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Vergleich: Elf E-Scooter mit Straßenzulassung im Test

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Reichweite, Reifenart, Fahrgefühl, Sicherheit, Preis – Die Qualität eines E-Scooters hängt von vielen Faktoren ab. Der Vergleichstest zeigt, worauf man beim Kauf achten sollte.

2019 erhielten motorgetriebene Tretroller erstmals in Deutschland eine Straßenzulassung. Welche Kriterien sie dafür erfüllen müssen und viele weitere Informationen haben wir in Grundlagen: E-Tretroller mit Straßenzulassung zusammengefasst. Wer in einer größeren deutschen Stadt wohnt, den E-Scooter nicht regelmäßig braucht oder vor einem Kauf erst einmal prüfen möchte, ob ein E-Tretroller überhaupt das Fortbewegungsmittel der Wahl ist, kann das über Sharing-Dienste tun. Wir empfehlen dafür unseren Beitrag Lime, Tier & Voi: E-Scooter-Verleih im Vergleich. Nach einem Kauf will der E-Scooter versichert werden. E-Scooter & Elektroroller richtig versichern – so gehts!

Als elektrische Alternative für die letzte Meile bieten sich auch Falträder an. Mehr dazu im Vergleich: E-Klapprad oder E-Scooter? Und der Sieger ist…

Aktuell beinhaltet dieser Vergleichstest elf verschiedene E-Scooter, die wir jeweils in einzelnen Testberichten bewertet haben. Im Laufe der Zeit werden hier noch weitere hinzukommen und so der Vergleichstest aktuell gehalten. Alle Einzeltests und weitere Beiträge finden sich auf unserer Themenseite E-Scooter. Hier gehts zur Bestenliste E-Scooter.

E-Scooter im Vergleichstest
Egret Ten V4 Metz Moover Trekstor EG3178 Mytier Soflow S06 Trekstor EG6078 IO Hawk Sparrow Legal
Note 1 1 2 2 3 4 3
Preis in Euro (01/20) 1580 1700 540 710 Per 1&1-Vertrag 710 780
Verarbeitung + + + + + + + + 0
Klappmechanismus + + + 0 nein 0 0
Faltmaße (l x b x h) in cm 107x18x40 100x26x64 113x43x49 - 121x53x58 114x37x45 120x49x55
Gewicht in kg 17 16 14,5 23 15 14 13
Beschleunigung + + + + 0 0 +
Bremsen + + + + + + +
Radgröße in Zoll 10 12 8,5 9,5 10 8 8
Reifenart Luftreifen Luftreifen Hartgummi Hartgummi Luftreifen Hartgummi Luftreifen
Länge Trittbrett in cm 47 40 49 48 49 41 55
Maximale Zuladung in kg 100 94 120 100 120 150 100
Für große Personen geeignet?
Fahrgefühl + + + + 0 + + +
Display - 0 0 - 0 + + + +
Gashebel + + 0 0 0 0 + +
Akkuleistung in Wh 557 216 270 461 281 281 270
Reichweite + + + 0 + 0 0 0
Licht 0 + + 0 + + + – –
Bermerkung Öse zum Ansperren; Lenkgriffe anklappbar 50-Euro-Helmgutschein An/Aus nur per App; Generalüberholt Bremst selbsständig, wenn kein Gas gegeben wird Wechselakku, 50-Euro-Helmgutschein Tragegurt liegt bei, Klappmechanismus hakt nicht ein

Bezüglich der Verarbeitung macht dem Mytier (Testbericht) niemand so schnell etwas vor. Kein Wunder, war der generalüberholte Tier ursprünglich darauf ausgelegt, als Sharing-Fahrzeug wildfremde und sicher wenig zimperliche Gäste möglichst zuverlässig durch den Großstadtdschungel zu transportieren. Alles am Mytier wirkt wie aus einem Guss.

Der IO Hawk Sparrow Legal (Testbericht) ist der schlechteste verarbeitete E-Scooter im Vergleichstest. Er war der erste E-Scooter, den man in Deutschland offiziell mit Straßenzulassung kaufen konnte und das merkt man ihm auch an. Er wirkt an vielen Stellen undurchdacht und hätte mehr Liebe gebrauchen können.

Bei den E-Scootern Trekstor EG3178, Soflow S06, Trekstor EG6078 und IO Hawk Sparrow Legal wackelt die Lenkstange trotz fest angezogener Schrauben deutlich. Lediglich bei The Urban #HMBRG, Egret Ten V4, Metz Moover und Mytier sitzt sie fest, was beim Fahren ein sicheres Gefühl vermittelt.

Mytier: Der E-Scooter von Tier im Test (18 Bilder)

Alle klappen, außer Mytier. Das ergibt Sinn, schließlich ist der Klappmechanismus im Sharing-Alltag eher schlecht, denn er könnte kaputtgehen. Den mit Abstand besten Klappmechanismus bietet der Egret Ten V4 (Testbericht). Nicht nur die Sicherung zwischen Trittbrett und Lenkstange sitzt fest und lässt sich dennoch mit dem Fuß bedienen. Auch die Griffe am Lenker lassen sich anlegen, was das Klappmaß zusätzlich deutlich verringert. Hochwertig ist auch die Mechanik am Metz Moover (Testbericht) und am The Urban #HMBRG (Testbericht).

Wo am IO Hawk Sparrow Legal nun unsauber eine Gummimatte klebt, rastete vorher der eingeklappte Lenker ein.

Der Trekstor EG3178 (Testbericht) kommt grundsätzlich mit einem vernünftigen Mechanismus. Allerdings brach uns im Test ein kleiner Kunststoffhaken, da eine Stellschraube nicht richtig justiert war. Weiß man im Vorfeld von der Problematik, kann man ihr mit einem simplen Kreuzschlitzschraubendreher entgehen.

Auch den IO Hawk Sparrow Legal kann man einklappen. Allerdings rastet die Lenkstange nicht am hinteren Schutzblech ein, schließlich klebt dort eine Gummierung für die Schutzblechbremse. Das ist vor allem insofern schlecht, da die Lenkstange bei eingeklappten E-Scootern als Haltegriff zum Tragen dient. Immerhin ist sich IO Hawk dessen bewusst und legt einen etwas unpraktischen Tragegurt bei.

Egret Ten V4 (22 Bilder)

Schon nach wenigen Kilometern fiel das Rücklicht aus der Fassung des Trekstor EG6078.

Eigentlich eine Kleinigkeit, mag man denken. Dem ist aber nicht unbedingt so. Dabei geht es uns in erster Linie nicht um die tatsächliche Lichtleistung. Da die E-Scooter überwiegend im urbanen Umfeld fahren, ist die auch nicht so entscheidend. Es geht darum, dass viele E-Scooter nicht beide gesetzlich vorgeschriebenen Lichter an den Stromkreislauf anschließen. Das heißt, sie müssen stets manuell an- und wieder ausgeschaltet werden. Das ist nicht schlimm, aber nervt. Sogar bei den recht teuren The Urban #HMBRG und Egret Ten V4 hängt das Vorderlicht nur in einer Schiene und kann mit einem Handgriff abmontiert werden.

Beim IO Hawk Sparrow Legal muss der Fahrer beide Lichter zunächst montieren und manuell bedienen. Das ist in dem Fall besonders skurril, da IO Hawk beim nichtstraßenzugelassenen Sparrow LEDs oberhalb der Lenkstange integriert. Bei der Legal-Variante ist diese Aussparung leer.

Bei den aufgesetzten Lichtern muss man richtig aufpassen. So haben wir zum Beispiel während der Fahrt das Rücklicht des Trekstor EG6078 (Testbericht) verloren. Es war nicht korrekt eingerastet und fiel einfach aus seiner Fassung.

Im Testfeld hatten lediglich der Metz Moover (Testbericht), der Mytier (Testbericht) und der Soflow S06 (Testbericht) Lichter, die sich zusammen mit dem E-Scooter ein- und ausschalten.

Trekstor EG6078 (21 Bilder)

Bei den meisten E-Scootern befindet sich in der Nähe des Displays ein kleiner Druckknopf, der zum Ein- und Ausschalten für einige Sekunden gedrückt wird. Das ist auch wunderbar praktikabel. Der Metz Moover fährt jedoch einen Sonderweg. Sein Antaster befindet sich ganz unten an der Lenkstange. So muss man sich stets zunächst bücken, bevor man losrollert. Das nervt.

Noch nerviger ist das Starten des Mytier. Denn der Tretroller hat keinen einzigen Knopf und kann nur per App ein- und wieder ausgeschaltet werden. Der Smartphone-Akku ist leer? Pech gehabt, der Mytier springt nicht an.

Trekstor EG3178 (19 Bilder)

Nicht schön, aber praktisch: Der Gashebel für den Zeigefinger des Egret Ten V4.

Fast alle nutzen für die stufenlose Beschleunigung am rechten Griff einen Daumenhebel. Beim Metz Moover sitzt dieser relativ straff, was gerade bei längeren Fahrten unangenehm werden kann. Richtig gut ist dieser dagegen beim The Urban #HMBRG und beim Egret Ten V4. Denn ihr Hebel sitzt am Display oberhalb der Griffe. Das Runterdrücken mit Zeigefinger oder Daumen belastet mit Abstand am wenigsten.

Bezüglich der Beschleunigung macht dem Egret Ten V4 (Testbericht) niemand so schnell etwas vor. Kein Wunder, kommt er doch als einziger im Testfeld mit einem Motor mit 500 Watt Nennleistung. Das ist übrigens auch die erlaubte Obergrenze. Erstaunlicherweise beschleunigt der Metz Moover nicht viel schlechter, hat aber nur einen 250-Watt-Motor. Dies zeigt, dass neben der reinen Watt-Zahl noch weitere Faktoren wie zum Beispiel der allgemeine Rollwiderstand mit einspielen. Überrascht sind wir vom knackigem Beschleunigungsverhalten des sehr günstigen Iconbit IK-1969K (Testbericht).

Auch wenn der Rest des Testfelds etwas schlechter beschleunigt, störte uns das kaum. Schließlich sind sie ohnehin alle auf 20 km/h (+/- 10 Prozent) begrenzt. Blöd wird es nur, wenn es der Motor auf gerader Strecke kaum schafft, die 20 km/h zu erreichen. Das ging uns beim Trekstor EG6078 so. Auch der Explorer / Doc Green ESA 1919 und der Soflow S06 haben wenig Power.

Einige Roller wie der The Urban #HMBRG, Egret Ten V4 und der IO Hawk Sparrow Legal kommen mit unterschiedlichen Geschwindigkeitsbegrenzungen bis maximal 20 km/h. Das ist unnötig, die allermeisten werden überwiegend mit der 20-km/h-Begrenzung fahren und selbst das häufig als zu langsam empfinden. Richtig ungeschickt ist bei den beiden jedoch, dass sie bei jedem Start des E-Scooter in der niedrigsten Stufe starten, die auf 7 km/h begrenzt ist. Der Fahrer muss also jedes Mal Knöpfchen drücken, bis der E-Tretroller auf der höchsten Stufe ist.

Das löst der Metz Moover cleverer. Auch ihn kann man drosseln, allerdings merkt er sich die Einstellung und ruft sie beim nächsten Start wieder ab.

Soflow S06 (19 Bilder)

Wir hacken ganz schön auf dem IO Hawk Sparrow Legal (Testbericht) herum, schließlich ist er in vielen Kategorien Schlusslicht. Ein Highlight ist jedoch sein Bildschirm. Er ist groß, wunderschön integriert und gut lesbar. Neben der Akkustandsanzeige zeigt es zudem die Geschwindigkeit und die gefahrenen Kilometer an. Schön ist auch das Display des Trekstor EG6078.

Das Display ist eines der wenigen Highlights am IO Hawk Sparrow Legal.

Etwas irritiert sind wir vom Display des Mytier. Es ist zwar schön in die Lenkstange integriert und zeigt seinen Inhalt auch bei direkter Sonneneinstrahlung, allerdings gibt es keine Möglichkeit, etwas anderes als Geschwindigkeit und Akkustand anzeigen zu lassen. So wissen Besitzer nie, wie viel ihr E-Scooter eigentlich schon gefahren ist, auch nicht per App. Das könnte Absicht sein, schließlich sind die Mytier generalüberholte Tiers, die schon etliche Kilometer auf dem Buckel haben.

Die Anzeigen des The Urban #HMBRG und Egret Ten V4 landen hier im Vergleich auf dem letzten Platz. Zwar zeigt es alle wichtigen Daten an und ist für die Fahrt in der Nacht wie alle anderen Displays auch hintergrundbeleuchtet. Allerdings wirken sie mit ihrer aufgesetzten Eierform völlig aus der Zeit gefallen und wollen so gar nicht zur restlichen Designsprache der E-Scooter passen.

Die Reifen des Trekstor EG3178 kann man nicht aufpumpen. Dadurch sind sie pannensicher, federn allerdings beim Fahren auch weniger Unebenheiten weg und rutschen schneller weg.

Man merkt beim Fahren sofort, ob der E-Scooter über Luftreifen oder über Vollgummi- beziehungsweise Honeycomb-Reifen verfügt. Denn während Luftreifen die meisten kleineren Unebenheiten abfangen, geben Vollgummireifen alle Schläge direkt an den E-Scooter weiter. Das ist auch der Grund, warum die meisten elektrischen Tretroller ohne Luftreifen über eine Federung verfügen. Dem EG3178 und EG6078 spendiert Trekstor dafür eine Feder zwischen Trittbrett und Hinterrad, der Mytier federt sein Vorderrad. Trotz dieser Maßnahmen fahren sich E-Scooter mit Hartgummireifen ruppiger als welche mit Luftreifen. Vorteil von Hartgummi: Sie sind pannensicher und auch das Nachpumpen entfällt.

Ein zweiter wichtiger Faktor ist die Größe der Räder. So fahren sich 8-Zoll-Luftreifen wie beim IO Hawk Sparrow Legal härter als die 10 Zoll Luftreifen des Egret Ten V4, die wiederum knapp von den 12-Zoll-Luftreifen des Metz Moovers (Testbericht) geschlagen werden.

IO Hawk Sparrow Legal (18 Bilder)

Damit sich ein E-Scooter auch für größere Personen eignet, benötigt er einen ausreichend hohe Lenkstange, ein langes Trittbrett und eventuell eine hohe maximale Zuladung. Die kürzesten Trittbretter haben der Metz Moover mit 40 Zentimeter und der Trekstor EG6078 (Testbericht) mit 41 Zentimeter. Allerdings stört das beim Metz Moover kaum, da seine Lenkstange fast im rechten Winkel nach oben ragt, während sich die Lenkstange des EG6078 deutlich zum Fahrer neigt und damit dessen Platz einschränkt.

Das Trittbrett des Metz Moover ist recht kurz.

Der Trekstor EG6078 hat zudem eine recht kurze Lenkstange. Vom Trittbrett ragt sie nur 92 Zentimeter nach oben. Auch der Lenker des Egret Ten V4 (Testbericht) und des The Urban #HMBRG ist mit 95 Zentimetern nicht sehr hoch. Personen ab einer Körpergröße von 185 Zentimetern könnten bei den drei E-Scootern Probleme bekommen.

Obwohl der Metz Moover einen fantastisch verarbeiteten Eindruck erweckt, beträgt seine maximale Zuladung nur 94 Kilogramm, was wohl für viele zu wenig ist. Die anderen E-Scooter aus unserem Testfeld tragen Fahrer mit maximal 100 oder 120 Kilogramm. Eine löbliche Ausnahme bildet der Trekstor 6078 mit einer maximalen Zuladung von stolzen 150 Kilogramm.

Die Bremsen eines E-Scooters sollten zu den wichtigsten Faktoren beim Kauf gehören. Schließlich ist es stark sicherheitsrelevant, in einer Gefahrensituation rechtzeitig anzuhalten. Neben der Art der Bremse sind auch die Reifen wichtig. So bremsen Vollgummireifen vor allem bei Feuchtigkeit deutlich schlechter als Luftgummireifen.

Der Gesetzgeber verlangt für straßenzugelassene E-Scooter zwei unabhängig voneinander funktionierende Bremsen. Üblicherweise gibt es an E-Scootern vier Varianten, die unterschiedlichen Kombinationen zum Einsatz kommen:

  • Scheiben- /Trommelbremse vorne (super)
  • Scheiben- /Trommelbremse hinten (super)
  • Motorbremse vorne oder hinten (mittel)
  • Schutzblechbremse hinten (schlecht)

Eine wunderbar funktionierende Lösung ist der Einsatz von Scheibenbremsen an Vorder- und Hinterrad. Das hat sich unter anderem beim Fahrrad bewährt und klappt auch beim E-Scooter super. The Urban #HMBRG, Metz Moover, Egret Ten V4 und Mytier (Testbericht) setzen auf dieses System und halten schnell und zuverlässig an.

Die Scheibenbremsen des Metz Moover sind groß und richtig gut.

Auch der Trekstor EG3178 (Testbericht) bremst gut. Er kombiniert eine Scheibenbremse hinten mit einer Motorbremse vorne, die unabhängig voneinander betätigt werden. Auch der Soflow S06 hat hinten einen mechanische und vorne eine elektrische Bremse. Jedoch kann man nur hinten aktiv bremsen. Die Motorbremse springt immer an, wenn man gerade kein Gas gibt. Das ist stark irritierend.

Der IO Hawk Sparrow Legal hat hinten eine Scheibenbremse. Zusätzlich wurde etwas halbgar für die Legal-Variante eine Schutzblechbremse ebenfalls am Hinterrad eingebaut, die eher schlecht als recht funktioniert.

Wild wirds beim Trekstor EG6078. Er hat eine Motorbremse am Vorderrad und eine Schutzblechbremse hinten. Die Motorbremse vorne kennt nur die Zustände Ein und Aus, ein dosiertes Bremsen ist nicht möglich. Trotzdem muss man keine Angst haben, dass die Vorderbremse blockiert und das Vorderrad zur Seite wegrutscht. Dafür ist ihre Leistung schlicht nicht ausreichend. Auch die Schutzblechbremse am Hinterrad ist ziemlich mies, ganz besonders bei Feuchtigkeit.

Metz Moover: Der E-Scooter in Bildern (27 Bilder)

Den Größten hat Egret Ten V4 mit 557 Wh, gefolgt vom Mytier mit 461 Wh. Auch der Akku des The Urban #HMBRG spielt mit 371 Wh ganz vorne mit. Alle anderen im Testfeld bieten zwischen 216 und 281 Wh. Trotzdem kann man die Akkuleistung nicht direkt auf die maximale Reichweite übertragen. Hier spielen selbst bei identischen Routen, Wetterbedingungen und Zuladungsgewicht noch weitere Faktoren wie zum Beispiel der Rollwiderstand mit ein. So lässt es sich erklären, dass der Egret Ten V4 mit seinem Monsterakku zwar mit Abstand am weitesten fährt und der Mytier auf Rang Zwei landet, aber der Metz Moover trotz kleinstem Akku aller getesteten E-Scooter direkt auf Rang Drei landet.

Am wenigsten weit unterstützt der Akku des Trekstor EG40610 (Testbericht), dafür kann man ihn genau so wie beim Trekstor EG6078 (Testbericht) wechseln. Das klappt super und mit wenigen Handgriffen. E-Scooterr mit Wechselakku sind auf dem deutschen E-Scooter-Markt eine Ausnahme und damit ein Kaufgrund. Denn diese Option macht sie in vielen Situationen flexibler als die Konkurrenz.

Geht man rein nach dem Kaufpreis, sind der Explorer ESA1919 mit 340 Euro (häufig im Angebot für 300 Euro) und der Iconbit IK-1969K mit 370 Euro die günstigsten und der Metz Moover mit 1300 Euro sowie der Egret Ten V4 mit 1150 Euro die teuersten. Allerdings gibt es ja noch den Soflow S06, den man nicht im Laden kaufen kann, sonders als Prämie zu einem 1&1-Vertrag bekommt. Wer also einen neuen Smartphone- oder DSL-Tarif braucht und zusätzlich einen E-Scooter will, sollte mal bei 1&1 vorbeischauen. Als Prämie ist der E-Scooter durchaus attraktiv. Mehr Informationen gibt es dazu im Testbericht des Soflow S06.

Den einen perfekten E-Scooter gibt es nicht. Selbst die sehr guten Egret Ten V4 (Testbericht) und Metz Moover (Testbericht) haben neben ein paar Kleinigkeiten je einen großen Haken: ihren hohen Preis. Doch in den letzten Monaten hat sich gerade an diesem Punkt einiges getan. So empfehlen wir einen Blick auf den Iconbit IK-1969K zu werfen. Er kostet aktuell etwa 370 Euro und leistet sich dabei kaum eklatante Schwächen. Er ist ordentlich verarbeitet, beschleunigt und bremst gut und vermittelt beim Fahrer ein sicheres Gefühl. Nur der Explorer / Doc Green ESA1919 ist noch günstiger, teilweise kostet er bei Lidl und Co. im Angebot nur 300 Euro.

Bezüglich des Preis-Leistungs-Verhältnisses hat auch der Mytier (Testbericht), einiges zu bieten. Aber der Mytier hat Nachteile, die ihn für einige disqualifizieren. So kennt er zum Beispiel keinen Klappmechanismus, passt also in kaum ein Auto und trägt sich schwer.

Wer einen E-Scooter mit Wechselakku will, sollte nicht zum Trekstor EG6078 (Testbericht), sondern eher zum Trekstor EG40610 (Testbericht) greifen, welcher der Konkurrenz aus dem eigenen Haus in so gut wie jedem Punkt überlegen ist. So richtig abraten müssen wir vom IO Hawk Sparrow Legal (Testbericht). Er wirkt insgesamt sehr lieblos und bremst schlecht. Für das Geld bekommen Käufer bei allen anderen Modellen hier im Testfeld mehr geboten.

Einen eindeutigen Sieger küren wir in unserer Bestenliste E-Scooter. Alle Einzeltests zu den E-Scootern sammeln wir auf unserer Themenseite E-Scooter. Oder vielleicht doch was ganz anderes? Dann könnte unser Vergleich: E-Klapprad oder E-Scooter? Und der Sieger ist… weiterhelfen.

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