TechStage
Logo Qwant

Ein Angebot von

Smartphones mit optischem Bildstabilisator bis 300 Euro

1
von  // 

Nicht nur teure Smartphones haben gute Kameras. Entscheidend für die Bildqualität für Video und Foto ist ein optischer Bildstabilisator, den es inzwischen auch in Smartphones bis 300 Euro gibt.

Ein optischer Bildstabilisator (OIS) sorgt für bessere Bildqualität bei Fotos und Videos. Dabei versucht das Smartphone, ungewollten Bewegungen des Gerätes durch motorisches Verstellen der Linsen entgegenzuwirken, um das Bild zu beruhigen. Die Informationen über die Bewegung erfasst das Smartphone über das eingebaute Gyroskop. Im Gegensatz zu dieser Hardware-basierten Lösung sorgt bei einem elektronischen Bildstabilisator (EIS) Software dafür, dass ein Bild ruhiger wirkt. Das geschieht im Prinzip dadurch, dass das Gerät Bewegungen durch Verschieben von Bildpunkten auszugleichen versucht. Dadurch sinkt allerdings oft die Bildschärfe und bei Videos, dem häufigsten Anwendungsfall von EIS, auch leicht die Auflösung.

Ein OIS erlaubt außerdem längere Blendenöffnungszeiten bei Fotos, damit auch in dunkler Umgebung möglichst viel Licht auf den Sensor gelangen kann. Verwackler und Bewegungsunschärfe werden dabei so weit wie möglich ausgeglichen. Auch bei Videos beruhigt ein OIS Bewegungen, sodass sogar ein beim Gehen aufgenommener Film nur wenig Erschütterung durch Schritte zeigt. War optische Bildberuhigung früher nur sehr hochpreisigen Smartphones vorbehalten, so gibt es entsprechende Hardware mittlerweile auch für Geräte zum Mittelklassepreis. Wir haben Smartphones bis 300 Euro mit optischem Bildstabilisator herausgesucht.

Tipp: Wer kein Smartphone mit optischem Bildstabilisator hat, der kann sich mit Zubehör behelfen: Gimbals. Ein Gibal ist eine kardanische Aufhängung, die dafür sorgt, dass ein darin befestigtes Smartphone unabhängig von äußeren Bewegungen seine Ausrichtung nicht ändert. Motoren sorgen dann dafür, dass der Blickwinkel des Smartphones auf Knopfdruck verändert werden kann – aus der Hand gefilmte Handy-Aufnahmen sehen so richtig professionell aus. Wir haben Smartphone-Gimbals ab 70 Euro getestet.

Das günstigste Smartphone in unserer Aufstellung ist zwar schon seit etwas über zwei Jahren auf dem Markt, gehört aber dank Software-Updates auf Android 9 und ordentlicher Hardware noch lange nicht in die Rubrik Elektroschrott. Neben 5,1-Zoll-Display mit Full-HD-Auflösung, schnellem Octa-Core-Chip und 4 GByte RAM erhält der Käufer des Huawei P10 (Testbericht) eine optisch bildstabilisierte Dual-Kamera mit 12 Megapixel Farb- und 20 Megapixel Monochromsensor. Damit erlaubt das ehemalige Oberklassemodell nicht nur ordentliche Farb-, sondern auch echte Schwarz-Weiß-Bilder. Das Huawei P10 gibt es inzwischen ab 219 Euro.

Deutlich teurer ist das ebenfalls von Huawei stammende, in etwa gleichalte Mate 9 (Testbericht). Es bietet nahezu die gleiche Kamera, kommt aber mit größerem 5,9-Zoll-Screen und stärkerem Akku mit 4000 mAh zum Kunden. Auch die Kamera des Mate 9 bietet zweifache, nahezu verlustfreie Vergrößerung. Die im Vergleich zum P10 etwas bessere Hardware kostet aktuell rund 300 Euro. Wem es also nur um die Kamera geht, der fährt mit dem P10 ein gutes Stück billiger.

Motorola brachte Anfang 2019 das Moto G7 Plus (Testbericht) auf den Markt, das das erste Mittelklasse-Smartphone mit optischem Bildstabilisator ist. Das Display misst 6,2 Zoll, als Antrieb dient ein Snapdragon 636 mit 4 GByte RAM. Die stabilisierte Dual-Kamera knipst Fotos mit 16 Megapixeln, die zweite Optik mit 5 Megapixeln ist zur Tiefenerkennung da. Das schicke Modell mit Glasrückseite ist derzeit ab 250 Euro zu haben.

Mitte des Jahres 2019 brachte Motorola gleich noch ein Mittelklasse-Smartphone mit optischem Bildstabilisator auf den Markt: das One Vision (Testbericht). Augenscheinlichster Unterschied zum G7 Plus ist das langgezogene 6,3-Zoll-Display im 21:9-Format und Android One in Version 9 Pie. Als Antrieb dient ein Samsung Exynos 9609 mit 4 GByte RAM. Mit 128 GByte internem Speicher liefert das One Vision ordentlich Platz für Daten. Aktuell kostet das Motorola One Vision mit stabilisierter 48- und 5-Megapixel-Kamera ab 274,50 Euro.

Huawei P10 Single-SIM schwarz

Huawei Mate  9 Dual-SIM schwarz

Motorola Moto G7 Plus Dual-SIM dunkelblau

Motorola One Vision Dual-SIM sapphire gradient

Ab 270 Euro können Interessenten auch zum Asus Zenfone 5 (Testbericht), Modell ZE620KL, greifen. Das Smartphone aus dem Jahr 2018 hat ein 6,2 Zoll großes Display und wird von einem Snapdragon 636 mit 4 GByte RAM angetrieben. Die Dual-Kamera mit optischem Bildstabilisator erlaubt Aufnahmen mit 12 und 8 Megapixel, die zweite Kamera lässt sich für Tiefenerkennung, aber auch für Weitwinkelaufnahmen nutzen.

Auch das Nokia 8 (Testbericht) stammt aus 2017 und gehört damit zu den ältesten Smartphones in dieser Auflistung – aber noch nicht zum alten Eisen. Dafür hat Hersteller HMD Global dank Android-Updates bis auf Version 9 Pie gesorgt; auch die Hardware kann sich immer noch sehen lassen. So hat der Touchscreen eine Größe von 5,3 Zoll bei einer Auflösung von 2560 x 1440 Pixel, angetrieben wird das Smartphone vom damaligen Spitzenchipsatz Snapdragon 835. Ihm zur Seite stehen 4 GByte Arbeitsspeicher. Die Dual-Kamera mit je 13 Megapixel für Farb- und Monochromsensor ist natürlich optisch stabilisiert. Das Nokia ist derzeit für etwa 279 Euro zu haben.

Das letzte Modell in unserer Aufstellung von Smartphones mit optischem Bildstabilisator bis 300 Euro ist das Xiaomi Mi 8. Es stammt auch noch aus 2017, doch auch hier hat der Hersteller vorbildlich für Android-Updates bis hin zu Android 9 Pie gesorgt. Wie schon beim Nokia 8 beeindruckt die Technik auch beim Mi 8 heute noch: 5,3-Zoll-Display mit 2560 x 1440 Pixel, Snapdragon 835, 4 GByte RAM und eine stabilisierte Dual-Kamera mit je 13 Megapixel in Farbe und Monochrom sind ordentlich. Für 293 Euro ist das ehemalige Topsmartphone auch heute noch zu haben.

ASUS ZenFone 5 ZE620KL blau

Nokia 8 Single-SIM  64GB silber

Xiaomi Mi 8  64GB schwarz

Beim Großteil der aufgezählten Smartphones handelt es sich um ehemalige Spitzenmodelle, die inzwischen weniger als 300 Euro kosten. Ihre Technik ist auch heute noch auf Augenhöhe mit der Ausstattung aktueller Mittelklasse-Modelle. Dank entsprechender Updates verfügen sie derzeit auch noch über aktuelles Android und dürfen daher immer noch ohne Sicherheitsbedenken gekauft werden. Diese Software-Unterstützung ist aber bei den ältesten Modellen entweder schon eingestellt oder der Support wird in Kürze auslaufen: Zukunftssicher sind diese Modelle daher nicht mehr.

Wer auch Updates auf die nächsten Android-Versionen wie Android 10/Q haben will, der sollte lieber gleich zu den aktuellen Modellen von Motorola – G7 Plus und One Vision – aus 2019 greifen. Noch bessere Kameraqualität inklusive OIS versprechen natürlich aktuelle Spitzenmodelle wie Huawei P30 Pro oder Samsung Galaxy S10 Plus. Die kosten im Vergleich zu den hier aufgeführten Modellen aber schnell auch mehr als doppelt so viel.

Einloggen, um Kommentare zu schreiben

Anzeige