. Man braucht sie nicht wirklich, dennoch sorgen sie zum Beispiel auf Events für Aufsehen. Um schnell mal witzige Bilder für Freunde, Familien und Kollegen auszudrucken und im Falle der Zink-Drucker gleich auf Gegenstände zu kleben, sorgt für erstaunte Gesichter und einige Lacher.

Die Zink-Drucker haben uns besonders gut gefallen, da sie den besten Kompromiss aus bezahlbaren Einzelbildern, unkomplizierter Bedienung und hoher Mobilität bilden. Interessanterweise gibt es unter den Zink-Druckern große Unterschiede. Dabei bietet der vergleichsweise günstige Huawei CV80 (Testbericht) das beste Gesamtpaket. Der Canon Zoemini (Testbericht) ist ebenfalls empfehlenswert. Der HP Sprocket Plus (Testbericht) bietet 30 Prozent größere Bilder als seine Zink-Kollegen und ist im Grunde kein schlechter Drucker. Allerdings überzeugt uns die Bildqualität nicht.

Der Fujifilm Instax Share SP-3 (Testbericht) und der Fujifilm Instax Mini Link (Testbericht) bieten eine deutlich bessere Bildqualität auf wunderschönem Fotopapier, ihre Ausdrucke sind jedoch teuer. Wem das egal ist, findet in den beiden Instax-Geräten sehr gute Alternativen zu den Zink-Druckern.

Der Canon Selphy CP1300 (Testbericht) ist unser Preis-Leistungs-Sieger. Er ist nicht nur dank seines Displays und der vielen Anschlüsse flexibel einsetzbar. Besonders die sehr gute Druckqualität in Verbindung mit dem günstigen Einzelpreis von 20 Cent pro Bild hat uns überzeugt.

Noch günstiger sind Ausdrucke beim Peripage A6 (Testbericht). Viele Meter des 5,7 cm breiten Thermostreifens kosten nur wenige Euro. Damit ist er der ideale Drucker für alle, denen es nicht auf die Qualität, sondern auf die Masse ankommt.

Der Mbrush (Testbericht) spielt in einer anderen Liga. Er nutzt kein eigenes Papier, sondern bedruckt via Tintenstrahl so ziemlich alles. Das macht einen irren Spaß und hinterlässt individuelle Bildchen an Notebook/Tür/Kühlschrank/Banane/was-auch-immer. Klappt nicht immer perfekt, wird aber sicher viele Fans finden.

Abraten müssen wir vom Polaroid Zip (Testbericht), da seine App die mit Abstand schlechteste im Test war. Auch der Prynt Pocket (Testbericht) bekommt keine Empfehlung. Er ist nur mit iPhones kompatibel, kann keine Drahtlosverbindung, wirkt wenig durchdacht und schlecht verarbeitet. Finger weg!

Alle Einzeltests und mehr sammeln wir auf unserer Themenwelt Mobile Fotodrucker.

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