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Vergleich: Samsung Galaxy S20 FE, S20, S20+ oder S20 Ultra?

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Samsung hat nach den bisherigen drei Galaxy-S20-Modellen noch das Galaxy S20 FE (Fan Edition) hinter geschoben. Wir erklären die Unterschiede zu den anderen drei Modellen und ob man das FE kaufen sollte.

Die drei S20-Modelle sind Galaxy S20, Galaxy S20+ und Galaxy S20 Ultra (Testbericht). Die Frage nach den Unterschieden der drei Modelle untereinander und welches Modell Interessenten kaufen sollten, haben wir bereits in unserem Artikel Samsung Galaxy S20, Plus und Ultra: Welches Modell kaufen? beantwortet. Jetzt ist allerdings noch eine vierte Version hinzugekommen: Das Samsung Galaxy S20 FE. Das Buchstabenkürzel steht dabei für Fan Edition und könnte tatsächlich für die Fans der Reihe sein. Denn zumindest die 5G-Version kommt erstmals auch in Europa mit dem lauthals geforderten Snapdragon 865 und ist zudem auch noch günstiger als die ersten drei Modelle – aber der Reihe nach.

Beim Aussehen unterscheidet sich die neue Fan Edition erst einmal nicht wesentlich von den anderen drei Modellen. Auffälligster Unterschied ist die Größe, die in erster Linie durch die Display-Diagonalen bedingt wird. Das neue S20 FE ist größer als das ursprüngliche Galaxy S20, liegt beim Gewicht etwa auf dem Niveau des Galaxy S20+, bleibt aber kleiner als dieses Modell und erst recht als das Galaxy S20 Ultra. Ansonsten punktet das Gerät wie die anderen Versionen mit moderner Punchhole-Notch, verzichtet allerdings auf deren seitlich gebogene Edge-Displays und kommt stattdessen mit geradem 2,5D-Design. Das mögen einige als weniger hochwertig ansehen, andere freut´s, da die gerade Fläche bisweilen die Bedienung erleichtert und keine störenden Reflexionen auftreten.

Ein anderer Punkt gefällt der Mehrheit wohl kaum, auch wenn das letztendlich kein Beinbruch ist: Statt Gorilla Glas 6 setzt Samsung beim FE-Modell nur auf Gorilla Glas 3 – wohl aus Preisgründen, aber auch wegen der weggefallenen Krümmung des Screens. Die IP-68-Zertifizierung übernimmt das FE-Modell hingegen von seinen drei Geschwistermodellen. Samsung spart aber an anderer Stelle: auf der Rückseite. Die besteht nämlich nicht wie bei den anderen drei S20-Phones aus Glas, sondern aus Kunststoff. Das sieht man zwar auf den ersten Blick nicht unbedingt, in der Hand spürt man den Unterschied aber – damit wirkt das FE gleich etwas weniger hochwertig.

Alle Bilder vom Test des Samsung Galaxy S20 Ultra (24 Bilder)

Der OLED-Screen des Samsung Galaxy S20 FE misst 6,5 Zoll – 0,3 Zoll mehr als beim Galaxy S20, aber 0,2 und sogar 0,4 Zoll weniger als bei S20+ und S20 Ultra. Die Auflösung ist mit 2400 × 1080 Pixel am niedrigsten, die anderen drei Modelle bieten 3200 × 1440 Pixel und damit die auf dem Papier höhere Bildschärfe. Auch wenn die beim FE nur 404 ppi, bei den anderen drei Modellen hingegen 566, 524 und 509 Pixel pro Zoll beträgt, können sich Nutzer letztendlich bei allen vier Modellen nicht über mangelnde Bildschärfe beschweren. Bei der Bildwiederholungsrate gibt es keine Unterschiede: Das FE beherrscht ebenfalls 120-Hz-Wiedergabe. Da das auch bei den anderen drei Modellen nur in Full-HD funktioniert, ist die niedrigere Auflösung des neuen S20 FE zumindest in diesem Punkt nicht einmal ein Nachteil.

Beim Thema Kamera orientiert sich das neue Samsung Galaxy S20 FE eher am kleinsten Modell, dem Galaxy S20 – und macht dann zumindest auf dem Papier noch kleinere Abstriche. So kommt das FE zwar auch mit Haupt- und Weitwinkelkamera mit je 12 Megapixel, die Telelinse mit fester 3-fach-Vergrößerung hat aber nur 8 statt 64 Megapixel. Der optische Bildstabilisator bleibt. Auf die vierte Kamera, die bei Plus- und Ultra-Modell ein Tiefensensor ist, verzichtet Samsung beim FE-Modell. Dafür knipst die Frontkamera Bilder mit 32 statt 10 Megapixel wie bei S20 und S20+. Nur das Ultra-Modell kommt hier mit 40 Megapixel drüber.

Bei der technischen Ausstattung gibt es viele Übereinstimmung, im Detail sind dann doch einige Änderungen zu bemerken. So bietet das Samsung Galaxy S20 FE zwar nur USB C 2.0 statt 3.1 wie beim Rest des Quartetts und auch ANT+ fehlt. Im Gegenzug kann das Fan-Gerät aber Bluetooth 5.1 statt 5.0 vorweisen und bietet zumindest in der 5G-Version einen anderen Vorteil: Einen Snapdragon 865 statt des Exynos 990, den alle anderen Versionen inklusive der LTE-Variante des FE-Modells verwenden. Der Qualcomm-Chip gilt als energieeffizienter und stärker als der Exynos von Samsung – Fans hatten daher sogar schon Petitionen gestartet, um Samsung dazu zu bewegen, den Snapdragon nicht nur in Geräten für die USA, sondern auch in Europa zu verwenden. Auch der schnellere UFS-3.1-Speicher soll energiesparender als die 3.0-Variante in den anderen Modellen sein.

Dafür hat der Hersteller noch an einer anderen Stelle gespart: Der Arbeitsspeicher ist nicht 8 oder wie beim S20 Ultra gar 12 GByte groß, sondern nur 6 GByte. Im Alltag dürften das aber nur die wenigsten Nutzer bemerken. Da geht es eher ums Prinzip, wenn schon die meisten der zehn besten Smartphones bis 200 Euro ebenfalls mit 6 GByte ausgestattet sind. Der interne Speicher ist auf 128 und 256 GByte in der LTE-Version beschränkt, in der 5G-Version mit Snapdragon sogar ausschließlich auf 128 GByte.

Die Ladegeschwindigkeit ist weitgehend identisch mit den anderen drei Geräten: Schnellladen mit 25 Watt, kabellos Laden mit 15 Watt und Reverse Charge ist auch mit dabei. Bei der Akkukapazität liegt das Samsung Galaxy S20 FE mit dem S20+ gleichauf: 4500 mAh bietet das FE hier, 500 mAh mehr als das kleinere S20 und 500 mAh weniger als das größere S20 Ultra. Wer 5G nicht nutzt, könnte dank des sparsameren Chipsatzes im 5G-Modell deutlich weiter als mit dem S20 kommen und auch im Vergleich zum S20+ sollte die Laufzeit besser sein.

Die UVP des Samsung Galaxy S20 FE liegt bei 633 Euro in der LTE-Version und mit 128 GByte Speicher, 5G kostet 100 Euro mehr. Zum Zeitpunkt der Artikelerstellung lag der Preis des günstigsten Modells schon bei 570 Euro – und damit unter dem des günstigsten Galaxy S20 mit 599 Euro. Plus- und Ultra-Modell lagen mit 670 und 939 Euro deutlich höher. Größer ist der Preisvorteil des FE bei der 5G-Version, aktuell kostet das Gerät mit 5G so viel wie das S20+ ohne 5G.

Wer das Smartphone mit einem Mobilfunkvertrag erwerben will, bekommt es bereits ab 1 Euro. Wir haben uns drei besonders günstige Angebote in den Netzen von O2, Telekom und Vodafone herausgesucht. Via sparhandy.de zahlt der Käufer einmalig 10 Euro für das Gerät und 40 Euro für den Anschlusspreis. Der zugehörige Tarif Magentamobil Special M mit 5 GBte (max. 50 MBit/s) und Allnet-Flat liegt bei 35 Euro monatlich. Die 5G-Version gibt es für einmalig 45 Euro inklusive Anschlusspreis. Der monatliche Tarifpreis liegt bei 45 Euro für 24 GByte (max. 300 MBit/s) und Allnet-Flat. Wer bis zum 22. November 2020 bestellt, erhält zudem 100 Euro Guthaben für Samsung Pay, die Bezahl-App des Anbieters.

In der Tarifwelt von Mediamarkt kostet das Galaxy S20 FE einmalig 1 Euro; der Anschlusspreis liegt hier bei 40 Euro. Dazu gibt es den Vodafone-Tarif Green LTE 18GB mit 18 GByte Datenvolumen (max. 50 MBit/s) und Allnet-Flat für monatlich 35 Euro. Bei Mobilcom-Debitel bekommt man die 5G-Version für einmalig 100 Euro. Hinzu kommen noch 40 Euro für den Anschlusspreis. Wie bei Mediamarkt handelt es sich auch hier um den 18-GByte-Tarif; er kostet allerdings 46 Euro. 100 Euro für Samsung Pay sind mit dabei.

Und wer O2 bevorzugt, sollte sich die Angebote auf o2.de ansehen. Hier gibt es diverse Bundles mit Tablet oder Smartwatch. Besonders günstig ist aktuell das Paket aus Samsung Galaxy S20 FE, 100 Euro Guthaben für Samsung Pay und Samsung Galaxy Tab A 8.0. Das alles gibt es für einmalig 46 Euro inklusive Anschlusspreis. Die monatlichen Kosten belaufen sich auf 40 Euro für den Tarif Free M mit 20 GByte Datenvolumen (max. 225 MBit/s) und Allnet-Flat. Wer die 5G-Version will, zahlt einmalig 94 Euro. Dann gibt es für monatlich 40 Euro im Tarif Free M ebenfalls 20 GByte Datenvolumen und 100 Euro für Samsung Pay – aber kein Tablet.

Außerdem sollten Käufer des Samsung Galaxy S20 FE über den Schutz ihres Smartphones nachdenken. Diverse Hüllen gibt es derzeit in erster Linie von Samsung selbst, aber auch Alternativen sind mit dabei.

Ist das neue FE-Modell wirklich ein Geschenk an die Fans der Marke oder doch eher eine Mogelpackung? Eine Mogelpackung ist es schon mal nicht, vor allem in der 5G-Version bringt es dank Qualcomm-Chip noch mehr Performance und längere Akkulaufzeiten im Vergleich zu S20 und S20+. Das ändert auch der reduzierte Arbeitsspeicher nicht. Im Detail gibt es aber doch einige Einschränkungen, bei denen sich Fans zu Recht fragen dürfen, wo da die Belohnung sein soll – etwa bei der Kunststoffrückseite, USB 2.0 oder der niedrigeren Auflösung der Telekamera. Davon abgesehen ist das Samsung Galaxy S20 FE aber aktuell die beste Wahl aus dem S20-Quartett für alle, die auf Preis-Leistung achten. Alle anderen müssen für noch mehr Leistung entsprechend mehr zahlen bei S20+ und S20 Ultra (Testbericht).

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