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Unterwegs perfekter Schutz für teure Technik

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Um hochpreisige Gadgets bei Transport und Lagerung vor Beschädigungen zu schützen braucht es einen Koffer mit geeignetem Inlay. TechStage zeigt, wie sich die Koffer mit individuell gestaltbaren Inlay in der Praxis schlagen.

Transportschäden an Drohnen, Kameras, Messgeräten und sonstigem elektronischen Equipment sind nicht nur ärgerlich, sondern auch teuer. Nicht umsonst wird hochpreisiges Werkzeug in passgenauen Hartschalen-Koffern verkauft. Video-Drohnen, wie die Mavic-Serie von DJI (Ratgeber), werden optional mit einer passenden Tasche angeboten. Die originalen Taschen sind allerdings wenig komfortabel und bietet zudem nur geringen Schutz. Im vollen Kofferraum würden wir unsere Drohne auf jeden Fall nicht transportieren, solange sie nur in dem Täschchen steckt. Für viele Produkte gibt es deshalb robuste Schutzkoffer und Hüllen von Drittherstellern. Deren Innenleben ist mit Schaumstoff ausgepolstert, welcher speziell auf einzelne Produkte zugeschnitten ist. Stabil und gleichzeitig weich gelagert bieten solche Koffer einen höchstmöglichen Schutz.

Der Nachteil dieser Produktspezifischen Lösungen ist deren geringe Flexibilität. Die exakt zugeschnittenen Inlays bieten schlicht keinen Platz für zusätzliches Equipment. Soll mehr oder anderes Equipment, als vom Hersteller vorgesehen, transportiert werden, hat man trotz des großen Koffers schnell ein Platzproblem.

Ein gutes und aktuelles Beispiel ist kürzlich getestete Mavic Air 2 (Testbericht). Die in der Fly-More-Combo enthaltene Schutztasche ist zwar schön kompakt, sie bietet aber nur ein Minimum an Schutz. Schutzkoffer und Cases für die Drohne gibt es zwar in zig verschiedenen Ausführungen, allerdings bieten schon die wenigsten Modelle überhaupt genügend Platz für den in der Combo enthaltenen Mehrfachladeadapter. Zusätzliches Equipment, wie beispielsweise eine Actioncam oder eine Tablet-Halterung für den Handsender haben in keiner der Lösungen Platz. Wer sein Zubehör oder zusätzliche Ausrüstung nicht in einem weiteren Koffer transportieren will, braucht also eine individuellere Lösung.

Taschen sind zwar praktisch, bieten allerdings nur wenig Schutz.

Der Zuschnitt selbst designter Schaumstoff-Inlays ist zwar möglich, aber auch teuer. Eine individuelle und trotzdem bezahlbare Lösung sind sogenannte Raster- oder Würfelschaumeinlagen. Hierbei handelt es sich um weiche Schaumstoffmatten, welche aus vielen zusammenhängenden quadratischen Würfeln bestehen. Diese können einzeln, in Reihen oder ganzen Blöcken aus der Matte entfernt werden. In die freigewordenen Räume kommt dann das elektronische Equipment. Zusammen mit einer Schaumstoffmatte an Deckel und Boden eines Koffers ist der Schutzfaktor annähernd so hoch, wie bei produktspezifischen Lösungen. Das Heraustrennen der einzelnen Schaumstoffwürfel klappt auch ohne Werkzeug, aber bequemer ist die Nutzung eines Messers.

Der Schaumstoff ist in Würfelform vorperforiert.

Die Rasterschaummatten gibt es entweder einzeln oder zusammen mit einem geeigneten Schutzkoffer. Wer bereits einen geeigneten Schutzkoffer oder eine Box besitzt, kann die Polsterung also bequem nachrüsten. Das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis bieten allerdings die bereits mit Würfelschaum ausgepolsterten Hard-Case-Koffer.

Wir haben bereits vor Jahren einen Aktenkoffer umgerüstet. Dieser wurde mit Rasterschaumstoff ausgepolstert und bietet so zuverlässigen Schutz für eine selbstgebaute Drohne.
Der Koffer mit Schaumstoffeinlagen in Boden und Deckel. Daneben liegt das Inlay, der Würfelschaumstoff.

Koffer mit Würfelschaumeinlage sind in unterschiedlichen Designs zu finden. Neben edlen Alukoffern finden sich in den Angeboten vor allem robuste Kunststoffkoffer. Am bekanntesten dürften die gelben oder schwarzen Outdoor-Schutzkoffer von Hersteller Peli sein. Die sogenannten Peli-Cases sind aus extrem widerstandsfähigem Kunststoff gefertigt und dank eines Dichtungsrings wasserdicht. Die Vorhängeschlossvorrichtung ist durch eine Edelstahlummantelung gegen Manipulationen geschützt. Mit solch einem Peli-Case ist die Technik auch unter härtesten Bedingungen gut geschützt. Der Nachteil, der insbesondere bei Profis beliebten Kofferserie, ist deren hoher Preis. Der Peli 1400 mit den Abmessungen 35 × 30 × 15 cm schlägt inklusive des Würfelschaum-Inlays mit über 120 Euro zu Buche.

Sehr ähnlich designte und aufgebaute Schutzkoffer anderer Hersteller sind deutlich günstiger zu bekommen. Neben zahlreichen billigen Schutzkoffern auf Amazon, finden sich im Fachhandel vor allem Modelle der Hersteller Vanguard, Mantona und B&W International. Die Koffer von B&W sind aus eigener Erfahrung sehr zuverlässig und gut verarbeitet. Einzig die Vorhängeschlossvorrichtung ist nicht zusätzlich geschützt. Ein gewaltvolles Öffnen des Koffers ist somit einfacher als bei den Peli-Cases. Außer dem etwas günstigeren Preis gibt es ansonsten keine signifikanten Unterschiede. Der B&W Outdoor-Koffer Typ 5000 mit den Abmessungen 43 × 30 × 17 cm ist für unter 100 Euro erhältlich.

Noname-Schutzkoffer mit Würfelschaum-Inlay sind noch ein ganzes Stück günstiger. Das für den Ratgeber angeschaffte Modell (TecTake 800574) mit fast identischen Abmessungen wie der Peli 1400 kostet dort gerade einmal 30 Euro.

Der 30-Euro-Koffer hinterlässt einen positiven Eindruck.

Wer erwartet hatte, dass für ein Viertel des Peli-Preises lediglich ein stinkender Haufen Platikmüll mit scharfen Kanten beim Kunden landet, irrt. Zwar können Haptik und Verarbeitungsqualität freilich nicht mit den originalen Peli-Cases mithalten, aber die Qualität ist insgesamt vollkommen in Ordnung, der Geruch ist unauffällig. Die Scharniere und Schnappverschlüsse hinterlassen einen positiven Eindruck. Sie sind stabil und nicht zu leichtgängig. Obwohl lediglich eine maximale Belastung von 15 kg angegeben ist, hält der Koffer auch locker den knapp 70 kg des Redakteurs stand. Einem kurzen Dichtigkeitstest in der Badewanne hat der Koffer ebenfalls unbeschadet überstanden.

Schutzkoffer mit Würfelschaumstoff (15 Bilder)

So sieht der leere Koffer inklusive der Schaumstoffeinlagen aus.

Wir wollen damit ganz sicher nicht den billigen Noname-Koffer hypen, allerdings muss man sich die Anschaffung gut überlegen. Geht es lediglich darum, die 800-Euro-Drohne sicher im überfüllten Kofferraum zu transportieren, tut es sicherlich ein günstiger Schutzkoffer. Wer seine 15.000-Euro-Fotoausrüstung durch Wüsten, Dschungel oder Eislandschaften transportieren will, sollte sicherheitshalber lieber etwas mehr investieren und zu einem Markenprodukt greifen.

Für den sicheren Transport eines individuell zusammengestellten Technik-Equipments sind Koffer mit Würfelschaum-Inlay ideal. Die Rasterung erlaubt eine individuelle Gestaltung des Innenraums und der Schaumstoff sorgt für ausreichend Sicherheit. Wer unterschiedliches Equipment in seinem Koffer transportieren will, kann sich die Raster-Inlays ganz einfach einzeln nachkaufen.

Für lange Fußmärsche bei moderaten Umgebungsbedingungen eignen sich auch Fotorucksäcke gut, um elektronische Gadgets zu befördern. Die Lagerung der Technik in den einzelnen Fächern ist zwar nicht ganz so aufgeräumt und sicher, wie die im Rasterschaum, aber trotzdem besser als gar kein Schutz. Mehr dazu im Vergleichstest von fünf Fotorucksäcken.

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