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Unterschiede: Xiaomi Redmi Note 9 vs Note 9S vs Note 9 Pro

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Xiaomi schafft es immer wieder, sein Portfolio unüberschaubar zu machen. Wir erklären die Unterschiede der drei aktuellen Modelle der Redmi-Note-9-Serie.

Das Redmi im Namen deutet bei Xiaomi auf günstige Einstiegsmodelle, aktuell trifft das auf die Redmi-9 und Redmi-Note-9-Modelle zu. Sie alle sind für unter 230 Euro zu bekommen. Die Unterschiede zueinander sind auf den ersten Blick kaum zu sehen, das verwirrt bei der Kaufentscheidung. Wir dröseln in diesem Artikel die Redmi-Note-9-Reihe auf und zeigen die wichtigsten Unterschiede zwischen Xiaomi Redmi 9, Xiaomi Redmi Note 9S und Xiaomi Redmi Note 9 Pro (Testbericht) auf.

Äußerlich ähneln sich alle drei Modelle stark. Hauptunterschiede finden sich designtechnisch bei der Integration von Frontkamera, Fingerabdrucksensor und beim Material. Das Xiaomi Redmi Note 9 kommt mit oben links in das Display eingelassener Punchhole-Notch, bei den teureren Modellen Redmi Note 9S und Redmi Note 9 Pro befindet sich das Kameraloch mittig am oberen Panel-Rand. Die Hauptkamera auf der Rückseite sieht weitestgehend identisch aus, beim günstigen Redmi Note 9 implementiert Xiaomi allerdings den Fingerabdrucksensor direkt unterhalb der vier Kameralinsen und der LED-Blitz wandert nach rechts daneben. Bei den beiden teureren Modellen ist er unterhalb der Kameras angebracht, der Fingerabdrucksensor steckt im seitlichen Power-Button.

Ein weiterer Unterschied, der sich durch die Qualitätsanmutung im weitesten Sinne ins Thema Design einreiht: Das günstigste Modell des Trios, das Xiaomi Redmi Note 9, besteht komplett aus Kunststoff, nur das Display wird von Gorilla Glas 5 geschützt. Die beiden anderen Modelle setzen vorn und hinten auf Gorilla Glas 5, das Pro-Modell verfügt darüber hinaus über einen Metallrahmen. Über 200 Gramm wiegen alle drei Modelle, die Unterschiede sind aber nicht groß. Am leichtesten ist das Note 9, am schwersten das Pro-Modell.

Alle Bilder zum Xiaomi Redmi Note 9 Pro (12 Bilder)

Das Xiaomi Redmi Note 9 kommt mit dem kleinsten Display zum Kunden, hier sind es 6,53 Zoll im Gegensatz zu 6,67 Zoll bei Note 9S und Pro. Die Auflösung ist nahezu identisch, allerdings stellen die Panels von Note 9S und Note 9 Pro HDR-Inhalte dar, das kann das günstigste Modell nicht. Im Alltag macht das kaum einen Unterschied. Als Technik kommt bei allen drei Geräten IPS-LCD zum Einsatz.

Die Frontkameras sind bei den drei Smartphones nicht nur anders angeordnet, im günstigen Redmi Note 9 steckt im Gegensatz zu den beiden anderen Modellen nur eine Frontcam mit 13 statt 16 Megapixel. Ähnlich sieht auch der Unterschied bei den Hauptkameras aus: Im Note 9 besteht die Quad-Cam aus 48-Megapixel-Hauptkamera, Weitwinkel mit 8 Megapixel und je 2 Megapixel für Tiefensensor und Makrokamera. Das mittlere Xiaomi Redmi Note 9S hat die gleichen ersten beiden Optiken, bohrt aber Tiefen- und Makrosensor auf 5 Megapixel auf. Das teuerste Modell, das Xiaomi Redmi Note 9 Pro (Testbericht) ersetzt die Hauptkamera zusätzlich gegen einen Samsung-Sensor mit 64 Megapixel.

Allerdings ist es bei den Unterschieden nicht bei der Hardware allein getan, auch bei der Software und entsprechend den Features ist längst nicht alles gleich. So beherrscht das Note 9 weder Super-Zeitlupe mit 960 Frames per Second (FPS), noch Full-HD-Videos mit 60 FPS oder mehr. Die anderen beiden Modelle können hingegen beides und zusätzlich Aufnahmen in 4K/30. Einen optischen Bildstabilisator (OIS) haben alle drei Modelle nicht, wohl aber eine elektronische Bildstabilisierung (EIS).

Als einziges Gerät des Redmi-Note-9-Trios ist das Xiaomi Redmi Note 9 mit einem Mediatek-Chipsatz (Helio G85) ausgestattet und bietet maximal 4 GByte RAM. Note 9S und Note 9 Pro greifen auf einen Qualcomm Snapdragon 720G und bis zu 6 GByte RAM zurück. Im Antutu-Benchmark macht das einen Unterschied von etwa 205.000 zu 280.000 Punkten für die Snapdragon-Modelle aus, im Alltag ist das spürbar, aber nicht gravierend. Alle drei Varianten gibt es mit bis zu 128 GByte internem Speicher und Speichererweiterungsmöglichkeit, allerdings bieten nur die beiden teureren Modelle schnelleren UFS-2.1-Speicher. Der Rest ist weitestgehend identisch – bis auf NFC, das anders als der Xiaomi-typischen IR-Sender beim 9S seltsamerweise nicht dabei ist. Als Software verfügen alle drei Modelle ab Werk über Android 10 und die eigene Nutzeroberfläche MIUI 11.

Der Akku ist in allen drei Modellen 5020 mAh stark, Unterschiede gibt es beim Ladegerät und entsprechend bei der Ladezeit: Im Gegensatz zu den 18-Watt-Ladern für Xiaomi Redmi 9 und 9S kommt das Redmi Note 9 Pro mit 30-Watt-Schnelllader und ist damit schneller wieder einsatzbereit.

Das Redmi Note 9 ist in den Farben Grau, Lila und Grün erhältlich. Das Redmi Note 9S gibt es in Deutschland nur in Grau, das Pro in Grau, Grün und Weiß. Die grüne Variante des Pro kommt als einzige Version mit halb geriffeltem, halb mattem Finish zum Kunden, außerdem ist der unter der Kamera befindliche LED-Blitz nicht in einen schwarzen Balken eingelassen. Das Note 9 gibt es mit 3/64 und 4/128 GByte, das 9S mit 4/64 und 6/128 GByte und das Pro-Modell mit 6/64 und 6/128.

Der Unterschied zwischen Xiaomi Redmi Note 9 und den beiden teureren Modellen fällt größer aus, als der Unterschied von 9S zu Pro. Die beiden teureren Modelle teilen sich nämlich Frontkamera, Display, drei der vier Kameralinsen auf der Rückseite, Chipsatz und internen Speicher. Die zum Testzeitpunkt 30 Euro mehr für das Pro- im Vergleich zum 9S-Modell entfallen also in erster Linie auf die Hauptkamera mit höherer Auflösung, beim kleinsten Modell auf mehr RAM und einen schnelleren Lader.

Das Redmi Note 9 punktet in erster Linie mit dem günstigen Preis von rund 150 Euro, bietet dafür aber auch nur Kunststoff statt Glas auf der Rückseite, das minimal kleinere Display ohne HDR, Tiefen- und Makrosensor mit nur 2 Megapixel, den kleinsten RAM und einen Mediatek-Chipsatz, der zu etwas kürzeren Laufzeiten führt - trotz in allen drei Modellen gleichem Akku. Wer also vor der Wahl steht, eines der drei Redmi-Note-9-Modelle kaufen zu wollen, sollte sich unserer Meinung nach das Xiaomi Redmi Note 9S zulegen. Es verlangt bis auf fehlendes NFC weniger Kompromisse als das Redmi Note 9 und bietet insgesamt das beste Preis-Leistungsverhältnis. Das günstigere und etwas schwächere, aber dennoch hervorragende Xiaomi Redmi 9 (Testbericht) haben wir auch bereits getestet.

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