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Sony zeigt das Xperia 1: Lohnt sich jetzt der Vorgänger XZ3?

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Sony stellt auf dem MWC den XZ3-Nachfolger Xperia 1 vor. Es soll zum Start 950 Euro kosten. Wir zeigen, wann der Preis voraussichtlich fällt und ob sich jetzt das XZ3 lohnt.

Das Sony Xperia 1 kommt im typischen Sony-Design, sein Display ist jedoch im Vergleich zum Vorgänger XZ3 ordentlich in der Länge gewachsen. Außerdem kommt nun eine Triple-Kamera mit verschiedenen Brennweiten zum Einsatz und Sony verspricht, mit dem Xperia 1 Video-Aufnahmen im Kino-Look drehen zu können. Hier gibt es mehr Infos zum Xperia 1. Das Sony Xperia 1 kostet zur Markteinführung 950 Euro und soll im Juni 2019 ausgeliefert werden.

Wir schauen uns in verschiedenen Kategorien an, wie sich das Vorgängermodell Xperia XZ3 gegen das Xperia 1 schlägt, verraten, ob sich jetzt noch der Kauf des Xperia XZ3 (Testbericht) lohnt und geben eine Prognose, wann der hohe Startpreis des Xperia 1 fallen wird. Der Vorgänger Sony Xperia XZ3 kostet aktuell mit etwa 500 Euro fast die Hälfte.

Die Kamera-Sensoren von Sony gehören zu den besten auf dem Markt und kommen in vielen Smartphones zum Einsatz, die für ihre sehr gute Fotoqualität gelobt werden. Erstaunlicherweise schaffte es Sony bisher jedoch nie, sich mit seinen eigenen Geräten unter den Top-Foto-Smartphones zu platzieren.

Beim Xperia 1 verbaut Sony erstmals drei Kamera-Module auf einer Rückseite.

Das will man nun beim Xperia 1 ändern. Welche Sony-Sensoren genau zum Einsatz kommen, ist noch nicht klar. Allerdings ist es nicht der neue IMX586, der im Xiaomi Mi 9 (Ratgeber) für Bilder mit einer Auflösung von 48 Megapixel sorgt.

Im Xperia 1 verbaut Sony erstmals drei Linsen auf der Rückseite. Ob drei oder mehr Kamera-Module bei einem Smartphone Sinn machen, erläutern wir in dem Beitrag Nokia 9 Pureview mit fünf Kameras – Wie viel ist zu viel? Eine Kamera kommt mit der Superweitwinkel-Brennweite von 16 mm (F/2.4), die nächste mit der Weitwinkel-Brennweite von 26 mm (F/1.6, OIS) und die Dritte mit dem Zweifach-Tele von 52 mm (F/2.4, OIS). Damit geht Sony beim Xperia 1 einen ähnlichen Weg wie das für seine guten Bilder gelobte Huawei Mate 20 Pro (Testbericht). Zusätzlich will Sony mit der App „Cinema Pro“ für einen Kino-Look sorgen.

Bei der Kamera des Vorgängers Sony Xperia XZ3 vermissten wir im Test Innovationen. Es gibt nur eine 19-Megapixel-Kamera die mit einem Blendenverhältnis von F/2 nicht einmal besonders lichtstark ist. Auch hat sie keinen optischen Bildstabilisator. Ihre Farbwiedergabe gefiel im Test, allerdings kommt sie nur schwer mit schlechten Lichtverhältnissen zurecht. Einen Unschärfe-Effekt gibt es nicht.

Ohne das Xperia 1 ausführlich getestet zu haben gehen wir stark davon aus, dass es bessere Bilder macht als das Xperia ZX3. Diese Vermutung legen die höhere Lichtempfindlichkeit, die optischen Bildstabilisatoren und die erhöhte Flexibilität beim Fotografieren durch die verschiedenen Brennweiten nahe.

Trotz großem 6.5-Zoll-Display ist das Xperia 1 nur 71 mm breit.

21:9! Mit diesem ungewöhnlichen Displayseitenverhältnis in der Auflösung von 3840 × 1644 Pixeln ragt das Sony Xperia 1 wortwörtlich aus der Masse der Smartphones hervor. Dabei vereint das gestreckte 6,5 Zoll große Oled-Display gleich mehrere Vorteile: Es passt zum Beispiel bei einer Webseite mehr Inhalt auf das Display, während das Smartphone gleichzeitig mit 72 mm recht schmal bleibt. Weiter entstehen kleinere schwarze Balken, wenn das Display Inhalte im Kinoformat wiedergibt. Auch wer im Querformat den Splitscreen-Modus nutzt, könnte dank des längeren Displays mehr Inhalte unterbringen.

Das Display des Sony Xperia XZ3 überzeugte uns im Test. Das 6 Zoll große Oled-Panel im Seitenverhältnis von 18:9 löst mit 2880 × 1440 Pixeln auf. Interessanterweise ist das Gerät mit 73 mm sogar etwas breiter als das Xperia 1, obwohl es ein kleineres Display bietet.

Das Verhältnis von 21:9 beim Xperia 1 ist ungewöhnlich und ein Hingucker. Aber es schaut nicht nur interessant aus, es bietet auch einen Mehrwert.

Bezüglich ihrer Hardware nehmen sich beide Modelle nicht viel. Im Xperia 1 taktet der brandneue Snapdragon 855, unterstützt von 6 GByte RAM und der Adreno 640 GPU. Im Xperia XZ3 verbaut Sony genauso wie im XZ2 den Snapdragon 845 mit 4 GByte RAM und Adreno 630 GPU. Das XZ2 landet mit etwa 284 Punkten im Antutu-Score aktuell auf Platz 16. Wir gehen davon aus, dass das Xperia 1 hier nochmal 20 bis 30 Prozent drauf legt.

Im Alltag wird man den Unterschied kaum merken. Auch der Snapdragon 845 ist für alle Aufgaben gewappnet und führt den Nutzer pfeilschnell durch alle Menüs. 4 GByte RAM haben sich bewährt. Weniger kann zu wenig sein, mehr macht bezüglich der Performance keinen großen Unterschied. Beide Geräte können NFC, Quickcharge, kabelloses Laden, bieten eine aktuelle Software und sind wasserdicht nach IP68.

Als das Sony Xperia XZ3 auf den Markt kam, veranschlagte Sony dafür eine UVP von 799 Euro. Wie bei Android-Smartphones üblich, hatte dieser Preis allerdings nicht lange Bestand. Bereits nach einem Monat fiel er auf 750 Euro (minus 6 Prozent), nach drei Monaten auf 650 Euro (minus 19 Prozent). Jetzt nach etwa sechs Monaten liegt der Preis des XZ3 bei knapp 500 Euro (minus 37,5 Prozent).

Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass dieser prozentuale Abschlag in einem bestimmten Zeitraum meist auch auf die Nachfolger zutreffen. Entsprechend fällt der Preis des Xperia 1, welches im Juni ausgeliefert wird, nach einen Monat von 950 auf unter 900 Euro, nach drei Monaten auf 770 Euro und nach sechs Monaten sogar auf unter 600 Euro.

Sony Xperia XZ3 Dual-SIM schwarz

Sony Xperia XZ3 Dual-SIM schwarz

Sony Xperia XZ2 grün

Sony Xperia XZ2 grün

Sony Xperia XZ2 Compact Dual-SIM schwarz

Sony Xperia XZ2 Compact Dual-SIM schwarz

Sony Xperia 1 violett

Sony Xperia 1 violett

Sony Xperia 1 grau

Sony Xperia 1 grau

Sony Xperia 1 schwarz

Sony Xperia 1 schwarz

Sony Xperia 1 weiß

Sony Xperia 1 weiß

Aber sollen Sony-Fans nun bis Juni warten und sich das Xperia 1 kaufen oder doch lieber gleich zuschlagen und das Xperia XZ3 nehmen? Wir empfehlen hier vor allem das eigene Fotografierverhalten zu beachten. Denn auch wenn das XZ3 zurecht im Testbericht mit der Note sehr gut abschnitt, hat die Kamera doch Verbesserungspotenzial. Auch das extra-lange Display ist eine spannende Entwicklung mit Mehrwert. Wer auf das Xperia 1 warten möchte, sollte nicht gleich am Erscheinungsdatum zugreifen, beziehungsweise vorbestellen. Zu schnell fällt der Preis des Geräts nach dem Marktstart.

Natürlich sollte man auch die anderen Sony Geräte beachten. Ganz besonders spannend ist hier das Xperia XZ2 (Testbericht), welches im Vergleich zum XZ3 eine recht ähnliche Hardware bietet. Für alle, die kleine Smartphones bevorzugen, empfehlen wir das Sony Xperia ZX2 Compact (Testbericht) sowie unsere Kaufberatung Display-Zwerge: Android-Smartphones bis 4 Zoll.

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