Stifte fürs iPad: Günstige Alternativen zum Apple Pencil | TechStage
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Stifte fürs iPad: Günstige Alternativen zum Apple Pencil

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Malen, Skizzieren und Notieren – die Nutzung von Stiften an iPad oder Tablet ist verlockend, die Auswahl an Modellen ist riesig. Wir erklären die Unterschiede.

Bei der Suche nach Eingabestiften für iPad und Tablet fällt zuerst der enorme Preisunterschied ins Auge. Während die originalen Apple-Pencils zwischen 80 und 120 Euro kosten, sind andere Modelle bereits für unter 10 Euro erhältlich. Der Grund sind unter anderem die unterschiedlichen Techniken, mit denen die Geräte funktionieren.

Die dicken, leitfähigen Spitzen arbeiten sehr ungenau.

Am billigsten und deshalb verbreitetsten sind einfache kapazitive Eingabestifte mit einer runden, weichen und leitfähigen Spitze. Diese wird vom Touchscreen erkannt und ersetzt so den Finger. Der große Vorteil dieser einfachen Variante ist, dass sie zu jedem kapazitiven Display kompatibel und immer einsatzbereit ist. Zur Benutzung sind weder eine Funkverbindung noch eine Stromversorgung nötig. Die Modelle können dementsprechend sehr kompakt gebaut sein.

Der große Nachteil dieser Variante ist deren große Ungenauigkeit bei der Eingabe. Zwar ist die Bedienung des iPads damit grundsätzlich möglich, für filigrane Notizen, Skizzen oder Ähnliches sind die Stifte aber nicht besser geeignet als die Steuerung per Fingerzeig. Wer versucht mit solch einem Modell zu zeichnen, verliert schnell die Lust auf die Nutzung, wie jeder weiß, der schon einmal auf einem Handy unterschreiben musste.

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Wacom Bamboo Stylus alpha 2

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Etwas teurer, aber dafür deutlich exakter arbeiten die aktiven, kapazitiven Stifte. Diese nutzen keine dauerhaft leitende Spitze, sondern erzeugen bei Bedarf ein kleines elektrisches Feld, welches vom Touchscreen erkannt wird. Auch diese Variante funktioniert ohne Bluetooth-Verbindung. Allerdings muss der integrierte Akku geladen und der Stift eingeschaltet sein, damit ihn das iPad oder Tablet erkennt. Zum Aufladen des Akkus kommt üblicherweise ein magnetisches USB-Kabel zum Einsatz. Bei den teuren
Apple Pencils funktioniert das Aufladen kabellos per Induktion.

Die strombetriebenen Modelle ermöglichen genaues Arbeiten.

Neben der normalen Steuerung sind mit diesen Modellen erfahrungsgemäß handschriftliche Notizen oder Zeichnungen problemlos möglich. Echte Künstler stoßen aber selbst mit geeigneten Apps irgendwann auf die technischen Grenzen dieser Art von Stift. Unterschiedliche Druckempfindlichkeiten oder Winkel, in denen der Stift gehalten wird, erkennt das iPad damit nicht.

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Adonit Dash 2

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Adonit Note

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Wacom Bamboo Tip

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Um den vollen Umfang der Möglichkeiten eines Eingabestiftes zu nutzen, wird ein aktiver Stift mit Bluetooth-Verbindung zum iPad benötigt. Diese Variante ist mit Preisen ab 36 Euro zwar am teuersten, dafür bietet sie die größte Genauigkeit und ein authentisches Zeichenstift-Feeling.

Die Buttons aktivieren beispielsweise die Zurück- oder Radiergummifunktion.

Zur Benutzung müssen die Stifte geladen und per Bluetooth mit dem iPad verbunden sein. Dann stehen neben einer oder mehrerer Funktionstasten auch verschiedene Druckempfindlichkeitsstufen und eine Lageerkennung zur Verfügung. Anhand der im Stift verbauten Sensorik erkennt das Tablet die Lage des Stifts und kann diese entsprechend umsetzen. Dies spielt beispielsweise bei der Verwendung mit Kalligraphie-Apps eine große Rolle. Für echte Künstler ist besonders die Druckempfindlichkeitserkennung wichtig. Sie sorgt dafür, dass in Malprogrammen unterschiedlich dicke oder dunkle Striche auf dem Display landen. Günstige Stifte erkennen üblicherweise 1024 verschiedene Druckempfindlichkeiten, teure sogar 2048 Abstufungen. Vorhandene Funktionsknöpfe am Stift lassen sich in den meisten Apps individuell zuweisen. Denkbar wäre beispielsweise ein Werkzeugwechsel (von Bleistift zu Textmarker) oder eine Zurück-Funktion, um einzelne Zeichenschritte rückgängig zu machen.

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Wacom Bamboo Fineline 3

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Adonit Pixel

Adonit Pixel Pro

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Kapazitiver Stift passiv Kapazitiver Stift aktiv Aktiver Stift mit Bluetooth
Vorteile günstig
funktioniert ohne Strom
funktioniert ohne BT-Verbindung
arbeitet genau
funktioniert ohne BT-Verbindung
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Lageerkennung
Druckempfindlichkeit
Nachteile arbeitet ungenau
keine Lageerkennung
keine Druckempfindlichkeit
braucht Strom
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teuer
braucht Strom
benötigt eine BT-Verbindung

Egal welche Variante man benutzt, die Stifte sollten gut in der Hand liegen und weder zu dick noch zu dünn sein. Die Spitze der Stifte sollte austauschbar sein – bei häufiger Nutzung schont dies mittelfristig den Geldbeutel. Wer mit seinem iPad oder Tablet häufig unterwegs ist, sollte sich für ein Modell mit Schutztasche und Akku entscheiden.

Allen digitalen Eingabestifte haben ein gemeinsames Problem: Fehlerhafte Eingaben durch eine nicht perfekt funktionierende Handballenerkennung. Hierzu kommt es erfahrungsgemäß regelmäßig, wenn die Hand bei der Arbeit mit dem Stift auf dem Display aufliegt. In der Praxis hilft hier nur ein Stück Papier unter dem Handballen oder ein spezieller Handschuh.

Vernünftige Eingabestifte müssen nicht teuer sein. Für den gelegentlichen Gebrauch sind Modelle für zwischen 20 und 40 Euro ausreichend gut ausgestattet.

Auch ohne Druckempfindlichkeit und Bluetooth-Verbindung sind gute Ergebnisse möglich.

Interessierte Nutzer sollten sich auf jeden Fall für einen aktiven kapazitiven Stift entscheiden. Diese brauchen zwar Strom und sind etwas teurer als Stifte mit dauerhaft leitender Spitze, dafür arbeiten sie sehr genau. Wer den Stift für handschriftliche Notizen oder kleine Skizzen benötigt, bekommt hier das beste Preis-Leistungs-Verhältnis.

Wer echte Kunstwerke am iPad plant, sollte etwas tiefer in die Tasche greifen und zu einem aktiven Stift mit Lage- und Druckerkennung greifen. Mit entsprechenden Apps bieten diese Modelle mit Abstand das authentischste Ergebnis.

Von den Stiften mit dicker leitender Gummispitze raten wir ab. Das Arbeiten damit ist ebenso ungenau, wie die klassische Touch-Eingabe per Fingerzeig.

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