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Solar-Lampions: Lounge-Beleuchtung im Garten

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Solarbetriebene Lampen und Lampions sehen schick aus, kosten wenig und sorgen für gutes Licht. Perfekt, um Balkon oder Garten in Lounge-Stimmung zu bringen. TechStage stellt passende LED-Leuchten vor.

Dank Corona wird der Garten oder Balkon dieses Jahr ein beliebtes Ausflugsziel und Ersatz für Kneipen und Beach Bars. Da liegt es nahe, den eigenen Garten etwas aufzumotzen. Mit solarbetriebenen Schmuckleuchten, etwa Lampions, Lichterketten oder Einmachgläsern mit LED bringt man das Flair einer Beach-Bar nach Hause und das für vergleichsweise wenig Geld. Wir stellen in diesem Ratgeber die verschiedenen Ansätze vor, mit denen man ohne Stromanschluss für eine bequeme Lichtstimmung sorgt. Dabei beschränken wir uns zunächst auf Schmucklichter, also keine „echte” Beleuchtung für Wege oder die Ausleuchtung von dunklen Ecken. Hier planen wir einen weiteren Beitrag, der dediziert auf diese Lösungen eingeht. Wer so etwas sucht, dem empfehlen wir einen Blick in unsere Tests zu Kameras mit integrierter Beleuchtung, etwa der Netatmo Presence (Testbericht). Mehr zu diesen Geräten zeigen wir in der Themenwelt Überwachungskameras. Stimmungsvolle und smarte Lichteffekte für Innenräume haben wir in einem eigenen Ratgeber zusammengefasst.

Der große Vorteil von Solarleuchten ist ihre Unabhängigkeit vom Stromnetz. Die meisten Produkte arbeiten nach einem einfachen Prinzip: Eine Solarzelle erzeugt tagsüber genügend Strom, um einen Akku aufzuladen. Sobald es dunkel wird, schalten sich die LEDs in der jeweiligen Lampe an und leuchten dann so lange, bis der Akku leer ist. Wie lange die Leuchtdauer ist, hängt von mehreren Faktoren ab. Neben der Kapazität und der Qualität des Akkus ist es essenziell, wie viel Sonnenlicht tagsüber auf die Kollektoren fällt. Hängen die Lampen im Schatten, sorgt das für weniger Laufzeit als wenn sie in der prallen Sonne stehen. In der Praxis ist das aber gerade bei neuen Geräten nicht wirklich tragisch. Wir konnten mehrere Stunden lang Beleuchtung aus Lampen bekommen, die tagsüber schattig in einem Baum hingen.

Wer seinen Balkon oder eine Sitzecke im Garten verschönern will, der greift wahrscheinlich zu hängenden Solarlampen. Grundsätzlich hat man die Wahl zwischen drei Bauarten:

  • Lampions
  • Lichterketten
  • LEDs in (Einmach)Gläsern

Alle drei haben ihre Vor- und Nachteile, wie wir im Praxistest erfuhren. Lampions sind groß und fangen das Auge schnell ein. Gerade mehrere Lampions, hoch aufgehängt, sorgen für einen coolen Eindruck und ein echtes Lounge-Feeling. Der Nachteil ist allerdings, dass die großen Schirme um die LEDs Schmutz magisch anziehen. Wir hatten mehrere Lampions in Bäumen, die von Vögeln mehr oder weniger gezielt beschmutzt wurden. Das nächste Problem ist der Platz. Gerade, wenn man mehrere Lampions aufhängen will, dann wird es schnell eng. Für den besten Effekt sollten sie etwas höher hängen, die guten Plätze für die Haken werden da schnell eng.

Ein Solar Lampion in Aktion.

Lichterketten bringen viele kleine Lampions auf einmal, die noch dazu flexibel aufhängen lassen und nur wenige feste Haken benötigen. Zudem haben die meisten Lampionketten ein externes Solarmodul, dass sich mehrere Meter von den Leuchten platzieren lässt. So kann man es ideal in der Sonne platzieren. Im Test hatten wir allerdings das Problem, dass das Kabel an einem oder mehreren Lampions irgendwann defekt war. Damit fallen Teile der Kette aus und das sieht irgendwie blöd aus.

Die Gläservariante sieht ebenfalls sehr cool aus, vor allem, wenn man mehrere in unterschiedlichen Höhen hängt. Anders als bei Lampions und Lichterketten gibt es hier Versionen, die genügend Licht liefern, um etwa ein Buch zu lesen. Die Gläser sind deutlich schwerer als die Lampions oder die Lichterketten. Sie benötigen also solide Haken, um sie aufzuhängen. Dafür sind sie deutlich einfacher zu reinigen als die Lampions. Wer mag, der kann die Gläser zusätzlich füllen und so für mehr Flair sorgen. Vorsicht allerdings, denn innen bildet sich Kondenswasser. Papier oder ähnliche Stoffe sollte man also nicht nutzen.

Die Einmachgläser-Lösungen im Vergleich: Hinten das Sonnenglas, vorne ein Glas mit einer LED-Kette. Der Unterschied ist klar, das Sonnenglas lässt sich zum Lesen nutzen, das andere Glas nutzt sich eher für passive Beleuchtung.

Stecker mit LEDs und Solar eignen sich weniger für die Sitzecke, können im Garten aber sehr gute Effekte erzielen. Damit lassen sich beispielsweise Blumenbeete oder Teiche auch im Dunklen gut markieren, auch ein grobes Kennzeichnen des Weges ist möglich. Die Leuchtleistung ist aber eher in Richtung Glühwürmchen denn wie ein Scheinwerfer einzusortieren.

Der Vorteil der Produkte sind die große Vielfalt beim Design. Egal ob Glaskugel, Schmetterling oder ähnliches, dem Geschmack sind fast keine Grenzen gesetzt. Der Nachteil ist, dass es sich mehr oder weniger um Wegwerfprodukte handelt, die nach einer oder zwei Saisons durch sind. Mehr dazu im Abschnitt Nachhaltigkeit.

Mit den Solarstecken lassen sich Hindernisse im Garten, etwa Blumenbeete, ein Gartenteich oder einen Abhang auch nachts kennzeichnen.

Die Solarlampen sind meist den Elementen rund ums Jahr ausgesetzt. Entsprechend sollte man beim Kauf darauf achten, wie robust die Produkte sind. Dabei mögen sich viele Formulierungen ähneln, sie meinen aber nicht immer dasselbe. Ist eine Lampe (oder deren Bezug) etwa wetterbeständig, muss er nicht zwingend mit einem Platzregen aushalten.

Wer auf Nummer sicher gehen will, der sucht Produkte mit IP-Zertifizierung. Diese geben an, wie gut die Produkte gegen Staub und Wasser geschützt sind, je höher die Zahl, desto besser der Schutz.

Für den Praxistest haben wir mehrere Lampions, Ketten und Glas-Leuchten unterschiedlicher Hersteller und Preisklassen ausprobiert. Der Einsatzort ist ein schattiger Außenbereich, in dem wir abends länger saßen. Die meisten Produkte sprangen in der Dämmerung gleichzeitig automatisch an, je nachdem, wie viel Licht durchs Blätterdach fiel. Das funktioniert zuverlässig und sieht mit mehreren Produkten schnell sehr gut aus. Das Sonnenglas lässt sich von Hand aktivieren und strahlt dann direkt nach unten ab. Alle anderen Produkte setzen eher auf LEDs, die durch größere oder kleinere Schirme gedämpft werden, oder auf eine LED-Kette. Was uns allerdings gerade bei den Lampions auffiel, war das sehr kalte, weiße Licht. Beim nächsten Kauf würden wir eher auf eine wärmere Lichtfarbe gehen.

Tagsüber konnten sich alle Produkte trotz des schattigen Aufstellorts genügend aufladen, um am nächsten Abend genügend Licht zu geben. Clever: sollte das nicht ausreichen, kann man das Sonnenglas per Micro-USB laden.

Solarbetriebene Leuchten und Lampions (12 Bilder)

Ein wichtiger Punkt ist, wie lange man die Produkte nutzen kann. Das geht leider direkt mit den Preisen einher. Je günstiger die Lichter sind, desto unwahrscheinlicher ist, dass man Komponenten austauschen kann. Anfällig ist besonders der integrierte Akku. Sowohl Temperaturschwankungen wie auch häufiges Laden und Entladen sorgt für ein vorzeitiges Ende. Ebenfalls häufig dürften technische Defekte auftreten, gerade die günstigen Geräte sind oft nicht zuverlässig verarbeitet. Besonders traf das die Solarstecker für Pflanzenbeete, mehrere Bekannte berichteten, dass sie die mehr oder weniger jährlich tauschen.

Ein wechselbarer Akku sollte zur Ausstattung gehören.

Die meisten Produkte bieten inzwischen aber einen austauschbaren Akku. Je nach der Verarbeitung kann das bereits ein deutlich längeres Betriebsleben sicherstellen. Positiv hervorheben wollen wir den Hersteller Sonnenglas. Dessen Solarleuchten sind nicht nur ordentlich verarbeitet, Sonnenglas bietet eine kostenlose zweijährige Garantie an, für die man das Gerät aber bis zu zwei Monate nach dem Kauf registrieren muss. Kommt es in dieser Zeit zu einem Ausfall, kann man sich an den Kundendienst wenden und Ersatzteile erhalten.

Der Aufbau der LED-Lichterketten.

Wie meist bei diesen Geräten liegen die Preisspanne bis hin zu mehreren 100 Euro für Designerstücke. Wir haben im Test knapp 100 Euro ausgegeben, um eine vernünftige Mischbeleuchtung aus Gläsern, Lampions und Solarketten zu bekommen. Für die meisten Produkte gibt es passende Geräte im Preisvergleich, eine Ausnahme sind die Einmachgläser mit LEDs. Diese gibt es vor allem bei Amazon.

Zu unserem Favoriten haben sich schnell die LED-Ketten und -Leuchten in Einmachgläsern entwickelt. Sie sind deutlich robuster als die Lampions und geben ein sehr schönes Licht ab. Besonders hell sind die Produkte von Sonnenglas, sie sind nicht nur Schmuckbeleuchtung, sondern taugen durchaus, um beispielsweise einen Essenstisch abends zu beleuchten oder für genügend Licht im Lesesessel zu sorgen. Zudem bietet das Unternehmen einen sehr guten Support an, zwei Jahre lang bekommt man Ersatz. So etwas ist den meisten anderen Anbietern unbekannt. Ebenfalls gut fanden wir die Lichterketten. Damit kann man etwa eine Wand schnell und einfach verzieren und für Stimmung sorgen.

Es spricht auch nichts dagegen, einen Mix der verschiedenen Produkte zu fahren. Lampions könnten so den Eingang oder die Ecken flankieren, Sonnengläser für das notwendige Licht über dem Esstisch sorgen und andere LEDs in Gläsern oder an einer Kette verstärken die Stimmung zusätzlich.

Noch mehr Ausrüstung für den Garten haben wir in der Themenwelt Garten zusammengestellt.

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